Heterogenität


(schul-)pädagogische Reaktionsformen auf zuwanderungsbedingte kulturelle Heterogenität in Deutschland
1. Mai 2014, 18:41
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Beschreiben Sie exemplarisch (schul-)pädagogische Reaktionsformen auf zuwanderungsbedingte kulturelle Heterogenität in Deutschland – im Laufe der historischen Entwicklung der letzten 60 Jahre. Setzen Sie sich kritisch mit ausgewählten Ansätzen auseinander und beziehen Sie Ihre Reflexion auf die aktuelle Situation in Schule.

Deutschland ist durch das Wirtschaftswunder 1950 zu einem Industriestaat geworden. Dieser konnte aber nicht mit den Arbeitern und Arbeiterinnen komplett gesättigt werden, dadurch wurden erstmals 1955 Gastarbeiter angeworben. Diese sollten nur einige Jahre bleiben (Rotationsprinzip) und dann wieder in ihr Herkunftsland zurückzukehren. Doch so war es nicht, deshalb führte Deutschland 1964 die Schulpflicht für ausländische Kinder. Diese besuchten erst eine Vorklasse, damit sich ihre Defizite, wie beispielsweise Sprach- oder Verständigungsprobleme minimiereten, um sie besser in der Gesellschaft zu integrieren.

Zudem wurde die Muttersprache weiterhin gefördert da man dachte, dass die Kinder mit ihren Eltern in das Heimatland zurückkehren.

1973 ebbte die Einwanderungsphase durch die Ölkriese ab und man dachte, dass die Einwanderer wieder in ihre Herkunftsland zurckkehren werden, jedoch blieben sie und das hatte in den 80′ Jahren die Folge, dass es zu den ersten Ausländerfeindlichkeiten nach dem Krieg kam.

1982 beschloss daher die KMK (Kultus- Minister- Konferenz), dass alle Kinder gemeinsam unterrichtet werden und dass erlernen der deutschen Sprache, sowie die antirassitische Erziehung mit das zentrale Ziel des Unterrichts ist.

Desweiteren gab es Ende der 80′ Jahren noch einmal eine Einwanderungswelle, die nach Deutschland immigriert sind. Dies durch den Mauerfall und den Zusammenbruch der Sowjetunion.

Meiner Ansicht nach waren die damaligen pädagogischen Reaktionsformen im Bezug auf die kulturellen Heterogenität gelungen, jedoch müssen sie ständig erweitert und aktualisiert und hinterfragt werden.

Als die Schulpflicht für die ausländischen Kinder eingeführt worden ist, war dies schon ein großer Schritt in die richtige Richtung. So konnte die Kinder durch ihre Erfahrungen, Kulturen, Sprachen und vieles mehr die Schule bereichern und haben dem Klassenverbund ein breites Specktrum vom Leistungs- sowie von der Kulturellenheterogenität gegeben.

Die antirassistische Erziehung ist ein sehr zentrales Thema, dass heutzutage nicht vergesen werden darf.

Somit müssen alle Menschen einen Perspektivenwechsel durchleben um zu verstehen wieso die anderen und man selbst so handelt wie man handelt, denn man lernt am besten voneinander und miteinander und dies gilt auch für die Kulturen.




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