08 – Der Anfang ist nah! Die große Reflektion…

Reflektionsaufgabe 1 | Was haben Sie bezüglich Methoden und Medieneinsatz gelernt: (a) in der Schulpraxis in diesem Semester und (b) durch die Beschäftigung mit den Aufgaben in diesem Seminar?

(a) Bezüglich dem Medieneinsatz in der Schulpraxis habe ich gelernt, dass dieser leider gar nicht oder sehr selten von LehrerInnen genutzt wird (die Nutzung von TV-Geräten natürlich ausgenommen!). Wenn er in den Unterricht eingebunden wird, dann nur vereinzelt und nicht kontinuierlich. LehrerInnen älteren Jahrgangs haben einen viel geringeren (bis gar keinen) Bezug zum Medieneinsatz im Unterricht, wo hingegen jüngere LehrerInnen sich eher der Vielfalt an medialen Möglichkeiten bedienen. Trotzdem hält sich dieses bei den jüngeren immer noch sehr in Grenzen. An meiner Schule lag es zum Teil auch an der mangelhaften Ausstattung und Funktionalität der Computerräume.

(b) Ich habe in diesem Seminar gelernt, dass der Medieneinsatz im Unterricht ein unglaublich weites, für mich noch gefühlt endloses, Feld ist und ich in der Seminarzeit eine wirkliche Vorstellung vom medialen Einsatz im Unterricht bekommen habe (abgesehen von den Standarddingen wie z.B. TV-Geräte, Beamer, Internetrecherche am Computer). Das Wissen, was ich mir dank der Aufgaben aneignen konnte, macht mich noch neugieriger noch mehr über weitere Möglichkeiten des Medieneinsatzes im Bio- und Chemie-Unterricht zu erfahren, um zu gucken welche ich für meinen zukünftigen Unterricht gebrauchen möchte. Ich kann auf jeden Fall von mir behaupten, dass ich durch das Seminar für dieses Thema angefixt worden bin.

Reflektionsaufgabe 2 | Was hätten Sie gerne noch in diesem Seminar bezüglich Methoden und Medieneinsatz gelernt? Also: was hat Ihnen gefehlt? Was sollten wir nächstes Mal mehr thematisieren? Vertiefen? Vielleicht auch weglassen?

Gefehlt hat mir in diesem Seminar nichts. Ich habe gefühlt sehr viel Input bekommen, mit dem ich super weiterarbeiten kann.                                                 Die Teilaufgabe 2 der KW 17 fand ich persönlich nicht so spannend. Artikel lesen und dazu Fragen beantworten sind die typischen Seminaraufgaben, wobei mir wenig hängen bleibt. Vielleicht war es im gegebenen Zusammenhang sinnvoll, jedoch erinnere ich mich trotzdem daran, dass ich es als nicht besonders lehrreich empfunden habe.

Reflektionsaufgabe 3 | Medienwirklichkeit der Schülerinnen und Schüler: Wie haben sie die Mediennutzung der SuS im Vergleich zu Ihrer eigenen Schulzeit erlebt? Kompetent(er)? Den Lehrenden voraus? Unreflektiert? Am Smartphone klebend? Gar nicht – weil niemand (eigene) Medien nutzen durfte?

Leider kann ich die Mediennutzung der SuS nicht mit meiner eigenen vergleichen, da ich diese zu meiner Schulzeit gar nicht erleben konnte (Abi 1998).

Als ich an meiner Praktikumsschule mit einer 6. Klasse am Computer Tiersteckbriefe in einer word-Datei erstellt habe, war so gut wie kein Vorwissen der SuS vorhanden mit einer word-Datei zu arbeiten. Damit meine ich die Benennung und das Anlegen einer Datei in einem bestimmten Ordner und – simpel, aber wichtig – das Zwischenspeichern des Erarbeiteten.

Sehr auffallend war die extreme Motivation der SuS am Computer zu arbeiten. Es schien etwas ganz Besonderes zu sein. Dementsprechend war die Konzentration und Produktivität der SuS überdurchschnittlich hoch. Als die SuS die Aufgabe erledigt hatten, wurde ich umgehend darum gebeten diese Arbeitsform zu wiederholen.

Reflektionsaufgabe 4 | Wie wird sich Schule bzgl. Methodeneinsatz und Medieneinsatz in ihrer zukünftigen Karriere als Lehrerinnen und Lehrer (also die nächsten 35 bis 40 Jahre) verändern? Und wie beabsichtigen sie, sich da auf dem Laufenden zu halten?

Die Tendenz der Veränderung des Medieneinsatzes ist für mich ganz klar. Natürlich wird es stetig mehr werden und es werden auch immer mehr neue Geräte auf den Markt kommen, die auf den Medieneinsatz im Unterricht ausgelegt sind oder ihn vereinfachen. Zudem wächst die „Mediengeneration“ heran, wobei ich damit besonders auf die zukünftigen Lehrergenerationen anspielen möchte. Die entscheiden ja nun leider zu oft, welche Methoden im Unterricht angewendet werden. Die aktuell jungen LehrerInnen haben schon einen viel engeren Bezug zum Medieneinsatz im Unterricht als ihre KollegInnen, die kurz vor der Rente stehen und die zukünftigen LehrerInnen werden wieder einen engeren, oder vielleicht besser gesagt, anderen Bezug zum medialen Einsatz im Unterricht haben. Dementsprechend ist dieser, meiner Meinung nach, ein dynamischer Prozess der langfristig zu einer immer weiter ansteigenden Tendenz des medialen Einsatzes im Unterricht führt.

