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Warum Jungs sich in der Schule unwohler fühlen

Filed under: Allgemein — at 12:02 pm on Freitag, Juni 19, 2015  Tagged

Jungs gelten seit jeher als die lauteren, die wilderen und sich dullierenden Kinder/Jugendliche. Mädchen hingegen werden eher als die ruhigeren und „lieberen“ Wesen wahrgenommen, die sich mit ihren leisen Stimmen unterhalten und weniger stören. Dieses Bild ist in aller Köpfe und lässt sich so schnell auch nicht daraus verbannen. Dieses Bild findet man jedoch auch in der Schule, was zu Problemen führen kann, da Lehrkräfte auf dieses Bild reagieren und voreingenommen handeln können. Demnach zieht es eine strengere Beurteilung Jungen gegenüber mit sich und eine mildere bei den Mädchen. Man kann nicht ausblenden, dass Jungen eine oft tiefere und lautere Stimme als Mädchen haben und diese auch eher gehört wird, sobald sich neben dem Unterricht unterhalten wird. Das kommt Jungen dann ungerecht vor, da sich Mädchen genauso viel unterhalten, sie jedoch eine leisere Stimme haben. Sie werden also nicht ermahnt und die Jungs fühlen sich benachteiligt und haben eventuell nicht mehr so viel Motivation sich zu beteiligen. Dies kann sich zu einem „Teufelskreislauf“ entwickeln. Sie beteiligen sich weniger, ihe Unterhaltungen werden als negativ aufgefasst, weswegen sie sich ungerecht behandelt fühlen und so weiter. Ich denke hier muss die Lehrkraft weiterhin objektiv bleiben und auch die leisen Störungen wahrnehmen und die SuS nicht als weiblich oder männlich sehen. Das alteretümliche Bild vom Verhalten von Jungen und Mädchen sollte die Lehrkraft so gut es geht unangetastet lassen und sich unvoreingenommen auf die SuS einlassen.



Ein Kommentar »

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   Rabea

26. Juni 2015 @ 17:30

Hallo Melanie,
Du beschreibst gut und verständlich, wieso sich Jungs – eventuell – in der Schule unwohl fühlen könnten. Ich stimme dir zu, dass Mädchen oft als lieber und lenkbarer angesehen werden, während im Gegensatz, die Jungs, als Störenfriede und als aggressiv wahrgenommen werden.
Die Studie, auf die sich dein Text bezieht, ist von 2003. Ich könnte mir gut vorstellen, dass es mittlerweile neue Erkenntnisse zu diesem Thema gibt und es eventuell doch nicht nur am Mangel männlicher Erzieher und Lehrkräften liegt, dass Jungs sich in der Schule nicht wohl fühlen. Ich habe den Eindruck, dass „ein Junge sein“ heute nicht mehr so einfach ist, da jedes „normale“ Verhalten der Jungs nicht erwünscht ist. Entweder ist es a) zu laut, b) zu wild, c) nicht Leistungsorientiert genug und d) frauenfeindlich. (In den USA werden normale Kinder – hauptsächlich Jungs – unter Ritalin gesetzt, damit sie ruhiger und leistungsfähriger sind!) Jungen wird unbewußt vermittelt, von weiblichen wie von männlichen Lehrkräften, dass sie – zumindest im schulischen Ablauf – seien sollen, wie Mädchen. Bestimmt würde es helfen, wenn mehr männliche Lehrkräfte an den Schulen arbeiten würden…aber auch nur, wenn diese dann auch bereit währen Jungs zu lassen, wie sie sind. Ich denke, was wirklich helfen könnte Jungs mehr für die Schule zu begeistern wäre, wenn man mehr Verständnis für sie aufbrächte und wenn es, z.B., mehr Sportangebote gäbe, die man als Alternative zu Kunst oder Musik wählen könnte. Natürlich müsste man Mädchen auch die Wahlmöglichkeit geben, allerdings wäre ich gegen gemischten Sportunterricht, damit Mädchen wie Jungs einen ihren Bedürfnissen und Interessen angepassten Sportunterricht bekämen.
Ich kann als älteste von 6 Geschwistern und als langjährige Nachhilfelehrerin sagen, dass ich festgestellt habe, dass Kinder klare Regeln brauchen.Besonders Jungs! Und es muss fair zugehen, sonst bocken sie, machen dicht und fangen an den Unterricht zu torpedieren.

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