{"id":425,"date":"2026-06-12T16:29:21","date_gmt":"2026-06-12T14:29:21","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/umhetbipeb2026\/?p=425"},"modified":"2026-06-12T16:48:18","modified_gmt":"2026-06-12T14:48:18","slug":"rv08","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/umhetbipeb2026\/2026\/06\/12\/rv08\/","title":{"rendered":"rv08 Asynchron"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-weight: 400\">Ich habe mich f\u00fcr das Interview mit Prof. Dr. Simone Seitz entschieden, bei dem sie drei Punkte\/ m\u00f6gliche \u201eUnterrichtsprinzipien f\u00fcr den inklusiven Unterricht\u201c nennt, die ber\u00fccksichtigt werden m\u00fcssen. URL: <\/span><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=GwiWTC0ihoQ\"><span style=\"font-weight: 400\">Prof. Dr. Simone Seitz &#8211; Unterrichtsprinzipien f\u00fcr den inklusiven Unterricht<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400\">\u00a0\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">1.Welche theoretischen Bez\u00fcge aus Ihrem bisherigen Studium passen zu den Inhalten des Podcasts und Videos (oder sind widerspr\u00fcchlich)?<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Interessant ist, dass sich die drei Unterrichtsprinzipien, die im Video aufgegriffen und f\u00fcr besonders wichtig gehalten werden, mit den drei Unterpunkten der Perspektivenvielfalt, also der individuelle Blick, der kollektive Blick und der universelle Blick (vgl. Prengel, 2003), \u00fcberschneiden.<\/span><span style=\"font-weight: 400\"><br \/>\n<\/span><span style=\"font-weight: 400\">Laut Pr. Dr. Simone Seitz beruht guter inklusiver Unterricht auf drei Prinzipien, die alle mit der Anerkennung zu tun haben.\u00a0 Der erste Punkt ist die Anerkennung der Personalit\u00e4t und Individualit\u00e4t (vgl. Seitz, 2021). Jede Person ist individuell und bringt eigene Sichtweisen, Kenntnisse und Erfahrungen mit und sollte diese einbringen d\u00fcrfen und als individuelle\/ einzigartige Person anerkannt werden.<\/span><span style=\"font-weight: 400\"><br \/>\n<\/span><span style=\"font-weight: 400\">Der zweite Punkt ist die Anerkennung der Sozialit\u00e4t (vgl. Seitz, 2021). Hier geht es darum, dass nicht nur das Lernen der SuS voneinander im Fokus stehen sollte, sondern vielmehr das Lernen miteinander, insbesondere in unterschiedlichen Kontexten. Im Vordergrund steht die Akzeptanz dessen, dass die zentrale Ressource des Lernens sich aus dem Umstand ergibt, dass verschiedene Lerner im Raum sind und ein Kollektiv bilden.<\/span><span style=\"font-weight: 400\"><br \/>\n<\/span><span style=\"font-weight: 400\">Beim letzten Punkt geht es um die Anerkennung der Komplexit\u00e4t (vgl. Seitz, 2021). Diese soll zugelassen werden und es geht nicht darum, gro\u00dfe Probleme zu simplifizieren, sondern sie f\u00fcr ihre Gr\u00f6\u00dfe und Tiefe anzuerkennen und auch bei kleinen Problemen zu schauen, welche gro\u00dfen, \u00fcbergreifenden Probleme stecken dahinter.<\/span><span style=\"font-weight: 400\"><br \/>\n<\/span><span style=\"font-weight: 400\">Beides basiert auf drei Ebenen: dem Individuum, der Gruppe und dem Kontext.