{"id":11,"date":"2016-10-28T10:43:08","date_gmt":"2016-10-28T08:43:08","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/viviennetutoriumkuwi\/?p=11"},"modified":"2016-10-28T10:43:08","modified_gmt":"2016-10-28T08:43:08","slug":"obdachlosigkeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/viviennetutoriumkuwi\/2016\/10\/28\/obdachlosigkeit\/","title":{"rendered":"Obdachlosigkeit"},"content":{"rendered":"<p>Die neue Woche ist gestartet und wir sind schon voll im Thema drin. Es geht um Obdachlosigkeit. Dazu haben wir den Text von Gruber gelesen, der dann auch selbst in der Vorlesung war um uns seinen Film zu zeigen. Er hat fr\u00fcher als Student mit einem anderen Studenten eine Feldforschung in der Hambuger Innenstadt durchgef\u00fchrt \u00fcber Obdachlosigkeit. Es wurde geschildert wie die Obdachlosen leben, wie ihr Alltag aussieht, ihre Arbeit und die Hilfsangebote.<\/p>\n<p>Der Text war leicht verst\u00e4ndlich geschrieben und fiel mir leicht zu lesen. Ich finde Obdachlosigkeit ist ein schwieriges Thema. F\u00fcr mich stellt sich immer die Frage: Muss wirklich niemand auf der Stra\u00dfe leben, der das nicht will? Viele bemitleiden sie und auch viele meiner Kommilitonen haben nach diesem Text gesagt, dass sich ihre Sichtweise auf die Obdachlosen ge\u00e4ndert hat. Sie sagen sie k\u00f6nnen sie verstehen, aber ich muss zugeben, dass sich mein Blickwinkel nicht ge\u00e4ndert hat. Ich meine es ist schon nicht sch\u00f6n auf der Stra\u00dfe zu leben, aber ich denke f\u00fcr viele ist es eine bewusste Entscheidung. Sie wollen gar nicht in eine Wohnung bzw. tun nichts daf\u00fcr. Wie der eine Mann gesagt hat im Film, hatte er eine Wohnung f\u00fcr einen Monat und konnte die Miete dann nicht mehr bezahlen, weil er das Geld &#8222;versoffen&#8220; hat. In Deutschland haben wir ja das Gl\u00fcck, dass es so ungemein viele Hilfsorganisationen und Hilfe vom Staat gibt. In anderen L\u00e4ndern z.B. in den USA sieht das ganz anders aus. Nat\u00fcrlich gibt es hier Leute, die ein paar N\u00e4chte auf der Stra\u00dfe sind, weil sie es m\u00fcssen, da: &#8220; Das deutsche Sozialsystem greift zwar, aber nicht sofort: Bis ein Obdachloser in Deutschland irgendwann in eine permanente, staatsfinanzierte Behausung kommt, von wo aus er den Weg ins normale Leben zur\u00fcck finden kann, schl\u00e4ft er schon ein paar N\u00e4chte auf der Stra\u00dfe.&#8220; (http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2012-11\/usa-obdachlosigkeit-armut\/seite-2). Es handelt sich aber nur um ein paar N\u00e4chte und nicht ein paar Jahre, die derjenige auf der Stra\u00dfe verbringen muss. Ich respektiere die Entscheidung jedoch, dass ein Mensch sagt, dass er gerne so leben will. Ich wiederum k\u00f6nnte nie so leben. Ohne feste Bleibe, ohne den Kontakt zu meiner Familie, ohne Privatssp\u00e4hre und einen warmen Ort. Dennoch fand ich den Film spannend und es war interessant zu sehen, wie die Menschen leben. Denn immerhin sind es auch Menschen wie ich und du.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die neue Woche ist gestartet und wir sind schon voll im Thema drin. Es geht um Obdachlosigkeit. Dazu haben wir den Text von Gruber gelesen, der dann auch selbst in der Vorlesung war um uns seinen Film zu zeigen. 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