Ausgangspunkt und thematische Entscheidung
Um ganz ehrlich zu sein, hat mich der Titel des Seminars zunächst verunsichert. Der Begriff „KI” hat mich nicht spontan begeistert, sondern sogar eine gewisse Zurückhaltung ausgelöst. Ich bin in den 1990er Jahren bis 2010 in einem noch weitgehend analogen Umfeld aufgewachsen und zur Schule gegangen. Ich habe mein erstes Studium ohne dieses Werkzeug abgeschlossen und mich lange Zeit gegen die Digitalisierung gewehrt, die ich für unnötig hielt. Die Idee, künstliche Intelligenz in einen Sprachkurs zu integrieren, gab mir daher das Gefühl, überfordert zu sein.
Als ich begriff, dass ich im Rahmen einer Lehrprobe einen Unterricht mit KI entwickeln sollte, war ich zunächst etwas unsicher. Ich wusste nicht, was ich tun sollte, da mich das Tool nicht interessierte und ich es zudem für gefährlich hielt. Also beschloss ich, mit einer Frage zu beginnen, die mir lag: wie kann man die Schüler:innen zu einem reflektierten Umgang mit KI anleiten? Wie kann man ihnen helfen, KI nicht als Ersatzwerkzeug zu betrachten oder sie nicht zum Schummeln zu verwenden, sondern als Begleitinstrument, das es zu verstehen und zu begleiten gilt? Schließlich würde diese Frage auch mir helfen, klarer zu sehen.
Aus diesen Überlegungen entstand die Idee einer Mini-Sensibilisierungskampagne rund um Fake News und KI-generierte oder -beeinflusste Instagram-Beiträge für meine Lehrprobe. Der Titel „Vrai ou faux? L’IA invente l’info.” bot sich ohne langes Überlegen als Ausgangspunkt an. Schließlich ist das Phänomen der Fake News ein zentraler Bestandteil der digitalen Welt der Schüler:innen. Durch die Verbindung der Sprache Molières, Instagram und KI konnte das Lernen in ihren Alltag integriert und gleichzeitig eine kritische Distanz zu digitalen Inhalten entwickelt werden. Und auch ich würde dabei lernen.
Das Ziel bestand also nicht nur darin, bestehende Instagram-Beiträge zu analysieren, sondern die Schüler:innen dazu zu bringen, selbst Französisch in einem zeitgenössischen Medienkontext zu produzieren. Die Produktion und Präsentation von Fake News bot somit einen idealen Rahmen, um die produktive Kompetenz zu trainieren, die für unsere Lehrprobe vorgeschrieben war.
Ich habe mich daher mit den Bildungsplänen des Landes Bremen befasst. Im Bremer Bildungsplan für Fremdsprachen (Sekundarstufe II) finden wir die produktiven Kompetenzen Sprechen und Schreiben für eine Klasse (vgl. LIS 2008: 11-12). Ich war mir aber erstmal nicht sicher, ob ich mich auf die mündliche oder die schriftliche Produktion konzentrieren sollte.
Gleichzeitig sollte die Unterrichtseinheit auch auf die Entwicklung kritischer Medienkompetenz abzielen: die Schüler:innen arbeiten aktiv mit KI, analysieren die produzierten Inhalte und reflektieren über Manipulationsmechanismen. Dabei stützte ich mich auf die Forschungen des Digcompedu (vgl. Redecker 2019) und dir Forschung von Alles et al. (2025).
Zielgruppe und Lernvoraussetzungen
Ich wusste, dass ich in einer 10. Klasse unterrichten würde, aber ich kannte das Sprachniveau der Gruppe nicht genau. Nachdem ich das Thema festgelegt hatte, nahm ich Kontakt mit dem verantwortlichen Lehrer, Herrn Nicolas Michel, auf, um die Relevanz meines Projekts zu überprüfen. Seine Rückmeldung war sofort ermutigend: das Thema schien ihm geeignet, und die Mehrheit der Schüler:innen waren Muttersprachler:innen. Wir vereinbarten ein Treffen, damit ich mir ein konkreteres Bild von der Gruppe machen konnte.
