{"id":20,"date":"2013-04-24T18:59:33","date_gmt":"2013-04-24T16:59:33","guid":{"rendered":"http:\/\/blogs.uni-bremen.de\/uncanny\/?p=20"},"modified":"2013-04-24T19:00:55","modified_gmt":"2013-04-24T17:00:55","slug":"hex-and-the-city-die-neuheidnischen-hexenreligion-und-orte-ihrer-praxis-in-berlin-abstract","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/uncanny\/2013\/04\/24\/hex-and-the-city-die-neuheidnischen-hexenreligion-und-orte-ihrer-praxis-in-berlin-abstract\/","title":{"rendered":"Hex and the City.  Die neuheidnischen Hexenreligion und Orte ihrer Praxis in Berlin"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left\" align=\"center\"><em>von Victoria Hegner<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Seit Beginn der 1980er Jahre gibt es in (West)Deutschland zunehmend Gruppen und Einzelportagonist_innen, die das Wort \u201eHexe\u201c oder \u201eneue Hexe\u201c als Selbstbezeichnung nutzen, wobei ganz unterschiedliche Auspr\u00e4gungen einer neuheidni\u00adschen Religiosit\u00e4t angesprochen werden. Das Wort \u201eHexe\u201c vermittelt dabei verschiedene Botschaften, vor allem aber wird damit etwas erzeugt, was auch erzeugt werden soll, n\u00e4mlich eine <i>Aura<\/i> des Unzug\u00e4nglichen und Geheimnisvollen, des Absto\u00dfenden und Reizvollen zugleich.<\/p>\n<p>Der Vortrag geht der Frage nach, wie sich dieser Wunsch nach Abgrenzung und R\u00e4tselhaftigkeit in der religi\u00f6sen Praxis der Hexen genau wieder gibt. Mit Blick darauf, dass selbsternannte Hexen vor allem Gro\u00dfst\u00e4dter_innen sind und dass Berlin die Stadt mit der vermeintlich gr\u00f6\u00dften Hexendichte Mitteleuropas sein soll, interessiert zudem, wie sich dabei die Spezifik des urbanen Kontextes &#8211; seine kulturellen, sozialen und dabei immer auch topographischen und physischen Merkmale \u2013 in die Handlungen und Kosmologien der Hexen einschreibt?<\/p>\n<p>Auf der Grundlage der Ethnografie wird hierf\u00fcr das Augenmerk auf die <i>geheimen<\/i> bzw. <i>verborgenen Orte<\/i>, die sich Hexen in der Stadt f\u00fcr ihre religi\u00f6se Praxis schaffen, gelegt. Es sind Orte, die im Stadtkontext bekannt und oftmals gar \u00f6ffentlich sind, jedoch als Orte \u201ehexischer Rituale\u201c f\u00fcr \u201eAu\u00dfenstehende\u201c nahezu unsichtbar und \u201everschlossen\u201c bleiben. Wo liegen diese Orte und wie werden sie von den Hexen modelliert? inwiefern k\u00f6nnen die Orte als <i>Gegenorte &#8211;<\/i>\u2013 Heterotopien \u2013 innerhalb der Stadt verstanden werden, also als Orte \u2013 folgt man Foucault \u2013 die \u201eIllusionen schaffen, die der Wirklichkeit etwas entgegensetzen [\u2026] und eventuell radikal in Frage stellen\u201c? Wo verwischen Hexen ihre Pr\u00e4senz und wo hinterlassen sie bewusst Spuren, treten also aus dem Verborgenen hervor, mit Weltsichten, die der Stadtbev\u00f6lkerung unvertraut sind und Gef\u00fchle der Verwunderung und mitunter auch Angst erzeugen?<\/p>\n<p>Mit dieser Analyseperspektive begibt sich der Vortrag auf eine Gratwanderung, denn es gilt die Ma\u00dfgabe der Protagonist_innen, dass die Orte ihren geheimen Charakter beibehalten und nicht \u201everraten\u201c werden. Sie werden benannt und treten aus dem Verborgenen hervor und verweilen doch im Ungef\u00e4hren. Sie sind <i>unheimlich, <\/i>wie die Hexen selbst<i> <\/i>und<i> <\/i>dabei zutiefst st\u00e4dtisch.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Victoria Hegner Seit Beginn der 1980er Jahre gibt es in (West)Deutschland zunehmend Gruppen und Einzelportagonist_innen, die das Wort \u201eHexe\u201c oder \u201eneue Hexe\u201c als Selbstbezeichnung nutzen, wobei ganz unterschiedliche Auspr\u00e4gungen einer neuheidni\u00adschen Religiosit\u00e4t angesprochen werden. 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