Henterogenität in der Schule

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Vorlesung am 30.05.17

I

Bei der Frage, ob die Unterschiede in den mathematischen Leistungen von SuS Grund zur Sorge sei, sollte man sich fragen warum und für wen es ein Grund zur Sorge sei. Gesellschaftlich ist es ja fast schon verschrieen gut in Mathe zu sein, und Gang und gebe Mathematik als das Fach zu nennen, in dem eh, früher wie heute, alle schlecht sind. Aber warum? Bei genauerer Betrachtung sollte man sich bewusst machen, dass sich der Unterricht an sich in den letzten Jahrzehnten verändert hat. So würde ich auch behaupten, auch wenn es ein Stück weit homogenisiert, zu behaupten das es den Durchschnittsschüler, und den Schüler mit Förderbedarf gibt. Dabei spielt es keine Rolle ob es ein schwacher oder ein starker Schüler ist. Beide bedürfen einer gewissen Förderung um Unterricht weiter problemlos mitzumachen. So müssen starke gefordert werden, damit sie nicht durch Langeweile in den Leistungen abfallen. Bei den schwächeren SuS spielt das warum wieder eine größere Rolle. Ein SoS mit weniger guten Leistungen ist nicht zwangsläufig faul oder “dumm“. Je nach Leistung sollte ein Lernbehinderung nicht ausgeschlossen werden. Es gibt durchaus Möglichkeiten SuS die an einer Dyskalkolie, zu fördern.

Ein weiterer Punkt, der Einfluss auf den Mathematikunterricht hat, ist der Fakt das Kinder von der Umwelt mitbekommen, dass Mathe ein schweres Fach sei. So gibt es auch Eltern, die ihren Kindern ein falsches Bild vom Mathe-Unterricht geben, indem sie sagen er sei schwer oder gar “doof“. Hat ein Kind diese Vorstellung von dem Unterrichtsfach im Kopf, geht es ganz anders in den Unterricht, und hat vielleicht sogar angst davor, dass es so schwer sein wird.

Andererseits gibt es auch Seitens der Schule Einflussgrößen die erhebliche Auswirkungen auf den Mathematikunterricht haben. So wird immer und immer mehr von den SuS verlangt zu können, wenn sie nach Klasse 10 oder 13 die Schule verlassen. Auch wenn wir in einer Leistungsorientierten Gesellschaft leben, sollte ein Maß an Wissen gefunden werden, was es den SuS erlaubt ein gutes Basiswissen zu erlangen, um dann gut gerüstet in die Ausbildung oder das Studium zu gehen. Denn häufig reichen die Vorkenntnisse nicht aus, und zusätzlich werden die SuS in der nächsten Bildungsinstanz, sei es Uni oder Berufsschule im zu der Ausbildung, mit weitere fachbezogenem Stoff konfrontiert werden.

Also sollte man sich um die Leistungsunterschiede sorgen? Wenn sich in der Zukunft an dem Gesellschaftlichen Wahrnehmung und Anerkennung des Mathematikunterrichtes, aber auch der Inhaltlichen Seite nichts ändern sollte, wird es einen Grund zu Sorge geben. Da die Gesellschaft immer schnelllebiger wird und, hier etwas überspitzt ausgedrückt und bildlich gesprochen, Kinder eher zu einem Smartphone Mama und Papa sagen, gibt es Einflüsse die diese Entwicklung noch beschleunigen. Denn das Bewusstsein für die Schule und ihre Bedeutung für das eigene Kind sind wichtig um dieser Entwicklung entgegen zu wirken.

 

II

Den Mathematikunterricht gelegentlich gestalterisch in die Farben einer Spielstunde zu tauchen hat durchaus Vorteile besonders in der Primarstufe. Durch die spielerische Herangehensweise bietet man den Kindern eine, teilweise von der Abstraktheit losgelöste Möglichkeit, sich mit der Materie zu beschäftigen. Und zeigt, das Mathe durchaus Spaß machen kann. Jedoch muss es nicht unbedingt gleich ein Spiel sein um Kinder dazu zu motivieren sich mit Mathematik zu beschäftigen. Mann kann zum Beispiel mit ANNA-Zahlen arbeiten. So können Kinder Gesetzmäßigkeiten, durch den geweckten Forscherinstinkt, lernen.

