{"id":15,"date":"2020-07-27T17:09:37","date_gmt":"2020-07-27T15:09:37","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/werkstofftechnik2020\/?page_id=15"},"modified":"2020-10-18T07:43:23","modified_gmt":"2020-10-18T05:43:23","slug":"04-eisenwerkstoffe","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/werkstofftechnik2020\/04-eisenwerkstoffe\/","title":{"rendered":"04 Eisenwerkstoffe"},"content":{"rendered":"<p>Zusammenfassung von Michael und Robin<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Allotropie<\/strong><\/p>\n<p>Allotropie bezeichnet die Erscheinung, wenn ein chemisches Element im gleichen Aggregatzustand in zwei oder mehr Strukturformen auftritt.<\/p>\n<p><strong>Allotropie von Eisen<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>\u03b1 -Eisen T &lt; 911 \u00b0C \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 krz<\/li>\n<li>\u03b3 -Eisen 911 \u00b0C &lt; T &lt; 1392 \u00b0C\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 kfz<\/li>\n<li>\u03b4 -Eisen T &gt; 1392 \u00b0C\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 krz<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Umwandlungsverhalten von reinem Eisen<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Beim Abk\u00fchlen kristallisiert bei 1536\u00b0C aus der Schmelze krz \u03b4-Eisen<\/li>\n<li>\u03b4-Eisen wandelt bei 1392 \u00b0C in das kfz \u03b3-Eisen um<\/li>\n<li>\u03b3-Eisen wandelt bei 906 \u00b0C in das krz \u03b1-Eisen um<\/li>\n<li>Bei 769 \u00b0C (Curie-Punkt) wird das Eisen ferromagnetisch.<\/li>\n<li>Umwandlungspunkte (A) sind abh\u00e4ngig von der Richtung, aus der sie erreicht werden.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Eisen-Kohlenstoff-Diagramm<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Kohlenstoff ist das wichtigste Legierungselement des Eisens.<\/li>\n<li>Der Kohlenstoff wird in die Zwischengitterpl\u00e4tze des \u03b1-, \u03b3- und \u03b4-Eisens eingelagert und ist daher nur in begrenztem Umfang im jeweiligen Eisengitter l\u00f6slich.<\/li>\n<li>Das Eisen-Kohlenstoff-Diagramm beschreibt die temperaturabh\u00e4ngigen Gef\u00fcge \u00c4nderungen f\u00fcr unlegierte St\u00e4hle und Eisengusswerkstoffe.<\/li>\n<li>Das Gleichgewichtsdiagramm Eisen-Kohlenstoff verliert seine G\u00fcltigkeit mit zunehmendem Gehalt an Legierungselementen.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Das Eisen-Kohlenstoff-Diagramm setzt sich aus drei Teilbereichen zusammen:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Eutektische Reaktion<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Oberhalb der Liquiduslinie bilden die beiden Komponenten eine gemeinsame Schmelze.<\/li>\n<li>Die Schmelze mit der eutektischen Zusammensetzung erstarrt bei einer bestimmten Temperatur wie ein reines Metall.<\/li>\n<li>Die eutektische Legierung weist die niedrigste Erstarrungstemperatur auf.<\/li>\n<li>Unterhalb der Soliduslinie liegen die Phasen des Eutektikums in einem feinen Gemenge vor.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Eutektoide Reaktion<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Umwandlung im festen Zustand<\/li>\n<li>Der Zerfall eines Mischkristalls in zwei andere feste Phasen wird als Eutektoide Reaktion bezeichnet.<\/li>\n<li>Das entstehende Gef\u00fcge hei\u00dft Eutektoid, also einem Eutektikum \u00e4hnlich.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Peritektische Reaktion<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Die Schmelztemperatur einer Komponete liegt unterhalb des Drei-Phasen-Gleichgewichts.<\/li>\n<li>Prim\u00e4r erstarrte Mischkristalle und Schmelze wandeln in eine andere Mischkristallart um.<\/li>\n<li>Die Bildung der Sekund\u00e4rmischkristalle beginnt an der Oberfl\u00e4che der Prim\u00e4rmischkristalle.<\/li>\n<li>Die so entstandene H\u00fclle aus Sekund\u00e4rmischkristallen um die Prim\u00e4rmischkristalle verlangsamt die weitere Konzentrationsverschiebung.