„LEISTUNGSHETEROGENITÄT“

1. Der Vorlesung von Prof. Dr. Idel liegt die Gegenüberstellung des allseits bekannten Frontalunterrichts, welcher den Lehrkörper als Vermittler von Wissen vor der Klasse platziert und dem individualisierten Unterricht, der den Lehrkörper als Förderer von Wissen unter den SuS platziert zu Grunde. Wirklich wichtig hierbei ist wie sehr sich diese beiden Konzepte im Bezug auf ihre Fähigkeit, den Lehrkörper die Möglichkeit zu geben auf die unterschiedlichen Leistungsstände der Schüler einzugehen, unterscheiden.

2. Auch wenn der individualisierte Unterricht überlegen erscheint, ist es sehr schwer ihn umzusetzen, da der damit verbundene Zeitaufwand unglaublich hoch ist. Bei einer zu großen Klasse wäre ein einzelner Lehrkörper möglicherweise auch nicht im Stande jeden einzelnen SuS die Aufmerksamkeit zu bieten die benötigt wird. Die daraus resultierende Maßnahme wäre dementsprechend entweder kleiner Klassen oder ein neues System, in dem mehr als ein Lehrkörper pro Klasse eingesetzt wird. Beide dieser Szenarien sind mit einem erhöhten Personalaufwand verbunden und sollten mit der tatsächlichen Notwendigkeit von übermäßig individualisiertem Unterricht abgewogen werden.

3. Als Beobachtungsaufgabe würde es mich interessieren ob es erfahrene Lehrkörper schaffen können einen Kompromiss zu finden und den individualisierten Aspekt in den Frontalunterricht einfließen zu lassen.