Abschlussprüfung als Fachinformatiker für Systemintegration

Nach drei Jahren Ausbildung war Anfang des Sommers endlich die Prüfungsphase gekommen. Meine Prüfung setzte sich aus den drei schriftlichen Teilen GA1 (fachspezifischer Teil), GA2 (allgemeiner Teil) und WiSo (Wirtschaft & Sozialkunde) sowie der praktischen Prüfung zusammen.

In meiner schriftlichen Prüfung ging es im wesentlichen um die Themen, die ich in meiner Ausbildung erlernt habe. Die Fragen kamen aus den Bereichen Netzwerk, Programmierung, Datenbanken und weiteren Bereichen, deckten einen großen Teil des gelernten Stoffes ab und waren meiner Meinung nach fair gestellt und beherrschbar. Auch mit der Zeit kam ich sehr gut hin.

Im praktischen Teil meiner Abschlussprüfung habe ich mich mit der Bereitstellung einer Softwareverteilung beschäftigt. Dieser Prüfungsteil bestand wiederum aus drei Abschnitten: zum einen der Bearbeitung des Themas und der Erstellung der Dokumentation, der anschließenden Präsentation vor dem Prüfungsausschuss und dem abschließenden Fachgespräch.

Ziel meines Projektes war die Bereitstellung einer Lösung zur Softwareverteilung, über die die automatische Erstinstallation der  Rechner in mehreren Laborräumen erfolgt (Betriebssystem, samt der benötigten Software). Zum anderen sollte hierüber die  Wartung und Konfiguration der Systeme, die Installation von Programmen oder auch die Neuinstallation von Rechnern möglich sein.

In meiner Dokumentation bin ich zunächst in der Ist-Analyse auf den alten und im Soll-Konzept auf den angestrebten Zustand eingegangen. Nach den Anforderungen und dem Zeitplan kam ich endlich zur Projektdurchführung. Dort ging es zunächst um die Produktauswahl, bei der ich mich in einem Softwarevergleich für OPSI (Opensource Client Management System zur Verwaltung von Windows- und Linux-Clients) entschied. Im Anschluss betrachtete ich noch kurz die wirtschaftlichen Aspekte meiner Lösung. Im größten Teil meiner Dokumentation ging ich dann auf die Installation und Konfiguration der einzelnen Komponenten meiner Lösung ein. Zum Abschluss kam dann noch der Soll-Ist-Vergleich und das Fazit.

 

 

Für die Präsentation vor dem Prüfungsausschuss fasste ich meine Arbeit noch einmal zusammen und bereitete sie in Powerpoint auf. Hierbei konzentrierte ich mich auf die für mich wesentlichen Teile des Projektes. Im abschließenden Fachgespräch ging es zunächst um meine Arbeit und dann um Themen, wie Netzwerk, Backup, Redundanz und einigem mehr.

Meine Ergebnisse bekam ich dann einige Tage später per Post. Insgesamt konnte ich meine Ausbildung mit der Note „Gut“ abschließen, womit ich ganz zufrieden bin.

Rückblickend kann ich sagen, dass mir meine Ausbildung sehr viel Spaß gemacht hat. Ich hatte im BIBA einen tollen Betrieb mit vielen engagierten und netten Mitarbeitern gefunden. Mir wurde nicht nur die Möglichkeiten einer klassischen Informatiker-Ausbildung geboten sondern gleichzeitig hatte ich die Möglichkeit immer wieder mal einen Blick in spannende Projekte der Forschung zu werfen und meine eigenen Ideen mit einzubringen. Nach erfolgreichem Abschluss meiner Ausbildung freue ich mich daher besonders, weiterhin im BIBA zu arbeiten.

 

Mein Leben als FaMI in der medizinischen Dokumentation

„Was ist ein FaMI?“ werdet ihr Euch bestimmt fragen. „FaMI“ steht für Fachangestellte(r) für Medien- und Informationsdienste.

