Warum verschlüsseln?

Verschiedene Ansichten - bilde dir selbst deine Meinung!

Ist Verschlüsselung wichtig?

Verschlüsselung ist etwas, mit dem sich vermutlich nicht alle von uns schon auseinandergesetzt haben. Oder?

Ob und wann eine Verschlüsselung sinnvoll ist, darüber gibt es eine Vielzahl an Meinungen und Einstellungen. Uns ist wichtig, dass du hier deine eigene Entscheidung triffst und um einen ersten Überblick über die verschiedenen Standpunkt zu bekommen haben wir hier einige Meinungen blitzlichtartig für dich zusammengestellt.

Schaue dich gerne ein bisschen um und mache dir deine eigenen Gedanken!

 

Verschlüsselung – allgegenwärtig und automatisch!

„Verschlüsselung schützt unsere Daten. Sie schützt unsere Daten, wenn sie auf unserem Computer gespeichert sind und wenn sie durch das Internet geschickt werden. Sie schützt unsere Gespräche, egal ob es Video-, Sprach- oder Textnachrichten sind. Sie schützt unsere Privatsphäre und sie schützt unsere Anonymität. Manchmal sogar unsere Leben.

Dieser Schutz ist wichtig für uns alle. Es ist klar, dass Verschlüsselung Journalisten, Menschenrechtler und politische Aktivisten beschützt. Aber sie schützt zugleich uns alle. Sie schützt unsere Daten vor Kriminellen und vor Konkurrenten, Nachbarn und Familienmitgliedern. Sie schützt unsere Daten vor böswilligen Angreifern. Auch schützt sie uns vor dem einen oder anderen Malheur.“

HIER findest du den ganzen Essay von Bruce Schneier – einem bekannten Autor zum Thema IT-Sicherheit.

Verschlüsselung hat seine Grenzen!

„Um verschlüsselte Daten mit mehreren Personen gemeinsam zu nutzen und effektiv zusammenzuarbeiten, müssen Sie eine Menge Schlüssel verwalten. Zudem müssen sich die Dateien auf möglichst unkomplizierte Weise entschlüsseln lassen. Ein Endnutzer sollte bei Bedarf ohne größere Umstände auf die Dateien zugreifen können. Hinzu kommt, dass beim Durchsuchen und Klassifizieren von Daten auch Anwendungen in der Lage sein müssen Dateien zu entschlüsseln.“

HIER findest du den ganzen Artikel der deutschen IT-Sichrheitsfirma „varonis“.

Gründe für eine Verschlüsselung…

… führt auch der Technikblogger „Michael Hülskötter“ in seinem Beitrag an, den ihr HIER finden könnt. Als kleiner Vorgeschmack auch hier ein Auschnitt:

„Denn mit jeder E-Mail, die man unverschlüsselt versendet, gibt man sich einem möglichen Angriff preis. Dabei ist gar kein großer Aufwand nötig, seine elektronische Post mit ein paar Handgriffen vor Manipulation und Spionage zu bewahren. Und dass man seine drahtlose WLAN-Verbindung mit dem Internet vor unbefugten Zugriffen seitens Dritter schützen sollte, dürfte mittlerweile klar sein. Die Praxis zeigt allerdings: Für viele Anwender ist es das immer noch nicht.“

3 Gründe gegen E-Mail-Verschlüsselung…

…führt Nadine Stimmer in ihrem Artikel für Brainloop auf, zwar ist dieser Bericht auch etwas durch das Interesse von Brainloop gefärbt, dennoch werden HIER die Kehrseiten von Mailverschlüsselung behandelt.

„Daher wird im Austausch mit externen Partnern eine verschlüsselte Datenübertragung gewählt, wenn es sich um vertrauliche Informationen handelt. Unterschiedliche technische Verfahren bieten sich an, darunter die klassische E-Mail-Verschlüsselung. Sie bringt allerdings einige Nachteile bei der Zusammenarbeit mit.“

Hier geht deine Entdeckungsreise weiter mit dem zweiten Modul!

Du befindest dich im ersten Modul: „Warum verschlüsseln?“

Hier gelangst du zum nächsten Thema: „Grundlagen“!

Hier gelangst du direkt zum letzten Thema: „Anwendung im Alltag“!

Die Kryptodebatte – was denkst du?

Vielleicht hast du dir durch unsere Zusammenstellung verschiedener Blickwinkel und Einschätzungen zum Thema Verschlüsselung deine eigene Meinung bilden oder deinen Horizont erweitern können.

Wie vielschichtig und komplex dieser Bereich ist wird vielleicht auch in der Facharbeit von Marcus Gick mit dem Titel „Kryptographie aus rechtlicher Sicht – Die Kyptodebatte“ deutlich.

Exkurs: Vor- und Nachteile von E-Mail-Verschlüsselungsprogrammen

Es gibt viele Gründe Emailverschlüsselungsprogramme zu nutzen. Ein großer Vorteil ist zunächst die Einfachheit in der Bedienung dieser. Das heißt: Emailverschlüsselungsprogramme wie zum Beispiel „Enigmail“ (Mozilla Thunderbird, vgl. Enigmail) sind im Vergleich intuitiv und simpel in der Handhabung. So lassen sich hier schnell Schlüssel erstellen und konfigurieren. Mittlerweile erfolgt die Sicherung nicht über eine „Passphrase“ (ein Passwort, was vor der Nutzung der Verschlüsselung beim Emailverfassen genutzt wurde bzw. eingegeben werden musste). So wurde zwar die Leichtigkeit in der Bedienung erhöht, aber die Sicherheit innerhalb der Programmanwendung gemindert.

Denn: Passwörter geben Sicherheit und verhindern, dass jede Person, die das Gerät nutzt, auf dem sich das Emailverschlüsselungsprogramm befindet, auch nutzen kann. Hier wäre ein weiterer Aspekt der Emailverschlüsselung zu benennen. So sind die meisten Verschlüsselungsprogramme an ein Gerät gebunden, wenn sie im Rahmen eines Emailprogramms agieren. Das heißt: Das Programm wird meist innerhalb eines Emailprogramms (siehe Beispiel Enigmail über Thunderbird) installiert und wird hierüber ausschließlich nutzbar. Dies hat den Vorteil, dass durch die Verbundenheit zum Gerät zum einen eine gewisse Sicherheit entsteht, denn nur über das Gerät ist die Verschlüsselung nutzbar. Wenn das Gerät allerdings nicht entsprechend gesichert ist (z.B. kein Passwort oder allgemeine Zugänglichkeit zu diesem), ist die Verschlüsselung für alle nutzbar, die das Gerät verwenden. Damit ist auch die Signatur kein Sicherheitsaspekt mehr, weil diese im Verschlüsselungsprogramm installiert ist und somit für alle nutzbar wird, die über das Emailprogramm Mails versenden.