Die Musikkultur in Bremen
Im Seminar Digital Storytelling erzählen wir kulturelle Geschichten zu den verschiedensten Themen und halten sie digital in Blogs fest. Mads und ich haben uns aus persönlichem Interesse dazu entschieden, Musik als Thema für diesen Blog zu nutzen. Mehr dazu im Punkt „Über uns“.
Zu Beginn war der Plan, zu untersuchen, wie sich die Musikkultur durch die Digitalisierung verändert hat. Nach weiterer Auseinandersetzung mit dem Thema ist uns aufgefallen, dass es ja viel interessanter ist, das Thema nicht so technisch zu erforschen, sondern eher persönlicher. Daher haben wir uns dann dazu entschieden, die persönlichen Geschichten von Menschen im Bezug zu Musik zu erforschen. Wie wird durch Musik Gemeinschaft gebildet? Und wie verändern sich Hörgewohnheiten im Laufe der Jahre? Das waren zum Beispiel Fragen, bei denen wir selbst gemerkt haben, wie engagierter wir selbst auf einmal daran arbeiteten, weil uns das so interessierte. Als wir dann bei einer praktischen Beobachtungsübung im Seminar über den Campus spaziert sind, ist uns erstmal aufgefallen, wie viele Menschen überhaupt unterwegs Musik hören. Da hat man dann schonmal ein Gefühl dafür bekommen, wie sehr Musik schon in den Alltag der Menschen gerückt ist.
Wir hatten uns später dazu entschieden, in einen Plattenladen zu gehen, und die Verkäufer dort in einem Interview Fragen über die Musikkultur in Bremen und die eigene Musikgeschichte zu stellen. Mads hat vorgeschlagen, zum Laden „Black Plastic“ zu gehen, da er selbst schon oft da gewesen sei. Somit hatten wir schon die Interviewfragen und den Ort, an dem das ganze Ablaufen sollte. Wir waren sehr zuversichtlich und nahmen uns vor, demnächst zusammen zum Laden zu gehen.
Dann war es also soweit. Wir trafen uns im Viertel und besprachen vorher noch, wie wir im Laden vorsichtig nachfragen könnten, ob es in Ordnung sei, dass wir ein paar Fragen stellen. Wir nahmen dann unseren Mut zusammen und betraten den Plattenladen. Der Verkäufer, der hinter dem Tresen saß, schaute sich Platten an und schien uns garnicht bemerkt zu haben. Wir gingen nun also vorsichtig auf den Verkäufer zu und stellten uns vor. „Guten Tag, ähm, wir sind Studenten. Könnten wir Sie 2 oder 3 Fragen über den Laden stellen? Das ist für einen Blog in unserem Seminar.“
Bereits nachdem ich den ersten Satz gesagt habe, erhielten wir ein unfreundliches Kopfschütteln von unserem Gegenüber. Der Verkäufer meinte dann, er hat keine Lust mit uns zu reden und möchte „nur Platten angucken heute“. Wir versuchten uns dann noch weiter zu erklären, wofür der Blog sei usw., aber mussten dann leider akzeptieren, dass wir abgelehnt wurden. Wir verließen den Laden und standen nun mitten im Viertel, ohne zu wissen, was wir jetzt machen.
Wie wir es aber dann trotzdem geschafft haben, unsere Forschung weiterzuführen, findet ihr unter „Podcast“ oben.
Ein detaillierterer Verlauf unserer Forschung findet ihr unter „Beiträge“.