Ein andere Möglichkeit Kindern Mathematik näher zu bringen hat Frau Dr. Körner in der Vorlesung „Mathematisches Denken und Lehren 1 – Fachdidaktische Grundlagen“ angesprochen. Die Geometrie kommt sehr häufig in den Grundschulen zu kurz, und wird nur unterrichtet oder behandelt wenn gerade ein Platz im Stundenplan ist. Es ist allerdings genauso wichtig wie der nicht geometrische Teil der Mathematik. Denn es bietet SuS die im nicht geometrischen schwächer oder unsicherer sind, in Geometrie aber gut zurecht kommen. Dies ist ein Mittel um den Kinder bewusst zumachen das sie durchaus gut in Mathematik sind. Auch hat die Geometrie ist sei griffiger

 

III

Was unternimmt die Lehrkraft um schwächeren und auch besonders gute SuS im Unterricht zu unterstützen?

In wie weit werden schwächere und bessere SuS gefördert bzw. gefordert um sie am aktuellen Unterrichtsgeschehen mit Teilhaben zu lassen?

Aufgaben zum 08. Vorlesungstermin am 23.05.17 bei Prof. Dr. Till-Sebastian Idel

I)

Klassenräume. Sie begleiten jeden Schüler und Schülerin von der ersten bis zur letzten Klasse, sei es die 10. oder die 13. Und ist sowohl für Schüler und für Lehrkräfte ein Arbeitsplatz als auch ein Platz zum lernen. Am weitesten verbreitet ist das Layout, welches den Lehrer gelenkten Unterricht fördert. Alles ist in Richtung der Tafel ausgerichtet, von der aus die Lehrkraft den Unterricht koordiniert und steuert. In diesem, auch Frontalunterricht, genannten Konzept läuft eben alles, wie schon erwähnt, über die Lehrkraft. Sie verteilt die Rederechte und initiiert auch die Arbeitsphasen. Es ist eine nicht niedergeschriebene Konvention, dass der Unterricht beginnt, wenn die Lehrkraft da ist. Die ist jedoch nicht überall der Fall. So gibt es auch andere Klassenräume, die wesentlich offener und freier gestaltet sind. Diese sind häufig auch größer.

Die von Herrn Dr. Idel gezeigten Bilder, vermittelten durch diese Gestaltung ein warme Atmosphäre. Hier liegt der Schwerpunkt nicht auf der Leitung der Lehrkraft, sondern orientiert sich viel mehr an der Klasse als Gruppe. Die Lehrkraft ist ein Teil der Gruppe und agiert in der Gruppe und wirkt nicht von außen auf sie ein. Diese Art von Klassenräumen haben nicht zwangsläufig eine Tafel. Diese dient in der Regel auch nur dazu um Dinge an gewissen Punkten im Unterricht zentriert erörtert werden müssen.

Das Unterrichtsformat an sich ist so in seiner gewohnten Form überholungsbedürftig. Da die Heterogenität und somit auch die Individualisierung immer mehr die Abläufe beeinflusst.

II)

Die LEBs (Lern Entwicklungsberichte) sollen einen individuelleren Einblick in die Leistungen des Schülers_in geben. Ohne Noten soll kompetenzorientiert bewertet und reflektiert werden. Die Notenzeugnisse bieten zwar eine wesentlich bessere Vergleichbarkeit. Aber homogenisieren auch die Leistungsbewertung. Hier werden die SuS über den sprichwörtlichen Kamm geschoren, und werden nach erreichten Punkten bewertet ohne darauf zu achten inwiefern diese Punkte die Leistung oder die Leistungssteigerung des jeweiligen Individuums widerspiegeln. Die LEBs orientieren sich daran, was der Schüler kann und wie er sich entwickelt.

 

2.

Den Großteil meiner Schulzeit habe ich den Front- oder Lehrer gelenkten Unterricht erlebt. Erst nach meiner Ausbildung während meiner Zeit auf dem Beruflichen Gymnasium habe ich ein anderes Unterrichtsformat erlebt. Allerdings wurde hier auch nicht auf die Leistungsheterogenität geachtet. Es hatte einfach nur den Anschein, da der Unterricht mehr auf Gruppenarbeit ausgerichtet war. Mit einer Ausnahme. In Klasse 12 gab es eine Projekt-Arbeit, bei der die Lehrkraft zwar anwesend war, die SuS aber selbstständig über einen Zeitraum von mehreren Wochen gearbeitet und organisiert haben. Die Lehrkraft hatte dort eher eine passive und beratenden Funktion.

