{"id":27,"date":"2019-07-21T17:18:55","date_gmt":"2019-07-21T15:18:55","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/viviwillswissen\/?p=27"},"modified":"2019-07-21T17:18:55","modified_gmt":"2019-07-21T15:18:55","slug":"08-07-19-abschlussreflexion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/viviwillswissen\/2019\/07\/21\/08-07-19-abschlussreflexion\/","title":{"rendered":"08.07.19 \u2013 Abschlussreflexion"},"content":{"rendered":"<ol>\n<li>Benennen Sie die f\u00fcr Sie zentralsten theoretischen Erkenntnisse, die Sie aus den Vortr\u00e4gen der Ringvorlesung f\u00fcr sich mitgenommen haben. Nehmen Sie dabei konkret Bezug auf a.) fachdidaktische Aspekte, indem Sie Erkenntnisse auf die Didaktiken ihrer\u00a0<strong>eigenen beiden F\u00e4cher\u00a0<\/strong>beziehen und b.) zwei generelle erziehungswissenschaftliche Erkenntnisse zu Schule und Unterricht mit Bezug zu den relevanten Quellen benennen.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Eines meiner F\u00e4cher, die ich sp\u00e4ter studiere, ist Deutsch, wo mir die Vorlesung \u201eErlesene Geschlechter\u201c von <a href=\"https:\/\/elearning.uni-bremen.de\/dispatch.php\/course\/files\/index\/c88e040cdc0686b1d12cc284d38166e9?cid=e271fb60adde477dadff3b267638812e\">E. Hollerweger<\/a> einige theoretische Erkenntnisse vermitteln konnte.<br \/>\nDie soziale Herkunft, der kultureller Hintergrund und das Geschlecht des Kindes spielen bei der Lesesozialisation eine gro\u00dfe Rolle.<br \/>\nDie hier dargestellten Ansatzpunkte eines gendersensiblen (Literatur-) Unterrichts k\u00f6nnten zum Beispiel die Kompetenzziele und -messung (Literarische Kompetenz und Lesekompetenz), die Lerngegenst\u00e4nde oder Lesestoffe, der Vermittler oder die Vermittlerin und nat\u00fcrlich der Adressat oder die Adressatin sein.<br \/>\nBeim Ergr\u00fcnden der Genderdimensionen der Literaturvermittlung wurde deutlich, dass der Vermittler oder die Vermittlerin eine entscheidende Rolle spielt: Zum einen besitz er oder sie eine Vorbildwirkung: Eine weiblich gepr\u00e4gte Lesesozialisation kann zur Wahrnehmung von Lesen als einer weiblichen Kulturpraxis f\u00fchren. (Schmitt-R\u00f6\u00dfer 2011).<br \/>\nWird den Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern also nur von Lehrerinnen vorgelesen, kann es passieren, dass sich m\u00e4nnliche Sch\u00fcler weniger f\u00fcr das Lesen interessieren oder begeistern k\u00f6nnen, weil sie damit etwas weibliches assoziiere, bewusst oder unbewusst.<br \/>\nAuch die Lekt\u00fcreauswahl spielt eine gro\u00dfe Rolle: Eine weiblich gepr\u00e4gte Lekt\u00fcreauswahl kann sich auf die literarischen Identifikationsangebote f\u00fcr Jungen auswirken, da diese ein anderes Interessengebiet teilen.<br \/>\nUnd Studien bewiesen: \u201eB\u00fccher sind ein fester Bestandteil des Medienalltags der Kinder beider Geschlechter. [\u2026] M\u00e4dchen z\u00e4hlen mit 58 Prozent deutlich h\u00e4ufiger zu den regelm\u00e4\u00dfigen Lesern als Jungen (43%).\u201c (KIM 2018, S. 82)<br \/>\nDies kann gravierende Konsequenzen f\u00fcr die Praxis haben, um dem entgegenzuwirken sollte man m\u00e4nnliche Kollegen, V\u00e4ter, Autoren oder Lesepaten in die Klassen einbeziehen, um eine Vielfalt an Lesevorbildern zu erm\u00f6glichen.