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Nele postete ein Update vor 1 Monat
Antisemitismus und Rassismuss in der Schule:
1) Analysieren Sie das Fallbeispiel aus antisemitismuskritischer sowie Rassismus kritischer Perspektive:
Konflikte und Konstruktion von Differenz: Im Klassenchat werden Unterschiede zwischen Menschen strak hervorgehoben. Das zeigt sich durch die Verwendung von Hakenkreuzen und rassistischen Beleidigungen wie „I hate all N…“. Dadurch werden bestimmte Gruppen abgewertet und andere als überlegen dargestellt. Der Konflikt wird besonders deutlich an der Auseinandersetzung zwischen einem Schüler, der das Hitler Foto kritisierte und einem anderen, der Hitler als „seinen Onkel“ bezeichnete und die Kritik damit zurückwies.
Exklusionsmechanismus: Durch die Verbindung von Antisemitismus (Hitler, Harkenkreuz) und Rassismus (Herabwürdigung von Tupac Shakur) entsteht im Klassenchat eine feindselige Stimmung, welche bestimmte Gruppen ausgrenzen soll. Die Verwendung von versteckten Anspielungen und direkten Beleidigungen trägt dazu bei, andere Personen als „anders“ darzustellen und vor der Klassengemeinschaft auszuschließen.
Relevante Akteur:innen:
Schüler:innen: Diejenigen, die aktiv posten; der Schüler, der widerspricht; sowie die schweigende Mehrheit im Chat.
Lehrkräfte: Als Empfänger der Informationen und Verantwortliche für die Intervention.
Eltern: Die Mutter, welche den Vorfall meldet, aber den Schutz ihres Sohnes (Anonymität) priorisiert.
Institution Schule: Sie ist der Ort, an dem diese Diskurse aus der Gesellschaft in den Alltag der Jugendlichen einfließen.
Bedeutung der Schule: Schule ist kein Ort, an dem alle Menschen automatisch gleich behandelt werden. Fragen von Zugehörigkeit und Ausgrenzung spielen im Schulalltag immer wieder eine Rolle. Ereignisse im digitalen Raum, zum Beispiel in WhatsApp-Gruppen, können sich dabei direkt auf das Schulklima und das Wohlbefinden der betroffenen Schüler*innen auswirken.2. Welche Handlungsmöglichkeiten und -erfordernisse- aber auch Grenzen der Handlungsmöglichkeit – sehen Sie für sich als angehende*r Lehrer*in, in der Situation ?Kurzfristig: Kurzfristig kann man sich Positionieren und eine klare und proaktive Positionierung gegen die gezeigten Inhalte beziehen. Da ist besonders wichtig, dass der Vorfall nicht als „Scherz“ oder „so sprechen halt Jugendliche“ abgetan wird. Außerdem sollte die betroffenen Schüler:innen mit der Bedeutung ihrer Taten konfrontieren, aber dort auch nach ihren Motiven fragen und auch im Kopf behalten, dass sie nicht ganz verstehen was sie gemacht haben und warum das so schlimm ist. Langfristig: Es müssen definitiv die antisemitischen und rassistischen Narrative dekonstruieren werden, dies kann in Einzel- oder Gruppengesprächen passieren. Lehrkräfte müssen die Grenzen des eigenen Handelns ehrlich kommunizieren. Das gilt besonders für Vorfälle in Privaten Whats app Gruppen, die zwar außerhalb der Schule stattfinden, aber Auswirkungen auf den Schulalltag haben. Man muss sich auf Bewusst sein, dass es keine allgemeingültige Lösung für den Umgang mit Rassismuss oder Antisemitismus gibt. Jede Situation muss einzeln betrachtet werden und Lehrkräfte müssen entscheiden, welche maßnahmen in den jeweiligen Fall Sinnvoll sein könnten. Antisemitismus sollte nicht nur bestimmten Grußßen zugeschriben werden. Stattdessen sollte der als gesellschaftliches Problem verstanden werden, das in verschieden Gruppen und bereichen der Gesellschaft auftreten kann.
3. Welche Handlungserfordernisse ergebe sich daraus für die Schule? Kurzfristig: Die Schule muss das Gespräch mit den Ehrziehungsberechtigten der Beteiligten suchen und sie über das Verhalten der Kinder aufklären. Zusammen kann darauf geachtet werden ob das rassistische Verhalten weitergeführt wird. Es kann aber ebenso sein, dass die Schüler:innen nur die rassistischen Aussagen der Eltern kopiert hatten, dann ist nicht mit der Zusammenarbeit mit den Erziehungsberechtigten zu rechnen. Ein weiterer Punkt, der die Schule angeht ist die Aufklärungsarbeit im Kollegium anzustoßen und die Unterstützung anderer Lehrkräfte oder die Schulleitung zu suchen. Eine letzte Möglichkeit wäre die Einbeziehung von Fachstellen für Antisemitismus- oder Rassismus Präventionen. Langfristig: Schulen können regelmäßig Projekte gegen Rassismus und Diskriminierung durchführen. Ein Beispiel dafür ist das Netzwerk „Schule ohne Rassismus- Schule mit Courage“ , das sich für Vielfalt einsetzt. Zudem könnte man das Thema Antisemitismus nicht nur in Verbindung mit der NS-Zeit behandeln, sondern auch einen Bezug zur heutigen zeit machen und sich Antisemitismus heutzutage zb im Internet anschauen. Dann scheint das nicht mehr fälschlich wie ein Thema aus dem letzten Jharhundert, sondern zeigt, dass es immernoch verbreitet ist.


RV08