Während eines meiner Praktika ist mir aufgefallen, dass die Größe, oder die Aufteilung, eines Klassenraumes kein Garant für heterogeneres arbeiten ist. Sondern die Zusammensetzung von Lehrkraft, Ausstattung und Materialien müssen zu dem Konzept passen, damit es erfolgreich umgesetzt werden kann. Hierfür fehlen an einigen Schulen allerdings die finanziellen Mitteln um dieses zu gewährleisten.

Ich habe auch von einigen Lehrkräften erfahren, das diese LEBs, die mittlerweile durch Kompoleis ersetzt wurden, auch nicht immer eine eindeutige Leistungsbewertung/Rückmeldung ermöglicht. Diese „Berichte“ fallen auch wieder einer gewissen Standardisierung zum Opfer, wonach sie ausgefüllt werden müssen, und die wirklichen Leistungen auch zum Teil verundeutlicht. Da gewisse Einträge nach dem Bewertungsvorgaben höhere oder niedrigere Kompetenzen ergeben als es wirklich der Fall ist.

 

3.

I)

Die Schultheoretische Sichtweise liefert in ihren Überlegungen zu möglichen Veränderungen zu konzipieren, um die Heterogenität zu unterstützen und zu fördern.

Diese bilden die Basis für eine Übertragung auf reale Situationen um erforderliche Veränderungen von äußeren, wie zum Beispiel Klassenräume, und inneren Strukturen, wie zum Beispiel der Unterrichtsaufbau.
II)

In wieweit unterstützen die neuen Kompolei (Kompetenz orientierte Leistungsbewertung) Zeugnisse die Individualisierung unterstützen oder behindern im Vergleich zu den LEBs? Und wie unterstützen die, nicht auf Notenbasierenden, Zeugnisse die Arbeit, Heterogenität zu fördern. Oder arbeiten sie dagegen.

Warum sind Schränke und Regale so aufgestellt? Und warum sie nicht anders angeordnet worden sind. Zum Beispiel eine offenere Aufteilung, oder eine Raumteilung durch Regale?

Warum wurde diese Sitzordnung oder die Tischanordnung so gewählt?

War es eine freie Sitzplatzwahl?

Wurde die Sitzordnung von der Lehrkraft bestimmt.

Der „pädagogische Nachbar“ → gegenseitige Hilfe

Was sagt mir die Anordnung der Möbel? Und weißt mich die Tafelausrichtung tatsächlich auf einen Frontalunterricht hin, oder arbeitet die Lehrkraft losgelöst von äußeren Bedingungen. Und wird trotz so einer Ausrichtung individualisiert mit den SuS gearbeitet?

Gibt es auch transparentere Möglichkeiten eine individualisierte Rückmeldung zu geben als durch eine notenfreies Zeugnis wie zum Beispiel die LEBs, oder die neuen Kompoleis?

Blogeintrag zur Vorlesung am 09.05.2017 Heterogenität im Deutschunterricht

1)

