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Kategorie: Allgemein

Abschlussreflexion

Hallo, liebe Leser und Leserinnen!

In diesem Beitrag stelle ich euch meine abschließende Reflexion für die Vorlesung „Umgang mit Heterogenität in der Schule“ vor. Während der Vorlesung gab es für mich viele interessante Erkenntnisse. Ich konnte vieles aus der Vorlesung mitnehmen und meinen Blickwinkel zur Thematik „Heterogenität“ vertiefen. An Schulen lernen viele verschiedene Menschen gemeinsam, wodurch eine große Heterogenität aufgewiesen wird. Als angehende Lehrkraft ist es deshalb wichtig, sich mit dieser Thematik zu beschäftigen. 

Meine zentralsten Erkenntnisse aus der Vorlesung sind zu der soziokulturellen Heterogenität und der gendersensiblen Pädagogik. Die soziokulturelle Heterogenität ist ein großes Thema zur heutigen Zeit. Viele Kinder mit verschiedenen Muttersprachen, finanziellen und kulturellen Situationen lernen miteinander an einer Schule. Deshalb ist die interkulturelle Bildung im Unterricht wichtig. Die Kinder sollen von anderen Kulturen oder der sozialen Lage anderer Kinder nicht abgeschreckt, sondern mit ihnen vertraut gemacht werden. Für die Lehrkräfte ist dies eine große Herausforderung, da durch die Gesellschaft Diskriminierungen geprägt werden, welche die Kinder selber auch mitbekommen. Medien unterstützen diese Vorurteile und konstruieren ein Feindbild (Vorlesung: RV02, Folie 22). Es ist wichtig, dass die Lehrkräfte die Kinder nicht in Gruppen, sondern sie aus neutraler Sicht betrachten. Dabei ist wichtig, dass die verschiedenen Lehrkräfte, aber auch Eltern miteinander kooperieren und zusammenarbeiten. Die Heterogenität war auch schon Thema in meinen Sachunterricht – Studium. Die Wichtigkeit auch für den Sachunterricht ist hierbei für mich klar geworden. Ein gendersensibler und – gerechter Umgang ist in der Grundschule aber auch allgemein in unserer Gesellschaft sehr wichtig. Den Schüler und Schülerinnen sollte der gendergerechte Umgang sensibilisiert werden. Gesellschaftlich geprägte Vorurteile und Rollenzuweisungen sollten vermieden und aufgeklärt werden, damit niemand in der Gesellschaft benachteiligt wird. Eine pädagogische Aufklärung ist vor allem in der Schule wichtig, da viele verschiedene Menschen aufeinandertreffen. Um Rollenzuweisungen in z. B. männlich und weiblich zu vermeiden, könnte man geschlechtsneutrale Geschichten im Deutschunterricht oder auch geschlechtsneutrale Bilder im Sachunterricht verwenden. 

Die Beziehungsarbeit an der Schule wird durch die große Sprachvielfalt erschwert. Viele Eltern, aber auch Kinder, sprechen kein Deutsch, wodurch es ihnen schwerfällt, sich an dem Schul – aber auch Sozialleben zu beteiligen. Dadurch kommt es an der Schule, also auch im Unterricht, zu Schwierigkeiten bei z. B. der Kommunikation. Auch die große Unklarheit über die verschiedenen Kulturen führen zu Kommunikationsschwierigkeiten. Viele Kinder sind durch Vorurteile geprägt und abgeschrägt. Es wäre pädagogisch sinnvoll, die verschiedenen Sprachen und kulturellen mit in den Unterricht einzubauen. Zum Beispiel könnte man gemeinsam mit den Kindern sich verschiedene Lieder oder Gedichte in einer anderen Sprache als die Deutschesprache anschauen. Dies könnte man in die Lernzeit oder morgens zum Einstieg mit einbauen. Eine morgendliche Begrüßung auf verschiedenen Sprachen wäre auch interessant und würde die sprachliche Vielfalt mit einbringen.

Nennenswerte Literatur in Bezug auf meine zentralen Erkenntnisse wären: 

  • Buchwald, Petra; Göbel, Kerstin (2017): Interkulturalität und Schule, Verlag: Ferdinand Schöningh, Paderborn.
  • Groskreutz, Angela (2016): Kinder sprechen über (ihre) Mehrsprachigkeit, Verlag: Peter Lang Edition, Frankfurt am Main.