Dazu möchte ich Euch einen kurzen Einblick in mein Leben als FaMI geben.

Zum einen gibt es das Leben in der Berufsschule.

Dort gelte ich als Exot, denn niemand aus meiner Klasse erlernt die gleiche Fachrichtung wie ich. Meine Berufsschulklasse setzt sich aus FaMIs der Fachrichtungen Bibliothek, Archiv, Bildagentur, Information und Dokumentation und mir zusammen. Daraus resultieren die Neugier und das Interesse meiner Klassenkameraden nach dem, was ich denn den lieben langen Tag mache. Natürlich stehe ich dann Rede und Antwort. Das Fach Medizinische Dokumentation wird alle zwei Wochen für zwei Stunden unterrichtet, den Unterricht finde ich persönlich sehr interessant. Zusätzlich ist der Kurs für meine anderen Mitschüler freiwillig. Durch die Tatsache, dass aber niemand anderes daran teilnimmt, bin ich der einzig Anwesende – neben der Lehrkraft natürlich. Dadurch ergibt sich die Möglichkeit neben dem groben Unterrichtsstoff, kleine Exkurse in die jeweiligen Themen zu machen. Der Unterricht kann somit individueller gestaltet werden und die Lehrkraft besser und detaillierter auf Fragen, Anmerkungen oder Sonstiges eingehen.

Zum anderen gibt es natürlich auch noch meinen Arbeitsplatz.

Dieser befindet sich in der Abteilung Datenmanagement des Kompetenzzentrums für Klinische Studien Bremen (KKSB). Das KKSB ist unter anderem an der Durchführung von Klinischen Studien z.B. im Arzneimittelbereich oder bei Studien der Pflegewissenschaften beteiligt.

Meine Tätigkeiten bestehen hauptsächlich aus PC- bzw. Schreibtischarbeit. Ein Teil meiner Aufgaben besteht aus dem Pflegen unserer kleinen Bibliothek, die nur für unsere ca. 25 Mitarbeiter zugänglich ist.

Mein Haupt-Aufgabengebiet ist die Mitarbeit bei der Erstellung von Fragebögen und Pflegen von Datenbanken. Dazu entwerfe ich vorab handschriftlich ein Schema, welches die spätere Gliederung der Datenbank widerspiegelt. Daraus entstehen dann im weiteren Verlauf Tabellen, in die Daten geschrieben werden, Formulare zur Eingabe und Bearbeitung von Daten, Abfragen sowie Berichte zur visuellen Ausgabe der gespeicherten Daten.

Die bei uns im Haus beschäftigten Statistiker werten die Studiendaten aus. Damit sie einen Überblick darüber bekommen, welche Tabellenspalte der Datenbank der Frage eines Fragebogens entspricht, werden sogenannte annotierte Fragebögen angefertigt. Hierfür lege ich mit einer speziellen Software kleine Kästchen, die jeweils den Spaltennamen der Datenbank-Tabelle enthalten, über die jeweilige Frage auf dem Fragebogen. Also werden für jede Frage auf einem Fragebogen ein Variablenname und deren genaue Bedeutung definiert.

Das  KKSB veranstaltet den Masterstudiengang Medizinische Biometrie. Bei einigen der im Rahmen des Studiengangs stattfindenden Vorlesungen durfte ich mich dazu setzen. So konnte ich mir schon spannende und lehrreiche Vorträge zu Krebsmarkern, Tumorentstehung und Minimalinvasive Chirurgie anhören.

Exkursion des Ausbildungszentrums für Laboranten

Vom 22.10.2018 bis zum 24.10.2018 hatten die Auszubildenden und die Ausbilder des Ausbildungszentrums für Laboranten der Universität Bremen eine Exkursion ins Ruhrgebiet.

Der erste Tag begann mit der Anfahrt zur Jugendherberge in Haltern am See.