<br \/>\nEs besteht auch die M\u00f6glichkeit, Fortbildungen f\u00fcr p\u00e4dagogische Fachkr\u00e4fte und Lehrkr\u00e4fte zu etablieren, um aktuelle gendersensible Lekt\u00fcreauswahl zu gew\u00e4hrleisten.<br \/>\nDes weiteren ist es nat\u00fcrlich von Vorteil, Jungen und M\u00e4dchen an der Auswahl der Klassenlekt\u00fcre zu beteiligen, um Interessen beider Geschlechter zu ber\u00fccksichtigen.<br \/>\nAu\u00dferdem sollte die Lehrkraft \u00fcbergeneralisierende Allgemeinpl\u00e4tze kritisch und mit Bezugnahme auf Studienergebnisse hinterfragen, um keine Klischees zu reproduzieren.<br \/>\nIm Allgemeinen sollte man versuchen, unterschiedliche Textsorten in den Unterricht einzubeziehen, um das informierende als auch das literarische Lesen gleicherma\u00dfen zu f\u00f6rdern und nat\u00fcrlich die thematische Pr\u00e4ferenzen der Kinder bei der Lekt\u00fcreauswahl\u00a0 ber\u00fccksichtigen, um an ihre Interessen anzukn\u00fcpfen UND ihren Erfahrungshorizont zu erweitern.<br \/>\nZumindest konnte ich f\u00fcr das Fach Deutsch sehr viel davon f\u00fcr mich pers\u00f6nlich mitnehmen und da ich finde, die anderen F\u00e4cher lassen sich nicht besonders gut auf das Fach Kunst \u00fcbertragen, bin ich der Meinung, dass, wenn Lesen eher weiblich konnotiert ist, auch Kunst in unserer Gesellschaft eher mit etwas weiblichem assoziiert wird.<br \/>\nDie Lebenswelt der Kinder wird auch hier vermutlich eher von bastelnden M\u00e4dchen oder Frauen gepr\u00e4gt sein.<br \/>\nUnd das erweckt in den Kindern einen falschen Eindruck.<br \/>\nNur, weil M\u00e4dchen in dem Alter sehr gerne malen, basteln, zeichnen und sich oft ruhig und intensiv konzentriert auseinandersetzen, bedeutet das nicht, dass Jungen dazu nicht auch in der Lage sind.<br \/>\nBezogen auf die Vorlesung k\u00f6nnte man auch hier versuchen, mehr m\u00e4nnliche Vorbilder miteinzubringen, Bastellabende mit V\u00e4tern in der Elternarbeit zu integrieren.<\/p>\n<p>Welche Faktoren zum schulischen Umgang mit Heterogenit\u00e4t (z.B. Unterrichtsformen, Schulformen, schulstrukturelle Fragen, schulkulturelle Aspekte), die Sie in der Vorlesung kennengelernt haben, pr\u00e4gen in Ihrer Wahrnehmung aus eigenen Praxiserfahrungen (eigene Schulzeit, Praktika, Berichte aus der Praxis) den Schulalltag besonders stark \u2013 und warum? An welcher Stelle k\u00f6nnten Sie einzelne der unter 1 genannten Erkenntnisse zur Erkl\u00e4rung heranziehen?<\/p>\n<p>Besonders interessant dazu fand ich das Thema Mehrsprachigkeit\u00a0als\u00a0Ausgangspunkt\u00a0und Ziel\u00a0schulischer\u00a0Bildung\u00a0in\u00a0der\u00a0Primarstufe von Andrea\u00a0Daase. Die Immigration nach\u00a0Deutschland\u00a0ist\u00a0ein\u00a0stabiles\u00a0Ph\u00e4nomen und die Auswirkungen, die damit einhergehen, sind Aspekte, die wir auch nach unserer abgeschlossenen Berufsausbildung immer ber\u00fccksichtigen m\u00fcssen. Der\u00a0Einfluss\u00a0des\u00a0Migrationshintergrundes\u00a0auf\u00a0den\u00a0Bildungserfolg widerspricht\u00a0dem<br \/>\nIdeal\u00a0der\u00a0Bildungsgerechtigkeit, was besonders an Bremen immer deutlicher wird. Der\u00a0Sprachgebrauch\u00a0der\u00a0Schule\u00a0unterscheidet\u00a0sich\u00a0vom alltagssprachlichen\u00a0Gebrauch, was man nie vergessen sollte, denn hier kommen einige Sch\u00fcler und Sch\u00fclerinnen mit DaZ zum ersten Mal in der Schule mit in Verbindung.