{"id":9,"date":"2020-04-30T18:01:00","date_gmt":"2020-04-30T16:01:00","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/universityblog\/?p=9"},"modified":"2020-04-30T18:01:00","modified_gmt":"2020-04-30T16:01:00","slug":"migration-und-die-reaktion-von-schule-rv02","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/universityblog\/2020\/04\/30\/migration-und-die-reaktion-von-schule-rv02\/","title":{"rendered":"Migration und die Reaktion von Schule (RV02)"},"content":{"rendered":"<p>1. Da jedes Bundesland der Kulturhoheit der 16 Bundesl\u00e4nder unterliegt, da es keine bundeseinheitliche Verwaltung des Bildungswesens gibt, kann das Bildungssystem nur nationale orientiert sein. Es gilt als eine Aufgabe des Staates f\u00fcr die Bildung in Deutschland, verankert im Grundgesetz, zu sorgen. Seid 2016 hat jedes gefl\u00fcchtete Kind und Jugendlicher Anrecht auf schulische Bildung. Die allgemeinen drei Aufgaben des heutigen Bildungssystems sind:<\/p>\n<ol>\n<li>Die Pers\u00f6nlichkeitsbildung und kulturelle Integration<\/li>\n<li>Erforderliche Qualifikationen f\u00fcr Arbeits- und Berufswelt zu schaffen<\/li>\n<li>Soziale Positionen leistungs- und chancengerecht zu verteilen<\/li>\n<\/ol>\n<p>Allein durch diese grundlegenden Punkte als Aufgaben des Bildungssystems, kann grunds\u00e4tzlich eine nationale Orientierung abgeleitet werden. Es wird grunds\u00e4tzlich davon ausgegangen, dass jeder Sch\u00fcler*in ab einem gewissen Alter eingeschult wird und es kulturell und sprachlich die gleichen Ausgangsbedingungen aufweist. An den Schulen wird grunds\u00e4tzlich der Unterricht in der nationalen Sprache ausgetragen, dar\u00fcber hinaus gibt es alle Schulmaterialien meist nur in deutschsprachiger Ausf\u00fchrung. Im Grunde wurde auch an meiner Schule davon ausgegangen, dass Deutsch keine Fremdsprache sondernd eine nationale Sprache darstellt. Es wurden sozusagen Normen etabliert, die meines Erachtens den Ausgangsbedingung einer sozialen globalisierten Gesellschaft nicht in allen Punkten gerecht werden.<\/p>\n<p>2. Mir ist durch die Lesung aufgefallen das es viele Vorurteile gegen\u00fcber Sch\u00fcler*in mit Migrationshintergrund gibt die bereits unterbewusst getroffen werden. Wie das Urteilen dar\u00fcber ob jemand einen Migrationshintergrund besitzt oder nicht. Dieses einteilen in eine Gruppe und urteilen \u00fcber eine Gruppe kann auch zu institutioneller Diskriminierung f\u00fchren. Dieses einordnen in Gruppierungen l\u00e4sst Schubladendenken zu und pr\u00e4gt dar\u00fcber hinaus das Toleranzverhalten der Sch\u00fcler*in. Lehrinstanzen sollten sich also interkulturelle Kompetenzen aneignen, um sich bewusst differenziert Ausdr\u00fccken zu k\u00f6nnen und als Vorbild f\u00fcr Sch\u00fcler*innen zu dienen.<\/p>\n<p>Die Herausforderung der Lehrinstanz sei also, den Sch\u00fclern mit Migrationshintergrund zu helfen, um Gerechtigkeit zu schaffen f\u00fcr alle Sch\u00fcler. Sollte sie aber nicht einer hervorgehobenen oder benachteiligten Stellung zuweisen, welche sie von anderen Sch\u00fclern unterscheidbar machen.<\/p>\n<p>3. Die Lehrerin hat bestimmte Vorstellung von einer Kultur, speziell in dem Textbeispiel, der t\u00fcrkischen Kultur. Sie nimmt sogar eine Wertung vor und relativiert ihrer Meinung nach kulturellen Z\u00fcgen aus der T\u00fcrkei und bezieht sie auf die Sch\u00fcler*innen mit Migrationshintergrund. Dar\u00fcber hinaus verurteilt sie sogar diejenigen, welche dann nicht ihr \u00b4t\u00fcrkisch gepr\u00e4gtes Gedankengut mit sich f\u00fchren\u00b4, obwohl sie nicht mal wei\u00df, dass einige von ihnen in Deutschland aufgewachsen sind. Die Lehrerin hat ein gewisses Gedankengut von der t\u00fcrkischen Kultur und ging davon aus, dass die Sch\u00fcler*in mit evtl. t\u00fcrkischen Migrationshintergrund dieses auch vertreten w\u00fcrden.<\/p>\n<p>\u00b4Doing Culture\u00b4 bedeutet, dass nur durch den Prozess des Praktizierens, Wiederholens und Weiterentwickelns einem Individuum einer Kultur zugeordnet werden k\u00f6nne. Jedoch kann man dies nicht verallgemeinern, da durch die soziale Globalisierung \u00fcberall Kulturen verschmelzen und man dadurch nicht klar eine Kultur einem Land und gleichzeitig seiner Bev\u00f6lkerung zuordnen kann.<\/p>\n<p>In meiner Schulzeit habe ich keine pr\u00e4genden Erfahrungen mit \u00b4Doing Culture\u00b4 erlebt, da unsere Lehrer*innen sehr viel Wert darauf legten, egal ob eine Person einen Migrationshintergrund besa\u00df oder nicht, alle Sch\u00fcler gleich zu behandeln.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. Da jedes Bundesland der Kulturhoheit der 16 Bundesl\u00e4nder unterliegt, da es keine bundeseinheitliche Verwaltung des Bildungswesens gibt, kann das Bildungssystem nur nationale orientiert sein. Es gilt als eine Aufgabe des Staates f\u00fcr die Bildung in Deutschland, verankert im Grundgesetz, zu sorgen. 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