{"id":22,"date":"2020-07-23T12:29:49","date_gmt":"2020-07-23T10:29:49","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/universityblog\/?p=22"},"modified":"2020-08-04T08:55:31","modified_gmt":"2020-08-04T06:55:31","slug":"abschlussreflexion-umgang-mit-heterogenitaet-in-der-schule","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/universityblog\/2020\/07\/23\/abschlussreflexion-umgang-mit-heterogenitaet-in-der-schule\/","title":{"rendered":"Abschlussreflexion &#8222;Umgang mit Heterogenit\u00e4t in der Schule&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>Abschlussreflexion Ben Kolschewski<\/p>\n<p>1.a) Besonders die Dilemmata nach Greiner (2019), welche in rv08 angesprochen wurden, sind sehr wichtige theoretischen Erkenntnisse f\u00fcr mich. Da ich als Erstfach Musik studiere ist es vor allem in diesem Fach wichtig alle Sch\u00fcler*innen gleichweit zu f\u00f6rdern, egal wie ihr derzeitiger Stand sei. Hierbei besitzt das Individualf\u00f6rderung-statt-Unterricht-Dilemma eine sehr wichtige Rolle im Unterricht. Es ist laut dem Dilemma wichtig auf Einzelf\u00e4lle eingehen zu k\u00f6nnen und einzelnen Sch\u00fclern das z.B. Noten lesen beizubringen, aber auch den restlichen Sch\u00fclern die M\u00f6glichkeit zu bieten sich zu f\u00f6rdern. In Musik kann man aber viel auf der emotionalen Ebene agieren, da jede*r Sch\u00fcler*in Gef\u00fchle empfindet, wenn Musik gespielt wird. Allein dieses Merkmal macht es m\u00f6glich verschiedenste Herangehensweisen zu schaffen, damit jede*r Sch\u00fcler*in auf ihren eigenen individuellen Weg sich mit der Musik auseinandersetzen k\u00f6nnen. Auch wenn dies rein auf einer Metaebenen erfolge, k\u00f6nnte es anderen Sch\u00fclern weiter helfen sich mit der Musik besser zu identifizieren.<\/p>\n<p>Das &lt;Als ob&gt;-Dilemma ist find ich eine sehr wichtige theoretische Erkenntnis im Fach Kunst, welches ich nicht studiere. Da dort Sch\u00fcler, welche eine Begabung daf\u00fcr haben gut zu malen oder zu zeichnen, immer am Meisten gelobt werden. Hingegen Sch\u00fcler*innen, welche*r ein sch\u00f6nes Bild im Verh\u00e4ltnis zu ihren anderen gezeichneten oder gemalten Bildern vorlegen, nicht die Anerkennung genie\u00dfen, welche sie eigentlich bekommen sollten. Zumindest kann ich dies als Erfahrung aus meiner Schulzeit resultiert sagen. Vor allem in Kunst finde ich wichtig, dass jede*r Sch\u00fcler*in f\u00fcr seine individuelle Leistung wertgesch\u00e4tzt wird und auch, wenn ein Werk seinen normalen Leistungen \u00fcberschreiten sollte, daf\u00fcr klassen\u00f6ffentlich gew\u00fcrdigt werden sollte.<\/p>\n<p>Da ich als Zweitfach Mathematik studiere, ist f\u00fcr mich vor allem die rv05 eine sehr interessante und wichtige Vorlesung. Besonders die theoretische Erkenntnis \u00fcber zwei Konstrukte im Unterricht finde ich als sehr essentiell im Mathematikunterricht. Die Anforderungstufungen, welche sich darauf beziehen, dass eine Aufgabe schwer aber auch leicht \u201eumzuschiffen\u201c sei, wodurch das Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Aufgabe erleichtert werden k\u00f6nne, aber auch nur kurzfristig weiterhilft. Und wechselwirkend die Lernstufungen, welche beinhalten, dass Sch\u00fcler Verstehensgrundlagen entwickeln m\u00fcssen, um weiterf\u00fchrende Aufgaben bew\u00e4ltigen zu k\u00f6nnen. Die Lernstufen beinhalten langfristige Lernpfade, welche notwendig zu erlernen sind. Somit steht der Lehrer in der Misere den Sch\u00fclern nicht immer nur greifbare und einfach Aufgaben zu geben, falls sie etwas nicht verstehen, sondern auch anspruchsvolle Aufgaben stellen zu m\u00fcssen, damit die Sch\u00fcler ihre Verstehensgrundlagen erweitern k\u00f6nnen und komplizierte mathematische Geflechte berechnen und verstehen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>1.b) Generelle erziehungswissenschaftliche Erkenntnis im Bereich Inklusion rv06 finde ich sehr essentiell. Wichtig sind hier die Begriffe der \u201eExklusion, Segregation, Integration, Inklusion\u201c (vgl. Sander, 2002; Hinz, 2002; Textor, 2015). Diese Begriffe fallen mit der inklusiven Behandlung von Sch\u00fcler*innen mit Behinderung und wie sie in den normalen schulischen Alltag integriert werden. Meines Erachtens ein sehr wichtiges Gebiet, womit sich jeder Lehrer*in auseinandersetzen sollte. Auch der Begriff \u201eInkludierende Exklusion\u201c (vgl. Stichweh, 2009; Seitz &amp; Scheidt, 2012) sollte jede-m*r Lehrer*in ein Begriff sein. Dieser Begriff besagt, dass jede*r Sch\u00fcler*in das Recht auf Inklusion im Erziehungs- und Bildungssystem habe und setzt sich mit den Fragen, wie dies bewerkstelligt werden k\u00f6nne, auseinander.