Seminarblog 'Studieren im Mitmachnetz' – Englische Grammatik online aufpolieren, Reflexionen schreiben, das Web 2.0 näher kennenlernen und und und…

Archive for the ‘SiM’


„Tragbares“ Facebook?!

Es hat zwar nichts mit meinem Lernprojekt, geschweige denn einer Modulaufgabe zu tun, aber dennoch bin ich der Meinung, dass es unbedingt hierher gehört. Es schlug mich fast aus den Latschen, ließ mich innerlich gleichzeitig lachen und weinen und jetzt wo ich meine Sprache wieder gefunden habe, muss ich mich unbedingt darüber mitteilen.
Die Rede ist von der „Facebook-Jacke“. Ich bin gerade über diesen kurzen, wenig informativen Artikel gestolpert als ich meine Mails abrufen wollte.
Die dort vorgestellte Jacke sendet Informationen als Statusnachricht an Facebook, die man vorher allerdings programmiert haben muss. Zum Beispiel: Man „sagt“ der Jacke, sie solle immer wenn man am unteren, linken Ärmelrand zieht, den Facebook-Freunden mitteilen, wie langweilig gerade die Vorlesung sei. Oder man stellt ein, dass immer wenn man die Kapuze aufsetzt ein Kommentar über das kalte, nasse Wetter erscheint. Da frage ich mich doch ernsthaft, wie weit es mit unserem Mitteilungsdrang gekommen ist. Ich stelle mir nun vor, wie es wäre, wenn einer meiner Freunde eine solche Jacke besäße und sie so programmiert hätte, dass er bei rechtem Ärmeldruck über seine gute Laune berichten würde, und bei linkem Ärmeldruck über den nervigen Mitbewohner. Und jetzt kommt dieser Freund in eine Menschenmenge, zum Beispiel in einer überfüllten Straßenbahn. Ständig von links und rechts angerempelt würde diese Jacke nun abwechselnd über gute Laune und nervenden Mitbewohner berichten. Und wenn dann noch jemand gegen den Rücken kommen würde und eine dritte Nachricht unfreiwillig abschicken würde, wäre das Status-Erneuern-Chaos quasi vorprogrammiert.
Und als ob das nicht schon genug wäre fängt diese Jacke auch noch an zu vibrieren, wenn man eine Nachricht erhält. Ich würde aus lauter Gehässigkeit diesem Kleidungsstück und seinem mitteilungszwanghaftem Träger gegenüber PERMANENT neue Nachrichten schicken. Denn dieses Objekt geht auf der Schiene des „gläsernen Bürgers“ einen gewaltigen Schritt zu weit.
Facebook schön und gut, ich nutze es ja auch, aber man muss doch nicht sein gesamtes Leben ins Internet stellen. Zumal man nie sicher sein kann, wer alles davon erfährt.
Einerseits empören sich die Menschen, wenn heraus kommt, dass sie überwacht wurden und auf der anderen Seite geben sie heutzutage die Informationen ganz freiwillig heraus. Vielleicht gehe ich jetzt selbst einen Schritt zu weit, aber ich würde einfach mal behaupten, dass sie die Ex-Stasi vor Freude durch halb Deutschland gekugelt hätte, wenn ‚ihre‘ Bürger alle so mitteilsam gewesen wären, wie es heute der Fall ist. Und kommt jetzt bitte nicht mit „aber meine Daten sind doch geschützt und so“ oder „meine Privatssphäre ist so eingestellt, dass keiner was sehen kann“. Wenn schon ein halbwegs intelligenter 16-jähriger fähig ist, sich in sämtliche StudiVZ-Accounts seiner Mitschüler einzuloggen, auf welchem Weg auch immer, dann schafft ein motivierter Arbeitgeber, die Polizei und was-weiß-ich-nicht-alles das erst recht. Und wie weit sind wir mit einer solchen Jacke noch entfernt von einem Ganzkörperanzug der eigenmächtig, anhand unserer Bewegungen, erfasst was wir tun und es dann an Facebook vermittelt?!
Dagegen sind die peinlichen Fotos der letzten Party, auf der man splitterfasernackt auf dem Tisch tanzt, doch der letzte Dreck.
Und nur am Rande: Wer alle 10 Minuten seinen Facebook-Status aktualisiert und jedem auf die Nase bindet was er tut, wie es ihm geht und was er zum Mittag gegessen hat, der darf sich auch nicht beschweren wenn ihn keiner mehr nach seinem Befinden fragt oder anderweitig kontaktiert. Direkte Kommunikation wird überflüssig, wenn man alles schon im Internet nachlesen kann.

Reflexionsaufgabe – ohje…

Also wieder eine Entscheidung mehr. Welche der Fragen pflücke ich denn nun auseinander und gehe näher darauf ein?! Zumal drei davon in einem sehr engen Zusammenhang stehen. Also: Irgendwie alle drei „beantworten“.

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Studieren im Mitmachnetz – ein Selbstversuch

Nun sitze ich hier, wie so oft, vor meinem Laptop und mache „irgendeinen Scheiß“ im Internet. Halt nein, nicht ganz. „Irgendein Scheiß“ ist in diesem Fall ein nagelneuer Weblog, der diesmal allerdings nicht aus Jux und Dollerei, sondern für die Uni.
Er dient zur Dokumentation meiner Leistungen für ein Schlüsselqualifikationsmodul mit dem schönen Titel „Studieren im Mitmachnetz“.
Für dieses Modul habe ich mich aus mehreren Gründen entschieden:
1. Ich kann alles, aber auch alles von Zuhause aus am PC erledigen – sprich: keine langen Fahrten mit Fahrrad oder Bahn zur Uni und auch keine überfüllten Hörsäle, in denen das Atmen auf Grund schlechter Belüftung schon nach wenigen Minuten schwer fällt.
2. Es verspricht eine bessere Selbstorganisation im Studium und soll helfen, Aufgaben effektiver mit dem Medium „Internet“ zu bewältigen (oder auch das Medium an sich besser zu bewältigen, ganz nach dem Motto „Mach es fertig, bevor es dich fertig macht [Hornbach Werbespot]).
3. Ich kann das tun, was ich eh ständig mache, aber diesmal mit Sinn und Zweck: Irgendeinen „Scheiß“ im Internet machen.

Also lasse ich die Aufgaben auf mich zukommen und versuche mir mit diesem Blog schon einmal eine (in erster Linie für mich selbst) angenehme Arbeitsbasis zu schaffen.


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