Das erste Exkursionsziel war am Nachmittag der „Landschaftspark Duisburg Nord“, eine ehemalige Eisenhütte mit einer zweistündigen Führung über das Gelände.

Am zweiten Tag standen eine Besichtigung der chemischen Produktionsanlagen sowie ein Treffen mit Ausbildern und Auszubildenden bei Evonik im Industriepark Marl auf dem Programm.

Am dritten Tag führte uns die Exkursion zur Bayer AG nach Bergkamen. Dort besichtigten wir die biotechnologischen Produktionsanlagen. Anschließend gab es einen Erfahrungsaustausch mit Ausbildern und Auszubildenden.

Die Exkursion war für alle eine tolle Erfahrung und eine riesen Spaß.

Landschaftspark Duisburg Nord

Werksbesichtigung bei Evonik

Willkommen an der Uni !

An einem sonnigen Tag haben die neuen Azubis – nach einem Frühstück und einem Kennenlern-Bingo – mit den Studienlotsinnen der Uni-Bremen eine Campustour unternommen.

 

 

 

 

 

 

 

Highlight: Der Besuch im Marum

Barbara Donner begrüßte uns im Zentrum für Marine Umweltwissenschaften (MARUM)

Am MARUM sind das DFG-For­schungs­zen­trum/​Ex­zel­lenz­clus­ter ›Der Oze­an im Sys­tem Erde‹ so­wie wei­te­re na­tio­na­le und in­ter­na­tio­na­le For­schungs­pro­jek­te an­ge­sie­delt. Das MARUM be­treibt fer­ner ei­nes der welt­weit drei Bohrkernlager des IODP so­wie zu­sam­men mit dem Al­fred-We­ge­ner-In­sti­tut Helm­holtz-Zen­trum für Po­lar- und Mee­res­for­schung in Bre­mer­ha­ven ein Welt­da­ten­zen­trum für ma­ri­ne Um­welt­wis­sen­schaf­ten (PANGAEA).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Studienlotsinnen hatten wichtige Informationen und Fakten im Gepäck.

Im Hörsaal der Keksdose

 

Und zurück in die „Kapelle“ des VWG

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mir hat der Vormittag gefallen. Ich hoffe, Euch auch 🙂

Ausbildung.Bremen – Beratung auf Augenhöhe

Am 14. und 15. September 2018 war es wieder soweit:

Die Universität Bremen präsentierte sich als Ausbildungsstätte bei der Ausbildungsmesse in den Räumen vom Aus- und Fortbildungszentrum Bremen.

Ich möchte mich nochmals bei allen bedanken. Die Beratung durch Euch als Azubis ist so wichtig und unverzichtbar.

Es kann losgehen!

Souleyman berichtet über die Tischlerei

Hochengagiert: Kevin und Pascal

Fragen zur Informatikerausbildung? Bei Erik an der richtigen Adresse

Tatkräfige Unterstützung: Pascal, Christian und Lukas

 

Spannend… Wie hoch schafft Tine den Turm?

Die große Show: Eis von Malinn und Rike

Hmmm. Lecker. Jürgen, Peter und Nico schmeckt es. Offensichtlich.

Unsere „Brains“ beim Berufe-Memory

Malin, Miriam und Sanja als unschlagbar humorvolles Beratungsteam

Impressionen aus der Buchbinderei

 

Ich

 

 

 

IT-Beratung und IT-Beschaffung für eine Arbeitsgruppe an der Universität Bremen

An der Universität Bremen gibt es viele Fachbereiche, universitäre Organisationen und viele Arbeitsgruppen. Bei Arbeitsgruppen handelt es sich in der Regel um kleine (oder auch größere) Gruppen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die bestimmt Projekte bearbeiten.