Vor diesem ersten Besuch hatte ich mich auf die Kompetenzen des LIS Bildungsplan (2008) für die 10. Klasse gestützt, um meinen Inhalt auszurichten. Vor Ort stellte ich fest, dass sich die Schüler:innen in der E-Phase befanden und bereits den Lehrplan der 11. Klasse absolvierten. Alle waren zweisprachig und beherrschten die französische Sprache quasi perfekt oder sogar perfekt.Diese Entdeckung veranlasste mich, meinen ursprünglichen Kurzentwurf anzupassen, der sprachlich gesehen letztlich noch etwas zu einfach war.
Als Muttersprachlerin habe ich manchmal Bedenken hinsichtlich meiner Sprechgeschwindigkeit oder meines Wortschatzes, wenn ich vor einer anspruchsvollen Gruppe stehe. Diese Befürchtungen zerstreuten sich jedoch schnell: das Niveau war hoch, und der Lehrer sprach zu etwa 95 % auf Französisch mit den Schülern:innen. Das sprachliche Umfeld ermöglichte es mir also, die gleichen Anforderungen zu stellen.
Was die Voraussetzungen angeht, so beherrschen die Schüler:innen dieses Alters nicht nur bereits die Sprache, sondern kennen sich im Allgemeinen auch bestens mit Instagram und seinen Mechanismen aus und bewegen sich in einer Informationswelt, die von Nachrichten, aber leider auch von Fake News geprägt ist. Sie sind KI-generierten Inhalten ausgesetzt, ohne unbedingt über die kritischen Werkzeuge zu verfügen, um diese zu analysieren, und wissen leider nicht unbedingt, wie sie echte von gefälschten Nachrichten unterscheiden können. (vgl. Unesco 2026: online).
Da ihre Motivation weitgehend digital geprägt ist, erschien es mir sinnvoll, eine Sensibilisierungsbotschaft zu KI und Fake News in einem vertrauten Format zu vermitteln, das Linguistik, kritisches Denken, aber auch eine spielerische Dimension kombiniert. So waren meine ersten Überlegungen.
Erste Kompetenzüberlegungen und Schwerpunktsetzung
Auch wenn ich sie zu Beginn nicht explizit formuliert hatte, lagen meiner Idee (nicht wirklich bewusst) mehrere didaktische Konzepte zugrunde. Die Unterrichtstunde folgte einem kompetenzorientierten Ansatz mit dem Schwerpunkt Fake News anhand eines vorgegebenen Prompts zu verfassen und Fake News zu erkennen. Ich musste also herausfinden, wie man dieses Thema bearbeiten konnte. Meine Idee war es, Kommunikations- und Medienkompetenzen zu entwickeln, die die Schüler:innen in einer konkreten Situation anwenden konnten. Diese Ausrichtung entspricht den Prinzipien des kompetenzorientierten Fremdsprachenunterrichts (vgl. Nieweler 2017), wonach der Sprachunterricht den Lernenden ermöglichen soll, sprachliche Strukturen zu entdecken, sie auf vielfältige Weise zu üben und vor allem in einem sinnvollen Kontext anzuwenden: „Der fremdsprachliche Unterricht soll den Lernenden ermöglichen sprachliche Strukturen kennenzulernen, diese vielfältig zu üben und schließlich in einem interessanten Kontext anzuwenden.“
Das Ziel des kompetenzorientierten Fremdsprachenunterrichts ist “learning to use the language rather than just learning about the language (as a subject)“. (vgl. Council of Europe 2018: 27 in Zebis o.j: online), und das ist genau das, worauf ich in meiner Unterrichtstunde hinaus wollte.
In Fortführung dieser auf den effektiven Sprachgebrauch ausgerichteten Logik folgt die Planung auch einem aufgabenorientierten Ansatz (vgl. Nieweler 2017 und Dorner 2022), der ebenfalls die Planung strukturiert: die Schüler:innen erfüllen eine oder mehrere bedeutungsvolle Aufgaben: erstellen, präsentieren und diskutieren (in meinem Fall eine Fake News), was dem Sprachgebrauch einen Sinn gibt.