Die Möglichkeiten, die ich sehe mich in diesem Bereich weiter fortzubilden, sind im noch universitären Rahmen weitere Veranstaltungen zum Thema „ Methoden und Medieneinsatz“ wahrzunehmen. Später im Beruf werde ich mich mittels Fortbildungen zu diesem Thema weiterbilden bzw. updaten. Wünschenswert wäre sich aus Eigeninitiative zu informieren und herumzustöbern. Das Internet setzt dem ja keine Grenzen, ganz im Gegenteil. Jedoch muss dafür die Eigenmotivation extrem hoch oder die nötige Disziplin vorhanden sein, da diese Art der Beschäftigung mit „Methoden und Medieneinsatz“ zeitaufwendig sein kann. Dem sind wiederum keine Grenzen gesetzt….

Miniprojekt 1 | Medienanalyse: Tool x Tasks Kreativaufgabe

Miniprojekt 1: Medienanalyse Tool & Tasks Kreativaufgabe

Ich habe mir die Lernplattform „moddle“ als digitales Werkzeug für kooperative Lehr- und Lernformen ausgesucht.

1) Reflexion: Unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten/Ideen entlang der Gliederung zum Einsatz von digitalen Medien/Werkzeugen beschreiben.

1.3. Mithilfe von moddle kann ich Arbeitsmaterialien mit SuS und LuL teilen. Ich lade die Materialien in moodle hoch und die SuS/LuL können darauf zugreifen und sie downloaden.

2.1. Mithilfe von moodle kann ich den SuS online Lernprogramme/Animationen/Erklärvideos zur Verfügung stellen, indem ich die entsprechenden Links bei moodle hochlade. Mit verschiedenen Methoden/Lernansätzen erreiche ich eine größere Bandbreite verschiedener Lerntypen.

2.2. Der digitaler Einsatz von Lehrmaterialien ist leider noch kein selbstverständlicher und alltäglicher Gebrauch im Unterricht. Deshalb hat dieses einen originellen Charakter und motiviert einen Großteil der SuS zum Lernen, da sie gerne am Computer arbeiten.

3.1. Mit dem Angebot verschiedener Methoden/Lernansätzen kann ich verschiedene Lernstrategien der SuS unterstützen. Sie können sich aussuchen, welche Methode/Lernansatz am besten zur ihrer Lernstrategie passt.

3.2. Mit dem Angebot von leistungsdifferenziertem Arbeitsmaterial und Lernprogrammen verschiedenen Schwierigkeitsgrads können die SuS für sich entscheiden, welcher Schwierigkeitsgrad des Materials/Lernprogramms zu ihnen passt.

4.1. Mit dem Hochladen von Lernzielaufgaben können die SuS ihr Erlerntes eigenständig überprüfen( inkl. anschließender Lösungen). Einige Lernprogramme haben diese Eigenüberprüfungen integriert.

4.2. Durch die Einladung zur Teilnahme der SuS von Umfragen nach einer abgeschlossenen Unterrichtseinheit, kann ich meine eigene Lehrtätigkeit durch die SuS evaluieren lassen.

 

2) Beschreibung von drei besonders interessanten/vielversprechenden Ideen:

1.3. Mithilfe von moddle kann ich Arbeitsmaterialien mit LuL und SuS teilen. Ich lade die Materialien in moodle hoch und die SuS/LuL können darauf zugreifen und sie downloaden.

Punkt 1.3. erfasst zwei unterschiedliche Aspekte, einmal Arbeitsmaterialien mit LuL teilen und dann Arbeitsmaterialien mit SuS teilen. Diese beiden Aspekte verfolgen zwei ganz unterschiedliche Ziele.                                                                     Das Teilen von Arbeitsmaterialien mit LuL verfolgt das Ziel zusammen im Team immer weiter an der Verbesserung von Unterrichtsmaterial zu arbeiten und diese durch moodle sich gegenseitig zur Verfügung zu stellen. Die Voraussetzung dafür ist natürlich, dass so viele Fachkollegen wie möglich den Umgang mit moodle pflegen und Interesse an dieser Art von Zusammenarbeit haben. Habe ich z.B. zu einer bestimmten Unterrichtseinheit neue Arbeitsblätter erstellt oder auch im Internet gefunden, lade ich diese bzw. den Link bei moodle in dem dafür kreierten Ordner hoch. Bei dem Teilen von Arbeitsmaterialien geht es um alles, was als sinnvoll empfunden wird, sei es Lernprogramme, Animationen, Filme, Lernzielaufgaben, etc. Hilfreich sind natürlich auch Erfahrungsberichte, denn z.B. ein Versuch im Biologie und/oder Chemieunterricht besonders gut oder schlecht geklappt hat oder welche Methode bei den SuS besonders gut angekommen ist bzw. bei welcher sie besonders gut verstanden/gelernt haben.   Das Teilen von Arbeitsmaterialien mit SuS verfolgt hingegen das Ziel entweder den SuS Abbildungen, Folien und/oder Texte zu abgehaltenen Unterrichtsstunden zum Nachbereiten des Unterrichts zur Verfügung zu stellen und/oder Hausaufgaben für die kommende Unterrichtsstunde anfertigen zu lassen. In dem Fall verlangt die LehrerIn von den SuS sich mit moodle zu beschäftigen.                                                                                                                         Nach einer abgehaltenen Unterrichtsstunde oder zum Zeitpunkt der im Unterricht behandelten Abbildungen/Tabellen/Graphiken/Folien verweist die LehrerIn darauf, dass sie diese nach der Unterrichtsstunde bei moodle zum Nacharbeiten und/oder zum Vervollständigen der Fachmappe hochladen wird. Wird moodle dazu genutzt Hausaufgaben an SuS zu verteilen, dann sagt die LehrerIn zum Ende einer Unterrichtsstunde, dass die SuS ihre Hausaufgaben bei moodle einsehen können und bitte bis zur kommenden Unterrichtsstunde bearbeiten.