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Stahlerzeugung<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Eisenerz und Koks werden dem Hochofen hinzugef\u00fcgt<\/li>\n<li>Hei\u00dfwind (1200 \u00b0C) wird eingeblasen<\/li>\n<li>Kohlenstofftr\u00e4ger reagieren zum Reaktionsgas Kohlenmonoxid und binden den Sauerstoff aus dem Eisenerz<\/li>\n<li>Eisen und Koks werden aufgeschmolzen und es entstehen Roheisen und Schlacke<\/li>\n<li>Schlacke und Eisen trennen sich und werden getrennt abgelassen<\/li>\n<li>Roheisen wird ins Stahlwerk transportiert<\/li>\n<li>Roheisen wird entschwefelt um den Kohlenstoff Anteil auf unter 4% zu senken<\/li>\n<li>Lanze bl\u00e4st reinen Sauerstoff in das Eisen um den Kohlenstoff auf Ca. 0,4% weiter zu senken<\/li>\n<li>nach diesen Arbeitsschritten spricht man von Stahl<\/li>\n<li>durch Hinzuf\u00fcgen von anderen Metallen lassen sich die Eigenschaften des Stahls ver\u00e4ndern<\/li>\n<li>fertiger Stahl wird ausgelassen und zu Bramme und Kn\u00fcppel f\u00fcr die weitere Verarbeitung gewalzt<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>St\u00e4hle:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Definition: <\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Legierung aus Eisen und Kohlenstoff<\/li>\n<li>Werkstoff, dessen Massenanteil an Eisen gr\u00f6\u00dfer ist als der jenes anderen Elements<\/li>\n<li>Kohlenstoffgehalt &lt;2,06%<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Wichtige Eigenschaften von St\u00e4hlen:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>plastisch verformbar, schwei\u00dfbar, span- und bearbeitbar, oft magnetisierbar, w\u00e4rmeleitf\u00e4hig, h\u00e4rtbar, elektrisch leitf\u00e4hig, korrosionsbest\u00e4ndig<\/li>\n<li>Schmelztemperatur bei ca. 1530\u00b0C und Dichte = 7,85g\/cm\u00b3<\/li>\n<\/ul>\n<p>Durch einen unterschiedlichen Kohlenstoffgehalt sowie der Beimengung von Legierungselementen entstehen unterschiedliche Stahlsorten mit unterschiedlichen Eigenschaften. Legierungselemente k\u00f6nnen dabei Schwermetalle, Leichtmetalle oder Nichtmetalle sein.<\/p>\n<p>St\u00e4hle k\u00f6nnen nach dem Anteil an Legierungselementen unterschieden werden.<\/p>\n<ul>\n<li>Unlegierte St\u00e4hle: &lt; 1% Legierungselemente<\/li>\n<li>Legierte St\u00e4hle: &lt; 5% Legierungselemente<\/li>\n<li>Hochlegierte St\u00e4hle: &gt; 5% Legierungselemente<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Einteilung von St\u00e4hlen kann nach G\u00fcte, nach Anwendung oder nach Gef\u00fcge erfolgen.<\/p>\n<p><strong>Einteilung nach G\u00fcte:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Grundst\u00e4hle:\n<ul>\n<li>unlegiert<\/li>\n<li>Anforderungen an ihr Gef\u00fcge erfordern keine Ma\u00dfnahmen bei der Herstellung<\/li>\n<li>keine besonderen Gebrauchseigenschaften von ihnen verlangt<\/li>\n<li>nicht f\u00fcr eine W\u00e4rmebehandlung bestimmt<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Qualit\u00e4tsst\u00e4hle:\n<ul>\n<li>unlegiert oder legiert<\/li>\n<li>bei ihrer Herstellung besondere Sorgfalt notwendig<\/li>\n<li>zus\u00e4tzliche Anforderungen wie Spr\u00f6dbruchempfindlichkeit, Verformbarkeit oder Schwei\u00dfbarkeit<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Edelst\u00e4hle:\n<ul>\n<li>unlegiert oder legiert<\/li>\n<li>besitzen einen hohen Reinheitsgrad<\/li>\n<li>die chemische Zusammensetzung ist besonders eng toleriert<\/li>\n<li>wichtigste legierte St\u00e4hle: nichtrostende St\u00e4hle, Schnellarbeitsst\u00e4hle<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Einteilung nach Anwendung:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Bau und Konstruktionsst\u00e4hle:\n<ul>\n<li>un-, niedrig und hochlegierte Baust\u00e4hle<\/li>\n<li>Verg\u00fctungsst\u00e4hle, Einsatzst\u00e4hle, Automatenst\u00e4hle, Nicht-rostende St\u00e4hle<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Werkzeugst\u00e4hle:\n<ul>\n<li>Kaltarbeitsst\u00e4hle (Bearbeitungstemperatur bis 200\u00b0C)<\/li>\n<li>Warmarbeitsst\u00e4hle (Bearbeitungstemperatur bis 400\u00b0C)<\/li>\n<li>Schnellarbeiterst\u00e4hle (Bearbeitungstemperatur bis 600\u00b0C)<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Die Einteilung der St\u00e4hle kann au\u00dferdem nach DIN EN 10027-1 erfolgen.<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Die Einteilung der St\u00e4hle erfolgt zum einen nach den mechanischen oder physikalischen Eigenschaften sowie der Einsatzbestimmung oder zum anderen nach ihrer chemischen Zusammensetzung.