\u00a0Die\u00a0spezifischen\u00a0Charakteristika\u00a0des schulischen\u00a0Sprachgebrauchs\u00a0werden nicht\u00a0unterrichtet, was es f\u00fcr bestimmte Sch\u00fcler und Sch\u00fclerinnen sehr schwierig macht. Die\u00a0lebensweltliche\u00a0Mehrsprachigkeit\u00a0oder\u00a0die\u00a0sprachliche\u00a0Heterogenit\u00e4t\u00a0wirkt\u00a0sich zwangsl\u00e4ufig\u00a0auf\u00a0die\u00a0Unterrichtsgestaltung\u00a0aus, was die Schulstruktur ma\u00dfgeblich beeinflussen kann.<br \/>\nDie\u00a0sprachlichen\u00a0Leistungen\u00a0von\u00a0Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern beeinflussen\u00a0Lehrende\u00a0in\u00a0ihrer Beurteilung.<\/p>\n<p>Die Vorlesung mit dem Thema Fokus: Soziokulturelle Heterogenit\u00e4t \u2013 Erziehungswissenschaftliche Perspektiven von Christoph Fantini fand ich ebenfalls sehr einleuchtend.<br \/>\nDer sozio-kulturelle Faktor pr\u00e4gt meiner Erfahrung nach sehr den schulischen Alltag.<br \/>\nSchon wenn wir Studierenden ein Praktikum an einer Schule machen, sagt der Stadtteil schon viel \u00fcber die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler aus.<br \/>\nIch finde es sehr schwer, die Heterogenit\u00e4t der Kinder in einer Klasse anzuerkennen und damit die Schwere zwischen arm und reich in Verbindung zu bringen, denn wir als Lehrer sollen die Heterogenit\u00e4t der Kinder zwar akzeptieren, arbeiten aber auf eine gewissen Heterogenit\u00e4t des Lernstandes hin jedes einzelnen Kindes hin, was es sehr problematisch macht, \u201edie Herde zusammen zu halten\u201c.<br \/>\nDie Herausforderung besteht darin, dass hier die Heterogenit\u00e4t produktiv genutzt wird und die St\u00e4rksten die Schw\u00e4chsten unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Zu welchen zwei erziehungswissenschaftlichen Fragestellungen, die Sie in der Vorlesung kennengelernt haben, w\u00fcrden Sie gerne mehr erfahren im weiteren Studium im Bezug auf das Modulthema BAUMHET. Bitte begr\u00fcnden Sie Ihre Wahl?<\/p>\n<p>Ich w\u00fcrde mich gern mit der Fragestellung befassen, wie mit sozio-kultureller Heterogenit\u00e4t in der Praxis umgegangen wird, beispielsweise an einer Grundschule in einem sozialen Brennpunkt. Ich bin neugierig zu erfahren, ob meine pers\u00f6nlichen Ansichten dort von den Lehrkr\u00e4ften ebenfalls vertreten werde oder ob es Unterschiede gibt. Au\u00dferdem interessiert mich brennend, wie die Lehrkr\u00e4fte dort mit Problemen oder Unstimmigkeiten umgehen und wie sie Konflikte der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler l\u00f6sen oder damit umgehen.<\/p>\n<p>Ich glaube, dass genau das auch f\u00fcr mich eine gro\u00dfe Herausforderung darstellen wir und ich freue mich in Zukunft von anderen lernen zu k\u00f6nnen, um mich damit n\u00e4her zu befassen.<\/p>\n<p>Meine zweite Fragestellung befasst sich mit Elternarbeit, wobei kulturelle, gesellschaftliche, politische, soziale Unterschiede eine gro\u00dfe Rolle spielt.