<\/p>\n<p>Besonders spannend find ich immer die Debatte, wie der Unterricht gestaltet werden k\u00f6nnte, sodass Sch\u00fcler und Sch\u00fclerinnen gleichsam sich angesprochen f\u00fchlen. In rv08 wurde hier besonders der Fokus gesetzt. An unserer Schule zum Beispiel wurden meist nur B\u00fccher gelesen, die h\u00e4ufig eine weibliche Protagonistin hatten, wodurch sich speziell Sch\u00fclerinnen angesprochen f\u00fchlten und sich besser identifizieren konnten. Hingegen die Sch\u00fcler sich nicht so stark identifizieren konnten und eher abgeneigt vom Lesen waren. Vor allem wenn es um Themen wie Freundschaft und Liebe ging, waren die Jungs eher von dem Buch abgeneigt. Dieses wird auch im Diagramm von (Schilcher\/Hallitzky, 2004 10.Klasse) wiedergespiegelt. Dadurch werden eher Leserinnen in Bezug mit Lesen gebracht und nicht die Leser. Wichtige Begrifflichkeiten sind hier die professionelle Berufsaus\u00fcbung einer gendersensiblen Perspektive gegen\u00fcber Geschlechtsstereotypen. Denn wenn auf die gendersensiblen Perspektiven eingegangen werden w\u00fcrde, dann w\u00fcrden sich keine Stereotypen bilden und Sch\u00fcler als auch Sch\u00fclerinnen w\u00fcrden sich gleichsam angesprochen f\u00fchlen.<\/p>\n<p>Ich w\u00fcrde gerne noch mehr erfahren, wie man speziell im Unterrichtsaufbau gendersensibler agieren kann, wodurch sich die ganze Klasse angesprochen f\u00fchlen w\u00fcrde und nicht nur eine bestimmte Personengruppe?<\/p>\n<p>Au\u00dferdem w\u00fcrde ich mich noch gerne vermehrt mit Inklusion besch\u00e4ftigen und w\u00fcrde auch gerne wissen wie der heutige Stand von Inklusion von Sch\u00fcler*innen mit Behinderung an Schulen bewerkstelligt wird? Und wie ich als Lehrer noch speziell auf Sch\u00fcler*innen mit Behinderung eingehen k\u00f6nnte, ohne sie in eine besondere Rolle gegen\u00fcber den anderen Sch\u00fcler*innen zu setzen?<\/p>\n<p>Quellenverzeichnis:<\/p>\n<p>Hinz, A. (2002). Von der Integration zur Inklusion \u2013 terminologisches Spiel oder konzeptionelle Weiterentwicklung? Zeitschrift f\u00fcr Heilp\u00e4dagogik,53(9), 354\u2013361<\/p>\n<p>Sander, Alfred (2004). Konzepte einer Inklusiven P\u00e4dagogik. In: Zeitschrift f\u00fcr Heilp\u00e4dagogik. 55. Jg. Heft 5. 240-244.<\/p>\n<p>Schilcher, Anita; Hallitzky, Maria (2004): Was wollen die M\u00e4dchen, was wollen die Jungs \u2013 und was wollen wir? Zu Inhalt und Methodik eines geschlechtsdifferenzierenden Literaturunterrichts. In: Kliewer, Anette; Schilcher, Anita (Hg.): Neue Leser braucht das Land. Hohengehren: Schneider, 113-136.<\/p>\n<p>Seitz, S. &amp; Scheidt, K. (2012). Vom Reichtum inklusiven Unterrichts &#8211; Sechs Ressourcen zur Weiterentwicklung. In: EWR 11 (2012), Nr. 6, URL: <a href=\"http:\/\/www.klinkhardt.de\/ewr\/978364380084.html\">www.klinkhardt.de\/ewr\/978364380084.html<\/a><\/p>\n<p>Stichweh &amp; Windolf (2009). Inklusion und Exklusion: Analysen zur Sozialstruktur und sozialen Ungleichheit. VS Verlag f\u00fcr Sozialwissenschaften.<\/p>\n<p>Textor, A. (2015). Einf\u00fchrung in die Inklusionsp\u00e4dagogik. UTB Verlag<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Abschlussreflexion Ben Kolschewski 1.a) Besonders die Dilemmata nach Greiner (2019), welche in rv08 angesprochen wurden, sind sehr wichtige theoretischen Erkenntnisse f\u00fcr mich. Da ich als Erstfach Musik studiere ist es vor allem in diesem Fach wichtig alle Sch\u00fcler*innen gleichweit zu f\u00f6rdern, egal wie ihr derzeitiger Stand sei. 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