RV04 – Prof. Dr. Lydia Murmann: Heterogenitätsdimensionen im naturwissenschaftlichen Unterricht

1. Im Rahmen eines Projekttages dürfen die Schüler*innen der 3b
wählen, ob sie lieber Naturgegenstände sammeln und damit ein Wald-
Mandala gestalten oder aber in Bäumen aufgehängte Nistkästen
abhängen und reparieren möchten. Sandra interessiert sich mehr für
die Nistkästenaufgabe, wählt aber wie die meisten anderen Mädchen
der Klasse das Mandala-Vorhaben. Finden Sie mögliche Erklärungen
für diese Entscheidung vor dem Hintergrund der „grundlegenden
psychologischen Bedürfnisse“ nach Deci und Ryan (1993).

2. Welche didaktischen Entscheidungen konterkarieren in dieser
Situation (paradoxer Weise?) für den Großteil der 3b die Förderung
vielfältiger Interessen?

3. Eine Kollegin berichtet im Lehrer*innenzimmer, dass sie im
Werkunterricht bei Partnerarbeiten meist Junge/Mädchen kombiniert,
um Kompetenzunterschiede auszugleichen. Kommentieren Sie
diesen Ansatz mit Blick auf verschiedene denkbare Ausprägungen
technikbezogener Selbstkonzepte der Schülerinnen und Schüler.

4. Sie möchten eine Bachelorarbeit zu gendersensiblem Sachunterricht
schreiben. Formulieren Sie eine mögliche Forschungsfrage hierzu
und erläutern Sie, inwiefern Unterrichtsbeobachtungen oder
Befragungen von Schüler*innen bzw. Lehrer*innen für Ihre
Bearbeitung der Forschungsfrage hilfreich sein könnten.

 

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