Die Vorlesung hat damit begonnen, erst einmal den Begriff „Deutschunterricht“ zu definieren. In einer offenen Diskussion wurde versucht zu klären was Deutschunterricht bedeutet, aber auch der Unterschied zwischen Deutsch als Fremdsprache und als Zweitsprache. Davon ausgehend wurde erläutert, welche äußeren und inneren Faktoren, Einfluss auf die Leistung eines Schülers hat. Diese reichen von familiären Systemen, zum Beispiel der Zusammensetzung oder der Bildungsnähe, den kulturellen Milieus oder heimatlicher Kultur, über die eigenen Interessen und Attributen, bis zu der körperlichen Entwicklung und den körperlichen, geistigen und sozialen Fähigkeiten. Weiterhin wurden die Leistungen von SuS in Form von Studien betrachtet. Zum einen im Hinblick auf den Internationalen Vergleich der PISA-Studie und auf die Lesevorlieben von Mädchen und Jungen. Die PISA-Studie von 2009 ergab das Jungen ein schlechteres Leseverständnis aufweisen als Mädchen. Was teilweise damit begründet wurde, dass Mädchen eher dazu neigen in ihrer Freizeit zu lesen als Jungen, die mehr dazu neigen Videospiele zu spielen. Was durchaus an der Verbesserung des eigenen Leseverständnisses hinderlich sein kann. Dort gibt es jedoch gewisse Ähnlichkeiten zum Schulunterricht. Denn die im Unterricht behandelten literarischen Werke sprechen häufig nur eine Interessengruppe an. Meist sind es Jungen, die das Ausgewählte Genre des Buches gar nicht interessiert und deshalb weniger engagiert mitarbeiten. Ich denke nicht das diese Entscheidungen absichtlich getroffen werden um einer Gruppe von SuS eine bessere Arbeitsgrundlage zu schaffen. Eher richtet sich diese Auswahl an den Aktuellen politischen Themen und Klassikern oder gepriesenen Neuerscheinungen der Literatur aus. Auch wenn dieses nur bedingt Teil der Vorlesung war, ist es auf dem Videospielmarkt ähnlich. Der Grund warum mehr jungen als Mädchen spielen, ist der Grund, dass sie für Jungen viel ansprechender und interessanter sind als für Mädchen. Der Markt orientiert sich zwar immer mehr auch an der weiblichen Kundschaft, da dass Interessengebiet der männlichen Kunden fast abgeschöpft ist. Dies bezüglich ist es doch besonders in der Schule wichtig, dass man auf Gendersensiblen Inhalt achtet. Ein Inhalt, der es allen ermöglicht sich aktiv und interessiert am Unterrichtsgeschehen zu beteiligen. Wie auch schon in der letzten Vorlesung von Herrn Kulgemeyer erwähnt, ist es wichtig den Unterricht dahingehend umzugestalten es für beide Seiten attraktiv zu machen, wenn sonst nicht darauf geachtet wird.

 

2)

Ich kann mich hauptsächlich an meine Gymnasiumszeit erinnern, was den Deutschunterricht angeht. Hier wurde uns von der jeweiligen Lehrkraft bei der Einführung in ein Buch was im Zuge des Unterrichtes bearbeitet werden sollte, erst einmal erklärt, wie es zu der Wahl des jeweiligen Werkes kam. Häufig wurde es in einer Konferenz der Deutschlehrer entschieden, welches der im Kurrikulum aufgelisteten Bücher am geeignetsten seien. Dabei gab es nie einen Kommentar, ob es eher Mädchen oder Jungen gefallen könnte. Was daran gelegen haben könnte, dass in der Schulform die ich besucht habe, generell einen sehr großen Mädchenanteil hat. In der Regel liegt die Quote bei 85 bis 90 Prozent Mädchenanteil in den Klassen. Und ich selber habe nie darauf geachtet, inwiefern die Bücher eher für Mädchen oder für Jungen interessant waren. Dadurch gab es zwar mehr Mächden die ein Buch nicht mochten, was man aber in diesem Fall nicht generalisieren kann. Aber an sonsten sind mir keine Auffälligkeiten bekannt, was die Auswahl der Bücher oder Texte betraf. Was ich allerdings dazu sagen muss ist, dass ich selber wenig Probleme damit hatte auch Lyrische Werke zu bearbeiten, da ich Spaß daran habe Texte von Jakob van Hoddis oder Emanuel Geibel zu bearbeiten und diese neu zu verfassen. Zum anderen wurden die Aufgaben bearbeitet, egal ob man das Buch mochte oder interessant fand. Es gab jedoch einen Deutschlehrer, die Mitschüler und auch mich scharf kritisiert hat weil wir anderer Meinung, über die Qualität eines Buches waren, als er. So wurden unsere persönlichen Meinungen vor der Klasse als falsch dargestellt, ohne zu begründen warum oder darauf einzugehen das wir die Aufgabe, uns Kritisch mit dem Roman auseinander zu setzen, erledigt hatten. Es schien mir in dem Fall so, als wenn wir das Buch lesen sollten, weil es unserem Lehrer gefiel, und er sich durch unsere Aussagen persönlich angegriffen fühlte.

 

3)

Wurde bei der Auswahl der zu bearbeitenden Literatur darauf geachtet, inwiefern es gegebenenfalls nur ein einseitiges Interesse wecken könnte. Oder wurde einfach ein Text oder eine literarisches Werk einfach nur aus der Kurrikulum ausgesucht.