Während meiner eigenen Schulzeit konnte ich feststellen, dass viele Lehrkräfte Vorurteile gegenüber Kinder haben, deren Eltern z. B. kein Deutsch sprechen können. Unbewusst haben die Lehrkräfte diesen Kindern viel weniger zugetraut. Während meiner Praktikumszeit konnte ich diese Situation nicht beobachten. Die Lehrkräfte haben die Kinder motiviert und sie alles machen lassen. Es wurde keinem Kind etwas abgeschlagen und sie konnten selber entschieden, ob sie in der Lage dazu sind, bestimmte Aufgaben zu erledigen. Dabei wurde bei Bedarf individuelle Unterstützung geboten. In einer Klasse sind mehrere Lehrkräfte und manchmal auch Erzieher/innen, die die Kinder unterstützen können. Dadurch kam es zu einer Individuellen Forder – und Förderung. Die Mehrsprachigkeit war in meiner Praxiszeit ein großes Thema. Die Zusammenarbeit der Eltern war mangelhaft, was die Lehrkräfte stark belastete. Elternsprechtage wurden von den Eltern vermieden, was vor allem bei Kindern die besondere Unterstützung brauchten, ärgerlich und kontraproduktiv war. Die Heterogenität wird hier für beide Seiten zu einer Herausforderung. Die Vorlesungsinhalte helfen mir, bestimmter Situationen einzuordnen und mich damit noch weiter auseinanderzusetzen. Ich denke, dass es wichtig ist, sich mit diesen Themen im Studium auseinanderzusetzen und diese Erkenntnisse für die Arbeit an der Grundschule mitzunehmen. 

Während meines Studiums möchte ich gerne mehr über die individuelle Lernförderung in Bezug auf Heterogenität in der Grundschule erfahren. Ich denke, dass es zum jetzigen Zeitpunkt ein Thema ist, wozu es eine vielfältige Auseinandersetzung gibt, jedoch die Umsetzung noch nicht produktiv gestaltet wurden ist. Die Ansätze werden vermerkt, jedoch gibt es keinen geregelten oder fortschreitenden Ablauf. Außerdem würde ich mit Bezug auf die Gendersensibilität gerne mehr über die Neutralisierung von Geschlechtern erfahren. Die Einteilung von Kindern in „Junge“ und „Mädchen“ ist etwas, was viele Menschen zurzeit beschäftigt. Solche aktuellen Ansätze würden mich sehr interessieren.

Vielen Dank fürs Lesen!

Ceylan

Inklusion in der Grundschule

Hallo liebe Leser und Leserinnen!

Heute beziehe ich mich auf das Thema Inklusion in der Grundschule. Hierzu werde ich drei Aufgaben bearbeiten.

Aufgabe 1)

Der Textausschnitte von Pineda stammt von einem Lehrer, der sich in den Reflexionen, auf seine eigenen bildungs-biographischen Erfahrung bezieht. Hier spielen auch die Aspekte Empowerment, Normalisierung und Dekategorisierung eine Rolle.

Pineda spricht davon, dass die Lehrpläne der Schulen die Kinder diskriminieren. Durch die Reduzierung der Lehrpläne werden anders verhaltende Kinder als nicht „normal“ betitelt. Dies bietet diesen Kindern nicht dieselben Möglichkeiten, wie für ihre Mitschüler und Mitschülerinnen. Es ergibt sich eine Herausforderung dabei, inwieweit die Schüler und Schülerinnen eine individuelle Förderung benötigen. Hier spielt die Empowerment eine Rolle. Die Ermächtigung der Adaptierung der Lehrpläne wird nämlich von Lehrkräften oft falsch interpretiert.

Im Text wird außerdem deutlich, dass es Pineda nicht darum geht, das Schule als etwas Normales angesehen wird. Er findet, dass die individuell angepassten Arbeitsblätter und Arbeitshefte nicht verwendet werden sollten, sondern jedes Kind die gleichen Aufgaben erhält und sich somit nicht diskriminiert fühlt. Hier spielt der Aspekt Normalisierung eine Rolle.