Diese Ausrichtung entspricht diesmal den Prinzipien der Aufgabenorientierung, die unter anderem von Dorner (2022) untersucht wurden. Er hat dort das Folgende festgestellt: „Im Mittelpunkt steht bei aufgabenorientiertem Unterricht […] die Aufgabe. […] Es sollen also Aufgaben sein, die deine Schüler:innen zur praktischen Anwendung des Lernstoffs außerhalb des Klassenzimmers animieren. Besonders wichtig ist dabei, dass die Aufgaben einen persönlichen Bezug zu den Lernenden haben.“ (vgl. Dorner 2022: online). Mit anderen Worten: der Schwerpunkt liegt nicht auf einer Liste grammatikalischer Punkte, sondern auf einer oder mehreren bedeutungsvollen Aufgaben, die in einem personalisierten Kontext zu erledigen sind und die Schüler:innen motivieren. Das war für mich genau das Richtige. In meiner Unterrichtstunde erfüllen die Erstellung, Präsentation und Diskussion einer Fake News diese Anforderung: sie geben dem Sprachgebrauch einen Sinn, indem sie ihn in eine Realität einbetten, die dem Alltag der Schüler:innen nahe ist.
Zu Beginn der Planung dachte ich daher, dass sich die Schüler:innen auf die Kompetenz „Schreiben” konzentrieren müssten, da ich davon ausging, dass sie mit Hilfe der KI selbst eine Fake News schreiben müssten. Naiverweise, sagte ich mir, dass dies die richtige Kompetenz sei, ohne groß darüber nachzudenken, ob sie in meiner Unterrichtsstunde überhaupt einsetzbar wäre. Ich hatte in den Forschungen von Nieweler, S. 127 (2017), gelesen, dass das Schreiben ein sehr guter produktiver und kommunikativer Prozess für die Schüler:innen sei, da es ihnen Zeit für Korrekturen und Änderungen lasse, jedenfalls mehr als die Kompetenz „Sprechen”, und ich hatte Angst, sie mit meinem Niveau in meiner Muttersprache Französisch zu überfordern. (Aber tatsächlich wurde mir nach meiner ersten Erprobung an der Universität klar, dass dieser Schwerpunkt nicht der richtige war.)
Darüber hinaus stand die Sitzung im Einklang mit den Leitlinien der KMK (2016) zur „Bildung in der digitalen Welt”. KI-Kompetenz im Sprachunterricht bedeutet, dass die Schüler:innen lernen, KI kritisch, reflektiert und verantwortungsbewusst einzusetzen.
Im Seminar FD3 gab einen Satz, den wir ganz am Anfang besprochen hatten: „KI ist nicht als Ersatz für sprachliche Anstrengungen gedacht, sondern als begleitendes Werkzeug, dessen Funktionsweise und Grenzen es zu verstehen gilt.“ Ich wusste noch nicht genau, wie ich diese Idee in die Praxis umsetzen sollte, aber die KI-Kompetenztabelle für Lehrende und Lernende von Alles et all (2025) halfen mir dabei: der Kompetenzbereich „Reflektieren” der Tabelle entsprach genau meinem Ansatz: Niveaustufe I „Falschinformationen in KI-Output und Auswirkungen (Fake News – Deepfakes) erkennen” und Niveaustufe II: „KI-generierte Inhalte hinsichtlich Verzerrungen und Qualität kritisch prüfen und Ursachen untersuchen” (vgl. Alles et al. 2025: 5).