Ist bei der Auswahl des Themas nicht nur auf die Gendersensibilität geachtet worden, sonder auch darauf ob es der Altersgruppe entspricht.Und ob, und wenn ja wie stark, es gegen Genderklischees orientiert gestaltet ist. Vor allem sollte man dabei die Zusammensetzung der Klasse beachten, da dies auch Ausschlaggebend ist was die größte heterogene Masse abdeckt. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass selbst hauptsächlich für Mädchen interessante Texte, auch für die männlichen Mitschüler insofern interessant sein können, das sie von ihren Mitschülerinnen mitgezogen werden, wenn der Anteil der Schüler in einer Klasse sehr gering ist.

Wie wird das Buch den SuS das Buch vorgestellt/eingeführt? Wie reagieren die SuS auf das ausgewählte Werk? Und wie geht die Lehrkraft mit Kritik an dem ausgewählten Text.

Heterogenität in naturwissenschaftlichen Fächern

1.

In einer Vorlesung zum Thema Heterogenität hat Herr Dr. Kulgemeyer von Fakten berichtet, die sich aus einigen Studien ergeben haben. Unter anderem aus der PISA-Studie. Am interessantesten fand ich den Fakt, dass die Sprache ein sehr wichtige Rolle in naturwissenschaftlichen Fächern spielt. Neben den Formeln und Gesetzen muss auch eine neue Sprache dazu gelernt werden. Dies wird häufig außer acht gelassen. Wenn man die Lehrwerke genauer ansieht, fällt einem auf, dass diese überseht sind mit Fachbegriffen, die beim normalen Lesen gar nicht als solche identifiziert werden. Viele der dort vorkommenden Wörter werden auch in der Alltagssprache verwendet, aber haben dort eine andere oder sogar, unbeabsichtigt, falsche Bedeutung. Da sie verwendet werden, ohne die fachspezifische Definition zu kennen. Zum Beispiel der Aussage: „Der hat aber Kraft“, die in der Alltagssprache Verwendung findet, wenn man einer Person begegnet die Muskelaufbautraining betriebt und einen dementsprechenden Bizeps hat. In der Fachsprache ist diese Aussage falsch, da man Kraft weder haben noch speichern kann. Kraft wirkt auf etwas ein und ergibt sich aus F=ma, der Masse mal Geschwindigkeit. Und dies geschieht mit sehr vielen Fachbegriffen, die nicht als solche identifiziert werden. Außerdem wird auch der Umfang der neu zu lernenden Fachbegriffe unterschätzt, und nicht beachtet, da eher die Anwendung von Formeln und die Indetifizierung von Gesetzmäßigkeiten im Fokus stehen. Da sollte man sich fragen, wie sollen SuS für Naturwissenschaften lernen, wenn sie die Sprache nicht Kennen. Das geht in den Fächern der Fremdsprachen doch auch nicht, oder? So wäre doch eine Kurze Vokabeleinheit zu Beginn eines neuen Themas um den SuS den auf sie zu kommenden Stoff griffiger zum machen.

So wäre es für die SuS auch leichter Aufgaben in unterschiedlichen Kontexten zu verstehen, und diese zu bearbeiten.

Und genau diese Kontexte sind es, die helfen könnten den Unterricht griffiger und verständlicher zu gestalten. Denn in der Regel besteht ein Kurs nicht nur aus Jungen oder Mädchen. Unabhängig von den unterschieden in den Leistung der einzelnen SuS gibt es auch Unterschiede in den Interessengebieten, die auch keine unwichtige Rolle im Unterricht spielen. Laut PISA sind Jungen besser in Physik und Chemie und Mädchen besser Biologie. Das die Lehrkraft Einfluss darauf hat wie die SuS lernen ist ein Selbstläufer. Dabei ist es allerdings egal, ob die Lehrkraft weiblich oder männlich ist. Viel wichtiger ist es den Unterricht so zu gestalten, das dieser Interessengebiete einer möglichst breiten Masse abdeckt. Auch wenn Jungen und Mädchen verschiedene Interessen haben, bedeutet das nicht, dass es nachteilig für eine Gruppe ist den Unterricht im Kontext von der andren Gruppe auf zu bauen, und zu gestalten. Jungen sind eher an Technik interessiert, wohingegen Mädchen sich für erstaunliche Phänomene, den menschlichen Körper/Sport und an der Gesellschaftlichen Bedeutung der Naturwissenschaften interessieren. Untersuchungen haben gezeigt das einen Auslegung der Vorbereitung des Unterrichts auf mehr für weibliche Schüler interessante Aspekte keinerlei negative Auswirkungen für männliche Schüler hat.

