In diesem Eintrag geht es, um die Erfahrung direkt im ersten Semester einen GS-Kurs zu belegen. Ich habe mit zwei Freundinnen einen GS-Kurs zum Thema „Jugendliche Lebenswelten ethnografisch erforschen“ belegt. Ich finde das Thema einfach super spannend, weil man sich ja selbst auch noch teils, wie ein Jugendlicher fühlt. Allerdings hatten wir uns bevor das Seminar angefangen hat nochmal angeschaut, wann die Termine sind und auch eine Abgabe, die schon im Dezember war, gesehen. Ich bin dann eigentlich erst zu dem Entschluss gekommen, dass ich nicht glaube, dass sich der ganze Aufwand lohnt und ich zu der Zeit auch ein bisschen Stress hatte. Wir sind aber trotzdem alle dahin gegangen, um mit dem Prof darüber zu reden, ob sich so ein Kurs auch für Menschen im ersten Semester eignet. Wir hatten dann beim ersten Termin kurz vorher ein Gespräch mit ihm und haben ihn einfach alle unsere Fragen gestellt. Er hatte uns nur gesagt, dass der Kurs ja auch viel Erfahrung bringt, dann haben wir einfach entschieden einfach mal da zu bleiben. Es war zwar bisschen nervig, dass ich freitags und samstags zur Uni musste und wir jedes Mal außerhalb des Seminars und im Seminar Texte lesen mussten, aber gleichzeitig habe ich auch super viel gelernt, ob es methodisches oder inhaltliches ist. Es war spannend sich mit dem Generationsbegriff auseinander zu setzten und auch immer rege Diskussionen im Seminar zu haben. Ich habe mich zum Glück sehr wohl gefühlt und deswegen auch immer an jeder Diskussion aktiv mitgemacht. Es hat jedes Mal Spaß gemacht, auch den Input von anderen zu spannenden Themen zu hören. Ich habe auch gelernt Dinge noch intensiver zu hinterfragen. Einmal haben wir uns ein Video angeschaut und währenddessen habe ich voll den kritischen Blick auf das Video gehabt und ich selbst habe mich über mich gewundert, weil ich das früher auf jeden Fall nicht gemacht hätte. Gleichzeitig, hat es mich auch gefreut, dass ich damit auch etwas neues gelernt habe und nicht mehr einfach so Videos annehme, sondern auch, was dahinterstecken könnte, bei Videos wo man auch nicht erst denkt, dass man dieses Video nochmal überdenken könnte.

Aber es gab nicht nur schöne Sachen, sondern auch ein paar schlechte. Unsere Aufgabe war eine mehrtägige Feldforschung, oder ein Interview. Wir als Gruppe hatten uns ein Freizeitzentrum für Mädchen* herausgesucht, mit dem wir forschen wollten und im Dezember mit den zwei Leiterinnen Kontakt aufgenommen. Durch die Ferien und mangelnde Kapazitäten gab es einige Missverständnisse bei dem E-Mail-Austausch und es hat sich auch sehr lange gezogen. Wir als Erstis haben zum ersten Mal so Kontakt zu einem Feld aufgenommen und waren selbst auch noch nicht ganz erprobt, was wahrscheinlich auch zu dem ein oder anderen Missverständnis geführt hat, allerdings fühlten wir uns auch nicht richtig verstanden und hatten das Gefühl, dass man auf keinen gemeinsamen Nenner kam. Das hat also am Ende dazu geführt, dass wir eine letzte E-Mail bekommen haben, in der uns gesagt wurde, dass kein weiterer Austausch stattfinden wird. Das war als Forschende echt traurig, da wir selbst gerne dort geforscht hätten und wir quasi die ganze Arbeit umsonst gemacht haben und jetzt entscheiden müssen, ob wir was Neues finden und dann noch eine Hausarbeit darüber schreiben müssen.

Fazit also ist, dass man sehr viel lernt und dies auch direkt im Verlauf des Studiums anwenden kann, aber es gleichzeitig auch ein großer work load ist, den man auch im ersten Semester noch nicht richtig organisieren kann. Im schlimmsten Fall bedeutet das alles sogar Aufwand und Stress, ohne dass man am Ende Punkte dafür bekommt, weil man nicht hinterherkommt.