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li>Hauptgruppe 1 (mechanische oder physikalische Eigenschaften):\n<ul>\n<li>Beispiel:\n<ul>\n<li>S235JR<\/li>\n<li>Der erste Buchstabe gibt im Kurznamen des Stahls den Verwendungszweck an.<\/li>\n<li>Die darauf folgende Zahl gibt die wichtigsten mechanischen Eigenschaften an.<\/li>\n<li>Am Ende des Kurznamens kann ein Zusatzsymbol stehen, das auf weitere Eigenschaften hinweist.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Hauptgruppe 2 (chemische Zusammensetzung):\n<ul>\n<li>Unterscheidung in:\n<ul>\n<li>unlegierte St\u00e4hle (Mn &lt; 1 Ma.-%), (au\u00dfer Automatenst\u00e4hle)<\/li>\n<li>unlegierte St\u00e4hle (Mn &gt; 1 Ma.-%), niedrig legierte St\u00e4hle (Legierungselemente &lt; 5 Ma.-%), (au\u00dfer Schnellarbeitsst\u00e4hle)<\/li>\n<li>unlegierte St\u00e4hle (Mn &gt; 1 Ma.-%), niedrig legierte St\u00e4hle (Legierungselemente &lt; 5 Ma.-%), (au\u00dfer Schnellarbeitsst\u00e4hle)<\/li>\n<li>unlegierte St\u00e4hle (Mn &gt; 1 Ma.-%), niedrig legierte St\u00e4hle (Legierungselemente &lt; 5 Ma.-%), (au\u00dfer Schnellarbeitsst\u00e4hle)<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Faktoren der Legierungselemente:<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/werkstofftechnik2020\/files\/Bild4-1.jpg\" width=\"600\" height=\"377\" \/><\/p>\n<p><strong>Eselsbr\u00fccken: <\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Faktor 4: <u>W<\/u>o <u>S<\/u>ieht <u>MN<\/u> <u>CRoCodile<\/u>? Am <u>N<\/u><\/li>\n<li>Faktor 10: <u>Al<\/u>le <u>Cu<\/u>baner <u>Mo<\/u>chten <u>Ta<\/u>nte <u>Ti<\/u>nas <u>V<\/u><\/li>\n<li>Faktor 100: Mit 100 <u>P<\/u> <u>S<\/u> <u>N<\/u>ach <u>C<\/u><\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Eisengusswerkstoffe:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Definition:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Eisenkohlenstofflegierung mit einem Kohlenstoffgehalt zwischen 2,06 \u2013 6,67 %<\/li>\n<li>Schmelzpunkt bei 1150\u00b0C (deutlich geringer als Stahl)<\/li>\n<li>wird unterschieden in Stahlguss, wei\u00dfes Gusseisen, graues Gusseisen und Sondergusseisen<\/li>\n<li>Wei\u00dfes Gusseisen: Wei\u00dferstarrung erfolgt nach dem metastabilen System Fe-Fe3C<\/li>\n<li>Grauguss: Grauerstarrung folgt dem stabilen System Fe-C bei h\u00f6herem C-Gehalt<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Wei\u00dfes Gusseisen:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Zum wei\u00dfen Gusseisen geh\u00f6ren Stahlguss, Temperguss und Hartguss.<\/li>\n<li>Wei\u00dfes Gusseisen ist sehr hart, spr\u00f6de und nur schwer bearbeitbar.\n<ul>\n<li>Stahlguss:\n<ul>\n<li>Stahlsorten, die direkt weiterverarbeitet werden und gleich als Schmelze in ihre abschlie\u00dfende Form gegossen werden.<\/li>\n<li>Kohlenstoffgehalt von max. 2,06%<\/li>\n<li>Festigkeitseigenschaften sind weitgehen richtungsunabh\u00e4ngig<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li>Temperguss:\n<ul>\n<li>Temperrohguss ist hart und spr\u00f6de und muss einer Gl\u00fchbehandlung (Tempern) unterzogen werden.<\/li>\n<li>Das Tempern bewirkt eine Ausscheidung des Kohlenstoffs als kompakte Temperkohle mit geringer Kerbwirkung im Gef\u00fcge.<\/li>\n<li>Entkohlend gegl\u00fchter Temperguss hat in den Randzonen, ein helles, wei\u00dfes Bruchgef\u00fcge und wird daher als \u201ewei\u00dfer Temperguss\u201c bezeichnet<\/li>\n<li>Nicht entkohlend gegl\u00fchter Temperguss hat ein dunkles Bruchgef\u00fcge und wird demzufolge als \u201eschwarzer Temperguss\u201c bezeichnet.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li>Hartguss:\n<ul>\n<li>Hartguss ist ein metastabiles Gusseisen mit einem hohen Karbidanteil.<\/li>\n<li>Die metastabile Erstarrung f\u00fchrt zur Bildung von Ferrit, Perlit, Austenit und Zementit.<\/li>\n<li>Dadurch ist Hartguss besonders hart und verschlei\u00dffest.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Grauguss:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Die Werkstoffe werden nach der geometrischen Gestalt der Graphitkristalle im Gef\u00fcge unterschieden.