{"id":19,"date":"2020-06-14T16:10:45","date_gmt":"2020-06-14T14:10:45","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/unibloglukas\/?p=19"},"modified":"2020-06-14T16:10:45","modified_gmt":"2020-06-14T14:10:45","slug":"rv-08","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/unibloglukas\/2020\/06\/14\/rv-08\/","title":{"rendered":"RV 08"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><span style=\"font-size: 12pt\">1. Greiner (2019) formuliert verschiedene Dilemmata, die mit der Forderung nach Inklusion an den Schulen verbunden sind. Nehmen Sie zu dreien Ihrer Wahl Stellung.<\/span><\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt\">Kategorisierungsdilemma:<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt\">Inklusives und adaptives Lernen fordert Individualdiagnostik und Individualf\u00f6rderung. Dies steht im Gegensatz zur inklusiven Bildung. Die Sch\u00fcler*innen werden kategorisiert, d.h. nach ihren Lerneigenschaften geordnet. Im inklusiven Unterricht soll es allerdings nicht so sein. Hier sollen alle Sch\u00fcler*innen gleich behandelt und gleich unterrichtet werden. Fokussiert man sich also zu stark auf eine\/n Sch\u00fcler*in wird das inklusive Bildungsschema verletzt. Es muss also eine L\u00f6sung gefunden werden in der Individualdiagnostik und Individualf\u00f6rderung im Unterricht f\u00fcr alle gleicherma\u00dfen angewendet wird.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt\">Autonomiedilemma:<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt\">Selbstst\u00e4ndiges Lernen und selbstst\u00e4ndiges Arbeiten von Sch\u00fcler*innen ist ein wichtiger Faktor im Verlaufe der Schulbildung. Allerdings entsteht dadurch auch ein Problem, da Sch\u00fcler*innen unterschiedlich selbstst\u00e4ndig agieren k\u00f6nnen. Hierbei kommt es dazu, dass st\u00e4rkere Sch\u00fcler*innen besser autonom arbeiten und lernen k\u00f6nnen als schw\u00e4chere Sch\u00fcler. Es entsteht eine noch gr\u00f6\u00dfere Kluft zwischen den starken und schwachen Sch\u00fclern. Aktuell kann man dies auch in der Corona-Krise beobachten. Sch\u00fcler*innen aus einem (leistungs-)starken Haushalt k\u00f6nnen in der Quarant\u00e4ne Zeit besser autonom arbeiten und lernen als Sch\u00fcler*innen aus (leistungs-)schwachen Haushalten. Dieses Dilemma muss gel\u00f6st werden damit allen Sch\u00fcler*innen autonomes Arbeiten und Lernen erm\u00f6glicht wird denn dieses ist mit Blick auf die Arbeitswelt sehr wichtig.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt\">Differenzst\u00e4rkungsdilemma:<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt\">Sch\u00fcler*innen nehmen die Heterogenit\u00e4ten der anderen Sch\u00fcler*innen wahr. In inklusiven Klassenverbunden wird diese Wahrnehmung noch verst\u00e4rkt. Denn es wird mit der Inklusion von Sch\u00fcler*innen direkt impliziert, dass diese Sch\u00fcler*innen andere Leistungen erbringen und andere Verhaltensweisen haben. Hierdurch k\u00f6nnen dann Probleme entstehen, dass potentiell schw\u00e4chere Sch\u00fcler*innen von ihren Mitsch\u00fcler*innen besch\u00e4mt oder abgewertet werden. Hier ist wieder ein gro\u00dfer Widerspruch gegen\u00fcber dem inklusiven Bildungswunsch zu sehen. Denn dort sollen alle Sch\u00fcler*innen gleich akzeptiert werden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt\"><strong>2. Die Vermittlung und Reflexion der deutschen Sprache ist nicht nur Aufgabe des Deutschunterrichts, sondern f\u00e4cher\u00fcbergreifendes Unterrichtsprinzip. Wo sehen Sie in Ihrem (ggf. zweiten) Fach M\u00f6glichkeiten, um<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt\"><strong>a) Vielsprachigkeit als Ressource zu nutzen,<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt\"><strong>b) gendersensibel Unterrichtsgegenst\u00e4nde auszuw\u00e4hlen und Aufgaben zu konstruieren. <\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt\">a) Vielsprachigkeit kann in vielen F\u00e4chern als Ressource genutzt werden. Zum Beispiel im Chemieunterricht gibt es viele Elemente die aus den unterschiedlichsten Sprachen hergeleitet werden k\u00f6nnen. Auch andere chemische Fachbegriffe sind aus den verschiedensten Sprachen abzuleiten. Hier kann die Vielsprachigkeit gut als Ressource genutzt werden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt\">b) Im gendersensiblem Unterricht ist es notwendig m\u00f6glichst geschlechtsneutrale Aufgabenstellungen zu verfassen. Hierbei sollte vor allem nicht auf Stereotypen zur\u00fcckgegriffen werden. Im Mathematikunterricht sollten vor allem Textaufgaben geschlechtsneutral verfasst werden. Auch f\u00fcr die Auswahl von Unterrichtsgegenst\u00e4nden sollte es m\u00f6glich sein geschlechtsneutrale Themen und Aufgaben auszuw\u00e4hlen.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; 1. Greiner (2019) formuliert verschiedene Dilemmata, die mit der Forderung nach Inklusion an den Schulen verbunden sind. Nehmen Sie zu dreien Ihrer Wahl Stellung. Kategorisierungsdilemma: Inklusives und adaptives Lernen fordert Individualdiagnostik und Individualf\u00f6rderung. Dies steht im Gegensatz zur inklusiven Bildung. Die Sch\u00fcler*innen werden kategorisiert, d.h. nach ihren Lerneigenschaften geordnet. 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