Bei dem Aspekt Dekategorisierung, geht es darum, dass keine Kategorisierungen geschafft werden sollen, indem z. B. Kinder in bestimmte Gruppen geteilt werden. Das Kind soll als Individuum angesehen werden. Durch die Dekategorisierung kommt es zu einer Empowerment der Schüler und Schülerinnen. Sie fühlen sich nicht diskriminiert und betrachten sich alle auf derselben Augenhöhe.

Drei Statements lassen sich passend auf meine Feststellungen beziehen. Das erste Statement „Das Recht nicht zu einem „Anderen“ gemacht zu werden“ passt zu der Argumentation von Pineda. Er macht deutlich, dass Kinder nicht kategorisiert werden und als Individuum angesehen werden sollen. Das zweite „Das Recht auf Teilhabe an der Normalität“, ist passend zu der Normalisierung. Die Schüler und Schülerinnen sollen das Recht bekommen, die gleichen Aufgaben wie ihre Mitschüler/innen zu bearbeiten, um sich nicht diskriminiert zu fühlen. Das letzte Statement „Das Recht Normalisierung zu verweigern“, ist entsprechend der Meinungs- und Entscheidungsfreiheit der Schüler und Schülerinnen.

Aufgabe 2)

Um bei der Unterrichtsplanung herauszufinden, was für Interessen und Erfahrungen die Schüler und Schülerinnen in der Klasse miteinander teilen, würde ich mir überlegen, was der geteilte Zugang der Kinder ist. Dafür brauche ich als Lehrkraft bestimmte Grundkenntnisse über die Kinder. Der Austausch zwischen der Lehrkraft und den Schüler und Schülerinnen ist dabei enorm wichtig. Es wird ein Einblick über die Lebenswelt und Erfahrungen der Kinder erzielt, an denen man anknüpfend Themen in die Unterrichtsplanung mit reinnehmen kann, die die Kinder interessieren. Somit steigt die Beteiligung am Unterricht. Bei den Aufgaben werden verschiedene Ergebnisse erzielt, da jeder verschiedene Erfahrungen gemacht hat. Dies ist positiv, da darüber gesprochen werden kann und es zu einem Austausch kommt.

Arbeitsaufträge lassen sich in offene und geschlossene unterscheiden. Bei offenen Aufträgen sind die Antwortmöglichkeiten vielfältig und personenbezogen. Die Sicht von allen wird respektiert und es gibt keine richtige oder falsche Antwort. Bei geschlossenen Fragen gibt es nur eine bestimmte Lösung, die richtig ist. Bei der Entscheidung, ob Aufgaben eher offen oder geschlossen gestellt werden sollten, kommt es auf die Aufgabe selbst an. Handelt es sich um Fakten, gibt es meist auch nur eine Antwort, bei Interpretationsaufgaben hingegen mehrere.

Aufgabe 3)

Bei einer Gruppenarbeit entscheiden sich die Schüler und Schülerinnen meistens für die Aufgabe, die sie am besten und einfachsten lösen können. Herausforderungen werden von den Kindern oft vermieden. Dies ist problematisch, da sie sich Herausforderungen stellen sollen, um neue Seiten zu entdecken und ihr Talent in diesen zum Vorschein zu bringen. Das Interesse für eine neue Rolle sollte jedoch nicht aufgezwungen werden. Indem neue Gruppenkonstellationen gebildet werden, kann man als Lehrkraft dafür sorgen, dass sich neue Rollenverteilungen ergeben. Rollen sind flexible verteilbar. Eine Methode um Rollen im Unterricht zu verteilen wäre z. B. das Rollen auf Kärtchen geschrieben werden und jeder eine ziehen kann. Diese Methode wird auch Gruppenpuzzle genannt.

Vielen Dank fürs Lesen!

Ceylan

Literaturunterricht mit Berücksichtigung auf die Genderkompetenzen

Hallo liebe Leser und Leserinnen

In meinem heutigen Blogbeitrag geht es um den Literaturunterricht mit Berücksichtigung auf die Genderkompetenzen. Dafür nehme ich Bezug auf vier Fragen und formuliere antworten. 