2.

Zu meiner Realschulzeit war es Gang und gebe Frontalunterricht zu machen. Es gab zwar auch vereinzelt Gruppenarbeiten, das war jedoch meist nur in Fächer wie Musik oder In Physik und Chemie der Fall. Wobei sich die Gruppenarbeit bei den naturwissenschaftlichen Fächern auf die Versuchsdurchführung beschränkte. Der Unterricht erschien mir, im Vergleich zu meiner Zeit auf dem Beruflichen-Gymnasium, recht dröge. Dort wurde zwar auch Frontal unterrichtet. Jedoch gab es zum Beispiel in dem Fach Pädagogik wurde jedes neue Thema mit einer Podiumsdiskussion begonnen. Es wurde auch vermehrt mit Expertengruppen gearbeitet. Allerdings hat das auch nur, genauso wie normale Gruppenarbeiten, erfolgreich funktioniert, wenn die Gruppen von der Lehrkraft eingeteilt wurden. Von uns Schülern selbst ausgesuchte Gruppen kamen immer zu dem Ergebnis, dass zwei Gruppen arbeiteten und die anderen sich mehr über private dinge unterhielten. Ein Ausnahme war die Projektarbeit in Klasse 12. Dort konnten wir uns auch die Gruppen selber aussuchen, und wir kamen trotzdem alle zu guten Ergebnissen. Was allerdings daran gelegen haben kann, das wir uns Aufgaben aussuchen konnten die uns persönlich interessierten. Alles in allem habe ich es als angenehmer empfunden in Expertengruppen zu arbeiten. Da zu einem Thema nicht nur in seiner Gruppe besprochen hat, sondern auch noch Input von Mitgliedern anderer Gruppen hatte, mit dem man arbeiten konnte. So war nicht nur eine Heterogenität von unterschiedlich leistungsstarken SuS gegeben, sondern auch in der Hinsicht, dass man nicht immer mit den selben Personen zusammengearbeitet hat. Eine Ausgeprägte Heterogenität was die Geschlechterverteilung anging gab es jedoch nicht. Da es im meiner, und der Parallelklasse von ingesamt knapp 50 SuS nur 9 Schüler gab. Der Schulzweig ist allgemein sehr Mädchenlastig da viele, die diesen Schulzweig besuchen, nach ihrem Abitur eine Erzieherin-Ausbildung oder eine Lehramtsstudium absolvieren möchten.

3.

Ich habe angefangen Mathematik und Physik auf Lehramt für Oberstufen und Gymnasien zu studieren, besuche aber mittlerweile Vorlesungen für Elementarmathematik und dem Fach Deutsch, da ich zum nächsten Wintersemester auf Grundschullehramt, mit den Fächern Mathe, Deutsch und Englisch, wechseln möchte.

Wenn ich mit einem neuen Thema in Mathematik, zum Beispiel Kombinatorik, beginnen wollte, würde ich zu erst einen kurzen Überblick geben, was alle auf die Schüler zukommt.

Als nächsten Schritt wäre dann eine Art Brainstorming dran, bei dem ich den Kindern ein Diagramm via Tageslichtschreiber an die Wand werfen um darüber zu diskutieren was das eigentlich ist. Da wäre die Lernhilfe, dass die Schüler das Gespräch, für erste Hinweise, mit der Lehrkraft, aber vor allem mit ihren Mitschülern suchen können.

Schritt Nummer drei sind Aufgaben die mit einer Geschichte zusammen hängen, die in soweit eine Hilfestellung ist, dass sie das Grundprinzip der Aufgabe erklärt, und die Schüler während der Bearbeitung der Aufgaben darauf zurück greifen können.

