{"id":21,"date":"2020-06-21T16:41:31","date_gmt":"2020-06-21T14:41:31","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/unibloglukas\/?p=21"},"modified":"2020-06-21T16:41:31","modified_gmt":"2020-06-21T14:41:31","slug":"rv09","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/unibloglukas\/2020\/06\/21\/rv09\/","title":{"rendered":"RV09"},"content":{"rendered":"<p><strong><span style=\"font-size: 12pt\">1. Erl\u00e4utern Sie das in der Vorlesung thematisierte Spannungsfeld zwischen Inszenierung und Zuschreibung in Bezug auf Genderdynamiken und -p\u00e4dagogik in der Schule. Nehmen Sie daf\u00fcr Bezug auf die in der Vorlesung genannten theoretischen Ans\u00e4tze.<\/span><\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt\">Inszenierungen und Zuschreibungen liegen meistens weit auseineander. Wie sich ein*e Sch\u00fcler*in selbst inszeniert ist individuell verschieden und nicht genderabh\u00e4ngig, im Gegensatz zu Zuschreibungen, die meist einem bestimmten Geschlecht zugeordnet werden. In der Schule wird z.B. den m\u00e4nnlichen Sch\u00fclern zugeschrieben, dass sie lernfaul, unordentlich, sportlich oder in naturwissenschaftlichen F\u00e4chern gut sind. M\u00e4dchen hingegen sind die flei\u00dfigen, ruhigen und gut in Deutsch. Diese Zuschreibungen kommen aus der Gesellschaft, also auch von Lehrer*innen. Es ist also wichtig als Lehrer*in nicht diesen Zuschreibungen zu folgen, sondern jede*n Sch\u00fcler*in individuell zu betrachten und die Selbstinszenierung wahrzunehmen. Hierbei k\u00f6nnen Zuschreibungen und Inszenierung teilweise auch \u00fcbereinstimmen, wenn sich der\/die Sch\u00fcler*in an die Zuschreibungen anpasst.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt\">Wichtig ist also das Lehrer*innen versuchen genderneutral zu unterrichten, um diese Zuschreibungen zu \u00fcberwinden.<\/span><\/p>\n<p><strong><span style=\"font-size: 12pt\">2. Reflektieren Sie ihre bisherigen Praxiserfahrungen aus der eigenen Schulzeit und ersten Praktika zum\u00a0schulischen \u201eGenderplay\u201c, m\u00f6glichst unter Bezugnahme auf mindestens ein anderes Heterogenit\u00e4tsfeld\u00a0der Ringvorlesung, wie Sprache, soziokultureller Background, Leistung, Inklusion.<\/span><\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt\">Aktuell bin ich neben dem Studium an einer Bremer Grundschule als Werkstudent besch\u00e4ftigt. Im Unterricht begegnen einem Situationen, die man selber aus der eigenen Schulzeit kennt, aber auch neue Verhaltensweisen von Sch\u00fcler*innen, die einem nicht bekannt sind. Sch\u00fclerinnen, die im Deutschunterricht viel weiter sind als ihre m\u00e4nnlichen Mitsch\u00fcler, oder Sch\u00fcler, die im Matheunterricht weiter sind als die weiblichen Mitsch\u00fcler. Aber auf die breite Masse an Sch\u00fcler*innen trifft dies nicht zu. Diese breite Masse kann sich nat\u00fcrlich beim \u00dcbergang in die Sekundarstufe weiter aufteilen und die Abst\u00e4nde im Bereich der Leistung genderspezifisch noch vergr\u00f6\u00dfert werden. Oft habe ich im Deutschunterricht m\u00e4nnliche Sch\u00fcler beobachtet, die gelangweilt aus dem Fenster starrten. Wenn man diese Sch\u00fcler ansprach, bekam man die Antwort, das Deutschunterricht nur etwas f\u00fcr die M\u00e4dchen sei. Selbst im Grundschulalter treffen die gesellschaftlichen Zuschreibungen also zumeist schon zu, trotz genderneutralem Unterricht.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt\">Betrachte ich r\u00fcckblickend meine eigene Schulzeit f\u00e4llt auf das vor allem Sportlehrer m\u00e4nnliche Sch\u00fcler bevorzugt haben, da diese ihrer Meinung nach deutlich bessere Leistungen erbrachten.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt\">Die individuelle Betrachtung von Sch\u00fcler*innen ist also ein wichtiges Element im Berufsbild der Lehrkraft. Denn neben dem Geschlecht flie\u00dfen viele weiter Heterogenit\u00e4tsfelder in das Verhalten von Sch\u00fcler*innen ein.<\/span><\/p>\n<p><strong><span style=\"font-size: 12pt\">3. Formulieren Sie eine Beobachtungsaufgabe f\u00fcr kommende Praktika zum Thema \u201egendersensible\u00a0P\u00e4dagogik\u201c, auch hier m\u00f6glichst unter Bezugnahme auf mindestens ein anderes Heterogenit\u00e4tsfeld\u00a0der Ringvorlesung, wie Sprache, soziokultureller Background, Leistung, Inklusion, um deutlich zu machen, dass die Kategorie Gender nicht f\u00fcr sich steht, sondern andere Dimensionen von Heterogenit\u00e4t oftmals wesentlich mit beeinflusst.<\/span><\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt\">Wie behandelt die Lehrkraft Sch\u00fcler*innen mit besonderem soziokulturellen Background im Klassenverbund? Gibt es Unterschiede zwischen m\u00e4nnlichen und weiblichen Sch\u00fclern?<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. Erl\u00e4utern Sie das in der Vorlesung thematisierte Spannungsfeld zwischen Inszenierung und Zuschreibung in Bezug auf Genderdynamiken und -p\u00e4dagogik in der Schule. 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