  1. Erörtern Sie die zentrale Bedeutung der Lektüreauswahl im Kontext der Ansatzpunkte (Vermittler*innen, Rezipient*innen, Kompetenzziele, Lerngegenstände) eines gendersensiblen Literaturunterrichts!

Bei der Auswahl von Lektüren muss man verschiedene Gesichtspunkte reflektieren, da diese eine zentrale Bedeutung für einen gendersensiblen Literaturunterricht haben. Die ausgewählte Lektüre sollte alle Geschlechter ansprechen, damit sich keiner in der Gruppe vernachlässigt fühlt. Es wird das Interesse aller Kinder geweckt und Desinteresse vermieden. Somit könnte man das Klischee „Jungen sind Lesemuffel und Mädchen Leseratten“ durchbrechen. Außerdem sollen die Lektüren den sozialisierten Stereotypen entgegenwirken. Damit wird die Identitätsentwicklung der Kinder gefördert. Die Inhalte der Lektüren sollten sich mit weiblich und männlich geprägten Inhalten auseinandersetzen. Für Jungen könnte es vorteilhaft sein ein männliches Lesevorbild zu haben, das sie motiviert zu lesen. Für den Unterricht wäre es vorteilhaft, bei der Literaturauswahl, Abwechslung rein zu bringen. Sowohl Sachtexte, als auch literarische Texte sollten Teil des Unterrichts sein. 

Erfolgreich für das wecken von Leseinteresse ist Anknüpfung an die Erfahrungen und Lebenswelt der Kinder. Auch die vorhandenen Kompetenzen sind wichtig für die Literaturauswahl. Die Lesekompetenz spielt hierbei eine entscheidende Rolle. 

2. Welche Erfahrungen haben Sie bislang mit den einzelnen Ansatzpunkten gendersensiblen Literaturunterrichts gemacht?

Ich habe mit meinen Neffen und meiner Nichte Erfahrungen mit der gendersensiblen Literaturauswahl gemacht. Mir ist aufgefallen, dass die Jungen sich von mir Bücher über Autos und Fußball wünschen, wohingegen meine Nichte sich Prinzessinnen und Bücher über Tiere (z.B. Pferde, Katzen, etc.) wünscht. Mir fällt jedoch auf, dass meine Neffen viel lieber lesen und vorgelesen bekommen als meine Nichte. Dies kann daran liegen, dass sie von klein auf viel mehr vorgelesen bekommen haben. 

Mir ist außerdem aufgefallen, dass ich mit meinen Freundinnen öfters über unsere gelesenen Bücher austausche, als mein Freund mit seinen Freunden. Auch unabhängig von meinem Freundeskreis ist mir dies aufgefallen. 

Ich habe wahrgenommen, dass Lehrkräfte ihre Lektüren so wählen, dass das Interesse aller in der Klasse gedeckt wird. 

3. Welches Potential bieten implizite vs. explizite Genderkonstruktionen für einen gendersensiblen Literaturunterricht? Entwickeln Sie je 1-2 Forschungsfragen, die Sie beim Einsatz der vorgestellten Beispiele im Unterricht besonders interessieren würden!

Meiner Meinung nach ergänzen sich die implizite und explizite Genderkonstruktionen. Ich denke, dass zum Verständnis von impliziten Genderkonstruktionen ein Vorwissen über Genderstereotypen mitgebracht werden muss. Diese wären nötig, um die impliziten Hinweise verstehen und deuten zu können. Hier liegt der Fokus dabei, sich selbst intensiv mit Klischees auseinanderzusetzen. Bei der expliziten Genderkonstruktion wird zum umdenken und zu Diskussionen angeregt. Welche Genderkonstruktion sich schließlich anbietet hängt von dem Potenzial des Kindes ab. 

Eine Forschungsfrage an dem Beispiel von „tomatenrot“ wäre, ob die Schüler und Schülerinnen ähnlichen Erlebnisse mit Mobbing gemacht haben. Daran anknüpfend wäre interessant zu wissen, ob bei Mobbing den Kindern ein Unterschied zwischen den Geschlechtern auffällt. 

Danke für Lesen!