Da wir sehr viele Arbeitsgruppen in IT-Dingen unterstützen, möchte ich hier einmal beschreiben, worin meine Arbeit bei der Ausstattung dieser AGs mit Computertechnik besteht.
Eine neue Arbeitsgruppe spricht uns an, da sie Hilfe bei der Beschaffung und Installation von Computer-Hardware und Software benötigt. Ich mache einen Termin aus und wir besprechen erstmal, was genau benötigt wird (abgestimmt auf die Mitarbeiter und die Arbeitsumgebung in der AG). Ich mache also erstmal eine Beratung in Bezug auf sinnvolle Hardware und deren Kompatibilität untereinander.

Bei meinem letzten Projekt ging es um 10 Arbeitsplatzrechner und 2 NAS-Systeme, die beschafft, installiert und aufgestellt werden mussten. Ein NAS-System (Network Attached Storage) ist in erster Linie ein mit dem Netzwerk verbundenes Speichergerät, worauf Daten gespeichert werden können und welches noch andere Dienste im Netzwerk zur Verfügung stellen kann.

Da bei größeren Beschaffungen im öffentlichen Dienst in der Regel beim günstigsten Anbieter gekauft werden soll, benötigen wir für diese Beschaffung 3 Angebote von drei unterschiedlichen Lieferanten. Hierfür definiere ich genau die Komponenten in meiner Beschaffungsliste und frage diese dann bei den 3 Firmen nach. Hierdurch wird eine Vergleichbarkeit der Angebote gewährleistet und ich kann problemlos eine Auswahl treffen.

Nachdem ich die Beschaffung durchgeführt habe und die Geräte geliefert wurden, überprüfe ich die Vollzähligkeit der Komponenten.
Nun kann ich beginnen, auf den einzelnen Rechnern die Software zu installieren. Ich beginne mit dem Betriebssystem (alle Rechner bekommen Windows10).
Um hier gleich die richtigen Benutzerdaten einzugeben, habe ich vorab in der Arbeitsgruppe die entsprechenden Daten für die einzelnen Rechner abgefragt und kann diese nun bei der Installation eintragen.

Nach der Installation des Betriebssystems bekommt jeder Rechner noch eine Basisinstallation der Anwendersoftware. Hierbei handelt es sich in der Regel um ein Office-Paket, Antivirensoftware, PDF-Reader, Browser und Mailprogramm. Dazu noch spezielle Software, wenn sie von dem späteren Nutzer gewünscht wird. Hierbei muss ich darauf achten, dass Lizenzsoftware entsprechend den Nutzungsbedingungen durch den Hersteller abgerechnet und lizensiert wird.

Nachdem alle Installationen fertig sind, kann ich die Rechner in den Bereich an der Universität ausliefern, in dem die Arbeitsgruppe untergebracht ist. Dort stelle ich dem jeweiligen Nutzer sein für ihn eingerichtetes Gerät an seinen Arbeitsplatz, schließe alle Komponenten (Bildschirm, Tastatur, Maus) an, verbinde das Gerät mit der Netzwerkdose und kann dann den Computer in Betrieb nehmen.
Für die beiden NAS-Systeme gibt es einen extra Standort. Die beiden Geräte sollen nicht frei zugänglich sein und somit kommen diese in einen sogenannten Serverraum, wo nur der Administrator Zugang hat. Auf den beiden NAS-Systemen habe ich ebenfalls schon die Einstellungen vorgenommen (Benutzername, Freigabelaufwerk, zugeteilter Plattenplatz), die ich für die Zugriffsberechtigung von der Arbeitsgruppe erhalten habe.

Bevor die Benutzer sich an die Rechner setzen und diese für ihre Arbeit benutzen, überprüfe ich noch, ob alles funktioniert und ob meine gemachten Eistellungen in Ordnung sind. Danach werden die Benutzer noch von mir eingewiesen und ich erkläre ihnen, mit welchen Laufwerken sie sich verbinden können, welche Benutzernamen und Passwörter auf ihrem Computer eingestellt sind und wie sie sich ein neues Passwort setzen können.

