{"id":7,"date":"2017-04-20T13:48:23","date_gmt":"2017-04-20T11:48:23","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/vorlesung\/?p=7"},"modified":"2017-04-20T13:48:23","modified_gmt":"2017-04-20T11:48:23","slug":"englisch-kann-jederoder","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/vorlesung\/2017\/04\/20\/englisch-kann-jederoder\/","title":{"rendered":"Englisch kann jeder,oder?"},"content":{"rendered":"<p>Fokussierung des Vorlesungsthemas:<\/p>\n<p>Die letzte Vorlesung behandelte die Heterogenit\u00e4t im Fach Englisch. Professorin Frau Dr. Doff der Fremdsprachendidaktik Englisch sprach hierbei \u00fcber die St\u00e4rkung von Ma\u00dfnahmen zum Umgang mit Heterogenit\u00e4t. Sie teilte die bestehende Heterogenit\u00e4t im Unterricht in 3 Kategorien ein. Die erste Kategorie beschreibt den Englischunterricht in Bezug auf Leistungsheterogenit\u00e4t. Sie erfordert ein differenziertes Lernangebot, da die Sch\u00fcler im Unterricht sich auf dem Level X+1 befinden sollen, welches impliziert,dass Sch\u00fcler das Level x haben und der Lehrer das Level x+1. Durch zu starke Leistungsheterogenit\u00e4t kann dieses jedoch nicht f\u00fcr alle Sch\u00fcler ohne zus\u00e4tzliche Lernangebote und innere Differenzierung erfolgen. Die zweite Kategorie bezieht sich auf den Englischunterricht mit sprachlicher Heterogenit\u00e4t.Hierbei f\u00fchrte Frau Dr. Doff an, dass es wichtig sei, die Muttersprachen der anderen Sch\u00fcler miteinzubeziehen und den Unterricht im Hinblick auf beispielsweise dem Vergleich der Grammatik der verschiedenen Sprachen zu gestalten. Die dritte Kategorie bezog sich auf den Englischunterricht mit kultureller Heterogenit\u00e4t. Hierbei treffen unterschiedliche Lebenswelten und Lebensbedingungen aufeinander. Diese kann man im Unterricht ebenfalls als Vergleich zum Unterrichtsinhalt heranziehen,da somit die anderen Sch\u00fcler wertvolle Einblicke in andere Lebenswelten Erlangen und die Integration untereinander gef\u00f6rdert wird. Weiterhin sprach Frau Dr. Doff \u00fcber die Sprache als Inhalt, Medium und Ziel des Englischunterrichtes zugleich, was eine Input-Phase am Anfang jeder Stunde zum einstellen auf die Sprache unerl\u00e4sslich mache. Sie schilderte auch, wie man im Hinblick auf die erste Kategorie der Heterogenit\u00e4t eine Differenzierung vornehmen k\u00f6nne. Eine Differenzierung innerhalb des Unterrichtes ist m\u00f6glich im Hinblick auf Ziele, Methoden, Sozialformen, Aufgaben etc. Zum Schluss f\u00fchrte Frau Dr. Doff an, wie Englisch als Chance f\u00fcr Heterogenit\u00e4t genutzt werden kann, indem man das Fach als Fremdsprache f\u00fcr alle einordnen kann und die Mehrsprachigkeit im Unterricht f\u00fcr die Sch\u00fclergemeinschaft f\u00f6rderlich ist und eine weitere Verst\u00e4ndigungsform durch die Sprache erm\u00f6glicht wird. Englisch kann aber ebenso als Gefahr f\u00fcr Heterogenit\u00e4t gesehen werden, indem Englisch auf einen Werkzeug-Charakter reduziert wird und somit die Sprache falsch angewendet wird und die Mehrsprachigkeit auch hinderlich f\u00fcr den Unterricht sein kann.<\/p>\n<p>Anwendung und theoriegeleitete Reflexion:<\/p>\n<p>In meiner Schulzeit habe ich eine innere Differenzierung vor allem in der Oberstufe erfahren, da ich mich durch einen Schulwechsel in einer neuen Klasse zurechtfinden musste, auf dessen Wissenslevel ich mich nicht befand. Ich habe dies damals vor allem im Fach Musik bemerkt, da dies mein Hauptleistungsfach war und ich dort am meisten Probleme hatte. Der Lehrer gab sich von Anfang an sehr viel M\u00fche mich und ein paar andere neue Sch\u00fcler in den Unterricht zu integrieren und gab uns au\u00dferhalb des Unterrichtes in den Schulr\u00e4umen