{"id":14,"date":"2019-05-15T15:34:29","date_gmt":"2019-05-15T13:34:29","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/unibremenviola\/?p=14"},"modified":"2019-05-15T15:34:29","modified_gmt":"2019-05-15T13:34:29","slug":"meint-inklusion-wirklich-alle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/unibremenviola\/2019\/05\/15\/meint-inklusion-wirklich-alle\/","title":{"rendered":"Meint Inklusion wirklich alle?"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #808000\">1. Bennen Sie bitte die f\u00fcr Sie zentralen theoretischen Aspekte aus der Vorlesung und<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808000\">begr\u00fcnden Sie die Auswahl.<\/span><\/p>\n<p>Realisiert habe ich w\u00e4hrend der Vorlesung, dass Inklusion tats\u00e4chlich noch nicht vollst\u00e4ndig fortgeschritten ist. Dass sie Inklusion auch die Exklusion beinhalten kann bzw. beinhaltet gilt als Problem, bei dem die Separation eintritt, die eigentlich zu verhindern ist. Somit wird deutlich, dass die Inklusion sich in ihrer Entwicklung noch nicht am Ende befindet, sondern in einer bestimmten Phase begibt.<\/p>\n<p>Was mich tats\u00e4chlich \u00fcberrascht hat, war das Ergebnis einer Studie von 2016\/17 bei der es um den Grund des F\u00f6rderbedarfs von Kindern und Jugendlichen bundesweit ging. Dass mit 18,8% , die emotionale und soziale Entwicklung der zweith\u00e4ufigste Grund eines Bedarfs von sonderp\u00e4dagogischer F\u00f6rderung ist, h\u00e4tte ich nicht gedacht. Dabei steigt der Prozentansatz immer mehr wohingegen die &#8222;Lernschw\u00e4che\/-behinderung&#8220; mit 36,5 % r\u00fcckl\u00e4ufig ist.\u00a0Somit liegt tats\u00e4chlich noch ein starker Mangel an Unterst\u00fctzung der Kindesentwicklung und eventuell Integration, ebenso auch in Form von seelischer Betreuung, vor.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem ist erstaunlich, dass tats\u00e4chlich nicht alle LehrerInnen bzw. Schulen offen gegen\u00fcber der Inklusion an der eigenen Schule sind. Dies f\u00fchrt zu einer unprofessionellen Haltung im Sinne der Sonderp\u00e4dagogik gegen\u00fcber SuS. Eventuell bestehen bestimmte \u00c4ngste, die den LehrerInnen genommen werden m\u00fcssen und Sonderp\u00e4dagogen demzufolge auch professionell ausgebildet in Teams agieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #808000\">2. Betrachten Sie bitte Ihre bisherigen Erfahrungen an Schulen im Gemeinsamen Unterricht\u00a0und reflektieren Sie kritisch folgende Fragen:<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #cc99ff\">a. Wie w\u00fcrden Sie ihre Erfahrungen im Hinblick auf die theoretischen Aspekte aus der\u00a0Vorlesung einordnen? (z.B. Modelle von Behinderung, \u201einkludierende Exklusion\u201c).<\/span><\/p>\n<p>R\u00fcckblickend auf meine Grundschulzeit ist mir bewusst geworden, dass es zwei SuS mit Lernschw\u00e4che gab, die eine besondere F\u00f6rderung einer weiteren Lehrkraft erhalten haben. Diese wurden unter anderem auch w\u00e4hrend unseres Unterrichts, in bestimmten F\u00e4chern und R\u00e4umen, individuell betreut. Allerdings f\u00fchrte das System zu einer enormen Abgrenzung im sozialen Bereich. Die anderen SuS sind den anderen beiden mit H\u00e4nseleien entgegengekommen. Dieser Fall veranschaulicht das Thema der &#8222;Inklusive Exklusion&#8220; sehr gut. Allerdings denke ich, dass es in der weiterf\u00fchrenden Schule zu weniger Problemen in Bezug des sozialen Umgangs kommen k\u00f6nnte, da die SuS in der Entwicklung und im Selbstbewusstsein fortgeschritten sind, sofern dies positiv erfolgt ist.