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">2.Welche eigenen Praxiserfahrungen sind Ihnen zum Thema des Videos in den Sinn gekommen? Es k\u00f6nnen kontr\u00e4re oder vergleichbare Aspekte sein<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Ein Beispiel f\u00fcr den zweiten Punkt: \u201eKinder miteinander lernen lassen und nicht nur voneinander&#8220; und den ersten Punkt: \u201eIndividualit\u00e4t muss zugelassen werden und soll eingebracht werden\u201c:\u00a0 In einer der Klassen, in der ich war, gab es ein Kind mit sonderp\u00e4dagogischem F\u00f6rderbedarf, welches aufgrund eines langsamereren Lerntempos oft im Unterricht Schwierigkeiten hatte. Bei einer Partnerarbeit (Praktisch) setzte man dieses Kind dann bewusst mit einem leistungsstarkem Kind zusammen, damit letzteres diesem helfen kann. Also ein klassischer Fall von \u201eLernen voneinander&#8220;. Im Verlauf ergab sich dann aber, dass das leistungsschw\u00e4chere Kind\u00a0 bereits praktische Vorerfahrungen hatte und es brachte eine Idee ein, wie die Aufgabe gel\u00f6st werden k\u00f6nnte, die den beiden Kindern mit ihrer Aufgabe vorangebracht hat. Es entstand also ein Lernen miteinander, statt eines reinen Lernens voneinander. Beide Kinder profitieren durch die Einzigartigkeit und die Gedanken und Ideen des jeweils anderen. Dies zeigt, dass alle Kinder, unabh\u00e4ngig von ihrer Leistungsst\u00e4rke oder ihrem F\u00f6rderbedarf, wertvolles beitragen k\u00f6nnen. Es sollte also kein \u201eHelfendes\u201c oder \u201eLernendes\u201c Kind geben, sondern zwei Kinder, die sich gegenseitig erg\u00e4nzen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">3.Welche Fragen an ihre (zuk\u00fcnftige) Praxis ergeben sich? Fokussieren Sie sich auf sich als Lehrperson.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">-Wie kann ich echtes \u201eLernen miteinander\u201c f\u00f6rdern?<\/span><span style=\"font-weight: 400\"><br \/>\n<\/span><span style=\"font-weight: 400\">-Profitieren Leistungsst\u00e4rkere bzw -schw\u00e4chere in solchen Settings gleicherma\u00dfen?<\/span><span style=\"font-weight: 400\"><br \/>\n<\/span><span style=\"font-weight: 400\">-Wie kann ich die Individualit\u00e4t und die St\u00e4rken jedes Kindes am Besten zur Geltung bringen und entfalten?<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Quellen:<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Prengel, Annedore (2003): Kinder akzeptieren, diagnostizieren,etikettieren? Kulturen\u2010 und Leistungsvielfalt im Bildungswesen.In: Birgit Warzecha (Hrsg.): Heterogenit\u00e4t macht Schule. Beitr\u00e4ge aus sonderp\u00e4dagogischer und interkultureller Perspektive (S.27\u201340). M\u00fcnste<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Prof. Dr. Simone Seitz (2021):\u00a0 Unterrichtsprinzipien f\u00fcr den inklusiven Unterricht. In: &lt;span;&gt;path2in \u2013 Lernpfade in die inklusive P\u00e4dagogik. URL: &lt;span;&gt;<\/span><a href=\"https:\/\/m.youtube.com\/watch?v=sJEtILsWQ8Y&amp;list=PLIk2wKjM9yd08tOdoGRJk6Srxx72BCW1m&amp;index=37&amp;pp=iAQB\"><span style=\"font-weight: 400\">https:\/\/m.youtube.com\/watch?v=sJEtILsWQ8Y&amp;list=PLIk2wKjM9yd08tOdoGRJk6Srxx72BCW1m&amp;index=37&amp;pp=iAQB<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich habe mich f\u00fcr das Interview mit Prof. Dr. Simone Seitz entschieden, bei dem sie drei Punkte\/ m\u00f6gliche \u201eUnterrichtsprinzipien f\u00fcr den inklusiven Unterricht\u201c nennt, die ber\u00fccksichtigt werden m\u00fcssen. 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