Ceylan 

Rolle der Heterogenitätsdimensionen im naturwissenschaftlichen/technischen Unterricht

Hallo liebe Leser und Leserinnen, 

Ich hab euch heute einen Beitrag zu der Rolle der Heterogenitätsdimensionen im naturwissenschaftlichen/technischen Unterricht, verfasst. Hierzu habe ich vier verschiedene Aufgaben bearbeitet, dessen Ergebnisse ich in meinem Blogbeitrag vorstelle. 

  1. Im Rahmen eines Projekttages dürfen die Schüler*innen der 3b wählen, ob sie lieber Naturgegenstände sammeln und damit ein Wald-Mandala gestalten oder aber in Bäumen aufgehängte Nistkästen abhängen und reparieren möchten. Sandra interessiert sich mehr für die Nistkästenaufgabe, wählt aber wie die meisten anderen Mädchen der Klasse das Mandala-Vorhaben. Finden Sie mögliche Erklärungen für diese Entscheidung vor dem Hintergrund der „grundlegenden psychologischen Bedürfnisse“ nach Deci und Ryan (1993).

Bei einem Projekt entscheidet sich Sandra lieber für das Wald-Mandala, als die Nistkästenaufgabe, weil fast alle anderen Mädchen der Klasse dies auch tun. Bei dieser Entscheidung könnten „die grundlegenden psychologischen Bedürfnisse“ nach Deci und Ryan (1993) eine Rolle spielen. Bei dieser Theorie wird in drei grundlegende Bedürfnisse differenziert: Kompetenzerleben, die Selbstbestimmung/Autonomie und die soziale Eingebundenheit. Durch diese drei Bedürfnisse lässt sich feststellen, dass Sandra verlangen nach sozialer Eingebundenheit hatte. Da sich fast alle Mädchen für das Wald-Mandala entschieden haben tat sie es auch, um dazuzugehören. Es könnte sein, dass Sandra Angst hat von den anderen ausgeschlossen zu werden, wenn sie sich für die Nähkästenaufgabe entscheidet. Außerdem handelt es sich bei der Nähkästenaufgabe um eine Handwerkliche Aufgabe. Die handwerkliche Arbeit fällt in das Klischee, dass Männer/Jungs handwerklich begabter sind als Frauen. Durch dieses Klischee könnte Sandra denken, dass sie für diese Aufgaben nicht die Kompetenzen aufweist. Dies können wir zum Bedürfnis Kompetenzerleben zuordnen. Diese beiden Bedürfnisse, nach Deci und Ryan, könnten der Grund für Sarahs handeln sein. 

  1. Welche didaktischen Entscheidungen konterkarieren in dieser Situation (paradoxer Weise?) für den Großteil der 3b die Förderung vielfältiger Interessen?

Die Schüler und Schülerinnen haben die Wahl selbst zu entscheiden welche Aufgaben sie bearbeiten möchten, dadurch entsteht hier eine Förderung vielfältiger Interessen. Es wird erkennbar, dass die Kinder trotzdem nicht nach ihrem eigenen Interesse handeln, sondern nach dem Interesse der Mitschüler und Mitschülerinnen. Deshalb ist hier die Heterogenität eingeschränkt. 

  1. Eine Kollegin berichtet im Lehrer*innenzimmer, dass sie im Werkunterricht bei Partnerarbeiten meist Junge/Mädchen kombiniert, um Kompetenzunterschiede auszugleichen. Kommentieren Sie diesen Ansatz mit Blick auf verschiedene denkbare Ausprägungen technikbezogener Selbstkonzepte der Schülerinnen und Schüler.

Das die Lehrkraft bei Partnerarbeiten meist Jungen und Mädchen kombiniert, um Kompetenzunteschiede auszugleichen, weißt sie eine klischeehafte Denkweise auf. Jeder Mensch, unabhängig vom Geschlecht, hat seine persönlichen Interessen und seine eigenen Selbstkonzepte. Außerdem ist diese Denkweise nicht entsprechend des Punktes Selbstbestimmung/Autonomie, von Deci und Ryan. Ich finde es wichtig, dass bei einer Unterrichtssituation die Arbeitsgruppen durchmischt werden und halte es für pädagogisch wertvoll. Hier ist es jedoch klischeehaft durchmischt, was ich nicht richtig finde. Außerdem könnte diese Einteilung dazu führen, dass die Schüler und Schülerinnen dieses klischehafte Denken aneignen. 