Danach ist das Projekt für mich abgeschlossen.

Für weitere Hilfen und den Support der Hardware stehen wir der Arbeitsgruppe aber weiterhin zur Verfügung.

Von Nicky Darlyn

Prüfung elektrischer Geräte

An der Universität Bremen muss jedes Gerät, welches einen Stecker besitzt, regelmäßig auf seine elektrische Sicherheit getestet werden. Die Regelmäßigkeit der Prüfung ist für die verschiedenen Gerätearten festgelegt und im Technikerwiki der Universität Bremen einsehbar. Ein feststehendes Gerät, wie ein Rechner, muss alle 48 Monate und ein bewegliches, wie ein Beamer, muss alle 6 Monate überprüft werden. Dieser Test muss von einer elektronisch unterwiesen Person durchgeführt werden. Zum Testen wird der Gerätetester „Fluke 6500“ der Marke „Fluke“ benutzt. Dieser Gerätetester kann alle sicherheitsrelevanten elektrischen Funktionen (Isolationswiderstand, Erdungswiderstand, …) überprüfen. Bei uns im Fachbereich 03 ist dieser Prozess mit viel händischer Arbeit verbunden. Es gibt keine gut strukturierte Liste, auf der alle Geräte eingetragen sind. Der Eintrag und das Testszenario für das zu testendes Gerät muss also mühsam aus einem DIN-A3-Ordner herausgesucht werden. Ein weiteres Problem ist, dass es keinerlei Übersichten gibt, wann der Beamer „XY“ wieder getestet werden muss.

Erik Petri und ich haben zusammen die Aufgabe bekommen, den Ablauf der Geräteprüfung im Fachbereich 03 zu vereinfachen und zum Teil zu automatisieren. Um dies realisieren zu können, wurde eine Apparatur entwickelt, die mit dem Fluke-Gerätetester kommuniziert. Diese Apparatur besteht aus einem Gehäuse, Touchscreen, Raspberry Pi, einer seriellen Schnittstelle, einem Barcodescanner und einer Stromversorgung. Diese Apparatur wird im weiteren Verlauf als „Kommunikator“ bezeichnet. Für den Raspberry Pi haben wir eine grafische Oberfläche in der Programmiersprache „Python“ geschrieben. Diese kann über die serielle Schnittstelle mit dem Fluke-Gerätetester kommunizieren. Zusätzlich zu dem Kommunikator haben wir auch noch eine MySQL-Datenbank erstellt, in der alle Testergebnisse und Geräteinformationen gespeichert werden. Auf jedes zu testenden Gerät wird ein Barcode geklebt, welcher mit dem Barcodescanner eingelesen werden kann. Dadurch werden alle Geräteinformationen aus der Datenbank geladen und können an den Gerätetester übertragen werden. Nachdem der Test mit dem Gerätetester abgeschlossen ist, werden die Ergebnisse über die serielle Schnittstelle an den Kommunikator übertragen. Der Kommunikator wertet die Testergebnisse aus und speichert sie anschließend in der Datenbank. Gleichzeitig wird der Termin der nächsten Überprüfung errechnet und eingetragen. Um zu erfahren, welches Gerät in der nächsten Zeit getestet werden muss, gibt es zwei Möglichkeiten: Man kann in der grafischen Benutzeroberfläche selbstständig nachgucken oder man wartet auf die E-Mail-Erinnerung, welche einmal pro Woche auflistet, welche Geräte innerhalb des nächsten Monats geprüft werden müssen. Die Erinnerungsmails werden, personalisiert um den Aufwand für die elektrisch unterwiesen Personen zu minimieren.
~von Lukas Barning

