Herzlich willkommen auf meinem Blog. Ich bin Kathy und studiere Biologie und Kunst auf Gymnasial-/Oberschullehramt.
Rückblickend auf meine Schulzeit kann ich schon sagen, dass mich wohl vor allem der Kunstunterricht auch in meiner Studien- und Berufswahl beeinflusst hat. Nachdem ich den größten Teil meiner Schulzeit immer dieselben beiden Kunstlehrer gehabt hatte, die wenig Freiraum für künstlerische Entfaltung und Kreativität ließen und deren Benotung offensichtlich völlig willkürlich und subjektiv war (und die in mir das Bestreben weckten, es irgendwann selbst als Lehrerin besser zu machen), bekam ich in der 12. Klasse eine neue Lehrerin, welche zwar ein Thema vorgab, die Umsetzung aber vollkommen uns Schülern überließ, sodass ich meiner Kreativität endlich freien Lauf lassen konnte. Auf diese Weise schaffte sie es auch, die weniger Kunst-Begeisterten zu motivieren. Auch die Benotung erfolgte nachvollziehbar und nach einem persönlichen Dialog mit ihr. Diese Vorgehensweise inspiriert mich heute und bestärkt mich in dem Glauben, dass das Fach Kunst fast jedem (auch denen, die behaupten, sie wären künstlerisch unbegabt) Spaß machen kann, wenn man es richtig angeht. Für die Biologie hat mich wohl hauptsächlich mein Vater begeistert, der ebenfalls Biologielehrer ist und mir zuhause stets alles erklärte, was ich in der Schule nicht verstanden hatte. Durch seine detaillierten, verständlichen und strukturierten Erklärungen konnte ich eine Beziehung zwischen der Biologie und meinem eigenen Leben und Körper herstellen, bekam Spaß daran, weiter zu fragen und weiter zu denken und entwickelte so großes Interesse an dem Fach, dass ich beschloss, es selbst zu studieren. Auch meine Mutter, ebenfalls Lehrerin (uaaah jaa, totales Lehrerkind), hat es geschafft, mir durch ihre sehr guten Erklärungen sogar Spaß und Interesse an Mathe zu bescheren. Durch meine Eltern habe ich gelernt, dass man sehr viel Spaß an einem Fach haben kann, wenn man es nur richtig erklärt bekommt. In dieser Hinsicht dienen sie mir daher als Vorbild und ich hoffe, meine Schüler irgendwann durch gute Erklärungen auch für meine Fächer begeistern zu können.
Im Unterricht wurden während meiner Schulzeit meist die Tafel und Bücher als Medium verwendet. Wenn Abbildungen besprochen wurden, kam auch häufiger der Overheadprojekter, später auch eine an einen Beamer angeschlossene Kamera zum sinnvollen Einsatz, da jeder die Abbildungen gut sehen konnte. Die Benutzung von Computern zur Recherche oder zur Erstellung von Präsentationen waren eine gute Alternative zu Büchern und Plakaten, da sie die Arbeit erheblich erleichtern konnten. Allerdings wurde dieses Medium auch häufig missbraucht, wenn die Lehrkraft gerade nicht hinsah, und es wurde sich während der Unterrichtszeit mit kleinen Spielen oder Videos abgelenkt. Auch der Einsatz des Fernsehers mit Videorekorder im Unterricht war eine willkommene Abwechslung, weil das Zuschauen uns nicht aktiv zur Aktion forderte und manche Themen hiermit gut veranschaulicht werden konnten – allerdings wirkten zu lange Filme eher einschläfernd. Das sinnvollste Medium war wohl das Schulbuch, in welchem die Themen strukturiert, in verständlichen und zusammenfassenden Texten formuliert und in Abbildungen veranschaulicht wurden und hier wenig Möglichkeit zur Ablenkung bestand.
In meinem Alltag nutze ich einen Laptop und ein Smartphone, ab und zu sehe ich fern und selten benutze ich ein Tablet. Mein Laptop dient mir sowohl als Arbeitsgerät, um Arbeiten für die Uni zu erledigen oder im Internet zu recherchieren, als auch als Unterhaltungsgerät in der Freizeit, um im Internet zu surfen, Freunde zu kontaktieren oder zu spielen. Auf meinem Smartphone befinden sich einige Foto-Apps, die ich seltener nutze, kaum Spiele, die ich so gut wie nie nutze und Apps für soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter oder auch Nachrichten-Apps wie WhatsApp. Für Letztere benutze ich mein Handy hauptsächlich und ich finde gerade WhatsApp auch sehr praktisch, weil man dort schnell und unkompliziert Informationen z.B. in Form von Fotos, Videos, Sprachnachrichten und Texten austauschen kann. Auch das Internet nutze ich häufiger, um „schnell mal was nachzugucken“. Allerdings fällt mir auch auf, dass mich mein Smartphone zeitweise sehr stark von meinen Uni-Pflichten ablenkt und mir als Mittel zur Prokrastination dient. Somit hat sich in den letzten fünf Jahren durch die Anschaffung des Smartphones für mich die Gefahr vergrößert, dass ich mich ablenke, Pflichten aufschiebe und statt der Lehrperson zuzuhören lieber auf mein Smartphone schiele.
Zuletzt noch meine Meinung zum Internet, digitalen Medien und Smartphones:
- Das Internet macht das Leben als Lehrerin leichter, weil es eine große Fülle an Informationen bietet, die man verwenden kann und weil mein sich dadurch mit anderen Lehrkräften vernetzen kann. Es macht das Leben als Lehrerin aber auch schwerer, weil auch die Schüler Zugang zum Internet haben und es für negative Zwecke nutzen können.
- Digitale Medien wie z.B. Interactive Whiteboards, Tablets oder das Internet werden für die Schule der Zukunft eine große Rolle spielen.
- Smartphones in der Schule sind bisher meist eine Ablenkung oder ein Störfaktor und daher verboten.

Konstanze 8. November 2016
Hallo Kathy,
danke für Ihren interessanten Beitrag. Sie schreiben, dass Smartphones in der Schule „bisher meist eine Ablenkung oder ein Störfaktor“ seien. Wie stellen Sie sich denn die zukünftige Entwicklung in diesem Bereich vor?