Individualisierender Unterricht – 24.05.2016

Die Vorlesung hat aus schultheoretischer Perspektive auf
individualisierenden Unterricht geblickt.

1. Fassen Sie die für Sie wichtigsten Einsichten, die Ihnen
diese Perspektive eröffnet hat, zusammen.

2. Welchen Beitrag leistet Ihrer Meinung nach eine solche
schultheoretische Sichtweise für die Reflexion des
Umgangs mit Heterogenität im Unterricht?

1) Jeder Mensch entwickelt bereits im frühen Alter seinen eigenen Weg zu lernen und sich Wissen zu erschließen. Der individualisierende Unterricht ist eine Unterrichtsform welche an diesen Gedanken anknüpft. Im Frontalunterricht, welcher im Kontrast zum individualisierenden Unterricht steht, unterrichtet der Lehrer nicht individuell sondern vermittelt das gleiche Wissen an jeden Schüler. Die persönlichen Fähigkeiten und Kenntnisse welche die Schüler besitzen werden hierbei jedoch außen vor gelassen. Hierbei kommt nun der individualisierende Unterricht als Lösungsansatz in den Vordergrund. Dieser soll die Heterogenität der Klasse berücksichtigen und die Selbständigkeit der Schüler fördern. Der Unterrichtstoff wird kleineren Gruppen einzelnd vermittelt statt einer großen Klasse.

2) Persönlich, empfinde ich das Einführung dieser Unterrichtsmethode in unser Schulsystem als dringend notwendig. Viele Lehrer benoten unbewusst ungerecht, da sie oftmals die Tatsache ausblenden, dass nich jeder Schüler in der selben Geschwindigkeit sich den Lernstoff aneignen kann. Dies liegt oftmals an der vorherrschenden Unterrichtsform. In kleineren Gruppen würde es sich wahrscheinlich als viel einfacher darstellen sich auf jeden Schüler individuell zu fokussieren. Dadurch soll der Lernprozess gefördert werden.

Ein Gedanke zu „Individualisierender Unterricht – 24.05.2016“

  1. Hallo Anthony,

    ich kann dir nur zustimmen was die Erklärung von individualisierendem und frontalem Unterricht angeht. Vorwegnehmend könnte man noch sagen, ich persönlich bin der Ansicht, dass man nicht nur früh beginnt seinen eigenen Lernweg zu entwickeln, sondern auch dass man durch die Familie geprägt ist. In den jüngeren Jahren, wenn wir mit dem Lernen beginnen und Unterstützung von unseren Eltern bekommen lernen wir schon Methoden zum Wissen erschließen kennen. Bei mir ist es so, dass ich diese teilweise bis heute beibehalten habe und mit der Zeit für mich verfeinerte. Beide Unterrichtsmethoden bergen ihre Vor- und Nachteile für die SuS. Während Frontalunterricht einige Schüler vernachlässigt bietet er so die Möglichkeit kompakt viel Stoff in einem guten Zeitrahmen zu verpacken. Der Individualisierte Unterricht hingegen bevorzugt die Heterogenität, wie du bereits sagtest und fördert die Selbstständigkeit.

    Deiner Meinung kann ich zustimmen, also würde ich sie gerne noch ergänzen. Mein Problem mit dem Individual Unterricht ist, dass ein Lehrer meines Erachtens nach nicht ausreicht, auch wenn dieser speziell geschult ist, denn in großen Gruppen werden so einige SuS benachteiligt, da alle an unterschiedlichen Aufgaben mit unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen arbeiten braucht der Lehrer auch immer einen Moment um die Aufgabe für sich selber durchzugehen. Und dies raubt Zeit. Daher befürchte ich ein Lehrer in einer großen Klasse wäre alleine für Individual Unterricht nicht geeignet, da einige Schüler zwar speziell gefördert, aber nicht allen immer geholfen werden kann. Frontalunterricht hingegen vernachlässigt grundsätzlich einige Schüler, da der Unterrichtsstoff für einige schwerer und für andere leichter ist. Trotz allem finde ich dies ließe sich mit Lerngruppen ausgleichen, zumindest in dem Maß in dem ich es persönlich in der Schule kennen gelernt habe.

    Ich wünsche dir ein schönes Maiwochenende
    Isabel

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