Der Beitrag zeigt nachvollziehbar, wie gesetzliche Vorgaben wie §6 und §61 Schultransparenz und Kommunikation mit den Eltern verpflichtend machen. Besonders relevant finde ich die Kritik, an der defizitären Zuschriebung gegenüber Eltern mit Migrationserfahrung.
Häufig ist es ebenfalls so, dass das deutsche Schulsystem dazu neigt laut Prengel (2019), eine möglichst homogene Gruppe zu bilden anstatt Vielfalt als pädagogische Ressource zu begreifen. Das erschwert die gleichberechtigte Einbindung unterschiedlicher Perspektiven und führt dazu, dass Potenziale, wie mehrsprachige oder auch transnationale Erfahrungen, oft ungenutzt bleiben.
Zudem gibt es noch die Problematik, laut Gomolla (2012), das schulische Strukturen häufig institutionelle Diskriminierung reproduzieren.
Quellenverzeichnis:
Gomolla, M. (2012): Institutionelle Diskriminierung. Die Herstellung ethnischer Differenz in der Schule. In: Hamburger Edition.
Prengel, A. (2019) Heterogenität, Inklusion und Bildung – pädagogische und religionspädagogische Anmerkungen zu den drei Leitbegriffen im aktuellen Inklusionsdiskurs