 

3.1. Mit dem Angebot verschiedener Methoden/Lernansätzen kann ich verschiedene Lernstrategien der SuS unterstützen. Sie können sich aussuchen, welche Methode/Lernansatz am besten zur ihrer Lernstrategie passt.

Da ich oben schon das Verteilen von Hausaufgaben über moodle an die SuS beschrieben habe, möchte ich den Punkt 3.1. gerne damit verknüpfen. Und zwar möchte ich gerne auf die verschiedenen Hausaufgabentypen eingehen, die ein/e LehrerIn ihren SuS anbieten kann.                                                                               Wie schon oben beschrieben sagt die/der LehrerIn am Unterrichtsstundenende, dass die zu erledigende Hausaufgabe zur kommenden Unterrichtsstunde bei moodle hochgeladen ist. Weiterhin erklärt die/der LehrerIn, dass aus mehreren Wahlaufgaben bitte nur eine auszuwählen ist. Damit sich jede/r SuS die für sie/ihn passendste Aufgabe auswählen kann, ist es jedoch ratsam, jede Aufgabenstellung einmal gelesen zu haben.                                                                   Die/der LehrerIn hat folgende Hausaufgabentypen auf moodle zur Auswahl gestellt: Die klassische Variante eines Textes mit zu bearbeitenden Fragen dazu, das Durcharbeiten eines Lernprogramms und die schriftliche Beschreibung einer Animation.

 

4.1. Mit dem Hochladen von Lernzielaufgaben können die SuS ihr Erlerntes eigenständig überprüfen( inkl. anschließender Lösungen). Einige Lernprogramme haben diese Eigenüberprüfungen integriert.

Am Ende einer Unterrichtseinheit ist es für viele SuS sicherlich interessant, ob und was sie überhaupt gelernt haben. In diesem Sinne können zum genannten Zeitpunkt Lernzielaufgaben bei moodle hochgeladen werden, die die SuS freiwillig bearbeiten können, um anschließend mit den Lösungen überprüfen zu können, ob, was und wie viel sie aus der Unterrichtseinheit mitgenommen haben. Spielerischer und deshalb vielleicht interessanter für die SuS wären Lernprogramme mit integrierten Lernzielfragen. Nach der Beantwortung der Fragen in jedem Kapitel kann der „fertig“-Button geklickt werden und damit die SuS-Antworten überprüft werden. Fraglich ist bloß, ob zu jeder Unterrichtseinheit diese Lernprogramme mit integrierten Lernzielfragen im Internet angeboten werden. Schön wäre es ja…

3) Tutorial

youtubelink:

https://www.youtube.com/watch?v=FFdwr1MQCCU&feature=youtu.be&hd=1

 

Feed-Lerserei: Beschreibung von vier Blogs und/oder Beiträgen

Aufgabe:

Beschreibung von vier Blogs und/oder Beiträgen bezüglich meiner Feed-Leserei.

Das RSS-Feed-Reader-Lesen bezüglich meiner Lehrer-Blogs war für mich eher unspektakulär, da in der einen Woche nur ein neuer Beitrag auf den Seiten, die ich mir ausgesucht habe, geschrieben wurde. Das sieht z.B. auf meinen Tageszeitungsseiten ganz anders aus. Da kann ich stündlich aktuelle Informationen abrufen. Eigentlich logisch, aber nur so zum Vergleich geschrieben.

Als erstes möchte ich gerne zwei Beiträge vorstellen und anschließend zwei weitere Lehrer-Blogs.

Der erste Beitrag heißt „Chemie auch für Künstler wichtig“ auf der Seite www.sprechstunde.zoblogs.de. In diesem Beitrag wird die Frage aufgeworfen, welche Wichtigkeit das Schulfach Chemie für SchülerInnen hat, die sich nach der Schule beruflich nicht in die naturwissenschaftliche Richtung orientieren wollen. Der Beitrag verweist auf einen Zeitungsartikel der Süddeutschen Zeitung, in dem eine Plakatwerbung der Stadt Konstanz beschrieben wird, auf der in dem Werbeslogan „Konstanz, die Stadt am Wasser“ nicht die chemische Formel für Wasser sondern für Formaldehyd benutzt wurde.

Diesen Zeitungsartikel würde ich als Stundeneinstieg in der ersten Unterrichtsstunde einer Klasse nutzen, die ich im Fach Chemie neu bekäme, z.B. zu Beginn eines neuen Schul- oder Schulhalbjahres. Dementsprechend ordne ich den Beitrag der vorgegebenen Struktur Punkt 2 zu, Durchführung von Unterricht. Ich verspreche mir mit dem Zeitungsartikel ein anschauliches Beispiel aus dem Leben, warum es nützlich sein könnte sich den Chemieunterricht als SchülerIn anzutun.

Der zweite Beitrag heißt „P-Seminar Silphie geht zu Ende“ auf der Seite www.sprechstunde.zoblogs.de. Der Beitrag beschreibt im Rahmen eines P-Seminars in der Q 12 (12. Klasse Oberstufe) das Anlegen eines Feldes mit Silphie perfoliatum, um diese Maisalternative als Energiepflanze bekannter zu machen. Dieser Beitrag liefert einen tollen Input, um selbst in der Oberstufe Kursunterricht in Seminarform praxisorientiert zu gestalten. Die behandelte Pflanze und das Thema dieses P-Seminar sind für mich dabei austauschbar. Das Arbeiten in Seminarform ist hierbei für mich interessant und es wert es auszuprobieren. Wiederrum ordne ich den Beitrag der vorgegebenen Struktur Punkt 2 zu, Durchführung von Unterricht.