Für das oben, von Lukas Barning beschriebene Projekt wurde ein eigenes Gehäuse entworfen. Das Gehäuse wurde mit dem Programm Solid Edge ST10 von Siemens erstellt. Solid Edge ist ein Programm mit dem man komplexe 3D-Elemente zeichnen kann. Gedruckt wurde das Gehäuse aus dem Material ABS (Acrylnitril-Butadien-Styrol) mit dem hauseigenen 3D-Drucker des FB-03. Das ABS-Material ist sehr witterungsbeständig und robust. Das macht es zu einem sehr guten Material für viele Projekte. Bei dem Design des Gehäuses gab es einige Gesichtspunkte zu beachten: Die Lüftungsschlitze, welche sich an der linken Seite des Gehäuses befinden, dienen dazu, dass die Komponenten im Gehäuse nicht zu warm werden bzw. ein Luftaustausch möglich ist. Wegen der Lüftungsschlitze bietet das Gehäuse aber keinen Schutz vor Feuchtigkeit oder Wasser. Das ist aber in diesem Fall nicht von Bedeutung, da das Gerät nur in Gebäuden Verwendung findet. Ein weiterer wichtiger Punkt war das Abrunden der von außen zugänglichen Kanten. Damit wird das Verletzungsrisiko gesenkt. Die kleinen Erhebungen auf dem Boden des Gehäuses, sind dafür da, dass die technischen Komponenten nicht den Boden berühren. Durch die Aussparungen auf der Rückseite sind die Anschlüsse der Komponenten direkt von außen zu erreichen.

Auf dem Bild 1 ist das Gehäuse zu sehen:

Bild des Gehäuses von dem Kommunikator

Bild 1: Gehäuse des Kommunikators

Das Display wird schräg in das Gehäuse eingebaut, damit man es ohne Mühe ablesen kann, wenn das Gerät auf einem Tisch steht. Um den richtigen Winkel herauszubekommen und somit noch das richtige Seitenverhältnis des Displays beizubehalten, wurde der Satz des Pythagoras angewendet.
~von Nico Timke

 

Das war im März

 

 

 

 

 

 

 

 

Stehpult in Esche. Das Pult wurde in der Stollenbauweise gebaut. Die Klappe und der Zwischenboden bestehen aus furnierter Multiplexplatte. Der Rest des Stehpultes wurde aus Vollholz gefertigt. Der Schubkasten ist mit Nutleisten geführt. Die Klappe wurde mit einem Stangenscharnier angeschlagen.

Gebaut von Yannik (1. Lehrjahr)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier wurden Keilrahmen aus Kiefer gefertigt. Diese wurden mit Leinwänden bespannt. Die Verbindung wird mit Keilen zusammengehalten. Diese können weiter reingeschlagen werden, wenn das Holz weiter trocknet und somit weiter schwindet.

Gebaut von Filmon (1. Lehrjahr)

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier wurden Mobile Spielschänke gebaut, diese bestehen aus Weiß beschichteter Multiplexplatte. Als Scharnier wurde hier ein Stangenscharnier verarbeitet. In dem Korpus wurden Leisten angebracht, wo Sortierkästen reingeschoben werden können (Spielzeug Aufbewahrung).

Gebaut von Tini (2. Lehrjahr)

 

 

 

 

 

 

Hier wurden Schubladen mit Einteiler gefertigt. Dies geschah als Serienfertigung. Als Material wurde Birke Multiplex verwendet, welches als Oberflächenbehandlung eine Lackierung bekam. Die Schubladen sind für empfindliche Optikkomponenten in der Lasertechnik.

Gebaut von Steffen (3. Lehrjahr)

 

 

 

 

 

 

 

Das sind die Erzeugnisse aus dem TSM 1 Lehrgang. TSM ist die Abkürzung für Tischler-Schreiner Maschinenlehrgang. Es gibt 3 solcher Lehrgänge. Der erste ist im 1. Lehrjahr, der zweite und dritte im 2. Lehrjahr. Diese Lehrgänge sind sozusagen die Führerscheine für die Maschinen im Tischlerhandwerk.

