{"id":4,"date":"2019-04-05T15:53:53","date_gmt":"2019-04-05T13:53:53","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/umgangmitheterogenitaetinderschule2019go\/?p=4"},"modified":"2019-04-05T15:59:37","modified_gmt":"2019-04-05T13:59:37","slug":"heterogenitaet-als-merkmal-der-gesellschaft-und-herausforderung-fuer-die-schule","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/umgangmitheterogenitaetinderschule2019go\/2019\/04\/05\/heterogenitaet-als-merkmal-der-gesellschaft-und-herausforderung-fuer-die-schule\/","title":{"rendered":"Heterogenit\u00e4t als Merkmal der Gesellschaft und Herausforderung f\u00fcr die Schule"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;font-size: 12pt\">Frage 1: Heterogenit\u00e4t als Herausforderung im schulischen Kontext<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;font-size: 10pt\">In der Schule findet aus organisatorischen Gr\u00fcnden eine Homogenisierung durch \u00e4u\u00dfere Differenzierung statt, z.B. durch ein einheitliches Schuleingangsalter und ein einheitliches Curriculum f\u00fcr eine Altersstufe. Jedoch ist Homogenit\u00e4t nur eine bewusste\/unbewusste Idealvorstellung, in der Realit\u00e4t sind aber alle Menschen verschieden, es gibt zwar Gemeinsamkeiten, aber man kann nicht sagen, dass alle Menschen gleich sind. Somit sitzen dann in einer Klasse in der Schule viele unterschiedliche Kinder, manche sind lernstark, andere hingegen eher lernschwach, sie haben eine unterschiedliche Herkunft und sprechen vielleicht auch nicht alle dieselbe Sprache, sie haben unterschiedliche St\u00e4rken und Schw\u00e4chen, manche haben vielleicht auch eine Behinderung und die Lehrkraft hat dann die Aufgabe all diesen verschiedenen Kindern etwas beizubringen. Allerdings bleibt aufgrund der Homogenisierung oftmals eine individuelle F\u00f6rderung der einzelnen Kinder auf der Strecke, da sich eine einzelne Lehrkraft nicht um jedes Kind einzeln k\u00fcmmern kann, wenn die Klasse aus z.B. 25 Kindern besteht. Somit hat die Lehrkraft die Herausforderung ihr Unterrichtskonzept so zu gestalten, dass sie beispielsweise sowohl lernschwache als auch lernstarke Kinder &#8222;unter einen Hut&#8220; bekommt und ihnen das Wissen vermittelt, was im Rahmenlehrplan festgelegt ist. Zudem sollte die Lehrkraft den Kindern gesellschaftliche Normen und Werte vermitteln, aber auch ihre individuellen St\u00e4rken f\u00f6rdern, da die Gesellschaft abh\u00e4ngig von der optimalen Nutzung\/Wahrnehmung individueller menschlicher Ressourcen ist. Die Schule soll somit also Homogenit\u00e4t und Heterogenit\u00e4t f\u00f6rdern, wobei allerdings die grundlegende Heterogenit\u00e4t der einzelnen Kindern oft eine Herausforderung darstellt, da die homogenisierte Struktur der Schule es nicht m\u00f6glich macht auf jedes Kind einzeln einzugehen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;font-size: 12pt\">Frage 2: Konstruktionscharakter von Heterogenit\u00e4t<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;font-size: 10pt\">In der Gesellschaft gibt es immer bestimmte Merkmale oder Verhaltensweisen die als &#8222;normal&#8220; bzw. &#8222;\u00fcblich&#8220; angesehen werden, da diese als h\u00e4ufige Gemeinsamkeit zwischen einzelnen Menschen auftreten. Dadurch wird eine gewisse Homogenit\u00e4t konstruiert, die allerdings nur im Denken der Menschen existiert, nicht real ist und sich auch im Wandel der Zeit \u00e4ndert. Wenn nun ein Mensch von dieser vermeintlichen Norm &#8222;abweicht&#8220;, dann ist er in Bezug auf diese Norm heterogen. Somit ist also auch die Heterogenit\u00e4t nur konstruiert, da sie ebenfalls nur im Denken der Menschen existiert.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;font-size: 12pt\">Frage 3: Eigene Erfahrungen\/Beobachtungen mit dem Umgang von Lehrer*innen mit verschiedenen Dimensionen von Heterogenit\u00e4t<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;font-size: 10pt\">Eine besonders positive Erfahrung habe ich bei einem Praktikum in einer Grundschule gemacht. An dieser Grundschule hatten die Kinder christlichen Religionsunterricht, in der Klasse in der ich mein Praktikum absolvierte waren allerdings auch Kinder die eine andere Religion als das Christentum hatten. Nun wurden aber diese Kinder nicht gezwungen den christlichen Religionsunterricht mitzumachen, der nicht ihrer Religion entspricht, sondern die Eltern konnten einen Antrag stellen, dass ihre Kinder vom Religionsunterricht befreit werden. Die Kinder die dann nicht am Religionsunterricht teilnahmen, bekamen dann beispielsweise Mathe oder Deutsch Aufgaben die sie nebenan in einem kleinen Gruppenraum l\u00f6sen sollten. Wenn keine zus\u00e4tzliche Lehrkraft oder ein\/e Praktikant\/in da war um die Kinder zu beaufsichtigen, stellt dies auch kein gro\u00dfes Problem dar, da der Gruppenraum direkt an das Klassenzimmer angrenzt und die T\u00fcr eine (Plexi)Glasscheibe hat und somit die Lehrkraft vom Klassenraum aus zwischendurch einen Blick in den Gruppenraum werfen kann und schauen kann, dass die Kinder dort keinen Unsinn machen.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Frage 1: Heterogenit\u00e4t als Herausforderung im schulischen Kontext In der Schule findet aus organisatorischen Gr\u00fcnden eine Homogenisierung durch \u00e4u\u00dfere Differenzierung statt, z.B. durch ein einheitliches Schuleingangsalter und ein einheitliches Curriculum f\u00fcr eine Altersstufe. 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