 

Nun zur Vorstellung der beiden Lehrer-Blogs:

Der eine Blog ist von Maik Riecken (www.riecken.de). Dieser hat mich angesprochen, da Herr Riecken die vorhandenen Rubriken auf seinem Blog strukturiert und übersichtlich, sowie vielfältig, über seine Unterrichtsfächer hinaus, dargestellt hat. Mir hat die Rubrik „Spiele“ gefallen, die nochmals in Bewegungsspiele, Geländespiele, Gruppeneinteilung, Kennenlernspiele, Kooperationsspiele und Stimmungsspiele unterteilt werden. Auflockernd erscheint mir auch die Rubrik „Anekdoten“, in der Herr Riecken seine erlebten Schulerlebnisse schildert. Und zu guter Letzt finde ich als Chemielehrerin die Rubrik „ nette Versuche“ natürlich interessant und freue mich darüber, dass Herr Riecken diese eingerichtet hat, um neue „nette Versuche“ kennenzulernen und ggf. auszuprobieren.

Der andere ist ein multimedialer Blog von Martina Grosty (www.grosty.wordpress.com). Die Beiträge von Frau Grosty sind kunterbunt rund um den multimedialen Unterricht gestrickt. Sie postet aktuelle Beiträge wie „Bildung einer digitalisierten Welt – Fachtagung in Berlin“, multimediale Tipps zum Arbeiten für SchülerInnen und LehrerInnen wie „WolfRamAlpha – die Wissensdatenbank für Schüler und Lehrer“ sowie Anleitungen multimedialer Tools wie „Einsatzmöglichkeiten des Smartboards für Gruppenarbeiten“ oder multimedialer Unterrichtsgestaltungsansätze wie „Unbekannte Unterrichtsmethoden mit Beispielen“. Dieser Blog ist für jede Lehrkraft sehr bereichernd, die gewillt und interessiert ist ihr Wissen und ihre Möglichkeiten im Bereich multimedialer Unterricht zu erweitern. Beide Bolgs ordne ich den Punkten 1 „Vorbereitung von Unterricht“ und Punkt 2 „Durchführung von Unterricht“ der vorgegebenen Struktur zu.

digitales Werkzeug RSS-Reader

Die Aufgabe, alle aufgeführten RSS-Reader einmal auszuprobieren und anschließend kurz zu kommentieren finde ich persönlich etwas schwierig.

Um sich die einzelnen RSS-Reader anschauen und benutzen zu können, ist es notwendig sich bei jedem Reader mit seiner Emailadresse zu registrieren. Das hat mir nicht so gut gefallen. Dafür, dass ich die meisten Reader nur kurz anschauen möchte, um mich dann später für einen zu entscheiden, mit dem ich zukünftig arbeite, ist mir die Informationsgabe zu viel.

Deshalb habe ich mich für Feedly entschieden, ohne mir die restlichen fünf RSS-Reader angeschaut zu haben. Warum habe ich Feedly gewählt? Weil dieser Reader schnell und problemlos über mein Hotmail-Konto zu installieren war und er wohl einer der bekanntesten RSS-Reader ist, zumindest laut der Internetquelle des links „Feedreader“.

Und ehrlich gesagt bin ich damit erst einmal ausgelastet Feedly überhaupt zu verstehen und halbwegs richtig zu benutzen. Mit dieser Aufgabe ist es für mich das erste Mal etwas von RSS-Readern gehört zu haben. Von da her muss ich erst einmal den Sinn und die Handhabung dessen verstehen. Gerade beim anfänglichen Ausprobieren und Herumspielen ertappe ich mich immer wieder dabei, dass ich Feedly wie eine Suchmaschine benutzen möchte.

Nach meinem jetzigen Verständnis ist Feedly super einzusetzen, wenn ich nach Medienberichten suchen möchte, am besten aktuelle Geschehnisse. Je genauere Suchangaben ich mache (z.B. Thema, Titel), desto bessere Ergebnisse erzielte ich.

Nun frage ich mich weiter, wie ich dieses digitale Werkzeug gut in meinem Chemie- bzw. Biologieunterricht einsetzen kann? Hier kann ich die Gelegenheit nutzen aktuelle Vorfälle bzw. Geschehnisse aus der Biologie/Chemie von den SuS recherchieren zu lassen. Oder vielleicht ja auch bestimmte Ereignisse in der Mediengeschichte, z.B. „Chemieunfälle in der deutschen Industrie“. Gut, diese SuS-Aufgaben könnte ich aber auch mit google machen lassen.

Vielleicht ist der RSS-Reader eher ein geeigneteres tool für mich zuhause für die Unterrichtsvorbereitung…..

Irgendwie kann ich mit diesem neuen Wissen noch nicht ganz so viel anfangen…   Ich bin schon gespannt auf die kommenden Aufgaben und der weiteren Beschäftigung mit dem RSS-Reader….

 

04 – DIGITALE UND DIDAKTISCHE WERKZEUGE

1) Nennen sie zwei Methoden-Werkzeuge, die sie besonders interessant für ihre Fächer finden und vorher noch nicht kannten. Skizzieren sie kurz den möglichen Einsatz in einem Fachunterricht. Hätten sie auch schon ggf. erste Idee, wie sie digitale Medien hierbei einsetzen könnten?

Kritische Bild-Analyse

Die Kritische Bild-Analyse kann zum Beispiel im Chemieunterricht zu den Themen Werbung – Chemie der Hautpflege – und Werbung – Energiereiche Stoffe: Zucker, Fette, Alkohole – benutzt werden. Das fachliche Hintergrundwissen muss vor der Anwendung dieser Methode im Unterricht bereits ausführlich behandelt worden sein. Deshalb empfiehlt es sich die Kritische Bild-Analyse am Ende einer Unterrichtseinheit einzusetzen.