Im letzten Schritt können sich die Schüler, die schnell mit den Aufgaben fertig sind mit Kontrollkarten die auf dem Pult liegen selber kontrollieren. Und zusätzlich noch Helfer-Karten verdienen, anhand derer dann andere SuS sehen können wer schon fertig ist und ihm/ihr bei Fragen gegebenenfalls helfen kann so erhalten die schwächeren SuS zusätzlich durch die Unterstützung der Lehrkraft auch Hilfe durch ihre Mitschüler*innen. Und die helfenden SuS haben eine Kontrolle ob sie die Aufgaben auch wirklich richtig verstanden haben, und auch wiedergeben können was sie eigentlich gemacht haben.

Aufgabe zum 03. Vorlesungstermin am 18.04.2017 von Prof. Dr. Sabine Doff

 1. Fokussierung des Vorlesungsthemas

Da jede Schulklasse eine heterogene Lerngruppe darstellt, kann ich auch im Englischunterricht davon ausgehen. Das bedeutet: unterschiedliche Lernvoraussetzungen, sprachliche Vorkenntnisse und eigenes Lerntempo.

Der Inhalt der von Prof.Dr. Doff gehaltenen Vorlesung lag schwerpunktmäßig bei der Leistungsheterogenität, sprachliche und kulturelle Heterogenität.

Leistungsheterogenität: Jeder ist ein Individuum und lernt und leistet damit ganz unterschiedlich.

Sprachliche Heterogenität: Sprachlich gesehen sind folgende Aspekte als Hintergrundinformation wichtig: unterschiedliche Kenntnisse der Sprache, Interesse am Erlernen einer Sprache, Lernfähigkeit, Lerntempo. Vergessen werden darf dabei aber auch nicht, inwieweit die Schüler die Deutsche beherrschen, um zum Beispiel Arbeitsaufträge zu verstehen.

Kulturelle Heterogenität: Sie kennzeichnet sich durch unterschiedliche Lebensformen/Lebenswelten. Dadurch bedingt sich auch unterschiedliche Sichtweisen vom sozialen Miteinander, Stellenwert von Wissen und Schulabschluss.

Im Englischunterricht liegt die Homogenität allein darin, dass alle gemeinsam die gleiche Sprache erlernen. Da Englisch Inhalt, Medium und Ziel des Unterrichts ist, ist die heterogene Entwicklung ersichtlich.

Für das Lernen mit dem Wissen der Leistungsheterogenität ist es erforderlich eine innere Differenzierung vorzunehmen. Leistungsschwache und leistungsstarke Schüler sollen gefördert werden. Das kann erfolgen durch: zum Beispiel unterschiedliche Medien, unterschiedliche Schwierigkeitsgrade, Zeitangaben zur Bearbeitung, andere Lernwege, unterschiedliche Sozialformen.

Sprachliche Heterogenität: Sie kann eine Chance sein, da sie Verständigung ermöglicht und für alle eine neu zuerlernende Sprache ist.

Die Gefahr liegt darin, dass die Sprache Englisch nur als „Werkzeug“ (vgl. bilingualer Sachunterricht) benutzt wird. Eine Mehrsprachlichkeit (keine sicheren Kenntnisse in der Muttersprache und in der deutschen Sprache) kann das Erlernen einer weiteren Sprache behindern.

Kulturelle Heterogenität: Dieser Aspekt wurde nicht im Detail bearbeitet. Aber es darf nicht unterschätzt werden, das verschiedene Kulturen unterschiedlich mit Bildung umgehen.

 

2. Anwendung und theoriegeleitete Reflexion bisheriger Praxiserfahrungen, inklusive Perspektivwechsel von Lernenden zu Lehrenden

Bis zum Beginn meines Studiums habe ich während meiner Praktika keinerlei Erfahrung im Englisch unterricht sammeln können. Also kann ich mich nur auf meine Erfahrnungen aus meiner Schulzeit beziehen. Der Unterricht hat bis zu meiner Abiturszeit immer im Klassenverband stattgefunden, da ich erst in der 11. Klasse auf ein Gymnasium gewechselt hatte und ich zuvor auf einer Realschule unterrichtet worden bin. Dort herschte eine hohe Leistungs- und sprachliche Heterogenität. Auch in Klasse 11 gab es keine  so großen Unterschiede, was an der Schulform gelegen haben kann. Ich habe ein berufliches Gymnasium besucht, auf dem es erst im 12 Jahrgang zur Aufteilung in Grund und Leistungskurse stattfand, was zu einer noch höheren Leistungshomogenisierung führte. Lediglich die sprachliche Heterogenität, was die Ausprache und die Sprachgewandheit anging, hatte sich noch erhöht, da wir von unterschiedlichen Lehrern unterricht wurden.