<\/p>\n<p>Da ich mein Abitur jedoch bereits 2013 an einem Gymnasium in Bremen erlangt habe, dass sich selbst als &#8222;Elite Gymnasium&#8220; betitelt, habe ich keine Erfahrung, im Bereich der Inklusion an einer Weiterf\u00fchrenden-Schule, machen k\u00f6nnen. Mir stellt sich somit die Frage ob dieses Gymnasium die Einf\u00fchrung von F\u00f6rderklassen \u00fcberhaupt erfolgreich umsetzen w\u00fcrde, da schon die Separation von &#8222;leistungsst\u00e4rkeren&#8220; und &#8222;leistungsschw\u00e4cheren&#8220; auffallend war. Ich bin positiv \u00fcberrascht, dass sich das Schulsystem in Bremen so positiv entwickelt hat, dass auch SuS mit F\u00f6rderbedarf in Gymnasien integriert werden (k\u00f6nnten).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #cc99ff\">b. Welchen Meinungen zur Inklusion sind Ihnen im Praktikum \/ in Praxiserfahrungen an\u00a0Schulen, insbesondere zu der Frage der Inklusion von SuS mit sonderp\u00e4dagogischem\u00a0F\u00f6rderbedarf an Gymnasien, begegnet und welche Auffassung vertreten Sie selbst?<\/span><\/p>\n<p>Leider habe ich noch keine Praktikum-\/ Praxiserfahrung im Bereich der Inklusion von SuS mit sonderp\u00e4dagogischem F\u00f6rderbedarf an Gymnasien. Nichtsdestotrotz w\u00fcrde damit eine starke Entwicklung im Schulsystem diesbez\u00fcglich erfolgen, sofern dieses Ziel auch tats\u00e4chlich individuell verfolgt wird. Jeder sollte die Chance auf den Abschluss einer Hochschulreife haben k\u00f6nnen, gleiches Recht f\u00fcr alle. Sofern das System nicht langzeitig ausprobiert und erprobt wird, kann man auch keine vorzeitigen Urteile f\u00e4llen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #808000\"><span style=\"color: #cc99ff\">c. Was sind ihrer Meinung nach die gr\u00f6\u00dften Chancen und Herausforderung der\u00a0schulischen Inklusion?<\/span><\/span><\/p>\n<p>Die Gefahr der Exklusion sollte noch mehr unter die Lupe genommen werden um in Zukunft auch wirklich (sonder-)p\u00e4dagogische Professionalit\u00e4t im Bereich der Inklusion zu entwicklen, sodass keine klare Separation entsteht, sei es r\u00e4umlich oder sozial. Dazu geh\u00f6rt eine st\u00e4ndige Weiterbildung aller LehrerInnen.<\/p>\n<p>Eine weitere Herausforderung w\u00e4re wom\u00f6glich, dass alle SuS einem bestimmten Niveau der zu erbringenden Leistungen der Lehrkr\u00e4fte\/Schulbeh\u00f6rden gerecht werden m\u00fcssen und bestimmte Schulen nicht offen f\u00fcr Inklusion werden.<\/p>\n<p>Die Inklusion ist ein wichtiger und starker Schritt im bundesweiten bzw. bremischen Schulsystem. Es bietet ebenso die M\u00f6glichkeit, dass die SuS auch untereinander voneinander lernen k\u00f6nnen und so die Gemeinschaft gefestigt wird. Dass das Selbstbewusstsein aller SuS gest\u00e4rkt wird, spielt ebenso eine bedeutsame Rolle. Es ist genauso wichtig, sich mit SuS ohne F\u00f6rderbedarf auseinanderzusetzen, um moralisch verwerfliche Situationen zu meiden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #808000\">3. Formulieren Sie eine Beobachtungsaufgabe f\u00fcr zuk\u00fcnftige Praktika. Entweder zur\u00a0schulischen Inklusion oder zur beruflichen Inklusion bzw. zum \u00dcbergang Schule-Beruf.<\/span><\/p>\n<p>Sind alle ausgebildeten Lehrkr\u00e4fte auch tats\u00e4chlich professionell im Umgang mit allen SuS bez\u00fcglich der Inklusion? Wie erfolgt die Reaktion der Lehrkraft auf bestimmte Verhaltensmuster (unter den SuS und zwischen Lehrkraft und SuS)?<\/p>\n<p>Wie werden die Lernstoffe f\u00fcr alle SuS ausgew\u00e4hlt und vermittelt?<\/p>\n<p>Wie erfolgt der Umgang unter allen SuS, ist eine Ausgrenzung vorhanden?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. Bennen Sie bitte die f\u00fcr Sie zentralen theoretischen Aspekte aus der Vorlesung und begr\u00fcnden Sie die Auswahl. Realisiert habe ich w\u00e4hrend der Vorlesung, dass Inklusion tats\u00e4chlich noch nicht vollst\u00e4ndig fortgeschritten ist. 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