Ringvorlesung: 05.06.2018
Grundschüler gehen davon aus, dass es mehr weibliche Lehrkräfte an Grundschulen gibt als männliche, weil Frauen schlauer als Männer sind.
Sie sind davon überzeugt, dass Frauen die Klugen und Männer die Starken sind. Dies sorgte für leichtes Gelächter in der Vorlesung.
Doch ist es wirklich witzig oder eher traurig?
Wenn männliche Grundschüler in diesem Alter schon davon überzeugt sind, dass Mädchen klüger sind als sie, wie motiviert gehen sie dann in die Schule?
Ich denke ich wäre als Grundschüler mit dieser Einstellung unter enormen Druck.
Doch wie wird Kindern dieses Bild vermittelt?
Ich denke, dass dies Zuhause anfängt. Die Frauen verbringen in der Regel öfter Zeit mit ihrem Kind und sie lernen seit sie klein sind von ihrer Mutter. Im Fernsehen sehen sie meistens Männer als Actionfiguren, Handwerker und Draufgänger während weibliche Rollen eher ein vernünftiges Bild von sich geben.
Der Mann ist eine Art unintellektueller Held. Für einen der Grundschüler von denen Dr. Fantini sprach, ist der Beruf Geheimagent ein typischer Männerberuf. Sie sind sich nicht klar, dass dieser Beruf vermutlich einen überdurchschnittlich hohen Intellekt fordert. Die Einstellung und Denkweise über einen Mann ist irgendwann in einem Stillstand gelandet, da ihm bis heute die Beschützerrolle zugeteilt wird.
Wie können wir diese Differenzierung vermeiden?
Die Kinder sollten früh aufgeklärt werden, dass Frauen und Männer die gleichen Möglichkeiten haben. Es sollten bekannte und intellektuelle Personen von beiden Geschlechtern präsentiert werden. Beispielsweise könnten die Schüler Präsentationen über Personen wie Stephen Hawking, Albert Einstein, Malala Yousafzai etc. halten.
Die Lehrer sollten immer wieder hervorheben, dass wirklich beide Geschlechter die gleichen Bildungsmöglichkeiten haben. So wird der Druck, den die männlichen Schüler haben, vielleicht reduziert.