Gebaut von Filmon und Yannik (1. Lehrjahr)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier zu sehen ein Unterschrank. Dieser wurde für die Werkstatt gefertigt. Er besteht aus Weiß beschichteter Multiplexplatte. Die Schubladen laufen mit Kugelvollauszügen.

 

Gebaut von Aliou (3. Lehrjahr)

 

Arbeitsproben

 

 

Zur Prüfungsvorbereitung fertigen wir regelmäßig Arbeitsproben von Hand an, diese müssen innerhalb von 7 Stunden fertig gestellt werden.

 

Das 1. Lehrjahr hat ein Tablett aus Birken Holz gebaut.

 

 

           

Das 2. Lehrjahr hat einen Putzkasten mit Deckel in Birke gebaut.

 

 

Das 3. Lehrjahr hat einen kleinen Ecktisch in Esche gebaut.

Expedition von Cadiz nach St. John’s mit der Maria S. Merian – Von Nico Binnemann

Hey, ich bin Nico und befinde mich derzeit im dritten Ausbildungsjahr zum Biologielaboranten an der Universität Bremen. Durch eine  Kooperation zwischen den Umweltphysikern des Fachbereichs 1 und dem Ausbildungszentrum für Laboranten im Fachbereich 2, hatte ich die Möglichkeit vom 06.04.2018 bis zum 22.05.2018  mit auf das Forschungsschiff Maria S. Merian zu gehen.  Hierbei handelt es sich um eine Forschungsfahrt, welche sich Jährlich wiederholt und uns entlang des 47° Breitengrad führt. Zusätzlich wird alle zwei Jahre auch die Labradorsee befahren. Ein Hauptziel der Fahrt ist die Erfassung der Stärke und Variabilität des subpolaren Wirbels, sowie weitere Untersuchungen zur Ausbreitung des Labradorseewassers und des östlichen Randstroms. Zusätzlich werden insbesondere im Grönlandrandstrom anhand von atmosphärischen Isotopen Schmelzwasseranteile und  –verbreitung ermittelt.

Los ging es in Cadíz, einer sehr charmanten Hafenstadt im Süden Spaniens, wo das Schiff schon im Hafen auf uns wartete. Wir hatten nach unserer Ankunft zwei Tage Zeit, alles Mögliche an Equipment aus den Containern rauszuholen, in die dafür vorgesehenen Labore zubringen und es dort dann auch gut gesichert zu verstauen. Am letzten Nachmittag konnten wir nochmal das Festland genießen und Cadíz  etwas entdecken. Am Freitag, dem 06.04.2018, verließen wir den Hafen von Cadíz, um uns in Richtung Norden zu bewegen. Die Aufgabe der ersten Tage ohne Messstation war, alle Arbeitsplätze und Messgeräte für die ersten Teststationen vorzubereiten. Nach drei Tagen hatten wir die ersten Teststationen erreicht und nach fünf Tagen hatten wir dann den 47° Breitengrad erreicht.

Bei meiner Hauptfunktion auf dem Schiff handelte es sich um die Bestimmung des Sauerstoffgehalts der von uns genommenen Wasserproben. Dazu nutzte ich eine indirekte Titration, genauer gesagt eine iodometrische Titration. Dabei misst man die Menge an Iod, welches nach einer Reihe an Reaktionen mit dem Sauerstoff entsteht. Anhand der verbrauchten Titerlösung und dem Reaktionsverhältnis lässt sich die Sauerstoffkonzentration feststellen. Diese Messwerte dienen dann als Referenzwerte für die von der CTD gemessenen Sauerstoffwerte. Die CTD ist ein Messgerät, welches unterhalb der Wasserschöpfer montiert ist und zusätzlich zum Sauerstoffgehalt die Leitfähigkeit, den Druck und die Temperatur misst.  Somit können unter anderem Dichteprofile über die Wassersäule ermittelt werden. Durch die Tiefenmessung und das Altimeter kann der Probenschöpfer präzise meist bis zu 10 m an den Boden herangeführt werden, dabei ergaben sich maximale Tiefen um bis zu 5000 m. Die Schöpfer werden auf unterschiedlichen Druckniveaus geschlossen. Über die Leitfähigkeit erhält man Informationen über den Salzgehalt des Wassers der verschiedenen Meerestiefen und Strömungen, woraus unter anderem man auf den Ursprung der Strömung schließen kann.

