{"id":153,"date":"2020-03-01T18:10:42","date_gmt":"2020-03-01T17:10:42","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/yellowtransition\/?p=153"},"modified":"2020-03-01T18:10:42","modified_gmt":"2020-03-01T17:10:42","slug":"beobachtungen-aus-dem-6-constellation-hub-fuer-systemaufstellungen-in-hochschulen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/yellowtransition\/2020\/03\/01\/beobachtungen-aus-dem-6-constellation-hub-fuer-systemaufstellungen-in-hochschulen\/","title":{"rendered":"Beobachtungen aus dem 6. Constellation Hub f\u00fcr Systemaufstellungen in Hochschulen"},"content":{"rendered":"<p>Es sieht nach einem klaren Ziel aus, welches im Sinne eines guten Projektmanagements nur in kleinere Schritte zerlegt werden muss: Systemaufstellungen in Forschung und Lehre zu integrieren. Der klassische Weg dazu w\u00e4re: Ver\u00f6ffentlichungen, Workshops, Konferenzen. Bedeutung verschaffen \u00fcber die Mittel, mit denen sich Wissenschaft immer wieder reproduziert. Die Herausforderung liegt nun allerdings darin, dass Systemaufstellungen eine Erkenntnismethode sind, die nicht einfach kognitiv zu Hause am Schreibtisch zu verstehen ist &#8211; dort, wo\u00a0 Wissenschaftler\/innen ihre Gutachten schreiben und ihre Texte lesen und verfassen. Systemaufstellungen verstehen nur diejenigen, die repr\u00e4sentierende Wahrnehmung am eigenen K\u00f6rper erfahren haben. Damit liegt die Challenge darin, eine Methode einzuf\u00fchren, die aus dem Verstehensprozess einen Erfahrungsprozess macht, die neben dem Kopf f\u00fcr die nachvollziehbare Anwendung der Methode den K\u00f6rper als Resonanzraum f\u00fcr Informationen braucht. Weil ich keine Vorstellung habe, wie der Weg der Wissenschaft vom Kopf in den K\u00f6rper aussehen k\u00f6nnte, habe ich 2017 Constellation Hubs ins Leben gerufen.<\/p>\n<p>Hubs sind in der Logistik <em>Knotenpunkte<\/em>, an denen G\u00fcter aus der Peripherie zusammengebracht werden, um sie dann neu zu verteilen. Hubs sind in der Innovationsforschung Sammelpunkte f\u00fcr Menschen, die an neuen Themen arbeiten und sich dar\u00fcber austauschen, um inhaltlich etwas Neues zu finden. In Kitchen-Hubs kommen Menschen aus verschiedenen Kulturen zusammen, um aus den mitgebrachten Nahrungsmitteln ein ganz neues Gericht zu entwickeln. In unserem Constellation Hub kommen Menschen zusammen, die erfahren haben oder erfahren wollen, wie mithilfe von Aufstellungen der Geistesblitz gelockt werden kann. Und der Geistesblitz trifft immer den vorbereiteten Geist, der sich in seiner Thematik sehr gut auskennt. In Hochschulen gibt es viele gut vorbereitete Geister, die sich exzellent mit ihren Themen auskennen. In diesem Sinne will der <em>Constellation Hub ein Magnet<\/em> sein f\u00fcr die Menschen in Hochschulen, die gemeinsam einen Raum schaffen wollen, in dem Systemaufstellungen eine selbstverst\u00e4ndliche Methode der disziplin\u00e4ren, der interdisziplin\u00e4ren und ganz besonders der transdisziplin\u00e4ren Kommunikation zur Gewinnung neuen Wissens und neuer Erfahrungen sein k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Der #ConstellationHub ist offen f\u00fcr alle Menschen, die daran interessiert sind, Systemaufstellungen in Hochschulen zu entwickeln. Es gibt f\u00fcr die Treffen keine Referent\/innen oder Tagesordnungspunkte. Die Gruppe arbeitet mit den Themen, die zum Zeitpunkt des Treffens f\u00fcr die Beteiligten relevant sind. Die Treffen dienen nicht dazu, die bekannten wissenschaftlichen Produkte wie Tagungen oder Publikationen vorzubereiten. Sie stellen vielmehr ko-kreative R\u00e4ume dar, in denen Erfahrungen ausgetauscht, Mut gesammelt, Experimente gemacht und Innovationen keimen d\u00fcrfen. Zu den bisherigen Treffen haben sich zwischen 15 und 25 Menschen aus Hochschulen und anderen themennahen Welten getroffen. Die Constellation Hubs fanden statt: Universit\u00e4t Bremen (2017), Universit\u00e4t Witten-Herdecke (2018), Universit\u00e4t Oldenburg (20187), Hochschule Ansbach (2019), Universit\u00e4t Hamburg (2019) und Hochschule Fulda (2020).<\/p>\n<p>Nach sechs Constellation Hubs stellt sich nat\u00fcrlich die Frage, ob bislang bereits etwas gewonnen w\u00fcrde f\u00fcr das Anliegen, Systemaufstellungen in der Wissenschaft einzuf\u00fchren. Es zeigen sich bislang keine fassbaren Konturen f\u00fcr die Gestalt oder Hinweise f\u00fcr den Weg, die entstehen wollen. Es zeigt sich gleichwohl, dass immer wieder Menschen aus der Wissenschaft mit Berater\/innen und Praktiker\/innen in den Constellation Hubs zusammenkommen,\u00a0 um ihre Beitr\u00e4ge einzubringen. Eine erste Vermutung lautet deshalb: Systemaufstellungen k\u00f6nnten ihren Platz im transdisziplin\u00e4ren Raum haben, in dem Wissenschaft und Praxis gemeinsam um Erkenntnisse ringen. Diese transdisziplin\u00e4ren R\u00e4\u00fcume entstehen gerade an den R\u00e4ndern der Systeme, wo Wissenschaft und Praxis erste Ber\u00fchrungspunkte haben. Vielleicht aber wird sich noch etwas ganz anderes zeigen und der Weg, den wir gerade gehen, nimmt eine unerwartete Wendung. Die Gewissheit ist indes sehr ausgepr\u00e4gt, dass wir mit Systemaufstellungen die Raumsprache auch in der Wissenschaft einf\u00fchren k\u00f6nnen und damit einen neuen und intuitiven Weg zu komplexeren Erz\u00e4hlungen der Welt bekommen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es sieht nach einem klaren Ziel aus, welches im Sinne eines guten Projektmanagements nur in kleinere Schritte zerlegt werden muss: Systemaufstellungen in Forschung und Lehre zu integrieren. Der klassische Weg dazu w\u00e4re: Ver\u00f6ffentlichungen, Workshops, Konferenzen. Bedeutung verschaffen \u00fcber &hellip; <\/p>\n<div class=\"more-link-wrapper\"><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/yellowtransition\/2020\/03\/01\/beobachtungen-aus-dem-6-constellation-hub-fuer-systemaufstellungen-in-hochschulen\/\" class=\"more-link\">Continue reading<span class=\"screen-reader-text\"> &#8222;Beobachtungen aus dem 6. 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