Theoretische Fundierung der Idee
Um meine Gedanken zu ordnen, fasse ich sie immer gerne in Tabellen zusammen. Hier ist eine Tabelle, die aus meinen persönlichen Überlegungen entstanden ist und mir bei der Konzeption meines Kurses geholfen hat:
Hinweis: Ich habe die Tabelle bewusst auf Französisch belassen, da sie aus meinen vorab gemachten Überlegungen stammt.
| Ce que je voulais faire spontanément
Les élèves doivent réagir à l’oral à des fake news données |
Le concept didactique correspondant
Approche par compétences (Kompetenzorientierung) |
Ce que cela signifie dans ma séance
Les élèves participent à l’oral activement et réagissent aux Fake news |
| Les élèves doivent produire un texte en français, avec l’aide d’un prompt. |
Approche par compétences (Kompetenzorientierung) |
Les élèves écrivent sur Fobizz Chat un Prompt pour créer une Fake News. |
| La séance repose sur une mission concrète : créer un post Instagram crédible |
Approche par tâches (Aufgabenorientierung) |
Les élèves réalisent un post Instagram à l’aide de Fobizz et Zeoob. |
| Relier le cours de français à leur univers numérique quotidien |
Stratégie KMK « Éduquer dans le monde numérique » (Bildung in der digitalen Welt) |
Instagram, fake news et IA sont intégrés comme objets d’apprentissage pertinents |
| Faire utiliser l’IA par les élèves de manière critique et réfléchie |
Dig com Edu (Ki Kompetenz – Anwenden) |
Les élèves apprennent à questionner, adapter et analyser des contenus sur les réseaux sociaux, et remette en question ce qu’ils lisent |
| Amener les élèves à réfléchir aux mécanismes de manipulation de l’information |
Compétence médiatique (Medienkompetenz) |
Les élèves analysent la crédibilité, les dangers et les effets des fake news |
| Mettre l’accent sur l’échange, la discussion et l’argumentation |
Compétence communicative
Sprechen (LIS Bildungsplan) |
Les présentations sont en fin de séance |
Die Gestaltung der Unterrichtsstunde basiert daher auf mehreren theoretischen Aspekten, die Teil didaktischer Rahmenbedingungen sind, auf die wir hier näher eingehen werden:
– Zunächst wollte ich, dass die Schüler:innen zu Beginn der Unterrichtsstunde als Aufwärmübung mündlich auf gefälschte Nachrichten reagieren. Dieser Wunsch entspricht einem kompetenzorientierten Ansatz (Kompetenzorientierung), bei dem das Ziel nicht die Anhäufung von Wissen zu einem Thema ist, sondern die Fähigkeit, erworbenes Sprachwissen in einer konkreten Situation anzuwenden. Ein Zitat, das Nieweler (2017) in seinen Forschungen aufgreift, passt meiner Meinung nach perfekt, um meine Ausführungen zu veranschaulichen: „[…] verstehen wir unter Kompetenzen die bei Individuen verfügbaren oder von Ihnen erlernbaren kognitiven Fähigkeiten und Fertigkeiten, bestimmte Probleme zu lösen […] die Problemlösungen in variablen Situationen erfolgreich und verantwortungsvoll nutzen zu können.“. (vgl. Klieme 2007: 72 in Nieweler 2017: 85). In meinem Unterricht bedeutet dies, dass die Schüler:innen aktiv mündlich teilnehmen, Stellung beziehen und auf die präsentierten Inhalte reagieren, indem sie ihr Wissen aktivieren. Das „Sprechen“ ist keine einfache formale Übung, sondern ein Kommunikationsakt, der in einer bestimmten Situation verankert ist und ein wichtiger Bestandteil des Fremdsprachenunterrichts bleiben muss, wie Dr. Kieweg in seinen Forschungen feststellt: „Eine Erhöhung der im Fremdsprachenunterricht (FU) erworbenen Sprechkompetenz ist unumgänglich.“ (vgl. Kieweg o.j: 1).
