Folge 33: Vom Kontor in den Kerker: Kaufmannspleiten und die Bremer Mittelalterforschung

In dieser Folge spreche ich mit Mathias Kluge über die Geschäftspraktiken des Hansekaufmanns Hildebrand Veckinchusen. Anhand der detailreichen Überlieferung seiner Briefe erhalten wir vielfältige Einblicke in die Wirtschaftsgeschichte des europäischen Mittelalters.

Gast: Mathias Kluge ist Professor für mittelalterliche Geschichte an der Uni Bremen. Er forscht unter anderem zur Wirtschafts- und Sozialgeschichte.

Folge 32: Die Charta 77: Migration und Neuanfang in Wien

In dieser Folge spreche ich mit Klaas Anders über die Migrationserfahrungen der Unterzeichner:innen der Charta 77. Nach der Unterzeichnung der Charta migrierten einige hundert Menschen aus der Tschechoslowakei nach Wien und formten dort eine Gemeinschaft. Wir sprechen über die Repressionen in der Tschechoslowakei, die Migrationserfahrungen nach Wien ab 1977 und das politische Engagement der Migrant:innen innerhalb Wiens.

Gast: Klaas Anders ist Doktorand an der Professur für Zeitgeschichte und Kultur Osteuropas an der Universität Bremen und Wissenschaftlicher Mitarbeiter am DFG-Graduiertenkolleg 2686: »Contradiction Studies – Konstellationen, Heuristiken und Konzepte des Widersprüchlichen«. Seine Dissertation schreibt er über widersprüchliche Lebenswelten und tschechoslowakische Migrant*innen in Wien 1968-1989.

Folge 31: Ein Mordfall im Bremer Zuchthaus, 1739

In dieser Folge spreche ich mit Sarah Lentz über einen Mordfall im Bremer Zuchthaus im Jahr 1739. Wir sprechen über den Tathergang und die Motive, aber auch über die Rolle von magischen Praktiken und darüber, was dieser Mord über die Handlungsmöglichkeiten von Frauen in der frühen Neuzeit zeigt.

Gast: Sarah Lentz ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Uni Bremen. In ihrem neuen Citizen Science Projekt erforscht sie die Lebenswege von Bremerinnen in der Frühen Neuzeit.

Folge 30: Neoliberalismus made in Arkansas

In dieser Folge spreche ich mit Fabienne Müller über zwei zentrale Reformvorhaben in Bill Clintons erster Amtszeit: das Freihandelsabkommen NAFTA und den gescheiterten Health Security Act. Wir diskutieren wie diese beiden, auf den ersten Blick unverbundenen Vorhaben, durch das Band des Neoliberalismus ideologisch verknüpft waren.

Gast: Fabienne Müller ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Sonderforschungsbereich Globale Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik und Doktorandin am Institut für Geschichtswissenschaft der Uni Bremen. In ihrem Promotionsprojekt befasst sie sich mit Handels- und Sozialpolitik in den USA der 1990er Jahre.

Folge 29: Recht und Ordnung im Mittelalter

In dieser Folge spreche ich mit Jan Ulrich Büttner über rechtliche Streitigkeiten im bremischen Mittelalter. Diese Fälle wurden vom Stadtrat entschieden und in vielen Fällen ins sogenannte Schedebuch eingetragen. Wir sprechen heute über die Gründe, die den Bremer Stadtrat dazu verleitete, Urteile aufzuschreiben und wie diese Quelle von Jan Ulrich Büttner aufgearbeitet wird.

Gast: Jan Ulrich Büttner ist Senior Lecturer im Bereich Mittelalterliche Geschichte an der Universität Bremen.

Folge 28: Die Schule als Labor

In dieser Folge spreche ich mit Delia González de Reufels über ihre Forschungen im Bereich der Schulhygiene im Cono Sur.

Gast: Delia González de Reufels ist Professorin für die Geschichte Lateinamerikas an der Universität Bremen. Außerdem leitet sie zwei Teilprojekte im Sonderforschungsbereich ,,Globale Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik“.

Folge 27: Moderne Raumplanung in der DDR

In dieser Folge spreche ich mit Lotta Cordes über Anspruch und Wirklichkeit der Raumplanung in der DDR. Außerdem erklären wir die Ziele, Ideale und Vorgaben, die die Arbeit der Planer:innen prägten.

Gast: Lotta Cordes ist Doktorand:in an der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen. In ihrem Promotionsprojekt befasst sich Lotta mit räumlicher Planung in der DDR.

Folge 26: Menschen mit Behinderungen im Frühmittelalter

In dieser Folge spreche ich mit Cathrin Hähn darüber, was uns archäologische Funde von Menschen mit Behinderungen über Integration und Ausgrenzung im Frühmittelalter erzählen und wie sich körperliche Besonderheiten archäologisch niedergeschlagen haben.

Gast: Cathrin Hähn ist Doktorandin im Bereich Ur- und Frühgeschichte an der Universität Bremen. Außerdem ist sie Projektleiterin für die Ausgrabung eines Kriegsgefangenenfriedhofs an der Reitbrake. Cathrin beteiligte sich an der Forschungsgruppe homo debilis. Dieses Projekt hatte zum Ziel Behinderung und Nichtbehinderung als Kategorien vormoderner Gesellschaften zu analysieren.

Folge 25: Sexualisierte Gewalt in der Großstadt des 20. Jahrhunderts

In dieser Folge spreche ich mit Lisa Hellriegel über den Umgang mit sexualisierter Gewalt in der deutschen Rechtspraxis des 20. Jahrhunderts.

Wir sprechen heute über das Thema Sexualisierte Gewalt. Falls euch das Thema belastet, bitten wir euch diese Folge mit einer vertrauten Person anzuhören, mit der ihr das Gehörte besprechen könnt.

Gast: Lisa Hellriegel ist wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin im Bereich Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Bremen. In ihrem Promotionsprojekt befasst sie sich mit dem Wandel und der Kontinuität der Rechtspraxis zu sexualisierter Gewalt in deutschen Großstädten von 1900 bis 1935.

Folge 24: ,,Free-trade and high wages in America is an impossibility“

In dieser Folge spreche ich mit Fritz Kusch über die Rolle der American Protective Tariff League bei der Popularisierung der Zollpolitik in den USA in den 1880er und 1890er Jahren.

Gast: Fritz Kusch ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Sonderforschungsbereich „Globale Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik“ und Doktorand im Bereich Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Bremen. Er schreibt seine Dissertation über die populäre Agitation für protektionistische Zollpolitik in den USA im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert.