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    Nele postete ein Update vor 1 Woche, 2 Tagen

    RV11:
    Fragen:
    Frage 1: Drei Thesen für einen moderenen naturwissenschaftlichen Unterricht
    1 . Naturwissenschaftliche Bildung gehört zur Allgemeinbildung:
    Naturwissenschaftlicher Unterricht sollte nicht nur das Fachwissen des Faches vermitteln. Wichtig ist auch gesellschaftliche und politische Themen einzubeziehen. So denken die Schüler*innen nicht nur, dass zB Chemie „das ungesunde, böse Zeug im Essen“ ist, sondern, dass es auch viel mehr sein kann. Hier wurden in der Vorlesung das Beispiel mit dem Klimawandel vs Wetter oder die Untersuchung von Putztipps im Internet genannt. Das können die Schüler*innen besser verstehen und auf ihren Alltag beziehen.
    2. Denken ist wichtiger als reines Auswendiglernen:
    Im Unterricht sollte es nicht nur darum gehen Fakten auswendig zu lernen, sondern Inhalte zuverstehen. So können sie sich auch viele weitere Sachen im weitergehenden Unterricht erschließen.
    3. Benachteiligungen ausgleichen:
    Schule sollte Schüler*innen unterstützen, die von zu Hause weniger möglichkeiten und vor allem Vorwissen mitbringen. Ziel ist es, gleiche Chancen für alle zu schaffen und das Vertrauen in ihre Fähigkeite zu stärken. Hier ist vor allem der Steriotyp das Mädchen nicht gut sind in Naturwissenschaften aufzubrechen. Sie haben auch meist am wenigsten Vorwissen oder Unterstützung aus dem Elternhaus durch zB einen Chemie Baukasten.

    Frage 2: Reflexion: Naturwissenschaften als Teil des Allgemeinwissens
    In der Vorlesung wurde deutlich, dass Naturwissenschaften oft weniger Aufmerksamkeit bekommen als andere Schulfächer. Gerade Chemie wird häufig als schwierig oder langweilig wahrgenommen. Dabei spielt naturwissenschaftliches Wissen im Alltag eine viel größere Rolle, als vielen bewusst ist.
    * Bedeutung der Scientific Literacy: Scientific Literacy bedeutet, wissenschaftliche Informationen zu verstehen und anzuwenden. Dadurch können Menschen aktuelle Themen wie den Klimawandel oder medizinische Fragen besser einordnen und fundierte Entscheidungen treffen.
    * Bezug zum Alltag: Chemie begegnet uns jeden Tag, zum Beispiel bei Medikamenten, Kosmetik, Ernährung oder Umweltthemen. Deshalb ist es wichtig, dass Schülerinnen und Schüler lernen, naturwissenschaftliche Zusammenhänge zu verstehen und kritisch zu hinterfragen.
    * Eigene Reflexion: Ich konnte mit Naturwissenschaften in der Schule lange wenig anfangen. Besonders Chemie und Physik waren Fächer, die ich schwierig fand, weil mir der Bezug zum Alltag gefehlt hat. Erst seit ich im Rettungsdienst arbeite, hat sich das verändert. Dort sehe ich täglich Krankheitsbilder und erlebe, was im Körper passiert. Dadurch kann ich viele naturwissenschaftliche Zusammenhänge besser verstehen und mir vorstellen. Für mich zeigt das, wie wichtig lebensnahe Beispiele im Unterricht sind. Wenn ich diesen Bezug schon in der Schule gehabt hätte, hätte ich wahrscheinlich auch mehr Interesse an den Naturwissenschaften entwickelt.

    3. Maßnahmen zur Steigerung der Lernmotivation
    In der Vorlesung wurden verschiedene Möglichkeiten vorgestellt, wie Chemie für Schülerinnen und Schüler interessanter gestaltet werden kann.
    -Alltagsnahe Themen nutzen: Statt nur theoretische Inhalte zu behandeln, sollte der Unterricht stärker an Themen aus dem Alltag anknüpfen. Beispiele sind Kosmetik, Tattoos, Klimaschutz oder auch medizinische Themen. So wird deutlicher, warum Chemie überhaupt wichtig ist.
    – Social Media einbeziehen: Schülerinnen und Schüler können selbst Beiträge oder Projekte zu naturwissenschaftlichen Themen erstellen. Dadurch wird der Unterricht abwechslungsreicher und die Inhalte wirken oft greifbarer.
    – Selbstvertrauen stärken: Lehrkräfte sollten die Schülerinnen und Schüler ermutigen und ihnen zeigen, dass sie naturwissenschaftliche Inhalte verstehen können. Das stärkt das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten.
    – Medienkompetenz fördern: Gerade heute ist es wichtig, Informationen aus dem Internet kritisch zu hinterfragen und Fake News oder Greenwashing erkennen zu können.
    -Eigene Reflexion: Aus meiner eigenen Erfahrung finde ich, dass der Praxisbezug besonders wichtig ist. Erst durch meine Arbeit im Rettungsdienst habe ich verstanden, warum naturwissenschaftliches Wissen im Alltag und im Beruf so relevant ist. Deshalb denke ich, dass Unterricht mit mehr praktischen Beispielen oder Einblicken in verschiedene Berufe viele Schülerinnen und Schüler stärker motivieren könnte als reiner Theorieunterricht.

    Belova, N. (2026, 16. Juni). Chemie – (k)ein Fach für alle? Gesellschaftskritische Ansätze aus der Chemiedidaktik. Institut für Didaktik der Naturwissenschaften, Universität Bremen.

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