  1. Sie möchten eine Bachelorarbeit zu gendersensiblem Sachunterricht schreiben. Formulieren Sie eine mögliche Forschungsfrage hierzu und erläutern Sie, inwiefern Unterrichtsbeobachtungen oder Befragungen von Schüler*innen bzw. Lehrer*innen für Ihre Bearbeitung der Forschungsfrage hilfreich sein könnten.

In Rahmen einer Bachelorarbeit wäre eine mögliche Fragestellung: „Inwieweit werden die Entscheidungen der Schüler und Schülerinnen durch geschlechtsspezifische Klischees beeinflusst?“ 

Hierzu würde ich vorerst eine offene Beobachtung durchführen, um das handeln der Schüler und Schülerinnen im allgemeinen kennenzulernen. Daraufhin würde ich schauen, wie die Kinder Entscheidungen treffen und diese begründen. Hierzu würde ich Befragungen mit den Kindern vornehmen. Auch Lehrkräfte würde ich interviewen, um zu sehen wie sie es im Schultag erleben. 

 

Dies war mein Beitrag. Ich hoffe ich konnte ihr Interesse zu dem Thema wecken!

Liebe Grüße 

Ceylan 

Englischunterricht zwischen Selektion und Inklusion

Hallo, liebe Leser und Leserinnen!
Heute verfasse ich euch einen Beitrag zur Vorlesungssitzung „Englischunterricht zwischen Selektion und Inklusion“. Vorerst reflektiere ich meinen eigenen Englischunterricht im Hinblick auf die beinhaltenden funktionalen und formalen Aspekte. Bei mir im Englischunterricht waren funktionale Aspekte stets im Vordergrund. Meine Englischlehrerin in der Mittelstufe war gleichzeitig meine Klassenlehrerin, weshalb sie auch außerhalb des Unterrichts versucht hat, mit uns Englisch zu sprechen. Da ich Schwierigkeiten mit der englischen Sprache hatte, hat sie mit mir besonders viel gesprochen, um meine Sprachfähigkeit zu fördern. Bei den formalen Aspekten wurden besonders die sprachanalytischen Fähigkeiten gestärkt. Meine Englischlehrerin konnte mehrere Sprachen (Englisch, Spanisch, Italienisch und Deutsch) sprechen. Deshalb hat sie oft Sprachanalysen von Sprachsystem und Sprachgebrauch verglichen. Außerdem hat sie uns die Kultur und sprachliche Phänomene näher gebracht, um unser sprachliches Interesse zu wecken. 
Ein guter „Fremdsprachenlerner“ muss verschiedene Fähigkeiten mit sich bringen. Um eine Sprache zu Lernen ist es wichtig, dass ein Interesse dazu besteht. Wenn das Interesse fehlt, ist es schwer, eine Sprache zu lernen. Der oder die Lernende muss sich Ziele und Lernerwartungen setzen, damit die Motivation erhalten bleibt. Hierbei ist auch die Kommunikation ein entscheidender Punkt. Es muss viel geübt und gesprochen werden, damit die Sprache erfolgreich gelernt werden kann. Außerdem muss das Gelernte beobachtet und den Lernerfolg dokumentiert werden. Somit ist die kognitive, sprachliche und phonetische Fertigkeit für den kommunikativen Sprachprozess relevant.
Nach den curricularen Vorgaben soll in den Schulen amerikanisches Englisch vermieden werden. Der Schwerpunkt der Schulen liegt beim britischen Englisch. Dies könnte für die Schüler und Schülerinnen die Situation erschweren, da viele Serien und Filme mit amerikanischem Englisch geschaut werden und Austauschsemester etc. ebenfalls auf dieser Sprache erfolgen. Für den Unterricht hilfreich wäre es, wenn für die Schüler und Schülerinnen ein Vergleich geschaffen wird, der das Verständnis erleichtert.
Ich hoffe, dass mein Beitrag ihr Interesse zum Thema geweckt und zur Diskussion angeregt hat.
Vielen Dank fürs Lesen!
Ceylan

Mehrsprachigkeit als Ausgangspunkt und Ziel schulischer Bildung in der Primarstufe

Hallo ihr Lieben!

Heute habe ich euch einen Beitrag zu „Mehrsprachigkeit in Schulen“ verfasst.