Ebenso entspricht die Idee, dass die Schüler:innen mithilfe einer Eingabeaufforderung einen Text auf Französisch verfassen, einer kompetenzorientierten Logik, diesmal im Bereich des Schreibens, was ebenfalls im Rahmen des LIS-Bildungsplans vorgesehen ist. (vgl. Lisbildungsplan 2008). Genauer gesagt ging es nicht nur darum, einen von KI generierten Text zu verstehen, sondern selbst eine Anweisung auf Französisch zu formulieren, um das von Fobizz Chat erzeugte Ergebnis zu beeinflussen. Ich hatte in einem Artikel von Elisabeth Helm mit dem Titel „le bon choix professionnel“, dass KI dazu beitragen kann, die schriftliche Kompetenz zu verbessern. (vgl. Helm 2025: 22). So wurde das Schreiben für das Lernszenario zu einer strategischen Handlung: die Schüler:innen mussten mit Hilfe einer Eingabeaufforderung eine Fake News umschreiben. Für diese Kompetenz stützte ich mich auf folgende Forschungsergebnisse: „ ‚Schreiben‘ d. h. schriftlich kommunizieren – muss im Fremdsprachenunterricht gezielt geübt werden, um die Lernenden zu befähigen, verschiedene Schreibanlässe im privaten und später im beruflichen Bereich situations-, adressaten- und textsortengerecht zu meistern“ (vgl. Bundesminesterirum 2021: 5).
Die Sitzung basiert außerdem auf einer konkreten Abschlussaufgabe: der Erstellung eines glaubwürdigen Instagram-Posts. Diese Strukturierung entspricht dem aufgabenorientierten Ansatz, den man in den Arbeiten von Nieweler (2017) findet. Zur Erinnerung: „das aufgabenorientierte Sprachlernen […] verbalisiert entweder die Auseinandersetzung mit Wirklichkeitsausschnitt“. (vgl. Nieweler 2017: 80). Die Sprache wird tatsächlich verwendet, um eine identifizierbare Handlung auszuführen, die ein klares Ziel und ein Endergebnis hat. In meiner Unterrichtstunde erstellen die Schüler:innen mit Hilfe von Fobizz und Zeoob einen Instagram-Post, der echt aussieht, was der Aktivität einen authentischen und abgeschlossenen Charakter verleiht.
Die Entscheidung, den Französischunterricht mit der digitalen Alltagswelt der Schüler:innen zu verbinden, basiert auf den strategischen Leitlinien von Alles et all (2025): Instagram, Fake News und künstliche Intelligenz werden nicht als nebensächliche Elemente behandelt, sondern als relevante Lerninhalte. Der Sprachunterricht fügt sich somit in die digitale Realität der Schüler:innen ein: „Digitale Medien können genutzt werden, um die aktive Beteiligung der Lernenden zu fördern, z. B. bei der Erforschung eines Themas, beim Experimentieren mit verschiedenen Optionen oder Lösungen, beim Erschließen von Verknüpfungen und beim Finden von kreativen Lösungen oder der Erarbeitung eines Produkts und des darüber Reflektierens“ (vgl. Redecker / DigCompEdu 2019:18).
Die Integration der KI ist auch Teil der Forschungen von Alles et al., insbesondere im Hinblick auf den bewussten Einsatz digitaler Tools. Die Schüler:innen begnügen sich nicht damit, KI zu nutzen, sondern lernen, Prompts anzupassen, generierte Inhalte zu analysieren und das, was sie in sozialen Netzwerken lesen, zu hinterfragen. Die Nutzung wird kritisch und nicht rein technisch. (vgl. Alles et al. 2025: 5).
Darüber hinaus bezieht sich die Reflexion über die Mechanismen der Informationsmanipulation auf die Medienkompetenz. Die Schüler:innen analysieren die Glaubwürdigkeit einer Information, identifizieren die Gefahren von Fake News und diskutieren deren mögliche Auswirkungen. (vgl. Alles et al. 2025: 5).
Schließlich entspricht die Betonung des Austauschs, der Diskussion und der Argumentation direkt der im LIS-Bildungsplan (2008) definierten Kommunikationskompetenz. Die Präsentationsphase am Ende der Sitzung stellt das mündliche Ausdrucksvermögen „Sprechen“ in den Mittelpunkt des Unterrichts. Die Schüler:innen produzieren nicht nur Inhalte, sondern präsentieren und begründen diese und reagieren auf die Beiträge der anderen.
So zeichnet sich hinter den ursprünglich intuitiven pädagogischen Absichten eine kohärente Struktur ab, die Kommunikationskompetenz, Medienkompetenz und den kontrollierten Einsatz künstlicher Intelligenz in einem sinnvollen Lernkontext miteinander verbindet.