Transfeindliche Aussagen auf den Toiletten

Aussagen, die die freie Entscheidung eine Gender-Affirming Surgery durchzuführen, fälschlicherweise als eine „Verstümmelung der Frau“ bezeichnet.

„TERF“ bedeutet „Trans-Exclusionary Radical Feminist“ und ist eine Strömung, die Transpersonen, vor allem Trans-Frauen von feministischen Kämpfen ausschließt. Der Begriff wurde ursprünglich von Radikalfeminist*innen selbst verwendet (Bundesverband Trans* und Eckert (2023). In diesem Fall schrieb die Person, dass „Lesben Penisse nicht attraktiv“ finden würden, was letztendlich die Realität von Transfrauen abspricht. Transfrauen sind Frauen, die Geschlechtsteile definieren dabei nicht wer eine Person ist und was sie sein sollte. Insgesamt ist sichtbar, wie viele Menschen sich gegen diese Transfeindlichen Aussagen wehren und sich zusammentun, die Menschenfeindlichen Aussagen weniger Sichtbar zu machen, durch das Durchstreichen, ergänzen und überkleben von Worten.

Ausschluss von Transpersonen und Transrealitäten innerhalb der LGBTQIA+ Community.

Man erkennt den aktiven Austausch und die Empörung vieler Menschen, die im GW2 der Universität Bremen auf die Toilette gingen. Es herrscht ein reger Austausch, der Ton untereinander ist rau. Die Anonymität gibt vielen das Selbstvertrauen alles zu sagen, was ihnen in den Kopf kommt, egal wie menschenfeindlich es ist. Die Kommunikation hat viel Bewegung und wirkt schon fast überladen. Durch das Überlappen von Worten und überkleben verliert sich nach und nach der Inhalt. Der Anblick auf die Wand wirkt chaotisch. Der rote Stift, welcher für Transpersonen genutzt wurde, sticht dabei heraus. Die kleinen Absätze mit viel Text sind nur lesbar wenn man nah herangeht. Was ebenfalls heraussticht sich Beleidigungen wie das „FUCK U“. Die Aussage „warum so menschenfeindlich auf Klo“ liegt dabei auf einer freieren Fläche neben der Diskussion und stellt eine ganz grundlegende Frage: wieso ist die Toilette als Ort, Raum für so viel Hass? Ein vulnerabler Ort, vor allem für Menschen die Trans sind. Ein Ort der eigentlich dafür dienen sollte, die menschlichen Grundbedürfnisse zu befriedigen, der in diesem Moment durch Hasserfüllte Aussagen zu einem Ort von Ausgrenzung, Hass und Angst für andere wird. Ich persönlich kann nicht nachvollziehen, wie es ist Trans* zu sein, da ich eine Cis-Frau bin und dadurch nicht nachvollziehen kann, wie es ist täglich mit den Anfeindungen und Drohungen zu leben. Es ist schockierend zu sehen, wie viele Menschen sich aktiv gegen andere stellen und sich hinter dem Deckmantel der Anonymität verstecken.

 

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