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Inklusion- Vielfalt der Schüler

Über die Inklusion wird lautstark diskutiert. Dabei ist es wichtig die beeinträchtigten Menschen in die Gesellschaft zu integrieren. Die Integration ist dabei nicht nur für die allgemeine Gesellschaft ein Vorteil, sondern stärkt das Sozialverhalten der Schüler. Des Weiteren fördert dies das Lernverhalten der beeinträchtigten Schüler. Sie haben Vorbilder, an denen sie sich orientieren können und entwickeln sich somit besser. 

Dabei muss sich der Lehrer individuell auf jeden beeinträchtigten Schüler vorbereiten. Die Einteilung in die Förderkategorien ist Wahrnehmung- und Entwicklung und Lernen gibt zwar eine allgemeine Orientierung, hat aber nur eine stark begrenzte Aussagekraft. Eine Beeinträchtigung umfasst viel mehr, als die Kategorien umschreiben. So umfasst der Förderschwerpunkt Wahrnehmung- und Entwicklung die geistigen Behinderungen. Diese sind jedoch alle sehr unterschiedlich wie ich besonders bei meine Arbeit mit Menschen mit Beeinträchtigung gelernt habe. Sie haben unterschiedliche Bedürfnisse, verschiedene Wahrnehmungen und dadurch einen anderen Denk- und Arbeitsstil. Es gibt noch viel mehr Differenzierungen, die alle individuell sind. Gleiches gilt für den Förderbedarf Lernen. Dies reicht von der Sprache über die Konentrazion und Arbeitstempo hin zur Motivation. Auch dies sind nur wenige Aspekte der Kategorie.

Deswegen ist es ratsam, sich Informationen von den Eltern und der alten Schule zu holen. Gegebenenfalls ist eine Hospitation dort möglich, um sich einen Eindruck von dem beeinträchtigten Schüler zu machen. Eine weitere Möglichkeit ist natürlich mit dem Schüler selbst zu sprechen. So können die optimalen Rahmenbedingungen geschaffen werden, sodass der Unterricht allen entspricht. Eltern sind überzeugt davon, denn der Lehrer befasst sich mehr mit dem Unterricht, gestaltet diesen kreativer mit weniger Fontalunterricht. So wird Inklusion allen gerecht.

 

 

Inklusion

Einige Menschen besitzen eine langfristige körperliche, seelische, geistige oder Sinnesbeeinträchtigung, welche sie in Wechselwirkung mit verschiedenen Barrieren in der vollen wirksamen und gleichberechtigten Teilhabe an der Gesellschaft einschränkt. Die Inklusion setzt sich als Aufgabe diese Menschen zu integrieren. So wurde 2009 das neue Bremer Schulgesetz veranlasst, nach welchem nun die Förderschulen abgeschafft werden sollen und die Menschen mit Beeinträchtigung an den „normalen“ Schulen unterrichtet werden sollen. Dabei gibt es verschiedene Meinungen, die sich in drei Diskussionslinien aufteilen. Zu einem gibt es diejenigen, die einen Systemwandel fordern. Sie sehen die Inklusion aus gesamtgesellschaftlicher Sicht, in dem jeder das gleiche Recht haben soll. So auch die beeinträchtigten Menschen, die in die Gesellschaft integriert werden sollen. Andere sehen den Systemwandel problematisch. Sie denken, dass der Bedarf der beeinträchtigten Schüler nicht berücksichtigt wird und sie damit in den Inklusionsklassen untergehen. Sie sind aber auch gegen ein Parallelsystem, indem die Beeinträchtigten von den anderen Schüler in unterschiedliche Schulen getrennt werden. Eine weitere Linie fordert dagegen das Parallelsystem. Dabei soll die Aufsplittung der Schüler in unterschiedliche Schulen nicht als Selektion, sondern als bessere Förderung für alle Schüler betrachtet werden.

Ich selber besuchte das Gymnasium Vegesack. Schon seit 2004, also vor dem neuen Bremer Schulgesetz, wurden hier Schüler mit besonderem Förderbedarf inklusiv unterrichtet. Dies sehe ich als große Bereicherung für mich an. Die Hemmung mit Menschen mit Beeinträchtigung in Kontakt zu gehen, wurde mir vollkommen genommen. So habe ich ein freiwilliges soziales Jahr in einer Tagesförderstätte für Menschen mit Behinderung absolviert. Dort habe ich viele schöne Erfahrungen mit unterschiedlichen Menschen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen gesammelt, sodass ich auch weiterhin noch neben den Studium weiter in diesem Bereich arbeite. In der ganzen Zeit ist mir dabei aufgefallen, dass die Beeinträchtigten nur unter „sich“ leben. Sie haben keinen großen Kontakt zu der weiteren Gesellschaft, wobei sich das auch viele gewünscht haben. Sie wollen als Menschen betrachtet werden, bei denen nicht die „Besonderheit“ im Fokus steht. Dafür wären Inklusionsklassen gut geeignet. Dabei darf die Beeinträchtigung nicht vergessen werden. Man muss sehr speziell auf jede Beeinträchtigung eingehen und die Schüler dann auch dementsprechend fördern. Wenn es genug Betreuung gibt, dies gilt nicht nur für die beeinträchtigten Schüler, sondern für alle, dann sehe ich den Systemwandel als Bereicherung für alle an. Die beeinträchtigten Schüler werden so in die Gesellschaft integriert und bleiben nicht nur unter den Beeinträchtigten. Die anderen Schüler lernen dabei, dass nicht jeder Mensch gleich ist und Menschen mit Behinderung auch nur Menschen sind. Sie lernen mit ihnen umzugehen, also tolerant und verständnisvoll zu sein.

Für mich wäre es spannend eine Inklusionsklasse zu beobachten. Wie reagieren die Schüler aufeinander und wie interagieren sie untereinander? Und inwiefern ist das Unterrichten für den Lehrer anders? Wie reagiert der Lehrer auf besondere Situationen, wenn es z.B. eine Differenz zwischen einem Schüler und einem beeinträchtigten Schüler gibt?