in der Mittagspause kleine \u00dcbungs- bzw. Nachhilfestunden. Man k\u00f6nnte argumentieren, dass wir uns dadurch schlecht und weniger intelligent als die anderen f\u00fchlen k\u00f6nnten und von den anderen abgeschieden Aufgaben nachholen mussten, dem war aber nicht so. Im Gegenteil hat uns dies sehr geholfen und wir haben schnell den Anschluss an die anderen Sch\u00fcler gefunden und konnten produktiv mitarbeiten. Daher war dieser Ansatz der Differenzierung bzw. Unterst\u00fctzung des Erreichen des Leistungsniveaus aus meiner Sicht durchaus gelungen. Der Lehrer differenzierte innerhalb des Unterrichtes auch im Hinblick auf Unterrichtsgespr\u00e4che, indem er uns immer ermutigte daran teilzunehmen, obwohl wir weniger qualitative Aussagen beizutragen hatten, als die anderen Sch\u00fcler, die diese Schule seit der 5.Klasse besuchten. Weiterhin gab er uns auch Aufgabenzettel, die wir zuhause bearbeiten konnten und bei gutem Ergebnis unsere Note damit verbessern konnten. Ich war damals sehr froh einen engagierten Lehrer zu haben, denn andere Lehrer wiederum machten mir das Lernen an dieser Schule durch ihr fordern nach sofortigem Einstieg auf dem Leistungslevel der Schule, welches ich noch nicht hatte, sehr schwer und unangenehm.<\/p>\n<p>Anwendung und Reflexion zuk\u00fcnftiger Praxiserfahrungen:<\/p>\n<p>In meinem zuk\u00fcnftigen Praktikum w\u00fcrde ich gerne beobachten, wie die Lehrer mit der ersten Kategorie, der Leistungsheterogenit\u00e4t der Sch\u00fcler umgehen. Ich finde gerade diesen Bereich sehr interessant, da er sich auch auf alle anderen Unterrichtsf\u00e4cher in der Schule anwenden l\u00e4sst. Sprachliche Heterogenit\u00e4t und kulturelle Unterschiede finden in F\u00e4chern wie Sport, Kunst oder Mathe wenig Aufmerksamkeit, da sie nichts mit dem Unterrichtsthema zu tun haben und bei solchen F\u00e4chern jeder Sch\u00fcler mit den anderen, egal welcher Nationalit\u00e4t gleichgestellt wird bzw. Werden sollte. Die Leistungsheterogenit\u00e4t l\u00e4sst daher ein breiteres Spektrum an Beobachtung und Lernangeboten zu, da in jedem Fach verschiedene Sch\u00fcler davon betroffen sind und es kein Fach gibt, indem alle Sch\u00fcler von Anfang an das gleiche Leistungslevel haben. In jedem Fach w\u00fcrde sich daher der Umgang mit der Leistungsheterogenit\u00e4t und die innere Differenzierung durch den Lehrer beobachten und bewerten lassen.<\/p>\n<p>Anwendung und Theoriegeleitete Reflexion:<\/p>\n<p>Eine Ma\u00dfnahme w\u00e4re beispielsweise wie oben erl\u00e4utert, Sch\u00fclern denen zB. das Fach Englisch schwerf\u00e4llt Nachhilfestunden anzubieten, dort k\u00f6nnen sie Fragen stellen und das gelernte ohne Zeitdruck reflektieren. Man k\u00f6nnte ebenfalls in diesen Nachhilfestunden gute Sch\u00fcler bzw. Englisch-Muttersprachler hinzuziehen und diese den Sch\u00fclern den Unterrichtsstoff erneut erkl\u00e4ren lassen, dies f\u00f6rdert den Zusammenhalt der Klassengemeinschaft und die Unterst\u00fctzung untereinander. Weiterhin sollte man den weniger guten Sch\u00fclern extra Angebote zum verbessern ihrer Note anbieten, wie zB ein Referat zu einem Ihnen bekannten Thema, oder eine Textabgabe, oder eine m\u00fcndliche Reflexion eines von Ihnen gelesenen Buches. Dies st\u00e4rkt das Selbstvertrauen der Sch\u00fcler und zeigt Ihnen, dass sie trotz ihrer Probleme das Fach nicht mit einer schlechten Note abschlie\u00dfen m\u00fcssen, sondern es immer M\u00f6glichkeiten zur Verbesserung gibt die sie nutzen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fokussierung des Vorlesungsthemas: Die letzte Vorlesung behandelte die Heterogenit\u00e4t im Fach Englisch. 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