In Bremen waren viele in der Anti-Apartheidbewegung aktiv. Öffentliche Aufmerksamkeit erregten, die „Südafrika – Frauen“ von der Evangelischen Frauenhilfe Bremen. Diesen hat Heinz Gustafsson sein Buch „Bremens Anteil an Südafrikas Geschichte“, Oldenburg 2018, gewidmet. Er beschreibt Aktionen der Frauen und präsentiert viele Bilder. Hier hat er auch mit früheren Akteurinnen zusammengearbeitet. Darüber hinaus sind umfangreiche Materialien in Bremen einsehbar: im Staatsarchiv Bremen und im Landeskirchlichen Archiv Bremen. Das Archivinformationssystem Niedersachsen und Bremen bietet Möglichkeiten danach zu suchen.
Darüber hinaus befindet sich auch Material im Archiv der Deutschen Frauenbewegung in Kassel. Hierhin haben die damals aktiven Frauen, Kopien ihrer Sammlung abgegeben. Das heißt, die Frauen waren selbst aktiv, damit ihr Engagement nicht in Vergessenheit gerät. Zugleich haben sie damit, auch eine Praxis von Archiven, die Überlieferungsstücke ausgewählt.

Die Bremer Anti-Apartheid-Bewegung umfasste weitere Akteur:innen, Vereine und Initiativen. Zu nennen ist hier die Anti-Apartheid-Bewegung Bremen und später die zweite, Anti-Apartheid-Bewegung Bremen Umland. Zugleich waren etwa das „Bremer Informationszentrum für Menschenrechte und Entwicklung“, „Dritte Welt Haus, der Verein „Solidarität von Volk zu Volk“, die IGM-Jugend oder der Chor „Zeitgenossen“ engagiert, Mitglieder von Parteien und das Bremer Afrika Archiv. Viele Aktionen wurden gemeinsam getragen. Auch wurde Apartheid im Bremer Senat diskutiert, Bremen wurde Anti-Apartheid-Stadt.
Auch dazu findet sich Material im Staatsarchiv Bremen und zudem im Archiv für Alternatives Schrifttum in Duisburg. In Duisburg können die Bestände zur Anti-Apartheid-Bewegung, überliefert von der Bundesgeschäftsstelle Bonn, bereits online eingesehen werden. Darüber hinaus kann in den Archiven der Bremer Zeitungen und der TAZ-Ausgabe für Bremen sowie Radio Bremen oft auch online recherchiert werden.
Im Archiv der sozialen Bewegungen in Bremen finden sich insbesondere Dokumente aus den sozialen Bewegungen und Kämpfen der letzten 30 Jahre. Dazu zählen Zeitschriften, Bücher, Broschüren, Plakate und Devotionalien. Das Archiv bezweckt laut eigenen Angaben, heutigen Initiativen Anknüpfungspunkte zu früheren Erfahrungen zu bieten und dadurch theoretische und praktische Kontinuität politischen Handelns zu ermöglichen.
Im Archiv von belladonna, Kultur, Bildung und Wirtschaft für Frauen e.V., sind insbesondere Initiativen und Aktivitäten von Frauen und FLINTA* dokumentiert. Es versteht sich als lebendiges Gedächtnis der Bremer Frauengeschichte und -bewegung.

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