Ansicht des Campus an der Haltestelle Zentralbereich. Campusgebäude und grüne Bäume an einem sonnigen Tag,

Im Sommersemester 2026 haben wir angefangen relevante Handlungsfelder zu identifizieren und erste Projektideen umzusetzen.Unsere aktuellen Schwerpunkte liegen auf

  • Food FairTeilen und Lebensmittelverschwendung reduzieren (in Kooperation mit der Initiative Foodsharing.org)
  • Bibliothek der freizeitDinge, um die Aufenthaltsqualität auf dem Campus zu erhöhen in Zusammenarbeit mit der SuUB
  • Pfand FairTeilen und Müll vermeiden durch solidarische Pfandsysteme
  • Kippenflut eindämmen und Grundwasser schützen mittels „Kippenhotels“ (in Kooperation mit dem BUND)
  • Kostenloses Haareschneiden als nachhaltige Dienstleistung

Ein praxisorientierter Hands-on-Ansatz in Verbindung mit den Prinzipien des Forschendes Lernens ermöglichen die Analyse, Planung und Umsetzung von Nachhaltigkeitsinitiativen auf dem Campus. Dabei wird die kritische Reflexion von Chancen und institutionellen Grenzen beim Wissenstransfer gefördert.

Logo mit den Worten "Fairteilen Food". Es ist ein Mensch und verschiedene Gemüsesorten in Einkaufstüten zu sehen.

Was denkst du, wie viele Lebensmittel eine Person in Deutschland im Jahr durchschnittlich wegwirft?

Es sind 74,5 Kilogramm (Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, 2026)

Die Gruppe “FoodFairTeilen” möchte diesem großen Problem entgegentreten. Unsere Idee ist es, einen Fairteiler für Lebensmittel auf dem Campus aufzustellen, um Lebensmittel einerseits zu retten und andererseits Menschen auf dem Campus eine kostenlose Alternative zu Supermärkten zu bieten. In Zusammenarbeit mit der Organisation Foodsharing werden Lebensmittel aus Supermärkten und lokalen Läden gerettet und im Fairteiler kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Wir sind davon überzeugt, dass Lebensmittel jederzeit eine zweite Chance verdienen.

Diesen nachhaltigen Grundsatz wollen wir am Campus implementieren.

Oft wird der Campus nur als reiner Durchgangsort für die Dauer der Lehrveranstaltungen genutzt, während die Außen- und Grünflächen mangels niedrigschwelliger Freizeit- und Begegnungsangebote leer bleiben.

Unsere „Bibliothek der freizeitDinge“ setzt genau hier an und steigert die Aufenthaltsqualität, indem sie allen Studierenden kostenlosen Zugang zu verschiedenen Freizeitgegenständen ermöglicht.

Durch das gemeinsame Nutzen statt Kaufen reduzieren wir den individuellen Konsum, machen Nachhaltigkeit im Sinne von Sharing- und Degrowth-Ansätzen direkt erlebbar und schonen Ressourcen.

Gleichzeitig schafft das Projekt unabhängig von Einkommen oder Besitz faire Teilhabe, belebt die Campusbereiche und fördert als sozialer Treffpunkt das Gemeinschaftsgefühl sowie eine lebendige Campuskultur.

Ein Logo mit der Beschriftung "Das Pfandsystem FairTeilen" und Symbolen für Flaschen, Dosen und Abfallbehälter.

Auf dem Campus werden Pfandflaschen und -dosen nicht nur in der Nähe von Mülleimern, sondern überall abgestellt, teils fliegen Dosen herum oder Flaschen liegen in Scherben.

Mit Blick auf diese Problematik möchten wir ein solidarisches Pfandsystem auf dem Campus entwickeln, um Müll zu minimieren und Pfand zugänglich zu machen. Dafür sollen an den bereits bestehenden Müllsammelstellen
Pfandsysteme angebracht werden.

In Deutschland werden jährlich etwa 106 Milliarden Zigaretten geraucht. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) landen 2/3 der Kippen auf dem Boden.

Auch auf dem Uni-Campus landen sehr viele Kippen neben den Abfallbehältern. Sie verschmutzen damit das Grundwasser, und werden zur Gefahr für alle Lebewesen, die mit ihnen in Berührung kommen. Der BUND beschreibt, welche langfristigen Folgen das für die Natur hat.

Um auf dieses globale und lokale Problem hinzuweisen, haben wir an verschiedenen Stellen auf dem Campus „Kippenhotels“ mit Hinweisschildern installiert.

Ein gelber Zettel mit dem Symbol einer Schere. Im Hintergrund die Glasshalle der Universität.

Nachhaltigkeit hat neben der ökologischen eine soziale Dimension. Deshalb blicken wir auch auf nachhaltige Dienstleistungen. Es geht darum, Dienstleistungen sozial zu gestalten und statt kommerzieller Logik auf gemeinschaftliche Beteiligung zu setzen.

Für viele Menschen sind Dienstleistungen wie Friseurbesuche ein unbezahlbarer Luxus. Wir wollen mit dem Projekt darauf aufmerksam machen und gleichzeitig einen Weg schaffen, mehr soziale Teilhabe und Gemeinschaft zu ermöglichen. Dabei verstehen wir kostenfreies Haareschneiden als Verbindung von sozialer Teilhabe und innovativem Umweltschutz.

Denn Haare sind eine wertvolle Ressource für saubere Meere. Organisationen wie HairHelpTheOceans und FettFressHair fertigen aus Haarresten Filter, die das Neunfache ihres Gewichts an Öl binden und bis zu achtmal wiederverwendbar sind. Ob bei Öllecks oder in Hafenbecken – diese Filter leisten bereits Großes.

Weitere Infos: