RV 12

  1. Theoriebezogene Reflexion der Vorlesungsinhalte:
    Erörtern Sie die zentrale Bedeutung der Lektüreauswahl im Kontext der Ansatzpunkte (Vermittler*innen, Rezipient*innen, Kompetenzziele, Lerngegenstände) eines gendersensiblen Literaturunterrichts!
  1. Reflexion eigener Praxiserfahrungen zum jeweiligen Thema:
    Welche Erfahrungen haben Sie bislang mit den einzelnen Ansatzpunkten gendersensiblen Literaturunterrichts gemacht?
  2. Generierung möglicher (Praxis-)Beobachtungs- und Forschungsfragen: Welche der angeführten Genderdimensionen scheint Ihnen für die Praxis besonders interessant? Formulieren Sie dazu 1-3 Fragen!

 

1. gendersensiblen Literaturunterrichts!

Die Lektüreauswahl spielt im gendersensiblen Literaturunterricht eine zentrale Rolle. Der/die Lehrer*in sollte ihren eigenen Lesepräferenzen nicht bevorzugen, und mehr darauf eingehen, dass alle SuS sich mich den Charakteren in den Büchern identifizieren können. Es sollten keine Stereotype aufgezeigt, sondern viel mehr gebrochen werden. Demnach ist es auch wichtig, dass den SuS nicht vermittelt wird, Lesen sei nur etwas für Mädchen, auch Jungen sollen zum Lesen animiert werden. Insofern ist es vielleicht eine kluge Idee, neben der vielleicht weiblichen Deutschlehrerin auch männliche Vorbilder in den Literaturunterricht einzuladen (oder umgekehrt). Die Auswahl der Lektüre sollte nicht nur auf theoretischer Diversität basieren, sondern sie sollte auch darauf aufbauen, was die SuS interessiert.

2. Bis jetzt habe ich „Literaturunterricht“ noch nicht kennengelernt. In der Zeit des Frühstücks wurde in meinem Orientierungspraktikum „Die Kinder von Büllerbü“ vorgelesen. Diesbezüglich kann ich nicht viel sagen, da ich dieses Buch selbst nie gelesen habe. Von dem, was ich mitbekommen habe, wurde in dem Buch jedoch die Kinder auch schon in Ihre vorgefertigten Rollen als Mann oder Frau hineingesetzt. Dementsprechend wäre es kein gutes Buch für den Unterricht, weil hier die Vorurteile nur gestärkt und nicht geschwächt werden.

Auf der Klassenfahrt einer vierten Klasse wurde abends, vorm Schlafen, immer etwas vorgelesen. In den Zimmern der Jungs wurde „Gregs Tagebuch“ und in den Zimmern der Mädchen Indianergeschichten vorgelesen. Die Jungs hatten in „ihrem“ Buch eine hauptperson mit der sie sich identifizieren konnten. Allerdings habe ich diese Bücherreihe nicht gelesen, sodass ich darüber nichts Spezifisches sagen kann.

Die Mädchen hingegen haben ein Buch vorgelesen bekommen, das gegen die Klischees, mit Abenteuern und Mutproben zu tun hatte. Zu dem Buch und den Reaktionen der Kinder kann ich nicht viel sagen, da ich in den Zeiten des Vorlesens nicht vor Ort war.

3.„Wie oft erfolgt Genderdifferenzierung durch Lehrkräfte?“

An welchen Stellen bewirkt das Schulsystem diese Differenzierung durch Beispielsweise Titel wie „Boys“ and „Girls“ – Days ?“

 

 

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