Nachdem alle Messstationen abgeschlossen waren und die letzten Verankerungen ausgelegt wurden, fuhren wir in den Hafen von St. John´s ein, welches an der Ostküste Neufundlands liegt.

Besonderes Highlight der Fahrt war die Südküste Grönlands, der wir uns bei guter Sicht auf drei Meilen genähert hatten. In den Eisfeldern um Grönland herum stoßen wir zudem auf zahlreiche Eisberge, die bis zu 50 m hoch waren und wir in sicherer Distanz umfuhren.

Fotos: Nico Binnemann

 

Der Alltag eines FAMIs in der SuUB

Wenn man Leuten erzählt, dass man eine Ausbildung zum FAMI (Fachangestellte/r für Medien- und Informationsdienste) in der SuUB macht, dann gucken die meisten verwirrt und wissen nicht, was sie sich unter diesem Namen vorstellen sollen. Nein, erklärt man dann, wir sind keine Bibliothekare. Wir werden eher etwas, was man als BibliotheksassistentInnen bezeichnen kann. Und selbst damit können die wenigsten etwas anfangen.

Es gibt uns FAMIs auch in anderen Einrichtungen – zum Beispiel in Archiven und Museen.

Was genau treibt man nun also, wenn man sich als FAMI in der SuUB ausbilden lässt? Die SuUB ist eine große Bibliothek und damit allen Studierenden und anderen NutzerInnen eine reibungslose Nutzung der Bibliothek möglich ist, gibt es – neben jeder Menge anderer MitarbeiterInnen – uns FAMIs.

Für unsere Ausbildung durchlaufen wir alle Abteilungen der Bibliothek inklusive der Außenstandorte wie zum Beispiel das Juridicum.

In der Katalogisierung und Erwerbung bekommen wir einen Einblick über die Arbeit hinter den Kulissen. Man bestellt Bücher, um den Bestandsaufbau der Bibliothek zu gewährleisten. Wenn das Buch geliefert wird, muss es in den Katalog eingearbeitet und die Rechnung inventarisiert werden.

In der Leihstelle haben FAMIs mehr Kundenkontakt und kümmern sich um Ausleihe und Rückgabe der Bücher aus der Bibliothek. Außerdem werden hier auch das Mahnwesen und Vormerkungen verwaltet, Bücher werden verlängert und Neuanmeldungen werden durchgeführt.

Der Fernleih-Service ist eine Dienstleistung von vielen Bibliotheken (wissenschaftliche und öffentliche), die es den NutzerInnen der Bibliotheken ermöglicht, Kopien von Aufsätzen oder Zeitschriften oder auch ganze Bücher aus anderen Bibliotheken auszuleihen. Hier kümmert man sich als FAMI um Bestellungen von Bremer NutzerInnen und um die Bestellungen, die aus anderen Bibliotheken an die SuUB geschickt werden.

In der Zeitschriftenstelle lernt man als FAMI alles, was mit Zeitschriften zu tun hat – wie man sie bestellt, katalogisiert, verwaltet und pflegt. Außerdem gehört zu dieser Abteilung auch der Auskunftsdienst im Zeitschriftenlesesaal.

Weitere Abteilungen, die man als FAMI durchläuft, sind zum Beispiel das Infoteam, die Digitalisierung und die Mediathek. Es ist also eine sehr bunte und abwechslungsreiche Ausbildung, die gar nicht so staubtrocken ist, wie viele Menschen denken, sobald sie das Wort Bibliothek hören.

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