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RV10: Mehrsprachigkeit als Ausgangspunkt und Ziel schulischer Bildung in der Primarstufe   

1.Grundsätzlich sollte betont werden, dass die sprachlichen Defizite nicht allein über den Werdegang eines Schülers entscheiden sollten. Durchaus kann es vorkommen, dass der Schüler mit mangelnden Deutschkenntnissen, Verständnisschwierigkeiten bei den gymnasialen Aufgaben aufzeigt. Zudem, kann der Schüler, im Vergleich zu seinen künftigen Mitschülerinnen und Mitschülern, im höchsten Fall, viel Zeit für die Bewältigung einer Aufgabe in Anspruch nehmen. Aufgrund der Tatsache, dass alle Institutionen nach Chancengleichheit streben, sollte demnach der Besuch aufs Gymnasium in diesem Kontext definitiv nicht verwehrt werden. Wenn ein Schüler oder eine Schülerin sprachliche Defizite aufweisen sollte, ist demgemäß professionelle Hilfe seitens der Schule zu erwarten, sei es in den Grund- oder weiterführenden Schulen.

2. Mein letztes Praktikum absolvierte ich in einer vierten Klasse einer Grundschule. Besonders auffällig an dieser Grundschule, ist vor allem der hohe Anteil an Schüler*innen mit Migrationshintergrund. Aus diesen Faktoren heraus, lässt sich das erhebliche Maß an Heterogenität erklären. Dabei kommt es bei einer durchschnittlichen Klasse zu schätzungsweise 60 bis 70% der Schüler*innen, die einen linguistischen oder kulturellen Migrationshintergrund aufweisen. Grundsätzlich ist mir aufgefallen, dass die Schülerinnen und Schüler in der vierten Klasse, immer noch sprachliche Defizite zeigten. Teilweise konnten einige Schülerinnen und Schüler noch gar nicht fließend lesen. Dabei ist zu betrachten, dass sie zum Sommer hin die Grundschule verlassen und die weiterführenden Schulen besuchen werden. Ich konnte beobachten, dass die Lehrkräfte Schwierigkeiten hatten, den Schülerinnen und Schüler die richtige sprachliche Förderung zu geben. Außerdem bemerkte ich, dass die Schülerinnen und Schüler beim Sprechen, von den Lehrkräften wenig bis gar nicht korrigiert wurden. Selbstverständlich wird auch versucht, den/der jeweiligen Schüler/in aussprechen zu lassen, trotz dessen sollten die sprachlichen Fehler nicht ignoriert, sondern korrigiert werden.

3. In Hinblick auf die zweite Aufgabe, stellt sich demnach mir die Frage, inwieweit ich als angehende Lehrperson, die richtige Förderung anbieten kann. Es ist gut vorstellbar, dass eine Klasse mit einer hohen Rate an Schülerinnen und Schüler mit Mehrsprachigkeit „schwer“ zu betreuen ist, zumal auch mir die Grundlagen verschiedener Sprachen fehlen, um die richtige Förderung anzusetzen. Dies führt auch zur Folge, richtige Aufgaben zu erstellen um auf ihre Barrieren direkt anzusprechen.

 

4. Wie auch in der dritten Aufgabe bereits erwähnt wurde, ist es wichtig Kenntnisse über die Grundlagen verschiedener Sprachen zu verfügen. Des Weiteren, sollte direkt reagiert werden, wenn man sprachliche Defizite erkennt. Sei es das Korrigieren beim direkten Austausch, oder die richtige Förderung, durch auf die Schülerinnen und Schüler angepassten Aufgaben.

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