12 Jul
2012

rv12 – Förderbedarf und Sprachförderung im inklusiven Bereich

  • Welche Kriterien/Anforderungen an die Umsetzung von Inklusion werden formuliert?
  • Welche Besonderheiten/Spezifika müssen aus Sicht von Glück im Förderschwerpunkt Sprache berücksichtigt werden?
  • Gibt es Argumente / Bedenken gegen einen inklusiven Unterricht? (bezogen auf den FS Sprache)
  • Wie kann/könnte man solche Bedenken ausräumen? “

    Schumann veranschaulicht in seinem Text, dass es noch keine ernstzunehmende Vorstellungen über die Begriffe der Inklusion/Integration gibt. Er regt an, dass bedingt durch die Integration der Kinder mit Förderbedarf an normalen Schulen das Schulsystem misslingen könnte. Schumann sieht eine Lösung für das Problem in der  Umstrukturierung des deutschen Bildungssystems.

    Glück findet ähnliche Worte wie Schumann, teilt seine Meinung und findet es ungerecht, Schüler mit Behinderungen und mit kommunikativen Einschränkungen nicht an allgemeinbildenden Schulen zu unterrichten. Glück macht deutlich, dass er mit seiner Organisation die Gesellschaft auffordern will, die Menschen mit Sprach-, und Sprechstörungen zu unterstützten und sie in das gewöhnliche Schulbild integrieren will.

    Es ist schwer zu sagen, ob Kinder/Schüler mit Behinderungen und Schwierigkeiten im Sprech- und Sprachverhalten mit „normalen“ Kindern beschult werden sollten. Ich bin absolut für eine derartige Inklusion, glaube aber auch, dass unsere momentande Schullandschaft nicht die entsprechenden Weichen hierfür stellt. Und doch bin ich der festen Überzeugung, dass zunächste jedem Kind das Recht gegeben werden sollte an einer allgemeinbildenden Schule unterrichtet zu werden.
    Die Weichen, die entsprechend gestellt werden müssen sind Klassen mit geringeren Schüleranzahlen. Zeitgleich müssen aber auch ausgebildete Lehrkräfte an die Seite der eigentlichen Lehrer gestellt werden, die sich insbesondere um die Problemkinder kümmern können.
    Soll heißen: die Inklusion der Kinder mit Behinderung darf nicht auf Kosten der „normalen“ Kinder geschehen!

4 Jul
2012

Inklusive Pädagogik – rv11

  • Wie rechtfertigt die Inklusive Pädagogik die schulische Inklusion aller Schüler und Schülerinnen?
  • Worin sehen Sie die Hauptziele und Hindernisse der schulischen Inklusion bzw. einer Inklusiven Pädagogik?

    Im Grunde geht aus empirischen Ergebnissen hervor, warum es unabdingbar, über kurz oder lang, zu einer Inklusion aller Schülerinnen kommen sollte. Die Antwort liegt in dreierlei Ausmaß vor: zum einen ist die positive Wirkung integrativer praxis seit langem belegt, zum anderen konnte die Wirksamkeit von Sonderschulen bis heute nicht belegt werden, was kein Wunder ist, zumal 3/4 aller Schüler aus diesem Bildungszweig keinerlei Abschluss erwerben und zum dritten konnte nachgewiesen werden, dass das Lernen an Sonderschulen höchst unwirksam ist.
    Wie bereits erwähnt ist ein Umdenken bezüglich des momentanen Schulsystems, angesichts solcher Erkenntnisse, nicht länger von der Hand zu weisen.
    Doch auch die Inklusion an Schulen bietet, so schön auch alles klingen mag, einige Hindernisse, die es zu überwinden gilt. Heterogenität kann zwar Quelle für kreatives Schaffen und engagiertes Arbeiten sein, doch letztlich verbirgt eine solche Verschiedenartigkeit auch immer die Gefahr, dass diese Unterschiede nicht überwunden werden können und stattdessen in Gewalt oder Mobbing bspw. münden. Auch die momentane Anzahl der Schüler in einer Klasse ist hinderlich für ein gelingendes Inklusionsprojekt, denn, und damit komme ich gleich zum Hauptziel (meines Erachtens) der Inklusion, es ist höchst schwierig jedem Schüler gerecht zu werden und ihn in seinem Können zu fördern. Allerdings scheint mir die momentane Situation an Schulen so zu sein, dass man defizitorientiert arbeitet, d.h. die Defizite der Schüler werden ermahnt und mit schlechten Noten getadelt, während individuelles Können keinerlei Rolle spielt. Ich finde wirklich, dass die Schüler individuell gefordert und gefördert und Talente, sowie Interessen einzelner Schüler geachtet werden sollten. Wenn man dieses Ziel erreicht hat, sind wir einer flächendeckenden Inklusion ein ganzes Stück näher gekommen.

