Die strategische Rolle der Universitäten in Tunesien

Von Karl Wohlmuth

Die Entwicklungsökonomen der Forschungsgruppe „Afrikanische Entwicklungsperspektiven“ an der Universität Bremen geben seit 1989 ein internationales Afrikajahrbuch heraus (zu: African Development Perspectives Yearbook). Durch die Kooperation mit tunesischen universitären Partnern gewinnen sie wichtige Einsichten hinsichtlich der Rolle des tertiären Bildungswesens (Universitäten) im Entwicklungs- und Transformationsprozess des Landes. Ein Beratungs- und Forschungsprojekt, das gemeinsam mit tunesischen Partnern durchgeführt wird, zeigt, dass Wirtschaftsreformen in Tunesien nur dann Erfolg haben können, wenn der tertiäre Bildungssektor gezielt in den anstehenden Reformprozess einbezogen wird. Die strategische Rolle der Universitäten in Tunesien weiterlesen

CO2-Emissionen südostasiatischer Flüsse geringer als vermutet

Von Denise Müller

Flüsse in Südostasien standen lange Zeit unter dem Verdacht, besonders hohe Mengen des Treibhausgases Kohlenstoffdioxid (CO2) zu emittieren. Grund für diese Annahme sind unter anderem dort weit verbreitete Torfgebiete, die sehr viel Kohlenstoff speichern, die aber eben auch einen Teil davon an die Flüsse abgeben. Messungen des Instituts für Umweltphysik (IUP)der Universität Bremen, des Bremer Leibniz-Zentrums für Marine Tropenökologie (ZMT) und der Universität Hamburg in Malaysia und Indonesien haben nun gezeigt, dass die CO2-Emissionen von diesen Flüssen bislang wohl überschätzt wurden.

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Der Brexit-Deal: Wendepunkt oder Kosmetik?

Von Benjamin Werner

Seine zweite Amtszeit als britischer Premierminister trat David Cameron 2015 mit dem Versprechen an, die Briten per Referendum darüber entscheiden zu lassen, ob ihr Land Mitglied der Europäischen Union (EU) bleiben soll oder nicht. Um seinen Landsleuten den Verbleib in der EU schmackhaft zu machen, versprach Cameron, vor einem Referendum noch eine Reform der EU entsprechend britischer Vorstellungen auszuhandeln. Nun hat Cameron geliefert: Beim jüngsten Treffen der im Europäischen Rat vertretenen Staats- und Regierungschefs am 18. und 19. Februar 2016 gelang es Cameron ein Reformpaket[1] auszuhandeln, das den britischen Wünschen nach einer veränderten EU Rechnung tragen soll. Dieses, im Folgenden auch Brexit-Deal genannte Reformpaket soll umgesetzt werden, falls die Briten sich am 23. Juni 2016 für den Verbleib in der EU aussprechen.

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Freihandelsabkommen TTIP – eine Gefahr für die Demokratie

Von Sebastian Botzem und Markus Wolf

Am 10. Oktober 2015 haben in Berlin mehr als 200.000 Menschen gegen das geplante Freihandelsabkommen TTIP (Transatlantic Trade and Investment Partnership) demonstriert. Auf den ersten Blick erstaunt es, dass Themen wie Zoll- und Handelspolitik ähnlich viele Menschen auf die Straße bringen, wie sonst nur Fragen von Krieg und Frieden. Zugleich zeigt es aber, dass viele Bürgerinnen und Bürger verstanden haben, worum es bei TTIP geht: Nicht bloß um trockene Handelspolitik, sondern um das Verhältnis von Markt und Demokratie.

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Literaturübersetzung im Französischunterricht – geht das?

von Karen Struve,  Maren Korves und Dorothee Brockmeyer

Ein Seminar in der Frankoromanistik der Universität Bremen geht neue Wege. Die Studierenden haben Teile eines Gegenwartsromans aus Mauritius selbst ins Deutsche übertragen und über die dabei entstehenden Herausforderungen reflektiert. In einem Workshop sind sie außerdem der Frage nachgegangen, ob Übersetzungen literarischer Werke als Methode für den Fremdsprachenunterricht geeignet sind. Literaturübersetzung im Französischunterricht – geht das? weiterlesen

SINKENDE WAHLBETEILIGUNG ALS PROBLEM VON METROPOLEN – UND WAS HELFEN KÖNNTE

von Günter Warsewa

Die Wahlbeteiligung ist in Bremen auf 50,2 Prozent gesunken. Wie immer wird das auch diesmal wieder heftig beklagt. Das Wahlsystem sei zu kompliziert, Politik müsse besser erklärt werden und solle sich wieder stärker den Menschen zuwenden (zum Beispiel das Wählen in Einkaufszentren ermöglichen), manche erwägen eine Wahlpflicht.

Wahlbeteiligung bei den Bürgerschaftswahlen in Bremen von 1946 bis 2015
Wahlbeteiligung bei den Bürgerschaftswahlen in Bremen von 1946 bis 2015 (Quelle: Landeswahlleiter/in Bremen/Statista)

Solche Vorschläge mögen ihren Sinn haben, das Problem der seit den 1970er Jahren sinkenden Wahlbeteiligung lösen sie nicht. Dieser Trend ist insbesondere in den Großstädten ausgeprägt und verstärkt sich von Wahl zu Wahl; insofern ist die niedrige Wahlbeteiligung in Bremen nicht außergewöhnlich. Der Grund liegt SINKENDE WAHLBETEILIGUNG ALS PROBLEM VON METROPOLEN – UND WAS HELFEN KÖNNTE weiterlesen

Wie die Reformation nach Bremen kam

von Jan van de Kamp

War die Reformation in Bremen eine rasche Wende oder ein langsamer Prozess? Das „Denkbuch“ eines Bremer Bürgermeisters aus dem 16. Jahrhundert gibt Aufschluss.

Die Reformation in Bremen hat auf den ersten Blick den Charakter eines plötzlichen Umbruchs, in gewissem Sinne vergleichbar mit der Wende im Jahr 1989.

Bild von Heinrich von Zütphen
Abbildung 1 Heinrich von Zütphen. St. Ansgarii-Kirche, Bremen. Kopie nach einem Original im Dithmarscher Landesmuseum, Meldorf. Foto: Jürgen Howaldt

Noch 1503 wird ein Ablassprediger, Kardinal Raimund Peraudi, feierlich in der Hansestadt empfangen. Am 9. November 1522, nur 19 Jahre später, kommt Wie die Reformation nach Bremen kam weiterlesen

CALE hilft beim wissenschaftlichen Schreiben

von Marcus Callies

Die weltweite Expansion des Englischen als Fremd- und Zweitsprache sowie seine Bedeutung als Verkehrssprache (Lingua Franca) in der Wissenschaft wächst stetig. Im Fachbereich Sprach- und Literaturwissenschaften untersuche ich mit meinem Team, mit welchen Schwierigkeiten Autorinnen und Autoren beim Schreiben wissenschaftlicher Texte in englischer Sprache zu kämpfen haben.

Der Erwerb wissenschaftlicher Schreibkompetenzen ist sowohl für CALE hilft beim wissenschaftlichen Schreiben weiterlesen

Herzlich willkommen auf dem Wissenschaftsblog der Universität Bremen!

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