Heterogenität


Umgang mit Genderspezifischen Unterrichtsmaterial
19. Juni 2014, 23:58
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Ermitteln Sie in einer Lehrbuchreihe Ihrer Wahl Aufgaben, die Ihrer Ansicht nach besonders Jungen oder besonders Mädchen ansprechen. Versuchen 
Sie diese Aufgabe(n) mit einer umgekehrten Gender-Orientierung umzuformulieren.

Nach einer längeren Suche, habe ich leider in den Schulbüchern keine Beispiele für stereotypische Aufgaben gefunden. Deshalb habe ich meine Suche auf das Internet ausgeweitet und bin auf der Internetseite www.unterrichtsmaterial-schule.de fündig geworden.

Dort habe ich dies gefunden:

Berufe – Suchrätsel

In diesem Suchrätsel sind 30 Berufe versteckt. Sie stehen waagrecht von links nach rechts oder senkrecht von oben nach unten.

Aufgabe: Markiere alle Berufe mit gelber Farbe und schreibe sie in die freien Linien!

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Waagrecht:Senkrecht:

Dieses Arbeitsblatt beschäftigt sich mit der Berufskunde des Sachunterrichts in der Grundschule. Hierbei wird es deutlich, dass in dem gesamten Suchworträtsel, leider nur wenige Berufe gegendert sind, so gibt es z.B. die Richterin. Doch die Mehrzahl der Berufe werden durch die männliche Begriffe dargestellt.

Dies könnte daran liegen, dass man diese Klischees schon im Grundschulalter „festigt“ und andererseits sind die männlichen Begriffe auch kürzer sind.

Dies lässt mich zu dem Entschluss kommen, dass man dieses Arbeitsblatt dahingehend verändern sollte, dass beide Geschlechterbegriffe in dem Rätsel auftauchen und zu suchen sind. So könnte man das Schubladendenken aufbrechen und ihm entgegen wirken.



Aufgabe zum 08. Vorlesungstermin
13. Juni 2014, 0:53
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    1. Wilfried Bos stellt in der Begleituntersuchung zu IGLU 2003 fest, dass Jungen sich in der Tendenz – im Vergleich mit der weiblichen Gleichaltrigengruppe – signifikant weniger sicher in Schule fühlen, deutlich weniger gerne zur Schule gehen und eindeutig häufiger das Gefühl haben, dass sich die Lehrkräfte nicht/wenig um sie kümmern. Wie erklären Sie sich diese Ergebnisse und wie könnte man diese Situation verbessern?

Grundsätzlich lässt sich zunächst einmal festhalten, dass in der Grundschule mehr Lehrerinnen und pädagogische Mitarbeiterinnen arbeiten, als Lehrer, Erzieher oder andere männliche Fachkräfte. Hierdurch hat sich in der Gesellschaft ein klares Rollenbild ergeben, was ein Resultat des gesellschaftlichen „Schubladendenkens“ ist. So sind die Frauen wie auch schon in den früheren Jahrhunderten für die Erziehung zuständig und die Männer für die „Arbeit“. Durch diese Kategorisierungen ist es so, dass die ersten Jahre der Erziehung außerhalb des Elternhauses meist von Frauen geprägt ist und den Jungs in dieser Zeit ein männliches Vorbild fehlt.

Des Weiteren ist es so, dass den Kindern auch schon Rollen zugewiesen werden. So sind die Mädchen meist die ruhigen, strebsamen, braven und „Muster-Schüler“. Hingegen sind die Jungs in Sport und den Naturwissenschaften gut und in den anderen Fächern ehr die, die den Unterricht stören im Sinne von Desinteresse, Raufereien, und weiteres. Jedoch werden die Jungs auch damit stigmatisiert, in dem ihnen nachgesagt wird, dass sie beispielsweise die faulen Schüler sind.

Somit treten schon in dieser kurzen Erläuterung zwei schwerwiegende Probleme auf. Zum einen, dass den männlichen Schülern eine Identifikationsperson fehlt, denen sie im gewissermaßen nacheifern und sich mit ihr Identifizieren können. Dies wäre ein Grund warum man gerne zur Schule kommen würde. Zum anderen, dass die Kinder schon in ihrem jungen Alter stigmatisiert werden und ihnen eine Rolle zugeschrieben wird. Nach Sigmund Freud beispielsweise ist es so, dass man wenn man immer wieder mit einer Rolle stigmatisiert/ konfrontiert wird, diese auch annimmt und behält. Was ein großes Defizit in ihrer weiteren Ich-Bildung sein kann und somit ihrer Persönlichkeit darstellt.

Meiner Meinung nach wären Lösungsvorschläge dafür, solche Programme wie „Rent a teacher men“ oder „mehr Lehrer in die Grundschule“, die dem Klischee entgegen wirken.

Ebenfalls könnte man darüber nachdenken, dass es eine Förderungen und Berücksichtigungen von Bewerbern als Erzieher oder in der Studiumsselektionsverfahren geben könnte, was jedoch neben Für-Argumenten auch viele Gegenargumente mit sich bringen würde.

Zudem ist es wichtig die kommenden LehrerInnen für solche Problematiken zu sensibilisieren, sei es durch eine Ringvorlesung oder durch Seminare die an der Universität angeboten werden. Doch auch gestandene LehrerInnen sollten hierzu auch Fortbildungen besuchen.




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