{"id":41,"date":"2017-06-22T12:23:04","date_gmt":"2017-06-22T10:23:04","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/vorlesung\/?p=41"},"modified":"2017-06-22T12:23:04","modified_gmt":"2017-06-22T10:23:04","slug":"inklusive-paedagogik-20-6-17","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/vorlesung\/2017\/06\/22\/inklusive-paedagogik-20-6-17\/","title":{"rendered":"Inklusive P\u00e4dagogik 20.6.17"},"content":{"rendered":"<p>1)<\/p>\n<p>Zwei zentrale Aspekte in der inklusive P\u00e4dagogik sind zum einen der Abbau von Barrieren zwischen Sch\u00fclern mit Behinderung und Sch\u00fclern ohne Behinderung, sowie das Ziel des differenten Lernens, wobei eine innere Differenzierung innerhalb des Unterrichts stattfinden soll und offene Unterrichtsformen das gemeinsame Lernen erm\u00f6glicht. Das Prinzip heisst Partizipation und Archievement , was bedeutet, dass die Sch\u00fcler alle die M\u00f6glichkeit an der Beteiligung am Unterricht erhalten sollen und versucht werden soll, dass am Ende des Schuljahres sich alle auf dem gleichen Lernstand befinden. Es wird versucht zwei Klassen zu bestimmten Unterrichtsstunden zusammen zu f\u00fchren und sie gemeinsam zu unterrichten und den Austausch zwischen Sch\u00fclern mit und ohne Behinderung zu erm\u00f6glichen. Dies klappt jedoch nur, wenn sich die Lehrer der beiden Klassen austauschen und gemeinsam die gemeinsamen Unterrichtsstunden gestalten und beide \u00fcberzeugt von diesem Konzept des Lernens sind. Auf Seiten des Lehrers der Klasse mit Sch\u00fclern mit Behinderung gibt es meist keine Bedenken, da er es als wichtig empfindet, dass die Sch\u00fcler die M\u00f6glichkeit haben mit Sch\u00fclern ohne Behinderung gemeinsam zu lernen und sich dadurch nicht ausgeschlossen und als spezielle Gruppe behandelt sehen, nur weil sie eine Behinderung haben. Auf Seiten des Lehrers der Klasse ohne Behinderung gibt es daf\u00fcr um so mehr Bedenken, wie in der Vorlesung durch Aussage eines Mathematik Lehrers gezeigt wurde. F\u00fcr diese Lehrer ist es schwer ihren Unterrichtsstoff so zu reduzieren,dass auch die Sch\u00fcler mit Einschr\u00e4nkungen mitkommen. Sie sind es gew\u00f6hnt schnell voranzukommen und mit den Sch\u00fclern Unterrichtsstoff schnell erarbeiten zu k\u00f6nnen, eine pl\u00f6tzliche Verlangsamung und st\u00e4ndiges Wiederholen des Stoffes kann daher eine unangenehme anstrengende Umstellung bedeuten, die auch nicht immer erfolgreich abl\u00e4uft, grade in den Hauptf\u00e4chern kann sich der Leistungsunterschied sehr stark zeigen und man muss daher meiner Meinung nach die Grenze ziehen, in welchem Fach es Sinn macht zu versuchen alle auf einen Leistungsstand zu bringen und in welchem Fach getrennt unterrichtet werden muss, da es sonst zu st\u00e4ndigem Unverst\u00e4ndnis oder Langeweile kommt was die Sch\u00fcler aus beiden Klassen nur frustrieren w\u00fcrde.<\/p>\n<p>2)<\/p>\n<p>In der Vorlesung habe ich als gelungenen Unterricht meinen Leistungskurs Darstellendes Spiel gew\u00e4hlt, da der Lehrer in diesem Fach meist sehr entspannt war und den Unterricht ganz spontan und unkompliziert gestaltet hat und eine gute entspannte Umgangsart mit uns hatte. Das vorgegebene Beispiel mit dem Sch\u00fcler Nergin ist hier sehr schwierig einzugliedern. Ich habe selbst so wenig Erfahrung mit Sch\u00fclern mit Behinderung, dass ich nicht einmal w\u00fcsste, ob Nergin in der Lage w\u00e4re schauspielerische Rollen zu \u00fcbernehmen innerhalb eines Theaterst\u00fcckes, oder ob man ihn damit bereits \u00fcberfordern w\u00fcrde. Wir haben damals auch einige schauspielerische \u00dcbungen gemacht, z.B. Reaktionsspiele und Emotionsverhalten, hierbei k\u00f6nnte man Nergin integrieren und schauen, wie er sich verh\u00e4lt und ob er die Spiele versteht und mitmachen kann. Ich pers\u00f6nlich denke aber, dass man ihn in anderen F\u00e4chern besser integrieren kann, da ich wie erw\u00e4hnt nicht sicher bin, ob er durch seine geistige Einschr\u00e4nkung in der Lage ist schauspielerisch zu agieren, oder die Vorgehensweise und das was von ihm verlangt wird gar nicht versteht.<\/p>\n<p>3)<\/p>\n<ol>\n<li>Ich w\u00fcrde gerne beobachten was Nergin genau kann und wo er seine Einschr\u00e4nkungen im Unterricht zeigt, aus dem gegebenen Beispiel kann ich nicht besonders viel \u00fcber Nergin ableiten, da ich Mathematik nicht als Fach habe und sich die Beschreibung \u00fcberwiegend auf Merken, Zahlen und Sprechen bezieht, nicht auf k\u00fcnstlerische F\u00e4higkeiten, oder kommunikative und kreative F\u00e4higkeiten.<\/li>\n<li>Weiterhin w\u00fcrde ich gerne noch mehr Meinungen von Lehrern der Klassen ohne und der Klassen mit Behinderung h\u00f6ren und von ihnen wissen wollen, ob sie glauben, dass das Modell des gemeinsamen Unterrichts gut funktioniert, hierbei w\u00fcrde ich genau darauf achten, ob sich meine Annahme best\u00e4tigt, dass Lehrer der Klassen mit Behinderung oft daf\u00fcr sind und meinen alles w\u00fcrde aufjedenfall problemlos funktionieren und ob die Lehrer der Klasse ohne Behinderung der gegenteiligen Meinung sind.<\/li>\n<li>Ich w\u00fcrde auch gerne beobachten, wie solche gemeinsamen Unterrichtsstunden ablaufen und ob sich die einen Sch\u00fcler langweilen oder die anderen Sch\u00fcler den Stoff nicht auf anhieb verstehen k\u00f6nnen. Nat\u00fcrlich kann es auch anders ablaufen, indem beide Gruppen gut zusammen lernen und sich unterst\u00fctzen k\u00f6nnen, hier w\u00fcrde ich gerne verschiedene Erfahrungen mit unterschiedlichen Klassen sammeln.<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1) Zwei zentrale Aspekte in der inklusive P\u00e4dagogik sind zum einen der Abbau von Barrieren zwischen Sch\u00fclern mit Behinderung und Sch\u00fclern ohne Behinderung, sowie das Ziel des differenten Lernens, wobei eine innere Differenzierung innerhalb des Unterrichts stattfinden soll und offene Unterrichtsformen das gemeinsame Lernen erm\u00f6glicht. 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