 

 3. Anwendung und theoriegeleitete Reflexion zukünftiger Praxiserfahrungen:

Für kommende Praktika gibt es folgende Beobachtungsaufgaben:

Wie ist die Lerngruppe aufgebaut: zum Beispiel Schüler mit Lernschwierigkeiten oder Migrationshintergrund ?

Werden unterschiedliche Materialien/Medien angeboten?

Gibt es unterschiedliche Schwierigkeitsgrade bei den Arbeitsaufträgen ?

Werden sprachlich gute Schüler mit eingebunden zur Unterstützung schwächerer Schüler oder zur Erarbeitung schwieriger Aufgaben zur Präsentation ?

Welche unterschiedlichen Sozialformen gibt es, um der Heterogenität entgegen zu wirken ?

Aufgabe zum 02. Vorlesungstermin am 11.04.2017

Aufgabe 1

Im Gymnasium fand in Klasse 5 ein Spielefest mit Büfett statt. Sie sind der interkulturellen Pädagogik zu zuordnen. Sie wenden sich an alle Schüler. Durch die Vorgaben der Spiele und Aktionen agieren die Schüler in Gruppen, in denen jeder aktiv werden kann. Die Stärken der einzelnen kommt hier zum Tragen unabhängig von der Nationalität, kognitiven oder körperlichen Fähigkeiten.

Die Struktur des Festes bietet die Möglichkeit Spiele und Speisen aus anderen Kulturen allen Beteiligten nahe zubringen und die Schüler /Eltern aus anderen Nationen mit einzubinden. Ziel ist es dabei in einer entspannten Atmosphäre gemeinsam (Lernende und Lehrende) die Vielfalt der Heterogenität zu erfahren und zu genießen.

An der Realschule gab es eine Musik-AG.

Es wurde dort eine Schulband aufgebaut und gegründet. Mit einer Schulband hat die Schule und die Lehrenden die Möglichkeit die Ausländerpädagogik, die interkulturelle Pädagogik und die antirassistische Pädagogik anzuwenden, je nach Bedarf.

Für die Ausländerpädagogik können die Liedtexte zur Sprachförderung und Sprachanwendung genutzt werden. Ebenso ist die Kommunikation in den Proben wichtig und bietet die Möglichkeit Schüler zu motivieren und themenbezogen Wörter neu zu lernen.

Die Musikrichtungen und Musikinstrumente verschiedener Kulturen bietet der interkulturellen Pädagogik eine gute Basis. Die Schüler können diese mit einbringen. Über die Musik gibt die Band den Schülern neue Beziehungen zu knüpfen. Die Stärken des einzelnen steht hier für den Spaß und den Erfolg im Vordergrund. Die Auswahl der Musikstücke kann die Interkulturalität unterstützen.

Die Schule bietet der antirassistischen Pädagogik mit einer Schulband einen geschützten Rahmen, um viele Nationalitäten und Religionen an einem gemeinsamen Ziel der Musik arbeiten zu lassen. Andere Problematiken können hier erarbeitet werden oder treten in den Hintergrund. Die Schule kann im Rahmen einer Projektwoche diese Schulband in den Abschluss aktiv mit einbinden und so Antirassismus deutlich machen.

Aufgabe 2

Aufgaben während der Praktika könnten sein:

Gibt es obengenannte Aktionen an der Schule?

Gibt Hinweis zu den einzelnen Bereichen im Schulprogramm?

Gibt es wiederkehrende Angebote zu Miteinander an der Schule?

Aufgabe 3

Musik, Sport und/oder handwerkliche Arbeitsgemeinschaften können Barrieren verhindern oder einreißen. Es sind die Stärken und Interessen des einzelnen wichtiger als kognitive Anforderungen, die oft auch selber ein Hindernis sind.

Sie bieten auch die Möglichkeiten private Erfahrungen und kulturelle Erlebnisse mit einzubringen ohne dass sie deplatziert wären. Gleichzeitig bieten die Aktiven gute Basen für den kognitiven Auftrag von Schule.


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