Hierbei sollen die SuS in 2er- bis 3er-Gruppen eigenständig Werbungen im Internet recherchieren und in ihren Gruppe a) die gewählte Werbung verstehen, b) analysieren und c) kritisch bewerten. Dazu sollen die SuS folgende Leitfragen berücksichtigen:

  1. Wer oder was ist abgebildet?
  2. Welche Handlungen, Tätigkeiten, Beziehungen sind erkennbar?
  3. Welche Bedeutung haben: Perspektive, Ausschnitt, Umgebung, Belichtung, Farben, Aussehen, Haltung, Gestik, Mimik der abgebildeten Personen?
  4. Soll ein bestimmter Eindruck vermittelt werden? Welcher?
  5. Wie empfinden wir die Szene? Welchen Eindruck vermittelt sie uns?
  6. Welches fachliche Hintergrundwissen haben wir gelernt, um das Bild angemessen verstehen zu können? Welche Information fehlt uns evtl. noch?

Nachdem sich die SuS-Gruppen intensiv mit ihrer Werbung beschäftigt haben, stellt jede Gruppe ihre Werbungen mithilfe eines Beamers vor und präsentiert ihre dazugehörigen Analyseergebnisse. Im Anschluss zu jeder Präsentation ist eine zeitlich angemessene Klassendiskussion wünschenswert.

 

Standbild/ Szenische Spiel

Das Standbild bzw. die Szenische Darstellung eignen sich meiner Meinung primär zum Transfer und /oder der Verständnisfestigung von bisher Gelerntem.

Im Chemieunterricht kann mit dieser Methode wunderbar auf Teilchenebene gearbeitet werden. Die SuS können zum Beispiel die Aufgabe bekommen die drei Aggregatzustände von Wasser mithilfe eines Szenischen Spiels darzustellen. Dazu sollen vorab 6er-Gruppen gebildet werden. Anschließend bekommt jede Gruppe eine knappe Arbeitsanweisung wie z.B.: Stellt schmelzendes Eis/ kochendes Wasser/gefrierendes Wasser dar!

Die galvanische Zelle kann hingegen sehr gut mithilfe eines Standbildes dargestellt werden. Die Gruppeneinteilung und Arbeitsanweisung wären in diesem Fall wie oben beschrieben, nur zum Thema galvanische Zelle.

Bei der Präsentation der Ergebnisse können Fotos als Dokumentationsmaterial geschossen werden (soweit die SuS damit einverstanden sind) und anschließend für die Erstellung eines Posters, z.B. für. den Klassenraum, verwendet werden.

Aufgabe 3: Gestalten

Aufgabe 3: Gestalten

Bitte skizzieren sie eine eigene Idee auf Basis des gewählten didaktischen Modells, wie man damit einen Unterricht gestalten könnte.

Ich möchte gerne eine Unterrichtsgestaltung basierend auf dem didaktischen Modell „Erkundung“ vorstellen:

Als ich die Kurzbeschreibung zur „Erkundung“ durchgelesen habe, dachte ich sofort, dass dieses das perfekte Modell für einen Biologieunterricht ist und mir kam im gleichen Moment eine Unterrichtsidee, die mir vor einiger Zeit ein Kollege geschildert hatte. Ich war von der Unterrichtsmethode begeistert, hatte aber bis dato leider noch keine Gelegenheit diese den SuS anzubieten. Jetzt habe ich erfreulicherweise die Möglichkeit diese Methode gedanklich weiter auszupfeilen, um sie hoffentlich bald anwenden zu können.

Es handelt sich hierbei um die Freilandbeobachtung von Früh-, Sommer- und Spätblühern bezüglich ihres sukzessiven Verhaltens. Ich befinde mich mit dieser Unterrichtsidee in der 5./6. Klasse (Oberschule) in der Unterrichtseinheit „Pflanzen und Tiere in ihrem Lebensraum kennenlernen“.

Um mit dem Thema „Pflanzen“ zu beginnen, eignet es sich auf den Frühling zu warten, um mit den Frühblühern einsteigen zu können. Nachdem die SuS vorbereitend die bekanntesten Frühblüher kennengelernt haben, kann die Freilandbeobachtung beginnen.

In der lehrergesteuerten Vorbereitungsphase wird den SuS das Modell der Freilandbeobachtung erklärt. Darin enthalten sind die Erklärung zur Vorbereitung der Beobachtungfläche, die Aufgabenstellung und die Beobachtungsdauer. Die theoretische Einführung sollte die Lehrkraft mit einer kurzen Power Point Präsentation veranschaulicht darstellen. Dann werden (optimalerweise) 3er-Gruppen gebildet, die eine Beobachtungsfläche betreuen. Die schülerInnengesteuerte Vorbereitungsphase umfasst die Suche, das Vermessen und das anschließende Markieren eines geeigneten Beobachtungfeldes. Die Voraussetzung dieser Freilandbeobachtung ist, dass die Schule über einen grünen Schulhof mit ausreichender wilder Grünfläche und/oder eine angrenzende oder nah gelegene Grünfläche verfügt, die für ca. acht SuS-Gruppen vegetativ abwechslungsreiche Beobachtungsflächen bietet und zumindest anteiligen Wildwuchs hat, d.h. also verlässlich nicht gemäht wird.

Nachdem alle SuS-Gruppen ihre Beobachtungsfläche ausgewählt haben, beginnt die Durchführungsphase. Nun ist es wichtig die erste Momentaufnahme der Fläche zu protokollieren.

Folgende Fragestellungen sollen dabei berücksichtigt werden:

  1. Welche Pflanzen wachsen auf Eurer Beobachtungsfläche? Schreibt die Namen auf!
  1. Wie viel Boden bedecken die jeweiligen Pflanzenarten?

Bei der Dokumentation der Pflanzenarten und -häufigkeiten sollen die SuS neben dem Beobachtungsprotokoll auch Fotos machen.