Bei einem Fallbeispiel soll, aufgrund der Deutschkenntnissen von einem Schüler ihm das Gymnasium abgeraten werden. Dies wurde auf einer Lehrer*innenkonferenz beschlossen. Der Schüler ist erst seit zwei Jahren in Deutschland und befand sich einige Zeit in der Vorklasse. Ich persönlich denke, dass bei sehr schwachen Deutschkenntnissen das Kind viele Schwierigkeiten auf dem Gymnasium haben wird. Auf dem Gymnasium werden wenige Kurse zur sprachlichen Unterstützung angeboten. An Oberschulen hingegen, wo viele Möglichkeiten zur Förder – und Forderung angeboten werden. Außerdem wird einem an diesen Schulen die Chance auf das Abitur nicht genommen. Bei Verbesserung steht einem die Möglichkeit offen auf ein Gymnasium zu wechseln. Wenn die sprachlichen Fähigkeiten des Kindes sich jedoch in der vierten Klasse verbessert, könnte dem Kind direkt die Chance auf das Gymnasium geboten werden.

Auch ich habe Erfahrungen mit Mehrsprachigkeit gemacht. Ich war selber eine Schülerin, die Mehrsprachig aufgewachsen ist. Im Kindergarten hat dies damals zu Problemen geführt. Da ich mit einem Kind nur meine Muttersprache gesprochen habe, musste ich meine Kindergartengruppe wechseln. Dies fiel mir damals sehr schwer. Aus unserer Vorlesung kann ich jedoch entnehmen, dass die Mehrsprachigkeit ein Vorteil ist und zum Vorteil genutzt werden kann. Die Erzieher und Erzieherinnen haben es sich leicht gemacht, indem sie mich in eine andere Gruppe versetzt haben. In der Schule habe ich ebenfalls ähnliche Erfahrungen gemacht. Die eigene Sprache wurde einem verboten, damit man mehr Deutsch spricht, jedoch wurde nie eine Ableitung von der Muttersprache zur deutschen Sprache eingeführt. Wie schon in der Vorlesung thematisch aufgegriffen wurde, sollten Lehrkräfte mehr Wissen über andere Sprache verfügen und es beim unterrichten mit einbeziehen. Studien haben bewiesen, das dies den fachlichen Denk – und Verstehensprozess fördert. Bei meinem Orientierungspraktikum 2020 habe ich ebenfalls Erfahrungen mit Mehrsprachigkeit gemacht. In der Klasse waren ausschließlich Kinder, die Deutsch als Zweitsprache erlernt haben. Die Lehrkraft hat vorbildlich andere Sprachen, die in der Klasse vertreten waren, miteinbezogen. Dies hat den Kindern geholfen. Die Lehrkraft hat sich Mühe gegeben, die von den Kindern mitgebrachten Sprachen, Dialekte, Regiolekte, Soziolekte in ihrem Eigenwert zu erkennen und anzuerkennen (Wandruszka 1979: 18).

Nach dieser Vorlesung ist mir verständlicher geworden, wie wichtig das Sprachverständnis für Lehrkräfte ist. In Zukunft werde ich mich bemühen, andere sprachliche Besonderheiten kennenzulernen und mit diesen zu arbeiten. Ich kann drei Sprachen (Deutsch, Kurdisch und Türkisch) sprechen und möchte diese Kenntnisse in meinem späteren Unterricht produktiv einsetzen.

Damit ein faires und effektives Lernen erfolgen kann muss die Mehrsprachigkeit von allen Seiten erkannt und berücksichtigt werden. Heutzutage gibt es kaum noch Kinder die nicht mehrsprachig aufwachsen. Außerdem müssen die Lehrkräfte qualifiziert sein und weiter Bildungsangebote zur Verfügung gestellt kriegen. Ein Bewusstsein über Unterschiede in dem sozialen Status der Ausdrucksformen ist ebenfalls relevant. Ziele sollten eine explizite sprachliche Bildung sein, wobei jedoch außerschulisch erworbene Ausdrucksformen der Schüler und Schülerinnen anerkennt und bestärkt werden (vgl. Fürstenau/Niedrig 2011: 82).

Viele Dank fürs Lesen!

Ceylan

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