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Mehrsprachigkeit

 

1. Meiner Meinung nach, wäre es der falsche Weg, die SuS, aufgrund ihrer nicht ausreichenden Deutschkenntnisse, einer Oberschule zu überweisen. Man würde sie nur demotivieren und gegebenenfalls in Kauf nehmen, dass sie dadurch die Motivation verlieren, die Ziele zu verfolgen, die sie nach einem Abschluss auf einem Gymnasium verfolgt hätten. Ich denke, man sollte die SuS nicht lediglich auf ihre Deutschkenntnisse reduzieren, sondern sollte Verständnis zeigen, dass diese Mehrsprachigkeit durchaus Vorteile mit sich bringen kann. Man sollte die SuS vielmehr fördern und sie in ihren anderen Fähigkeiten fordern.

2. Ich bin zweisprachig aufgewachsen. Ich war die meiste Zeit die einzige in meiner Klasse, die Mehrsprachig aufwuchs. In meiner Schulzeit wurde ich von meinen Lehrern und Lehrerinnen, als auch von meinen Mitschülern, einige Male korrigiert, was ich aber nicht als negativ empfand, sondern vielmehr als Hilfe und Unterstützung gesehen habe. 

Nur einmal musste ich eine negative Erfahrung machen. Eine Lehrerin kritisierte mich in jeder Stunde, vor meinen Mitschülern, aufgrund meiner Grammatik -und Rechtschreibfehler. Dies war mir nach einer Zeit sehr unangenehm und ich suchte das Gespräch mit ihr auf und sagte ihr, dass mich das stört, ich mich meiner nicht vollständigen Deutschkenntnisse bewusst bin und daran arbeite. Von ihr kam nur der Satz: „Das wird nichts, solange du auch türkisch sprichst, gewöhnt dir das besser ab und sag auch deinen Eltern, dass sie nur noch Deutsch sprechen sollen“. Ich sah nicht ein, weshalb ich meine andere Sprache, mit der ich mich genauso identifiziere, wie die deutsche Sprache, ablehnen soll. Das wäre so, als würde ich eine Hälfte von mir ablegen müssen. 

Desto mehr freute es mich, als ich sah, dass die Schule, in der ich mein Praxissemester absolvierte, Mehrsprachigkeit unterstützte und den SuS das Gefühl gab, dass ihre Zweitsprache etwas besonderes ist und sie diese genauso gut beherrschen sollten, wie die deutsche Sprache. 

3. Ich würde versuchen, meinen Unterricht nach den Fähigkeiten und Kompetenzen meiner SuS anzupassen. Ich finde es aber auch sehr wichtig, Fachausdrücke einzusetzen, um den SuS in der Zukunft einiges zu erleichtern. Ich möchte auf jeden Fall darauf achten, meine SuS nicht auf ihre unzureichende Fähigkeiten, sei es in der deutschen Sprache, oder auch andere, zu reduzieren, sondern sie genau da zu fördern. Jeder SuS soll sich im Klassenbund wohlfühlen und keine Angst davor haben, etwas „falsch“ zu machen oder zu sagen. 

4. Zuallererst, müssten den Lehrkräften klar sein, dass Mehrsprachigkeit kein Hindernis, sondern eine Bereicherung für alle sein kann, wenn man richtig damit umgeht. Zum Beispiel könnte man dies erreichen, in dem man sich mich anderen Kulturen und Sprachen auseinandersetzt. Möglicherweise gibt es auch Fortbildungen diesbezüglich, mithilfe dieser man dann die Vorurteile ablegen kann. 

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