Die SuS sollen die Pflanzen auf ihre Beobachtungsfläche nun den ganzen Sommer über beobachten und vegetative Veränderungen feststellen. Bei jedem Kontrollbesuch, der alle ein bis zwei Wochen stattfindet, sollen die SuS ein Beobachtungsprotokoll anfertigen und Fotos machen.

Das Ende der Freilandbeobachtung führt die Auswertungsphase ein. Hierbei sollen die SuS ihre erhobenen Daten auswerten.

Folgende Fragestellungen sollen dabei berücksichtigt werden:

  1. Welche Pflanzenarten wuchsen in welchen Monaten auf Eurem Beobachtungsfeld?
  2. Welche großen und/oder überraschenden Veränderungen konntet ihr feststellen?

Die Auswertung sollen die SuS am Computer vornehmen. Für die Wuchszeit der Pflanzenarten sollen Tabellen erstellt werden. Ebenfalls sollen die Fotos in das Auswertungsdokument eingefügt werden. Frage 2 soll in Textform beantwortet werden.

Optional haben bereitwillige SuS-Gruppen die Möglichkeit ihre Auswertung von der Klasse zu präsentieren, wobei als Präsentationsgrundlage auf das Auswertungsdokument zurückgegriffen wird, um den SuS weitere Arbeit zu ersparen.

Teilaufgaben 04 und 05

Teilaufgabe 04: Bitte werten sie ihre Beobachtungen aus und beschreiben dazu den Unterrichtsverlauf (worum ging es, was passierte, wie wurden die Medien mit welchen Aufgaben eingesetzt, wie gingen die Schüler damit um)

 

Eine Beobachtung habe ich in einer 6. Klasse einer Oberschule im naturwissenschaftlichen Unterricht, einführende Stunde zum Thema „Ernährung“, durchgeführt.

Die Lehrerin hat am Stundenanfang den SchülerInnen das neue Thema mündlich in Form eines Lehrervortrags vorgestellt: Es wird um das Thema „Ernährung“ gehen und die SchülerInnen werden lernen welche Nährstoffe in welchen Lebensmittel enthalten sind und welche positiven Auswirkungen welche Nährstoffe auf den Körper haben. Weiterhin möchte sie gerne Ernährungsgewohnheiten ihrer SchülerInnen analysieren und sich dabei auf gesunde Ernährung konzentrieren.

Anschließend hat die Lehrerin ein fragend-entwickelndes Lehrer-SchülerInnen-Gespräch eingeleitet. Die einleitende Frage wandte sich dem Lieblingsessen der SchülerInnen zu. Nachdem einige SchülerInnen ihr liebstes Essen nannten, meldeten sich andere SchülerInnen und stellten weiterführende Fragen, die sie interessierten. Eine der Fragen war zum Beispiel: “Was bedeutet ACE? Ist das gesund?“ Die Lehrerin beantwortete viele Fragen ihrer SchülerInnen, bis sie die Fragerunde abbrach und sich den Arbeitsblättern zuwandte, die sie für die Unterrichtsstunde vorbereitet hatte.

Jede(r) SchülerIn erhielt drei Kopien, einen Informationstext über die Nährstoffe in Lebensmittel und zwei dazugehörige Arbeitsblätter, ein AB mit Multiple-Choise-Aufgaben und ein Rätsel.

Nach der Bearbeitung der Arbeitsblätter wurden die Ergebnisse mündlich im Klassengespräch miteinander verglichen.

Zum Ende der Stunde gab die Lehrerin einen Ausblick auf die darauffolgende Unterrichtsstunde und teilte schon einmal die Arbeitsblätter dafür aus. Die letzten 5 Minuten begann die Lehrerin die ABs vorzustellen.

 

Meine zweite Beobachtung habe ich in einer 7. Klasse einer Oberschule im naturwissenschaftlichen Unterricht durchgeführt. Diese Klasse behandelte derzeitig die Unterrichtseinheit „Schätze der Erde“, wobei das Doppelstundenthema „Oxidationsreihe der Metalle „ gewesen ist.

Nach einem kurzen Rückblick auf die vergangene Doppelstunde, stellte die Lehrerin das Stundenthema vor. Gleich darauf teilte sie einen Informationstext mit Übungsaufgaben über die Oxidation von Metallen und ihre Oxidationsreihe aus. Die SchülerInnen sollten den Text lesen und die Übungsaufgaben in Partnerarbeit lösen. Als die meisten SchülerInnen die Aufgaben erledigt hatten, wurden diese im Klassengespräch schriftlich miteinander verglichen. Als Medium diente hier eine aufgelegte Folie des Arbeitsblatts auf einem Overheadprojektor, auf dem die Ergebnisse von der Lehrerin mitgeschrieben wurden.

Anschließend wurde von den SchülerInnen ein Versuch in 3er-Gruppen durchgeführt. Der Versuch heißt „Metalle pusten“. Dabei sollten die SchülerInnen herausfinden, welches Metall in der Bunsenbrennerflamme mit Sauerstoff heftig oder weniger heftig reagiert und sie demnach einem bestimmten Platz in der Oxidationsreihe zuordnen. Die Versuchsanleitung wurde mittels einer Folie auf dem Overheadprojektor den SchülerInnen zur Verfügung gestellt. Die SchülerInnen wurden pünktlich kurz vor Unterrichtsende mit den Versuchen fertig. Zum Abschluss verkündete die Lehrerin die Hausaufgabe ein Versuchsprotokoll für die kommende Stunde zu schreiben.