<br \/>\nBereits im ersten Semester hatten wir ein Seminar zu Elternarbeit, aber im Hinblick auf die Heterogenit\u00e4t einer Sch\u00fclerschaft ist dementsprechend auch die Elternschaft heterogen und dies muss man akzeptieren und als St\u00e4rke anerkennen. Schwierig wird es hier aber, wenn man mit Eltern zu arbeiten versucht, die sich systematisch von Klasse 1 an den Elternabenden entziehen, an schulischen Veranstaltungen nie teilnehmen und auch sonst jeglichen Kontakt vermeiden wollen. Elternarbeit hat einen gro\u00dfen Stellenwert und es ist immer sinnvoll, mit diesen in Kontakt zu stehen.<\/p>\n<p>Welche in den Vorlesungseinheiten von BAUMHET thematisierten Problematiken\/Aspekte sehen Sie f\u00fcr sich pers\u00f6nlich als besondere Herausforderung? Wie k\u00f6nnten Sie sich, im Uni-Kontext oder auch dar\u00fcber hinaus, auf diese Herausforderungen vorbereiten?<\/p>\n<p>In den Vorlesungseinheiten von BAUMHET wurden einige Problematiken thematisiert, mit denen sich jeder werdende Lehrer und jede werdende Lehrerin fr\u00fcher oder sp\u00e4ter auseinandersetzen muss.<br \/>\nZum einen stellen wir uns der Herausforderung, sehr verschiedene Kinder mit unterschiedlichen St\u00e4rken und Schw\u00e4chen zu unterrichten, die wir jedoch nach dem selben Prinzip fair bewerten sollen.<br \/>\nHierbei stehen Lehrkr\u00e4fte unter einem erh\u00f6hten Entscheidungsdruck und einer Begr\u00fcndungsverpflichtung. Dabei d\u00fcrfen Lehrkr\u00e4fte aber nicht ihre unterbewussten Vorurteile miteinflie\u00dfen lassen, auch das ist leichter gesagt, als getan.<br \/>\nIn Zeiten starker kultureller Transformation und starker Wandlungsprozesse wird diese Antinomie manifest.<br \/>\nVorlesungseinheiten von BAUMHET haben mir klar gemacht, dass in der Theorie vieles einfacher klingt, als in der Praxis.<br \/>\nBesonders in Bezug auf Inklusion befinden wir uns in einer Entwicklungsphase, die schwer umsetzbar ist, weil oft Ressourcen fehlen oder einige Ans\u00e4tze nicht immer umsetzbar sind.<br \/>\nGerade auch, wenn man ber\u00fccksichtigt, dass Kinder mit DaZ dem Unterricht nicht immer folgen k\u00f6nnen, dies aber f\u00fcr die Kinder dennoch die allerbeste M\u00f6glichkeit ist, Deutsch zu lernen.<br \/>\nDadurch k\u00f6nnen Lehrkr\u00e4fte gar nicht alle gleich behandeln, das ist unm\u00f6glich, denn die Leistung eines Kindes, dass flie\u00dfend Deutsch spricht, weil deutsch die Muttersprache ist, kann nicht nach den gleichen Kriterien bewertet werden, wie ein Kind mit DaZ oder DaF, das es allein durch die sprachlichen Bedingungen sehr viel schwerer hat oder haben kann.<br \/>\nTats\u00e4chlich kann man hier keine Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler nach Kriterien sortieren oder in Schibladen stecken, nicht einmal das Bewerten der Kinder macht Sinn.<br \/>\nWir k\u00f6nnen versuchen uns in der Theorie das rauszusuchen, was uns hilft und diesen Prozess positiv f\u00f6rdert, aber wenn jemand, der von der Praxis keine Ahnung hat, in der Theorie bestimmte Dinge auf die Praxis zu beziehen, muss das nicht immer von Erfolg gekr\u00f6nt sein, auch wenn es ein Versuch war.<br \/>\nWichtig ist, dass Theorie und Praxis hier miteinander verbunden bleiben und beides voneinander lernen kann, um das System so weiter entwickeln zu k\u00f6nnen.<br \/>\nWir Lehrer und Lehrerinnen sind keine Maschinen, Lehrerhandeln ist nicht technologisierbar.<br \/>\nNat\u00fcrlich spielen die neuen Medien eine gro\u00dfe Rolle, doch ein Tablet wird nicht das Schreibenlernen per Hand abl\u00f6sen k\u00f6nnen.