„Meint Inklusion wirklich alle?“

1.)

In der siebten Vorlesungsstunde haben wir gemeinsam mit Dr. Eileen Schwarzenberg das Thema Inklusion behandelt. Hierbei wurde uns erklärt, dass es zwei relevante Modelle gibt, die eine Behinderung unterscheidet und dies ist zum einen das medizinische Modell“ und zum anderen „das soziale Modell“.

Das medizinische Modell bezieht sich auf die Menschen, die wegen ihrer Behinderung körperlich eingeschränkt sind. Ganz anders das soziale Modell, dies bezieht sich auf die Menschen, dessen Behinderung durch eine Barriere in der eigenen Umgebung ausgelöst wird.

Zudem lernten wir noch drei weitere Modelle kennen, diese waren „full inclusion“, „two track approach“ und „twin track approach“.

Der Ansatz des „full inclusion“, besteht darin Schüler und Schülerinnen mit und ohne Förderbedarf gemeinsam zu unterrichten, damit eine heterogene und inklusive Gemeinschaft geschaffen wird.

Bei der „two track approach“, haben die Eltern die Wahl ob sie ihr Kind an einer Regelschule oder an einer Förderschule unterrichtet werden sollen.

Bei der „twin track approach“ wird auf die speziellen Bedürfnisse der Schüler und Schülerinnen gemeinsam mit sonderpädagogischem Förderbedarf eingegangen.

 

2.)

In meiner eigenen Schulzeit habe ich zu diesem Thema keine Erfahrungen oder Beobachtungen sammeln können. In meinen Praktikum habe ich jedoch eine Inkusionsklasse besucht. In dieser Klasse waren circa zwanzig Schüler, acht davon waren Inkusionsschüler, die noch einen höheren Lern- und Förderbedarf hatten.  In dieser Klasse war jedoch keines der Schüler durch eine körperliche Behinderung eingeschränkt. Diese Schüler wurden häufig vom Unterricht rausgenommen und bekamen von einem Sozialpädagogen Einzelunterricht. Die Schüler und Schülerinnen haben ab und zu in der Klasse für Unruhe gesorgt, aber die Lehrer hatten diese Situationen sehr stark unter Kontrolle, sodass die Situationen nie eskalierten konnten. Mir persönlich kam es nicht einmal vor wie eine Inkusionsklasse, da die Lehrkräfte sehr gut mit den Schülern und Schülerinnen umgingen. Somit kann ich aus meiner eigenen Erfahrung sagen, dass ich keine negativen Ereignisse erlebt habe und dass die Schule gut mit dem Thema Inklusion umgegangen sind.

 

3.)

In zukünftigen Praktika möchte ich beobachten, ob andere Schulen mit der Inklusion genauso positiv umgehen wie ich es bislang erlebt hatte und ich möchte ebenfalls viel mehr auf die Beziehung dieser Schüler zu den anderen Schülern und Schülerinnen beobachten.

Ein Gedanke zu „„Meint Inklusion wirklich alle?““

  1. Hallo Selin,

    ich hatte sehr viel Spaß und Interesse am lesen deines Textes. Du hast sehr gut die wichtigsten Inhalte beschrieben. Besonders gut haben mir die expliziten Erklärungen für die medizinischen Modelle gefallen, da mir in der Vorlesung diesbezüglich noch Fragen aufgekommen sind. Diese konntest du hiermit klären!

    Mich freut es zu lesen, dass du positive Erfahrungen in deinem Praktikum gesammelt hast. Ich habe mein Praktikum noch vor mir und bin generell mehr skeptisch gegenüber Inklusionsklassen eingestellt, da ich denke, dass es zu Benachteiligungen kommen kann. Wenn ich an Inklusionsklassen denke, sind meine ersten Assoziationen immer, dass es sich hierbei um besonders unaufmerksame und laute Klassen handelt. Deine gesammelten Erfahrungen aus deinem Praktikum haben mich zum Nachdenken gebracht. Möglicherweise kann eine Inklusion für beide Schülergruppen gut funktionieren, vorausgesetzt sie ist gut organisiert!

    Ich finde deine Beobachtungsfrage ist sehr allgemein gehalten. Diese könntest du präziser stellen z. B. ob Inklusion an der jeweiligen Schule stattfindet oder auch wie sie stattfindet.

    Liebe Grüße

    Anna

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