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    Nele postete ein Update vor 3 Wochen, 2 Tagen

    Blogfragen RV09 Intelligenz vs. Vorwissen:
    1) Wie wurden die Rollen von Intelligenz und Vorwissen für den Lernprozess beschrieben?
    Intelligenz ist die Fähigkeit zu lernen und Probleme zu lösen. Sie beschreibt, wie gut Menschen neue Informationen verstehen und Lösungen finden können, ohne alles durch Ausprobieren lernen zu müssen.
    Vorwissen ist das Wissen, das man bereits hat. Es beeinflusst das Lernen besonders stark. Gemeinsam bilden Vorwissen und Intelligenz die Grundlage dafür, wie gut jemand lernen kann.

    In welchem Verhältnis stehen diese beiden Heterogenitätsdimensionen für den Lernerfolg?
    Intelligenz und Vorwissen beeinflussen beide den Lernerfolg.Während Intelligenz dabei hilft, neue Inhalte zu verstehen und zu verarbeiten, wird Vorwissen mit der Zeit immer wichtiger. Studien zeigen, das vorhandenes Wissen oft einen größeren Einfluss auf den weiteren Lernerfolg hat als die Intelligenz. Deshalb wird Vorwissen als der wichtigste Einzelfaktor für erfolgreiches Lernen angesehen.

    Wie hat man ihren jeweiligen Einfluss auf Lernergolg empirisch untersucht?
    Der Einfluss von Intelligenz und Vorwissen wurde unteranderem in der „Fußball-Studie“ von Schneider, Körkel und Weinert (1989) untersucht. Dabei wurde rund 500 Schüler*innen eine Fußballgeschichte mit Wiedersprüchen vorgelesen. die Ergebnisse zeigten, dass Schüler*innen mit hohem Vorwissen über Fußball die Geschichte besser verstanden und wiedetgeben konnten als die anderen Schüler*innen und das unabhängig von ihrere eigentlichen Intelligenz. Die Studie zeigt, dass viel Vorwissen die Inelligenz teilweise ausgleichen kann.

    Was bedeuten diese Befunde für die Schule und den Unterricht?
    Anders als die meisten und auch ich gedacht haben ist Vorwissen und motivation sehr viel wichtiger als gedacht, das heißt aber auch das der Unterricht und wie man ihn gestaltet sehr wichtig ist. Lehrer*innen sollten gucken wie die motivation und das Vorwissen der einzelnen Kinder ist und darauf individell eingehen. Dies kann mit verschiedenen Ansätzen oder auch aufgaben geschehen.

    2) Welche Grahen ergeben sich aus dem neuen Wissen über Intelligenz und Vorwissen und wie können wir die Antworten auf diese Fragen finden?
    Was mich vor allem positiv überrascht hat ist, das die Schule blöd gesagt intelligent macht. Nach dem Matthäus Effekt entsprechen 2-3 Monate Schule etwa einem IQ Punkt. Ich ging immer davon aus, dass man den IQ nicht veränder könne und ein hocher IQ nicht ausgeleichbar und immer besser als jedes Vorwissen ist.
    Die Frage für die Praxis die mir gekommen sind sind: Wie kann ich bei einer großen Klasse das Vorwissen der einzelnen Kinder herausfinden, ohne zu viel Zeit zuverschwenden? Wir kann ich in einer Klasse die verschiedenen Kinder mit verscheiden IQ oder Vorwissen mitnehmen ohne jemanden zu vernachlässigen?
    Ergebnissuche: Im O-Praktikum könnte ich die verschieden Lehrkräfte beobachten und schauen, ob und wie sie herausfinden was für vorwissen ihre Schüler*innen besitzen. Ich stelle mir vor, dass dies mit Fragerunden geschehen kann in der jede Person sagen kann, was sie schon mit dem Thema verbindet. Zu dem Thema vernachlässigen von Leistungsstarken Schüler*innen könnte man verschiedene oder mehr Aufgaben je nach dem Niveau bereitstellen.

    3) Praxisbeispiele zu den Adaptionsmodellen:
    Reaktionsformen nach Weinert (1997):
    Passive Reaktion (Ignorieren): Die Lehrkraft orientiert sich am Durchschnitt der Klasse und geht nicht gezielt auf unterschiedliche Lernvorraussetzungen oder Verständnisprobleme einzelner Schüler*innen ein.

    Substitutive Reaktion (Anpassung der Schüler:innen): Die Schüler:innen werden nach ihrem Leistungsniveau in verschiedene Gruppen oder Schulformen eingeteilt, um möglichst homogene Lerngruppen zu schaffen.
    Aktive Reaktion (spontane Anpassung): Die Lehrkraft reagiert während des Unterrichts auf auftretende Schwierigkeiten und bietet einzelnen Schüler:innen oder Gruppen zusätzliche Unterstützung an.
    Proaktive Reaktion (geplante Anpassung): Die Lehrkraft berücksichtigt unterschiedliche Lernvoraussetzungen bereits bei der Unterrichtsplanung, beispielsweise durch Aufgaben mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden oder unterschiedlichen Hilfestellungen.
    Adaptionsmöglichkeiten nach Leutner (1992)

    Förderung: Schüler:innen erhalten gezielte Unterstützung, um bestehende Wissens- oder Kompetenzlücken zu schließen und ihre Fähigkeiten weiterzuentwickeln.
    Kompensation: Lernende mit bestimmten Schwierigkeiten erhalten Hilfsmittel oder zusätzliche Unterstützung, um Nachteile auszugleichen.
    Präferenz: Unterrichtsangebote werden an die Interessen der Schüler:innen angepasst, um Motivation und Lernbereitschaft zu fördern.
    Anpassung der Lernzeit: Schüler:innen erhalten unterschiedlich viel Zeit für die Bearbeitung von Aufgaben, abhängig von ihrem individuellen Lerntempo.
    Anpassung der Lehrmethode: Inhalte werden auf verschiedene Arten vermittelt, um unterschiedlichen Lernbedürfnissen und Lernwegen gerecht zu werden.

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