{"id":9,"date":"2020-05-24T17:42:06","date_gmt":"2020-05-24T15:42:06","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/unibloglukas\/?p=9"},"modified":"2020-05-24T17:43:39","modified_gmt":"2020-05-24T15:43:39","slug":"rv-05","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/unibloglukas\/2020\/05\/24\/rv-05\/","title":{"rendered":"RV 05"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-size: 12pt\"><strong>1.\u00a0Sind Unterschiede in den mathematischen Leistungen von Schu\u0308lerinnen und Schu\u0308lern ein Grund zur Sorge? Welche Bedeutung kommt dem zweigliedrigen Schulsystem (Oberschule \/ Gymnasien) in Bremen diesbezu\u0308glich zu?<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt\">Unterschiede in den mathematischen Leistungen von Sch\u00fcler*innen sind ein Grund zur Sorge. Das Ziel der schulischen Mathematik-Ausbildung ist es m\u00f6glichst alle Sch\u00fcler*innen mit einer einheitlichen mathematischen Kompetenz die Schule absolvieren zu lassen. Hierbei gibt es nat\u00fcrlich Unterschiede zwischen Sch\u00fcler*innen die sich mehr f\u00fcr den Mathematik-Unterricht interessieren und welche die sich lieber anderen F\u00e4chern zuwenden. Allerdings muss trotzdem das Ziel sein eine einheitliche Kompetenz zu erzielen. Denn in den Untersuchungen der mathematischen Kompetenzen nach Bildungsgang von Frey et al. (2010) wurde klar, dass viele Sch\u00fcler*innen der Hauptschule nicht\u00a0 oder nur gerade die Kompetenzstufe I erreichen. Diese Kompetenzstufe sollte f\u00fcr alle erreichbar sein.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt\">In Oberschulen treffen viele Heterogenit\u00e4ten aufeinander. Der Leistungsstand der Sch\u00fcler*innen schwankt sehr stark. Dies ist allerdings eine gro\u00dfe Chance Differenzen der mathematischen Kompetenzen zu verringern. Denn Sch\u00fcler*innen mit besseren mathematischen Kompetenzen k\u00f6nnen anderen Sch\u00fcler*innen weiterhelfen ihre mathematische Kompetenz zu verbessern. Im Gymnasium kann durch die \u00e4hnlichen Leistungsst\u00e4nde versucht werden h\u00f6here Kompetenzstufen zu erreichen. Allerdings k\u00f6nnen hier schw\u00e4chere Sch\u00fcler schneller abgeh\u00e4ngt werden als auf Oberschulen. Insgesamt ist das zweigliedrige Schulsystem ein guter Schritt um Kompetenzr\u00fcckst\u00e4nde in der Mathematik zu verringern.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt\"><strong>2. Spielen im Mathematikunterricht, kann das angesichts von Leistungsunterschieden ein Ansatz sein? Beziehen und begru\u0308nden Sie eine Position aus Lehrenden-Sicht, die auch Schu\u0308lersichtweisen einbezieht.<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt\">Spielen im Mathematikunterricht kann auch trotz Leistungsunterschieden ein guter Ansatz sein. Vor allem beim gemeinsamen Spielen kann \u00fcber Probleme und Strategien mit anderen Sch\u00fcler*innen diskutiert werden und so gemeinsame L\u00f6sungen und Erkenntnisse erarbeitet werden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt\">Aus Lehrenden-Sicht k\u00f6nnen durch das Spielen die Denkweisen der Sch\u00fcler*innen besser erkannt und dadurch die fachdidaktische Herangehensweise auf bestimmte Sch\u00fcler*innen angepasst werden. Durch die Fachdidaktik kann dann die Kompetenz der Sch\u00fcler*innen verbessert werden. Hierbei fokussieren sich die Lehrenden also auch auf die unterschiedlichen Sch\u00fclersichtweisen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt\">Aus Lehrenden-Sicht entsteht durch das Spielen im Mathematikunterricht also die M\u00f6glichkeit, sich \u00fcber die genauen Denkabl\u00e4ufe der Sch\u00fcler*innen bewusst zu werden und die\u00a0 Fachdidaktik zu adaptieren.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt\"><strong>3. Spielen kann im Handeln \u201estecken bleiben\u201c, das Denken kommt zu kurz. Formulieren Sie zwei Fragen, welche Ihnen helfen k\u00f6nnen, m\u00f6gliche Denkhandlungen von Lernenden zu beobachten.<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt\">1. Werden verschiedene Strategien ausprobiert und adaptiert der\/die Sch\u00fcler*in seine\/ihre Spielweise?<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt\">2. Inwiefern verkn\u00fcpft der\/die Sch\u00fcler*in seine\/ihre Strategien mit den mathematischen Hintergr\u00fcnden?<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt\"><strong>4. Benennen Sie zwei unterschiedliche M\u00f6glichkeiten, wie Sie als Lehrkraft ausgehend vom Spielen eine weitere kognitive Aktivierung von Lernenden anregen k\u00f6nnen.<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt\">Unter kognitiver Aktivierung versteht man das Ausma\u00df, in dem Lernende zur geistig aktiven Auseinandersetzung mit <\/span><span style=\"font-size: 12pt\">dem Lerngegenstand angeregt werden. (aus Mathematikdidaktische Kernbest\u00e4nde f\u00fcr den Umgang mit Heterogenit\u00e4t \u2013 Versuch einer curricularen Bestimmung von Christine Knipping, Natascha Korff, Susanne Prediger (2017))<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt\">Diese kann angeregt werden durch eine pr\u00e4zise Fragestellung der Lehrkraft. Zum Beispiel beim Spiel &#8222;Differenz trifft&#8220; kann dies erreicht werden, indem nach einem Spieldurchgang \u00fcberpr\u00fcft wird welche\/r Sch\u00fcler*in am schnellsten seine Kringel weggestrichen hat. Dann k\u00f6nnte die Lehrkraft anregen Vermutungen zu stellen wieso diese\/r Sch\u00fcler*in am schnellsten war. So setzen sich die Sch\u00fcler*innen dann individuell mit dem Lerngegenstand auseinander, \u00fcberpr\u00fcfen ihre Denkweise und stellen m\u00f6glicherweise neue Strategien auf um schneller alle Kringel wegzustreichen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt\">Eine andere M\u00f6glichkeit w\u00e4re jede\/n Sch\u00fcler*in seine\/ihre Strategie zu einem Spiel gegen\u00fcber der Lehrkraft vorstellen zu lassen und dabei auch erkl\u00e4ren lassen warum diese Strategie gew\u00e4hlt wurde.\u00a0 Hierbei denkt der\/die Sch\u00fcler*in \u00fcber ihr eigenes Konzept nach. Die \u00dcberpr\u00fcfung des Konzepts \u00fcbernimmt der\/die Sch\u00fcler*in dann selbst beim Spielen. So kann produktiv ge\u00fcbt werden und sich mit dem Lerngegenstand auseinandergesetzt werden.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1.\u00a0Sind Unterschiede in den mathematischen Leistungen von Schu\u0308lerinnen und Schu\u0308lern ein Grund zur Sorge? Welche Bedeutung kommt dem zweigliedrigen Schulsystem (Oberschule \/ Gymnasien) in Bremen diesbezu\u0308glich zu? Unterschiede in den mathematischen Leistungen von Sch\u00fcler*innen sind ein Grund zur Sorge. 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