 

Teilaufgabe 05: Sie ahnen es schon – das Ganze soll natürlich von ihnen in ihrem Blog vorgestellt und diskutiert werden. Die Leitfragen dazu lauten

 

Meine beiden beobachteten Unterrichtsstunden haben mich mediendidaktisch nicht vom Hocker gehauen. Ich habe sie eher als ganz normale, durchschnittliche Schulstunden empfunden, wie sie viele LehrerInnen mediendidaktisch aufbereiten, ohne sich größere Arbeit zu machen.

Einführende Stunden zu neuen Unterrichtseinheiten bieten generell viel Raum verschiedenste Methoden anzuwenden und kreativ sein zu können, gerade mit medialem Einsatz. Demnach hätte die Lehrerin meiner Meinung nach einen viel motivierenderen Einstieg wählen können, als einen Lehrervortrag und ein fragend-entwickelndes Lehrer-Schüler-Gespräch.

Zum Beispiel hätten die SchülerInnen in Partnerarbeit nach Werbung für Nahrungsmittel, unter der Prämisse gesunde/ungesunde Nahrungsmittel, womit wird in den Werbeslogan geworben, googlen können. Im Anschluss hätte jede Gruppe ihre auserwählte Werbung vorstellen und ihre Wahl begründen können. Bei weiterem Klärungsbedarf würde im Klassengespräch erörtert werden, warum das Nahrungsmittel gesund oder ungesund ist und was an der Aussage des Werbeslogans richtig oder falsch ist.

Dieser beispielhafte Einstieg mittels digitalmedialer Nutzung hätte die SchülerInnen motiviert, generell lieber SchülerInnen es am Computer zu arbeiten, und demnach hätten sie mit Spaß und Freude am Unterricht teilgenommen, was die Lerneffizienz definitiv gesteigert hätte. Des Weiteren hätte sie geübt im Internet zu recherchieren und sich kritisch mit Werbung auseinander zu setzen.

In meiner zweiten Beobachtungsstunde stand das Experimentieren im Fokus. Erfahrungsgemäß ist das Durchführen von Experimenten bei SchülerInnen sehr beliebt. Sie können dabei selbstständig in Kleingruppen praktisch arbeiten, dieses bietet den SchülerInnen eine willkommene Abwechslung im Schulalltag. Das vorherige Bearbeiten des Informationstextes erschien mir als eine gute theoretische Grundlage/Vorbereitung für das Experimentieren. Demnach finde ich den (medien-) didaktischen Aufbau dieser Stunde gut gewählt. Aufgrund der zeitaufwendigeren Experimentierphase bietet der Zeitrahmen der Unterrichtsstunde nicht ausreichende Kapazitäten, um noch weitere Medien, zusammenhängend mit ggf. mehr workload, mit einfließen zu lassen.

Teilaufgabe 2

Teilaufgabe 02: Lesen sie den Artikel von Seifried et al. Beantworten sie die folgende Frage: „Was hat sie überrascht bzw. war anders, als sie es erwartet haben?“ sowie „Warum ist das aber so?“

Wider meiner Erwartung ist das Thema, das in dem Text von Seifried et al. behandelt wird. Ich hatte vermutet, dass verschiedenen Unterrichtsmethoden in dem Text vorgestellt werden. Da es sich hier um eine mediendidaktische Veranstaltung handelt, vermutete ich, dass sich der Text mit mediendidaktischen Methoden beschäftigt.

Auch wenn der Textinhalt sich als andersartig erweist, haben mich die meisten Ergebnisse der durchgeführten Studien nicht überrascht. Ganz im Gegenteil haben die Studien die meisten meiner Unterrichtsbeobachtungen bestätigt, dass sehr viele LehrerInnnen immer noch sehr stark am fragend-entwickelnden Unterricht, dabei oft in Form von Frontalunterricht, festhalten.

Erstaunt war ich allerdings über das Ergebnis, dass das Alter der LehrerInnen für die Erklärung des Einsatzes von Unterrichtsmethoden keine wesentliche Rolle spielt. Ich habe geglaubt, dass LehrerInnen, die noch nicht so lange in ihrem Beruf tätig sind, und dementsprechend ihre Studienzeit kürzer zurückliegt, mehr handlungs- und problemorientierte Methoden in ihren Unterricht einbringen, als die LehrerInnen, die schon 15 Jahre und mehr im Berufsleben sind. Schließlich haben die „frisch gebackenen“ LehrerInnen ein großes Repertoire an Methoden für den handlungs- und problemorientierten Unterricht in ihrem Studium mitbekommen. Schade, dass viele sich dagegen entscheiden, ihr Gelerntes dann auch wirklich in der Schule anzuwenden.

Tja, warum ist es so wie es ist?

In den Studien begründen die LehrerInnen ihren Nicht-Einsatz von handlungsorientierten Unterrichtsmethoden im Unterrichtsalltag durch den übervollen Lehrplan. Weiterhin sind sie der Meinung, dass die Planung handlungsorientierten Unterrichts sowie die Umsetzung handlungsorientierter Methoden zeitaufwändig sind.

Mich überzeugen die oben genannten Argumente nicht, eher sehe ich sie als Ausreden, um mit dem gewohnten Trott weitermachen zu können. Ich denke, dass die LehrerInnen einerseits Angst haben etwas Neues auszuprobieren, andererseits nicht die Zeit und/oder Motivation haben, die Unterrichtsthemen didaktisch neu aufzubereiten. Wie die LehrerInnen schon sagten, Unterrichtskonzepte neu aufzurollen ist sehr zeitaufwändig. Diese Zeit muss man sich nehmen. Doch wenn das neue Konzept erst einmal steht, kann es die folgenden Schuljahre wiederverwendet werden.