<\/li>\n<li>Es wird zwischen Gusseisen mit Lamellengraphit, Kugelgraphit und Vermiculargraphit.<\/li>\n<li>Durch die mangelnde Beweglichkeit von Bausteinen, wie Atomen und Leerstellen im Kristallgitter, sowie inneren Spannungen ist Grauguss kaum plastisch verformbar.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Lamellengraphit: <\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Der Graphit liegt in Form von d\u00fcnnen, unregelm\u00e4\u00dfig geformten Lamellen vor.<\/li>\n<li>Durch die Kerbwirkung der Lamellen innerhalb der Werkstoffs sinkt die Zugfestigkeit.<\/li>\n<li>Das bedeutet, dass die d\u00fcnnen Lamellen wie kleine Kerben wirken, die ein Bauteil schw\u00e4chen.<\/li>\n<li>Allerdings ist die Druckfestigkeit von Grauguss mit Lamellengraphit um ca. das Vierfache h\u00f6her als seine Zugfestigkeit.<\/li>\n<li>Zus\u00e4tzlich wirken die Lamellen wie kleine Sto\u00dfd\u00e4mpfer und haben somit einen positiven Einfluss auf die D\u00e4mpfungseigenschaften.<\/li>\n<li>Au\u00dferdem f\u00f6rdern sie die W\u00e4rmeleitf\u00e4higkeit und die Formsteifigkeit.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Kugelgraphit: <\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Bessere mechanische Eigenschaften als das Gusseisen mit Lamellengraphit, bietet das Gusseisen mit Kugelgraphit.<\/li>\n<li>Das Kugelgraphit liegt in Kugelform vor, dadurch ist die Kerbwirkung geringer.<\/li>\n<li>Erreicht werden die besseren mechanischen Eigenschaften auch durch die Zugabe von geringen Mengen an Magnesium, Cer oder Calcium.<\/li>\n<li>Eine Modifikation der Werkstoffeigenschaften ist durch nachtr\u00e4gliches Spannungsangl\u00fchen oder Weichgl\u00fchen realisierbar.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Vermiculargraphit: <\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Der Graphite liegt in klumpiger Form vor.<\/li>\n<li>Er besitzt eine optimale Kombination aus Zugfestigkeit, D\u00e4mpfung, Temperaturleitf\u00e4higkeit Temperaturwechselbest\u00e4ndigkeit, Bearbeitbarkeit und Gie\u00dfbarkeit.<\/li>\n<li>Seine Herstellung ist jedoch sehr schwierig und erfordert eine Schmelzbehandlung in engen Temperaturbereichen.<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zusammenfassung von Michael und Robin &nbsp; Allotropie Allotropie bezeichnet die Erscheinung, wenn ein chemisches Element im gleichen Aggregatzustand in zwei oder mehr Strukturformen auftritt. Allotropie von Eisen \u03b1 -Eisen T &lt; 911 \u00b0C \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 krz \u03b3 -Eisen 911 \u00b0C &lt; T &lt; 1392 \u00b0C\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 kfz \u03b4 -Eisen T &gt; 1392 \u00b0C\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 krz Umwandlungsverhalten [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":11515,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_bbp_topic_count":0,"_bbp_reply_count":0,"_bbp_total_topic_count":0,"_bbp_total_reply_count":0,"_bbp_voice_count":0,"_bbp_anonymous_reply_count":0,"_bbp_topic_count_hidden":0,"_bbp_reply_count_hidden":0,"_bbp_forum_subforum_count":0,"footnotes":""},"class_list":["post-15","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/werkstofftechnik2020\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/15","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/werkstofftechnik2020\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/werkstofftechnik2020\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/werkstofftechnik2020\/wp-json\/wp\/v2\/users\/11515"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/werkstofftechnik2020\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=15"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/werkstofftechnik2020\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/15\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":111,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/werkstofftechnik2020\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/15\/revisions\/111"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/werkstofftechnik2020\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=15"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}