In meiner eigenen Schulzeit habe ich ähnliche Erfahrungen gemacht wie du. Schülerinnen mit Migrationshintergrund waren denselben Aufgaben und Anforderungen ausgesetzt wie Schülerinnen ohne Migrationshintergrund. Allerdings habe ich wahrgenommen, dass diese Schülerinnen bei Bedarf zusätzliche Sprach- und Mathematikförderung erhalten haben. Diese Förderung fand gemeinsam mit Schülerinnen ohne Migrationshintergrund statt, die ebenfalls Defizite in diesen Bereichen aufwiesen. In Bezug auf die Vorlesung würde ich sagen, dass dieses Vorgehen weiterhin dem „Swim-or-sink“-Prinzip entspricht (vgl. Vorlesung, Folie 17).
Aus didaktischer Perspektive ist dies im Hinblick auf den monolingualen Habitus problematisch. Die Schüler*innen werden formal gleich behandelt, obwohl ihre Ausgangsbedingungen unterschiedlich sind. Dadurch wird nicht ausreichend auf ihre individuellen Voraussetzungen eingegangen (vgl. Vorlesung, Folie 16).
Ich stimme deinem Punkt zu, dass das Prinzip, Deutsch vorrangig im Regelunterricht zu erlernen, stärker verfolgt werden sollte. Viele Schüler*innen empfinden dies als eine der effektivsten Möglichkeiten, die Sprache zu lernen. Auch deine Idee eines Patenprojekts nach Anders kann sehr hilfreich sein, insbesondere im Kontext von Diversity Education, da hier nicht nur Sprachförderung im Fokus steht, sondern auch die Anerkennung von Vielfalt als Normalität sowie das Lernen in heterogenen Gruppen (vgl. Prengel 2007).
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass der Umgang mit Heterogenität einen Perspektivwechsel erfordert. Es braucht eine Abkehr von einer defizitorientierten Sichtweise hin zu einem Verständnis von Heterogenität als Normalität. Zudem sollte eine intersektionale Perspektive eingenommen werden, die neben Sprachbarrieren auch soziale Lage und institutionelle Diskriminierung berücksichtigt (vgl. Walgenbach 2012).
Literatur :
Fantini, Christoph (2026): Ringvorlesung „Umgang mit Heterogenität in der Schule“. Universität Bremen.
Prengel, Annedore (2007): Pädagogik der Vielfalt. Verschiedenheit und Gleichberechtigung in Interkultureller, Feministischer und Integrativer Pädagogik. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.
In meiner eigenen Schulzeit habe ich ähnliche Erfahrungen gemacht wie du. Schülerinnen mit Migrationshintergrund waren denselben Aufgaben und Anforderungen ausgesetzt wie Schülerinnen ohne Migrationshintergrund. Allerdings habe ich wahrgenommen, dass diese Schülerinnen bei Bedarf zusätzliche Sprach- und Mathematikförderung erhalten haben. Diese Förderung fand gemeinsam mit Schülerinnen ohne Migrationshintergrund statt, die ebenfalls Defizite in diesen Bereichen aufwiesen. In Bezug auf die Vorlesung würde ich sagen, dass dieses Vorgehen weiterhin dem „Swim-or-sink“-Prinzip entspricht (vgl. Vorlesung, Folie 17).
Aus didaktischer Perspektive ist dies im Hinblick auf den monolingualen Habitus problematisch. Die Schüler*innen werden formal gleich behandelt, obwohl ihre Ausgangsbedingungen unterschiedlich sind. Dadurch wird nicht ausreichend auf ihre individuellen Voraussetzungen eingegangen (vgl. Vorlesung, Folie 16).
Ich stimme deinem Punkt zu, dass das Prinzip, Deutsch vorrangig im Regelunterricht zu erlernen, stärker verfolgt werden sollte. Viele Schüler*innen empfinden dies als eine der effektivsten Möglichkeiten, die Sprache zu lernen. Auch deine Idee eines Patenprojekts nach Anders kann sehr hilfreich sein, insbesondere im Kontext von Diversity Education, da hier nicht nur Sprachförderung im Fokus steht, sondern auch die Anerkennung von Vielfalt als Normalität sowie das Lernen in heterogenen Gruppen (vgl. Prengel 2007).
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass der Umgang mit Heterogenität einen Perspektivwechsel erfordert. Es braucht eine Abkehr von einer defizitorientierten Sichtweise hin zu einem Verständnis von Heterogenität als Normalität. Zudem sollte eine intersektionale Perspektive eingenommen werden, die neben Sprachbarrieren auch soziale Lage und institutionelle Diskriminierung berücksichtigt (vgl. Walgenbach 2012).
Literatur :
Fantini, Christoph (2026): Ringvorlesung „Umgang mit Heterogenität in der Schule“. Universität Bremen.
Prengel, Annedore (2007): Pädagogik der Vielfalt. Verschiedenheit und Gleichberechtigung in Interkultureller, Feministischer und Integrativer Pädagogik. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.