{"id":85,"date":"2019-06-30T10:08:49","date_gmt":"2019-06-30T08:08:49","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/yellowtransition\/?p=85"},"modified":"2019-06-30T10:08:49","modified_gmt":"2019-06-30T08:08:49","slug":"komplexitaet-annehmen-lernen-durch-systemaufstellungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/yellowtransition\/2019\/06\/30\/komplexitaet-annehmen-lernen-durch-systemaufstellungen\/","title":{"rendered":"Komplexit\u00e4t annehmen lernen durch Systemaufstellungen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-86\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/yellowtransition\/files\/2019\/06\/Bild4-280x300.png\" alt=\"\" width=\"280\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/yellowtransition\/files\/2019\/06\/Bild4-280x300.png 280w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/yellowtransition\/files\/2019\/06\/Bild4-768x823.png 768w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/yellowtransition\/files\/2019\/06\/Bild4.png 803w\" sizes=\"auto, (max-width: 280px) 100vw, 280px\" \/><\/p>\n<p>Wir haben in den letzten Tagen das #MC-Fortbildungsseminar zur Aufstellungsleitung# durchgef\u00fchrt mit dem Titel: <strong>Mit Aufstellungen Systeme lesen und ver\u00e4ndern lernen<\/strong>. Die 18 Teilnehmenden haben gemeinsam eine Erkenntnis geschaffen, die ich gerne so umschreiben m\u00f6chte: die Komplexit\u00e4t schwieriger Situationen annehmen lernen, ist die Grundvoraussetzung f\u00fcr Ver\u00e4nderung. Das klingt nicht neu und aus der Perspektive der systemische Beratung und des systemischen Coaching ist es auch nicht neu. Hier ist schon l\u00e4nger bekannt, dass es wichtig ist, eine Situation in ihrer zumeist sehr unangenehmen Erscheinungsform erst einmal anzunehmen, bevor sie bew\u00e4ltigt werden kann. Interessant ist es die Frage, welche Haltung dieses Annehmen ersetzen soll &#8211; also was tun wir, wenn wir nicht erst eine Situation annehmen. Wir wollen sie direkt \u00e4ndern und das hei\u00dft, wir gehen in den Problem-L\u00f6sungsmodus und einigen uns auf eine Problembeschreibung. Dann f\u00fchren wir mithilfe einer Aufstellung eine L\u00f6sung herbei, was letztlich voraussetzt, dass wir eine gute Hypothese haben, wie Problem und L\u00f6sung verkn\u00fcpft sind. Fakt bei diesem Vorgehen ist, dass diese Hypothese immer die Hypothese des Aufstellungsleiters oder der -leiterin bleibt &#8211; genauso wie es die Hypothese der \u00c4rzt\/innen bleibt, wie eine Therapie mit dem Symptom verbunden ist. Wir k\u00f6nnen das annehmen, m\u00fcssen es aber nicht. Und vielleicht tun wir es auch seltener als wir es unserem Umfeld erz\u00e4hlen.<\/p>\n<p>Wenn wir ein System in einer Aufstellung lesen ohne eine Problemstruktur dar\u00fcber zu legen, dann gibt es den Systembeteiligten die M\u00f6glichkeit, aus dem kraftvollen dreidimensionalen Bild der Aufstellung heraus selbst zu entscheiden, welche Sequenz, welche Positionierung, welchen Selbstausdruck er oder sie als Problem definieren m\u00f6chte. Diese Entscheidung f\u00fchrt dann zum eigenen Problem, zu dem ich mich selbst entschieden habe. Manchmal braucht es noch ein wenig Hilfe der Aufstellungsleitung, aus den vielen Informationen einer Aufstellung den M\u00f6glichkeitsraum von Problemen zu erkennen. Nicht umsonst gibt es das Bonmot: Wenn ihr mir das als L\u00f6sung pr\u00e4sentiert, dann m\u00f6chte ich mein Problem zur\u00fcck!<\/p>\n<p>Was also ist wirklich Neues durch das Seminar entstanden? Den Unterschied zwischen einer #Erkundungsaufstellung# und einer Probleml\u00f6sungsaufstellungen konnten wir in dem Moment tiefgehend aufnehmen, in dem wir den Impuls unterdr\u00fcckt haben, in einer Aufstellung eine Heilung oder eine L\u00f6sung herbeizuf\u00fchren. Diesen Impuls zu unterdr\u00fccken, ist eine gro\u00dfe Herausforderung f\u00fcr Berater\/innen und Coaches, die sich innerlich auf ihre Kompetenz fokussiert haben, L\u00f6sungen herbeizuf\u00fchren oder zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>Wir nehmen die Komplexit\u00e4t unserer Lebenssituation an, wenn wir ein System in einer Aufstellung mit manchmal bis zu 20 Stellvertreter\/innen sichtbar gemacht haben, dieses &#8222;Big Picture&#8220; wirken lassen und dann ganz bewusst mit dem Impuls umgehen, die Lebenssituation eines der Elemente verbesser zu wollen. Dieser Impuls versteckt sich fast immer in der Frage: Was braucht xy, um &#8230;..?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir haben in den letzten Tagen das #MC-Fortbildungsseminar zur Aufstellungsleitung# durchgef\u00fchrt mit dem Titel: Mit Aufstellungen Systeme lesen und ver\u00e4ndern lernen. 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