Das Argument, dass die Umsetzung handlungsorientierter Methoden zeitaufwändig ist, ich nehme an, dass die LehrerInnen hier mit dem fragend-entwickelnden Unterricht verglichen haben, würde ich verneinen. Diese beiden Unterrichtsmodelle sind eigentlich nicht miteinander zu vergleichen. Es mag den Anschein habe, das die Lehrkraft im Frontalunterricht mehr Unterrichtsstoff in einer Doppelstunde lehren kann, als es im handlungsorientiertem Unterricht der Fall ist. Die Frage ist bloß, wie viel Unterrichtsstoff von den SchülerInnen überhaupt aufgenommen bzw. verstanden werden kann? Als LehrerIn sollte es mein Ziel sein möglichst viele SchülerInnen mit meinem Unterrichtsstoff zu erreichen und genau das geschieht wesentlich effizienter beim handlungsorientiertem als beim fragend-entwickelndem Unterricht. Das Zauberwort heißt hierbei „Motivation“, handlungsorientierter Unterricht macht den SchülerInnen durchschnittlich viel mehr Spaß.

Abschließend möchte ich gerne zu dem Punkt der 45-Minuten-Taktung einer Unterrichtsstunde kommen: Um den handlungs- und problemorientierten Unterricht viel mehr in den Unterrichtsalltag zu integrieren, sollten die Einzelstunden generell abgeschafft werden. In diesem Punkt stimme ich den befragten LehrerInnen zu, dass es für diese Unterrichtsform notwendig ist mindestens eine Doppelstunde zur Verfügung zu haben. Für größere Projekte und/oder Rollenspiele ist bestenfalls eine noch längere Unterrichtszeit anzusetzen.

In diesem Sinne sollte die Zeit-Taktung einer Unterrichtsstunde in unserem Schulsystem überdacht und in Zukunft an moderne Unterrichtsformen angepasst werden.

Beitrag am 15.04.2015

  1. Ich studiere die Fächerkombination Biologie/Chemie.
  2. Ansich hatte ich keinen LieblingslehrerIn, aber ich erinnere mich an zwei Lehrer bei denen mir der Unterricht viel Spaß gemacht hat.

Mein Deutsch-, Geschichts-, und Politiklehrer in der 5. Bis 7. Klasse hatte einen sehr schülermotivierten Unterricht gemacht. Sein Geheimrezept war es Spaß am Unterrichten zu haben. Ich habe seine Leidenschaft in Form von häufigen Methodenwechseln und liebevoll erstellten Arbeitsblättern gespürt. Er steckte uns SuS quasi mit seiner Begeisterung an.

Bei Meiner Schwimmlehrerin, die mich durch die Abiturprüfung begleitete, war es genauso. Sie selbst war eine leidenschaftliche Schwimmerin und trainierte auch Jugendgruppen in ihrer Freizeit. Ich habe sehr viel von ihr gelernt, von dem ich heute noch profitiere. Ich gehe immer noch mindestens einmal pro Woche schwimmen.

  1. Ich habe 1998 mein Abitur gemacht, d.h. vor 17 Jahre. Zu dieser Zeit, oder vielleicht auch nur an meiner Schule, gab es keine wirkliche Medienvielfalt, die im Unterricht eingesetzt wurde. Zur Auswahl standen die Klassiker: Tafel, Lehrbücher oder Videorekorder. In der Oberstufe dann auch Overheadprojektor.

Keines dieser Medien hat sich weder positiv noch negativ auf meine Motivation und Lernerfolg ausgewirkt.

  1. Ich sehe mich selbst nicht als häufige Mediennutzerin. Ich würde mich selbst im unteren Durchschnitt der Nutzung einstufen.

Ich nutze das Internet, schaue Fernsehen und bin seit Kurzem der WhatsApp-Community beigetreten. D.h. ja, ich besitze ein Smartphone, jedoch mit eingeschränkter Funktion. Zuhause logge ich mich über unseren Internetrouter ein und in der Uni möchte ich die Internetnutzung mit meinem Handy auch noch einrichten. Ansonsten bin ich mit meinem Handy offline, womit ich zufrieden bin, da ich nicht das Bedürfnis habe immer die Möglichkeit haben zu müssen online zu gehen.

Von WhatsApp bin ich begeistert, einmal weil ich nun Kurznachrichten kostenlos versenden kann und natürlich weil darüber so viele Freunde und Bekannte zu kontaktieren sind.

Bei facebook habe ich mich zum Beispiel noch immer nicht registriert. Warum nicht? Tja, ich glaube, dass ich Angst davon habe zu viel Zeit im Internet zu surfen und deshalb weniger Zeit hätte mich mit nicht-medialen Dingen des Lebens zu beschäftigen.

Tendenziell hat meine private Mediennutzung innerhalb der letzten fünf Jahre immer mehr zugenommen. Ob ich will oder nicht, die multimediale Entwicklung unserer Gesellschaft zwingt mich teilweise dazu. Zum Beispiel ist es eine Voraussetzung als Bremer Studentin mit stud IP umzugehen. Ich wurde nicht gefragt, ob ich das möchte und ich kann mich dem auch nicht verweigern, da ich mich sonst nicht zu Veranstaltungen und Prüfungen anmelden könnte und wichtige Informationen an mir vorbeigehen würden. In gewisser Weise bin ich also als Bremer Studentin dazu gezwungen mit stud IP zu hantieren.

5.

1) Das Internet macht das Leben als Lehrerin viel leichter, weil z.B. Arbeitsmaterial und auch sonstige Informationen aus dem Internet gezogen werden können. Recherchen für die Unterrichtsvorbereitung können von Haus aus gemacht werden.

2) Digitale medien wie z.B. Interactive Whiteboards, Tablets oder das Internet werden für die Schule der Zukunft unverzichtbar sein.

3) Smartphones in der Schule sollten von den SuS im Unterricht viel mehr sinnvoll eingesetzt werden dürfen, z.B. zum Recherchieren oder Vokabeln nachgucken.