21 Jun
2012

rv09 – Kunst und Heterogenität

>>Ausgehend von der zentralen Frage: „An der Kunst ist für das Leben nichts zu
lernen?“ (Hermann K. Ehmer, 1995) bitte ich Sie um Ihre Einschätzung:

Welche Erfahrungsmöglichkeiten in Bezug auf das Thema „Heterogenität“ wurden
im Vortrag am Beispiel der Kunst und Kunstpädagogik thematisiert und welche
sind nach Ihrer Meinung nach besonders wichtig? (Bitte mit Begründung)

Welche inhaltlichen und methodischen Möglichkeiten des Biografischen
Arbeitens und der „Sensitivität für die Lücke“ sehen Sie für Ihre studierten
Fächer? Bitte konkretisieren Sie Ihre Überlegungen an Beispielen.<<

Wir haben am Beispiel der Kunst, oder besser gesagt, durch einen kunstpädagogischen Exkurs erfahren, wie viele unterschiedliche und durchaus interessante Herangehensweisen es gibt, um die Kunst greifbar zu machen. In der Vorlesung haben wir an einem „Eperiment“ teilgenommen, indem wir Edvard Munchs „Mädchen am Meer“ visualisiert bekamen, es uns einprägten und anschließend versuchten, uns in das Geschehen des Bildes hineinzuversetzen.
Aus Sicht der Heterogenität konnte man einiges in dem o.g. Kunstwerk ausfindig machen und thematisieren. Für mich hat das Bild eine groteske, nahezu traurige Atmosphäre ausgestrahlt. Zum Einen hatten wir die geschlossene Gruppe „weißer Mädchen“ und zum Anderen das abseits stehende dunkelhäutige Mädchen, das sich nach ihren „Gleichgesinnten“ im Boot sehnte. Das war für mich eine sehr spezielle Erfahrung, da dadurch die Kunst erstmals anders begriffen werden konnte.
Für mich ist das komplette Vorgehen von großer Wichtigkeit, da es zum Einen die Möglichkeit bietet Kunst zu erfahren und zum Anderen darüber anschließend zu reflektieren.

Ich selber studiere auch Kunst und sehe für mich in den aufgezeigten Methoden großes Potential für andersartigen, gar besseren Kunstunterricht. Als zweites Fach studiere ich Germanistik, worin ich ebenfalls gute Möglichkeiten sehe, Biographisches Arbeiten zu thematisieren. Es wäre schön zu sehen, wenn ich meine Schüler dazu bringen könnte, das zu schreibende Wort als Mittel des Ausdrucks und das zu beschreibende Papier als geduldigsten aller Zuhörer, zu begreifen! Demnach wäre eine Art Portfolioarbeit in Form eines geführten Tagebuchs megainteressant! Dieses Tagebuch kann als Auseinandersetzung mit der eigenen Biographie und der damit verbundenen Entwicklung gelesen werden. Zeitgleich bietet sie aber auch Raum sich kreativ auszuleben und sich und seinem Inneren zu gewähren, ausgesprochen zu werden.

Abschließend möchte ich sagen, dass ich es für eine Anmaßung halte zu behaupten, dass an der Kunst fürs Leben nichts zu lernen sei. Wer „Kunst“ nur betrachtet und sie nicht (er)lebt und begreift, sollte sich kein Urteil errlauben. Es ist nicht wichtig, sich Kunstwerke anzusehen, jedoch ist es wichtig sich selbst künstlerisch auszuleben, um sich selbst und seine Umwelt zu erfahren. In der Kunst steckt soviel Potenzial, dessen Licht man nicht unter den Scheffel stellen sollte!

23 Mai
2012

rv05 – Mathematikdidaktik

1.Welche Erfahrungen haben Sie in Ihrer Schulzeit mit Mathematikunterricht gemacht? Können Sie die in der Vorlesung aufgeworfenen Schwierigkeiten bestätigen?
2.Bieten alternative Ansätze wie die von David Stocker und Robert Moses einen Ausweg aus den in der Vorlesung angedeuteten Schwierigkeiten?

Die Ergebnisse der in der Vorlesung erwähnten Studien, dass Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund schlechtere Leistungen im Mathematikunterricht erbrächten als die anderen Schüler kann ich so nicht bestätigen. Dazu muss erwähnt werden, dass ich wie die meisten Studierenden, ein Gymnasium (gymnasiale Oberstufe) besucht habe, was schonmal einer sozio-ökonomischen Disparität entgegenwirkt. Es ist, vollkommen konträr, sogar eher so gewesen, dass besagte Schüler mit Migrationshintergrund aufgrund der beruflichen Tätigkeit (vermutlich) der Eltern wesentlich bessere Leistungen in mathematischen und naturwissenschaftlichen Fächern erbrachten. Die Eltern waren selten Akademiker, aber wesentlich häufiger Logistiker oder Angestellte im Schiffbau, die berufsbedingt ein großes mathematisches Verständnis aufgrund der ingenieurlastigen Arbeit aufwiesen.

Vielmehr kann ich aus eigener Erfahrung, besonders dann in Bezug auf Erfahrungen in der Oberstufe, berichten, dass ich oft nicht verstanden habe, WAS ich eigentlich rechne?! Irgendwann wurde der Mathematikunterricht viel zu abstrakt und auch wenn man letztendlich irgendwie zu einem Ergebnis kam, war noch immer nicht klar, wofür dieses Ergebnis nun steht. Ein Problem, das ich bei vielen Mitschülern auch entdecken konnte.
Ich finde die o.g. Ansätze sehr richtig und wichtig, zumal Mathematik dadurch in einen alltagsbezogenen Kontext gestellt wird. Mathematik wird dadurch greifbarer und auf Probleme, die Jugendliche sonst auch interessieren angewandt. Ich jedenfalls hätte mir solch transparenten Mathematikunterricht in meiner Karriere als Schüler gewünscht, wobei ich nicht unerwähnt lassen möchte, dass ich kein Fan von Mathe bin und auch in eine gänzlich andere Richtung studiere, weshalb ich mich in der Gefahr sehe, alles Neue, alles Andere, himmelhochjauchzend willkommen zu heißen!

20 Apr
2012

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