{"id":190,"date":"2026-04-29T20:54:16","date_gmt":"2026-04-29T18:54:16","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/umhetbipeb2026\/?p=190"},"modified":"2026-04-29T20:56:04","modified_gmt":"2026-04-29T18:56:04","slug":"rv03-enter-projekt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/umhetbipeb2026\/2026\/04\/29\/rv03-enter-projekt\/","title":{"rendered":"RV03 &#8211; &#8222;Enter&#8220;-Projekt zur F\u00f6rderung von Sprache im Mathe-Unterricht"},"content":{"rendered":"<p>1. Heterogenit\u00e4t ist ein allt\u00e4glicher Aspekt in der heutigen Grundschulzeit und sollte bzw. wird daher als selbstverst\u00e4ndlich angesehen. Auch ist dies verst\u00e4rkt im Matheunterricht zu finden. Dabei treffen die Kinder mit unterschiedlichen F\u00e4higkeiten und Voraussetzungen aufeinander, wie eben auch der Sprache. Einige von ihnen k\u00f6nnen verschiedene mathematische Zusammenh\u00e4nge schon bereits gut versprachlichen, wobei andere Sch\u00fcler*innen beim Verstehen der Fragestellung scheitern oder die n\u00f6tigen Fachbegriffe fehlen. Aus diesem Grund finde ich das \u201eEnter\u201c-Projekt besonders spannend und interessant, da es die Mathematik direkt mit der Sprache verkn\u00fcpft.<\/p>\n<p>Das dialogische Arbeiten ist f\u00fcr mich ein wichtiger und elementarer Punkt dabei, da die Kinder sich direkt im Dialog miteinander austauschen und sind so zum eigenen Formulieren aufgefordert. Stellen nun die Lehrkr\u00e4fte offene Fragen und wiederholen die Aussagen und Antworten der Kinder oder erg\u00e4nzen diese mit z.B. fehlenden Fachbegriffen, sind die Kinder nicht nur passiv, sondern aktiv im Geschehen mit eingebunden. Es hilft auch den Lehrkr\u00e4ften, da diese die Denkweisen der Sch\u00fcler*innen mitbekommen und wenn n\u00f6tig mit ihnen zusammen erg\u00e4nzen k\u00f6nnen. Die Sprache kann so als Werkzeug genutzt werden, wie beim Erkl\u00e4ren von L\u00f6sungen oder warum die L\u00f6sung richtig ist. (B\u00f6ning &amp; Th\u00f6ne, 2017; S. 27)<\/p>\n<p>Auch das Scaffolding ist bedeutend. Es beinhaltet Satzanf\u00e4nge, Wortschatz und (versprachlichte) Visualisierungen. Vielen Kindern helfen solche Dinge (z.B. in Form von kleinen Helfer-Karten), um sich mathematisch Fachsprachlich korrekt ausdr\u00fccken zu k\u00f6nnen. Wenn bsp. Der Begriff <em>Differenz<\/em> eingef\u00fchrt wird, kann so ein oder verschiedene Satzmuster mit einer Bild helfen. (Leuders &amp; Prediger, 2016; S. 18)<\/p>\n<p>Die Gespr\u00e4chskultur aus dem \u201eEnter\u201c-Projekt ist auf jeden Fall auf die Grundschule zu \u00fcbertragen. Es lernt sie, sich strukturiert auszudr\u00fccken, aber gleichzeitig anderen folgend zuh\u00f6ren zu k\u00f6nnen. Regelm\u00e4\u00dfige Gespr\u00e4che tragen dazu bei, die L\u00f6sungen nachzuvollziehen und zu verstehen und generell zu besprechen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>2.Die Sprache beansprucht in der Mathematik einen Kernpunkt. Deutlich f\u00fcr mich werden speziell die Kommunikation und Kognition der Sprache.<\/p>\n<ul>\n<li>Kommuniakton:<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Sprache ist hier lediglich zu Verst\u00e4ndigung untereinander da. Da Sch\u00fcler*innen oftmals die Aufgabe sprachlich strukturieren, hilft ihnen das beim Ordnen und Verstehen von den mathematischen Zusammenh\u00e4ngen der jeweiligen Aufgaben.<\/p>\n<ul>\n<li>Kognition:<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wenn man die Dinge, die man gerade rechnet, laut ausspricht, dann kann dieses das Denken und Verst\u00e4ndnis unterst\u00fctzen. Z.B. \u201eIch rechne erst die Einer und dann die Zehner und addiere sie zum Schluss zusammen.\u201c Vor allem k\u00f6nnen die leistungsschw\u00e4cheren Sch\u00fcler*innen von dieser Art einen Vorteil f\u00fcr sich gewinnen. (Leuders &amp; Prediger, 2016; S. 21)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Um dies zu unterst\u00fctzen und weitere Fachbegriffe in das versprachlichte mit einzubringen, wie <em>Differenz und Summe <\/em>w\u00e4re unter anderem die Hundertertafel. Die Kinder lernen durch die Gespr\u00e4che auch die mathematische Bedeutung der Tafel und die Beziehung der Zahlen in ihr und nicht nur die Zahlen selbst.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>3.Interessante Fragen f\u00fcr sp\u00e4tere Praktika:<\/p>\n<p>Wenn die Kinder in PA, so im Dialog oder in GA miteinander sprechen, in wie weit sprechen sie dann \u00fcber Mathe und wie nutzen sie ihr Wissen wie Fachbegriffe?<\/p>\n<p>Wie nutzt die Lehrkraft sprachliche Mittel im Unterricht und welche (kontextbezogen)?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>B\u00f6ning, D. &amp; Th\u00f6ne, B. (2027): <em>Integrierte F\u00f6rderung von Mathematik und Sprache in Kita und Familie<\/em>. In: Schuler, S., Streit, C. &amp; Wittmann, G. (Hrgs.): Perspektiven mathematischer Bildung im \u00dcbergang vom Kindergarten zur Grundschule. Wiesbaden: Springer, S. 27-40<\/p>\n<p>B\u00f6ning, D., Hering, J., London, M. N\u00fchrenb\u00f6rger, M. &amp; Th\u00f6ne, B. (2017): <em>Erz\u00e4hl mal Mathe! Mathematiklernen im Kindergartenalltag und am Schulanfang<\/em>. Seelze: Klett Kallmeyer<\/p>\n<p>Leuders, T. &amp; Prediger, S. (2026): <em>Flexible differenzieren und fokussiert f\u00f6rdern im Mathematikunterricht<\/em>. Berlin: Cornelsen Scriptor<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. Heterogenit\u00e4t ist ein allt\u00e4glicher Aspekt in der heutigen Grundschulzeit und sollte bzw. wird daher als selbstverst\u00e4ndlich angesehen. Auch ist dies verst\u00e4rkt im Matheunterricht zu finden. Dabei treffen die Kinder mit unterschiedlichen F\u00e4higkeiten und Voraussetzungen aufeinander, wie eben auch der Sprache. 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