<br \/>\nGerade in Bezug auf den Umgang mit Kindern besteht immer die Gefahr, in unzul\u00e4ssiger Typisierung dem Einzelfall nicht gerecht zu werden.<br \/>\nWir d\u00fcrfen Kinder, die wir nicht als klug einsch\u00e4tzen, nicht unterfordern.<br \/>\nKinder, die wir f\u00fcr begabt halten, d\u00fcrfen wir auch nicht \u00fcberfordern.<br \/>\nGerade wenn man als Lehrkraft in eine Routine verf\u00e4llt, die Sicherheit mit sich bringen kann, was zum professionellen handeln beitr\u00e4gt, darf man seine Skepsis gegen\u00fcber dieser Routine nicht verlierenund muss das eigene Handeln hinterfragen.<br \/>\nMit einer heterogenen Gruppe hat man nat\u00fcrlich eine gewisse Unsicherheit, eine Ungewissheit. Es gibt kein festes L\u00f6sungsrezept, keine Erfolgsgarantie f\u00fcr einen perfekten Unterricht, weil dies von den einzelnen Kindern aus immer unterschiedlich ist.<br \/>\nDie Vorlesung hat gezeigt, wie schwer es sein kann, sich auch auf die Fremde einzulassen, denn als Lehrperson kann man mit dem eigenen Denken nicht immer auf das kindliche Denken r\u00fcckschlie\u00dfen.<br \/>\nBestimmte kulturell gepr\u00e4gte Merkmale kennen wir m\u00f6glicherweise nicht und darauf muss man vorbereitet sein.<br \/>\nErschwerend kommt hinzu, dass man nat\u00fcrlich mit der Klasse ein Team bildet und sich respektvoll verh\u00e4lt, aber auch eine Vorbildfunktion hat und sich in vielen Situation dominant verh\u00e4lt und durchsetzen k\u00f6nnen muss.<br \/>\nHier kann es schwierig werden, Kinder in der Schule f\u00fcr etwas bestrafen zu m\u00fcssen, wenn sie sich dessen nicht wirklich bewusst sind oder sich nicht schuldig f\u00fchlen, diese Konditionierung, die hier in der Vorlesung angesprochen wurde, funktioniert nicht immer, wenn sich die Regeln in der Schule und die Regeln, die zu Hause bei den Kindern gelten, sehr stark unterscheiden, es kann zu einer kognitiven Dissonanz f\u00fchren, bei der die Kinder sich vielleicht mit Gl\u00fcck an die Regeln halten, aber gar nicht verstehen oder verstehen k\u00f6nnen, warum es diese Regeln gibt und warum sie hier mal gelten, da mal nicht.<br \/>\nAuch f\u00fcr die Kinder ist das nicht leicht, da sich der Lehrkraft unterordnen m\u00fcssen und wahrscheinlich nicht bewusst wissen, warum das der Fall ist.<\/p>\n<p>Gerade in dieser Interaktionssituation ist die Herstellung von Vertrauen schwierig.<br \/>\nIn vielen Kulturen ist au\u00dferdem das Verh\u00e4ltnis von N\u00e4he und Distanz zu anderen Menschen, das ist in der Schule anders.<br \/>\nBesonders die Differenzierungsantinomie greift hier oft: die Spannung zwischen homogenisierter Gleichbehandlung aller und der Notwendigkeit, zwischen der Sch\u00fclergruppe und einzelnen Sch\u00fclern differenzieren zu m\u00fcssen.<br \/>\nNicht alle Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler verf\u00fcgen \u00fcber gleiche Bildungschancen, was es f\u00fcr die Lehrperson schwer machen kann, alle Kinder auf die Weise zu f\u00f6rdern, wie sie es verdient haben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Benennen Sie die f\u00fcr Sie zentralsten theoretischen Erkenntnisse, die Sie aus den Vortr\u00e4gen der Ringvorlesung f\u00fcr sich mitgenommen haben. 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